Pferde füttern: Welches Pferdefutter ist das Richtige für mein Pferd?

 

Sind Sie unsicher, welches Opens external link in new windowPferdefutter und Ergänzungsfutter für Ihr Pferd richtig ist?

 

Gerne nehme ich mir Zeit für eine individuelle Beratung zur Opens external link in new windowPferdefütterung Ihres Pferdes, Ponys oder Esels.

Selbstverständlich gehe ich hierbei auf die Probleme & Krankheiten Ihres Pferdes ein und beziehe diese in meine Überlegungen und entsprechenden Empfehlungen mit ein.

Grundsätzlich empfehle ich nur Opens external link in new windownatürliches Pferdefutter, da synthetische Substanzen im Opens external link in new windowPferdefutter meiner Erfahrung nach Pferde krank machen können.

Auch bei Opens external link in new windowErgänzungsfuttermitteln für Pferde sowie Opens external link in new windowKräuter für Pferde sollte der Pferdebesitzer auf Natürlichkeit & höchste Qualität achten.

Welches Opens external link in new windowPferdefutter ist das richtige für mein Pferd?

Über kaum ein Thema machen sich Pferdehalter so viele Gedanken wie über das richtige Opens external link in new windowPferdefutter ihres Vierbeiners. Ein Grund hierfür liegt in dem längst nicht mehr überschaubarem Angebot an Futter- und Opens external link in new windowErgänzungsfuttermitteln. Opens external link in new windowPferde mit Mangelerscheinungen treffe ich sehr selten an, dafür umso mehr reichlich überversorgte Pferde oder auch Pferde mit Imbalancen im Nährstoffhaushalt. Der Pferdehalter unserer Zeit möchte für seinen Liebling alles Erdenkliche tun, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Man füttert hier ein Pülverchen, dort ein Pülverchen, verschiedene Kraftfuttersorten in Form von Müslis und Pellets und wechselt häufig die Futter- sowie Opens external link in new windowErgänzungsfuttermittel, weil nichts den ersehnten Erfolg bringt. Es wird munter gekauft, gewechselt und obendrein noch alles auf einmal gefüttert. So ist man sicher wirklich alles zu füttern, was das Pferd gesund erhält bzw. ihm Unterstützung bei den unterschiedlichen Erkrankungen bietet. Da ständig von Mangelerscheinungen die Rede ist, möchte der Pferdehalter unserer Zeit diese auf keinen Fall in der ein oder anderen Weise aufkommen lassen und was verschafft hier Garantie?

Genau: Man füttert Mineralfuttermittel zusätzlich zum stark vitaminisierten Müsli, so kann keinesfalls ein Mangel aufkommen (denkt man zumindest)!

Umso enttäuschter und verzweifelter ist man dann, wenn sich der Gesundheitszustand des Vierbeiners immer weiter verschlechtert statt verbessert und gibt dann irgendwann - der eine früher, der andere später - genervt auf getreu nach dem Motto:

Es hilft ja doch nichts, ich habe schon alles versucht!

Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, sofern man folgende Grundregeln der Opens external link in new windowPferdefütterung beachtet:

Oberste Priorität hat eine erstklassige Qualität jeglicher Futtermittel, hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Rauh-, Kraft- oder Ergänzungs- und Saftfutter handelt! Das Calzium: Phosphor-Verhältnis sollte bei ca. 2:1 liegen und das Verhältnis Energie zu Protein bei ca. 1:5. Entscheidend bei einer Proteinüberversorgung, welche bei der allgemein praktizierten Fütterung die Regel ist, ist immer das Verhältnis Energie zu Protein. Ein Pferd toleriert eine stark überhöhte Proteinzufuhr, wenn die Energie im richtigen Verhältnis bereitgestellt wird, ist das Verhältnis Energie zu Eiweiß im Ungleichgewicht treten denkbar schneller ernste Probleme auf.

Rauhfutter sollte den Pferden möglichst ständig zur Verfügung stehen, als Mindestaufnahmemenge pro Tag und 100 kg Pferdegewicht rechnet man jedoch 1,5 kg Heu plus Stroh zur freien Aufnahme während der Wintermonate. Stroh hat übrigens nur knapp 60 % des Energiewertes von Heu und einen Bruchteil des Proteinwertes (im Durchschnitt 1/8). Eine ausreichende Menge Rauhfutter ist so wichtig, da der Opens external link in new windowPferdedarm zur Gesunderhaltung und Symbiose zwingend auf die Zuführung von Rohfaser angewiesen ist. Ohne bedarfsgerechte Rohfaserzufuhr verändert sich die Lebensgemeinschaft der Bakterien im Darm zum Ungleichgewicht und es kommt zur Dysbiose. Unter anderem deshalb sollte auch vor der Kraftfuttergabe die Rauhfuttergabe erfolgen.

