Die Fütterung älterer und alter Pferde, Alte Pferde gesund und optimal füttern

Alte Pferde füttern

Die Fütterung alter Pferde abgestimmt auf Erkrankungen alter Pferde

Alte Pferde haben höhere Ansprüche an die Pferdefütterung als Pferde in jungen und mittleren Jahrgängen. Dies liegt daran, dass die Verwertung mit zunehmendem Alter abnimmt, der Stoffwechsel verlangsamt sich und Nährstoffe können nicht mehr optimal aufgespalten werden. Der alternde Organismus bringt verlangsamte Stoffwechselprozesse mit sich, so dass Verwertung, Aufschließung und Ausnutzung der Nährstoffe schwieriger werden als in jüngeren Jahren. Hinzu kommen oftmals Zahnprobleme, die bereits Probleme bei der Aufspaltung der Nährstoffe im Maul verursachen. Aus oben genannten Gründen haben alte Pferde einen bedeutend höheren Bedarf an Nährstoffen und erhöhten Pferdefutter Bedarf. Besonderes Augenmerk ist auch darauf zu legen, dass zugeführte Nährstoffe durch das Pferdefutter optimal aufschließbar sind und somit auch von alten Pferden verwertet werden können. Ein weiterer Faktor ist eine natürliche Pferdefütterung zu beherzigen, denn nur natürliche Nährstoffe können optimal aufgeschlossen und verwertet werden. So belasten synthetische Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente das alte Pferd unnütz, da die Verwertung künstlicher Stoffe dem Pferdedarm nicht entgegenkommt. Es kann zu Fehlversorgungen, Mangelerscheinungen und Überversorgungen einzelner Stoffe kommen. Diese belasten zusätzlich Nieren und Leber, da die Entgiftungsorgane mit der Ausscheidung und Entgiftung schnell überfordert werden. Die Fütterung alter Pferde sollte insgesamt aber nicht nur naturbelassen, sondern, wie bei anderen Pferden auch, ausgeglichen sein. So schadet ein Zuviel an Protein ebenso und belastet auch die Entgiftungsorgane. Es kommt hier jedoch nicht auf die Menge des zugeführten Proteins, sondern auf das Verhältnis zu Energie an. Falsch wäre, am Futter zu sparen, da Angst vor Überschüssen besteht. Richtig wäre, das Verhältnis zu optimieren zwischen Energie und Protein, ebenso wie zwischen Calcium und Phosphor, wie aber auch weiterer essentieller Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.

Diese sollten in natürlicher und somit gut verwertbarer Form zugeführt werden. Zur Mineralstoffversorgung von Pferden eignen sich meiner Erfahrung nach ausschließlich Kräutermischungen. Kräuter für Pferde sind einerseits mineralstoffreich, spurenelementreich und vitaminreich; andererseits für Pferde, besonders auch für alte Pferde, optimal verwertbar. Pferde waren vor Domestikation Pflanzenfresser und sind es noch immer. Pelletierte Mineralstofffuttermittel, welche synthetisch hergestellt werden, sind für den Pferdedarm nicht optimal aufschließbar und provozieren hierdurch Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen der einzelnen Stoffe.

Welche Kräuter für alte Pferde?

Immens wichtig ist zudem, welche Kräuter als natürliches Ergänzungsfuttermittel für Pferde und als Mineralstoffquelle gefüttert werden. Hier werden die meisten Fehler begangen aus verschiedenem Grund. Einerseits sind nicht alle Kräuter für den pferdischen Organismus ungiftig, selbst einige nicht, die auf dem bereits unüberschaubaren Markt angeboten werden. Auch wenn bestimmte Kräuter für Menschen ungiftig sind, sind diese es noch lange nicht für Pferde. Andererseits eignen sich nicht alle Kräuter zur dauernden Fütterung, weil ggf. bei Dauerfütterung Schäden und Nebenwirkungen auftreten können.