Die Umstellung auf ein anderes Opens external link in new windowPferdefutter oder zum Beispiel auf Weidehaltung, sollte immer langsam erfolgen, da durch abrupte Futterwechsel ebenfalls ein Ungleichgewicht der Darmbakterien entsteht, dessen Folgen beispielsweise Opens external link in new windowHufrehe, Opens external link in new windowKolik, Durchfall und Opens external link in new windowKotwasser sind. Rauhfutter hat somit den wichtigsten Anteil an einer gesunden Opens external link in new windowPferdefütterung. Dies ist zwar kaum einem Pferdehalter bewusst, doch entspricht der Tatsache! Pferde sind Dauerfresser, da ihr sensibles Verdauungssystem auf die ständige Futteraufnahme angewiesen ist, um problemlos zu funktionieren.

Im Darmraum befinden sich übrigens ca. 80 % der Immunzellen, im Umkehrschluss: Schlechter Darm = Fehlende Abwehr und gestörtes Immunsystem. Das Immunsystem kann entweder geschwächt sein oder überreagieren (= Allergie) bei Darmdysbiose (= gestörte Lebensgemeinschaft der Darmbakterien). Während der Wintermonate ist eine ständige Futteraufnahme ausschließlich über Rauhfutter möglich, da alle anderen Futtermittel zu wenig Kaubewegungen auslösen und somit ruck zuck gefressen sind; darüber hinaus hat nur Rauhfutter genügend Rohfaser zur Aufrechterhaltung der Darmsymbiose.

Opens external link in new windowPferde mit Atemwegserkrankungen haben - eigentlich logisch - den gleichen Bedarf an Rohfaser wie ihre Artgenossen. Meine Empfehlung: Heu mit Opens external link in new windowHeustaub-Stopp besprühen, statt wässern. Dieses Vorgehen hat sich im Opens external link in new windowTierheilkundezentrum als bedeutend effektiver und praktischer erwiesen.

Der oft praktizierte Weg im Sinne einer Silagefütterung ist der falsche Weg: Silage enthält weniger Rohfaser, dafür mehr Protein, beinhaltet weiterhin das Risiko eines Besatzes von Bakterien, Hefen und Mykotoxinen und führt somit zu einem gestörten Darmraum; oft reagieren Pferde auch makroskopisch sichtbar mit Opens external link in new windowKotwasser oder Durchfall. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr ist der Botulismus. Das Bakterium Clostridium botulinum kommt überall im Boden sowie auch in Tierkadavern und im Darmtrakt von manchen Vögeln und Säugetieren vor. Das Bakterium kann nur Toxine bilden, wenn es anaerobe Bedingen (keinen Sauerstoff) sowie einen PH-Wert über 4,5 vorfindet. Beides bietet die Silage: Der PH-Wert liegt über 4,5 und durch dichte Pressung und Folie herrschen anaerobe Bedingungen. Der Vorteil der Silage liegt ausschließlich in der Herstellung, diese ist bedeutend günstiger durch ihren - im Gegensatz zum Heu - geringen Zeitaufwand und des weniger zu beachtenden Erntewetters. In der Pferdefütterung sollte Silage aufgrund der geschilderten Nachteile jedoch keinen Platz finden!

Ob unserem Opens external link in new windowPferd mit Atemwegserkrankung qualitativ einwandfreies Stroh bereitgestellt werden sollte oder besser Alternativeinstreu ist grundsätzlich individuell abzuklären. Falls Stroh eine allergische Reaktion auslöst sollten jedoch auch die Nachbarpferde auf Alternativeinstreu umgestellt werden, sonst ist der positive Effekt der alternativen Einstreu verschwindend gering! Grundsätzlich sollte hier auf Offenstallhaltung Wert gelegt werden und viele Probleme lösen sich von selbst! Während der Weidemonate sollte zur Deckung des Rohfaserbedarfs Stroh vorgelegt werden, an dem sich die Pferde ad libidum bedienen können. Der Rohfasergehalt im Weidegras ist denkbar verschieden: Junges Gras beinhaltet wenig, überständiges Gras viel Rohfaser. Eine überständige Weide ist somit jungem kurzen Gras vorzuziehen. Bei der Weidehaltung ist ein weiteres wichtiges Kriterium eine annähernde Naturbelassenheit, welche eine künstliche Düngung und Unkrautbekämpfung mit Pestiziden ausschließt. 