Dennoch: Die Kräuterheilkunde ist ein „Garten der Natur“ und enthält unzählige Schätze, die, richtig eingesetzt, sehr viel Positives und Wertvolles für unsere alten Pferde bewirken kann. Ganz besonders wichtig ist bei einer Kräuterrezeptur, die verschiedenen Mengenanteile des einzelnen Krautes in einer Mischung genau auszuloten, denn umso passender die Einzelkräuter zueinander im Verhältnis stehen, desto effektiver ist eine Kräuterkomposition. Dieses „genau ausloten“ ist oft gar nicht so einfach und bedeutet sich eine Menge Zeit zu lassen, bis eine Rezeptur fertig ist. Jede meiner Rezepturen wird so lange in den Mengenanteilen angepasst, bis das Ergebnis perfekt ist, hierzu braucht es oft viele Monate intensiver Studien in der Praxis mit vielen (alten…) Pferden. Aber: es lohnt sich! Denn meist bringt es wenig eine nicht im richtigen Verhältnis stehende Mischung der einzelnen Kräuter zu füttern, da sich diese unter Umständen in ihrer Wirksamkeit aufheben und/oder abschwächen können oder auch ein einzelnes Kraut geradezu von den anderen Kräutern „übertüncht“ wird, demnach von diesem Kraut gar kein Nutzen mehr ausgeht, wenn der Mengenanteil nicht passt.

Sie sehen: Kräuterkauf für Pferde ist wirklich Vertrauenssache und sollte unbedingt auch so verstanden werden. Nicht jeder Anbieter ist auf diesem Gebiet ein Fachmann, daher sollte ein Kauf gut bedacht und hinterfragt werden, auch, was die Ausbildung des Anbieters betrifft, die darüber Auskunft gibt, ob Fachkenntnisse vorhanden sind oder nicht.

Kräuter als natürliche Mineralstoffquelle für alte Pferde?

Kräuter enthalten natürlich in den Kräutern vorkommend (nicht zugesetzt) viele natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Vitamine, welche durch ihre Natürlichkeit in Verbindung mit den sekundären Pflanzenstoffen vom tierischen Organismus optimal verstoffwechselt werden können.

Sie enthalten keinerlei künstliche Stoffe, wie Aromastoffe, Farbstoffe, Lockstoffe, Füllstoffe, Vormischungen, Bindemittel und synthetisch zugesetzte Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren.

Kräuter für Pferde enthalten beispielsweise Kalium, Biotin, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kieselsäure, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel, zahlreiche Aminosäuren und Vitamine. Auch enthalten diese Kräuter Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll, zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe und wichtige Mikronährstoffe. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich.

Um die bedarfsgerechte Deckung des Mineralstoffhaushalts mit einer Kräutermischung für alte Pferde zu praktizieren, muss jedoch einiges beachtet werden: Die Kräuter müssen so gewählt werden, dass der Bedarf des alten Pferdes (der bedeutend höher ist als in jungen Jahren…) entsprechend durch die Einzelkräuter gedeckt werden kann. So gilt es genau zu schauen, welche Mineralstoffe in welcher Menge jeweils im Einzelkraut enthalten sind und dann eine möglichst vielfältige, auf den individuellen Bedarf des älteren und alten Pferdes, Ponys oder Esels abgestimmte Mischung zusammen zu stellen, indem dann noch die Mengenanteile genau berechnet und im richtigen Verhältnis zueinander stehend, abgestimmt werden. Erst dann erhält man die perfekte Mischung und somit ein optimales Mineralfutter für das alte Pferd.

Wenn einfach wahllos Kräuter in nicht passender Mengenberechnung zusammengestellt werden, lässt sich der Mineralstoffbedarf eines alten Pferdes, Ponys oder Esels nicht durch Kräuter decken. Es gehört daher schon ein bißchen Fachwissen dazu, Kräuter als natürliches Mineralfutter zu füttern, wenn es wirklich passen soll und der Bedarf natürlich gedeckt werden soll! Auch vor dem Hintergrund, dass Kräuter ein Naturprodukt sind und die Mengenangaben immer nur ca. Werte; aber auch die ca. Werte müssen abgestimmt werden und im richtigen Verhältnis zueinander stehen!