Generell geeignet für alle Pferde ist die Fütterung von Saftfutter (Möhren, Äpfel). Möhren sollten auf ihren Gehalt an Nitrat (Teststäbchen Apotheke) getestet werden und können bis ca. 1 kg täglich gefüttert werden. Mit Äpfeln ist mengenmäßig etwas sensibler umzugehen, hier reichen 2 - 4 Äpfel pro Tag, da diese zu ihren vielen positiven Inhaltsstoffen Säuren enthalten, die jedoch bei der angegebenen Menge toleriert werden.

Beim Kraft- und Ergänzungsfutter bin ich der Ansicht, dass aus den nachfolgenden Gründen generell auf naturbelassene Nährstoffe Wert gelegt werden sollte. Naturbelassenheit erkennt man jedoch weder am guten Geruch (beim Getreide fehlt er gänzlich), noch an der Werbung des Herstellers, sondern einzig und allein an den Inhaltsstoffen. Sobald auf der Deklaration eine bestimmte Menge an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Zusatzstoffen angegeben ist, ist unser Futter nicht naturbelassen. Wenn ein Futter naturbelassen ist, ist eine Deklaration, das heißt eine Angabe von o. g. Stoffen nicht möglich, da die Natur Schwankungen unterliegt. So ist es beispielsweise beim Naturprodukt Hafer nicht möglich eine Angabe über den Gehalt an Mineralstoffen zu machen, da diese stark durch Ernte und Bodenbeschaffenheit schwanken. Hier gibt es nur Anhaltspunkte und diese unterliegen keiner Deklaration, da eben genauere Angaben nicht möglich sind. Ebenso verhält es sich bei Mais, Gerste, angebotenen natürlichen Getreidemischungen und anderen Naturprodukten wie Heucobs ohne Zusatzstoffe oder Luzerne und Melasseschnitzel. Opens external link in new windowNatürliches Pferdefutter sowie selbstverständlich auch Opens external link in new windownatürliches Pferdefutter Getreide frei erhalten Sie im Opens external link in new windowTierheilkundezentrum Shop.

Warum aber spielt die Naturbelassenheit des Opens external link in new windowPferdefutters für unser Pferd eine Rolle?

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft sind die gegenwärtigen Normwerte sogar eventuell viel zu hoch angesetzt, was im Umkehrschluss bedeutet, dass ein Überschuss mit der Fütterung eintritt. Diese Problematik der auf dem Markt befindlichen Futtermittel mit überhöhten Gehalten an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen kam aus dem paradoxen Wunsch der Pferdehalter zustande, mehr für's Geld zu bekommen, Nebenwirkungen wurden hier nicht beachtet bei dem Wunsch, mehr "Gesundheit" zu füttern. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist übrigens nicht zweifelsfrei geklärt, welche Menge vieler Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe unser Pferd zur bedarfsgerechten Versorgung überhaupt benötigt. Dass der momentane Normwert wohl zu hoch angesetzt ist, wurde jedoch mittlerweile festgestellt. Durch eine überhöhte Gabe werden die Entgiftungsorgane (Leber, Nieren, Darm) durch den Abbau der nicht benötigten Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, welche im Übermaß zugeführt wurden, überlastet. Dies führt lang- bzw. je nach Überschuss auch kurzfristig zu ernsten Erkrankungen. Besonders zu erwähnen sind hier die Opens external link in new windowNierenerkrankungen, die nicht nur beim Pferd, sondern auch bei Hund und Katze einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Weiterhin werden synthetisch zugesetzte Vitamine im Darm zwangsabsorbiert. So kann es einerseits zur Hypervitaminose (Vitaminüberschuss/Vergiftung), andererseits zur sekundären Hypovitaminose (Vitaminmangel) kommen aufgrund Imbalancen der einzelnen Mineralien und Spurenelemente oder Vitamine. Die Symptome sind meist unspezifisch, oft wird die Ursache nicht erkannt. Nicht optimale Versorgung führt zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen, welche sich in Stoffwechselproblemen, Allergien, Opens external link in new windowLahmheiten, Knochenschädigungen, Nierenschädigungen, Leberschädigungen und Darmproblemen äußern können. Oft wird der Fehler gemacht, weitere synthetische Ergänzungsfuttermittel mit dem Ziel zu füttern, Mangelerscheinungen auszugleichen, obwohl schon ein Überschuss besteht. Weiterhin stehen synthetisch zugesetzte Stoffe in Verdacht, vorhandene Erkrankungen bzw. Dispositionen zu Erkrankungen weiter zu verstärken!

Schaut man sich Pferde vor der Domestikation an, so wird schnell klar, dass die Ernährung des Pferdes von Urzeiten her immer naturgemäß war: statt synthetischer Stoffe wurden Kräuter und Pflanzen gefressen bei Bedarf. Unsere Böden sind heute leider verarmt an natürlichen Kräutern und Pflanzen, daher sollte hier die naturgemäße Zufütterung von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen ansetzen. Ein Überschuss wäre durch natürliche Opens external link in new windowKräuterfütterung jedenfalls auszuschließen: Schaut man sich den Gehalt natürlich vorkommender Inhaltsstoffe und synthetisch zugesetzter an, wird das auf den ersten Blick klar! Bedenken, dass sich über eine naturgemäße Versorgung hinausgehende positive Eigenschaften des jeweiligen Krautes bei Dauerfütterung nicht aufrechterhalten lassen, kann ich aus der Praxis nicht bestätigen. Mittlerweile arbeite ich seit mehreren Jahren mit natürlichen Kräutermischungen als Opens external link in new windowMineralfutter zur bedarfsgerechten Versorgung und mir ist nicht ein Fall bekannt, bei dem darüber hinausgehende positive Eigenschaften eines problemorientierten Krautes bei dauerhafter Fütterung einen nachlassenden Effekt aufwiesen. So wirkt beispielsweise die Brennessel auch nach Jahren der Fütterung blutreinigend, stoffwechselanregend und entgiftend, dieser positive Effekt ließ in keinem mir bekannten Fall bei Dauerfütterung nach.

Kräuter enthalten viele natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente und wirken im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt bei. Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache bzw. Mitursache zahlreicher Erkrankungen unserer Pferde. Viele Kräuter wirken zusätzlich entgiftend und helfen das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Sie enthalten Vitamin C als natürliches Antioxidant, Kieselsäure, natürliches Biotin, Zink und die sekundären Pflanzenstoffe sowie Mikronährstoffe, deren positive Wirkungen zwar nicht bewiesen, jedoch vorhanden sein müssen, da synthetisch nachgeahmte Pflanzenstoffe nicht deren volle Wirksamkeit erzielen bzw. eine abweichende Form der Wirksamkeit beinhalten.

Um die bedarfsgerechte Deckung des Mineralstoffhaushalts mit einer Kräutermischung zu praktizieren, muss jedoch einiges beachtet werden: Die Kräuter müssen so gewählt werden, dass der Bedarf entsprechend durch die Einzelkräuter gedeckt werden kann. So gilt es genau zu schauen, welche Mineralstoffe in welcher Menge jeweils im Einzelkraut enthalten sind und dann eine möglichst vielfältige, auf den individuellen Bedarf abgestimmte Mischung zusammen zu stellen, indem dann noch die Mengenanteile genau berechnet und im richtigen Verhältnis zueinander stehend, abgestimmt werden. Erst dann erhält man die perfekte Mischung und somit ein optimales Mineralfutter. Wenn einfach wahllos Kräuter in nicht passender Mengenberechnung zusammengestellt werden, lässt sich der Mineralstoffbedarf eines Pferdes, Ponys oder Esels nicht durch Kräuter decken. Es gehört daher schon ein bißchen Fachwissen dazu, Kräuter als natürliches Mineralfutter zu füttern, wenn es wirklich passen soll und der Bedarf natürlich gedeckt werden soll! Denn auch, wenn es sich anhand des Naturproduktes "Kräuter" nur um ca. Angabewerte handelt, müssen diese vielfältig und im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

Artikel von mir für verschiedene Pferdezeitschriften

 


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