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente Fütterung bei alten Pferden:

Diese sollten in natürlicher und somit gut verwertbarer Form zugeführt werden. Zur Mineralstoffversorgung von Pferden eignen sich meiner Erfahrung nach ausschließlich Kräutermischungen. Kräutermischungen sind einerseits mineralstoffreich, spurenelementreich und vitaminreich; andererseits für Pferde, besonders auch für alte Pferde, optimal verwertbar. Pferde waren vor Domestikation Pflanzenfresser und sind es noch immer. Pelletierte Mineralstofffuttermittel, welche synthetisch hergestellt werden, sind für den Pferdedarm nicht optimal aufschließbar und provozieren hierdurch Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen der einzelnen Stoffe.

Qualitätsmaßstäbe an die Fütterung alter Pferde:

Bei der Kräuterfütterung für Pferde ist auf die Qualität zu achten, was bedingt, dass der Pferdehalter Ph.Eur. Qualität füttern sollte, wenn er auf der sicheren Seite bezüglich der Wirksamkeit einer Mischung, der enthaltenen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, andererseits der nicht enthaltenen Toxine und schädlicher Inhaltsstoffe, sein möchte. Kräutermischungen in Ph.Eur. Qualität als Ergänzungsfuttermittel sind zwar teurer als Kräutermischungen ohne geprüften Qualitätsstandard, jedoch zahlt sich der Preis alle Male aus. Die Bezeichnung aus kontrolliert biologischem Anbau besagt erst einmal nichts über geprüfte Qualität, sondern lediglich, dass die Kräuter aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Qualitätsmerkmal ist lediglich der kontrolliert biologische Anbau, welcher keine Aussage über enthaltene Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine trifft. Auch ein Prüfprotokoll existiert bei kontrolliert biologischem Anbau in der Regel nicht.

Welche Kräuter für alte Pferde?

Immens wichtig ist zudem, welche Kräuter als natürliche Mineralstoffquelle gefüttert werden. Hier werden die meisten Fehler begangen aus verschiedenem Grund. Einerseits sind nicht alle Kräuter für den pferdischen Organismus ungiftig, selbst einige nicht, die auf dem bereits unüberschaubaren Markt angeboten werden. Auch wenn bestimmte Kräuter für Menschen ungiftig sind, sind diese es noch lange nicht für Pferde.

Andererseits eignen sich nicht alle Kräuter für Pferde zur dauernden Fütterung, weil ggf. bei Dauerfütterung Schäden und Nebenwirkungen auftreten können.

Kräuterkauf für Pferde ist daher Vertrauenssache und sollte unbedingt auch so verstanden werden. Nicht jeder Anbieter ist auf diesem Gebiet ein Fachmann, daher sollte ein Kauf gut bedacht und hinterfragt werden, auch, was die Ausbildung des Anbieters betrifft, die darüber Auskunft gibt, ob Fachkenntnisse vorhanden sind oder nicht.

Hochwertige qualitative Öle in der Fütterung alter Pferde:

Um dem alten Pferd gesunde Energie zusätzlich zur Verfügung zu stellen, eignen sich besonders gut hochwertige Öle, die kaltgepresst und möglichst der Ph.Eur. Qualität entsprechen sollten. So liefern hochwertige und qualitative Schwarzkümmelöle und Nachtkerzenöle beispielsweise hohe Anteile an den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure, auch bekannt als Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Körper diese lebenswichtigen Fettsäuren in entzündungshemmende Gewebshormone umwandelt. Diese entzündungshemmenden Gewebshormone verringern die Ausschüttung von Histaminen. Histamine sind Stoffe, welche im Körper allergische Reaktionen, beispielsweise der Haut, Sommerekzem, Allergien, oder der Atemwegsorgane, Bronchitis, Husten, Asthma, hervorrufen können. Bei einer allergischen Reaktion wird körpereigenes Histamin freigesetzt. Jedoch nicht ausschließlich bei allergischen Reaktionen, sondern auch zur Unterstützung des Fellwechsels, bei Haarausfall oder Immunproblemen ist der Einsatz von hochwertigem Nachtkerzen-, Schwarzkümmel- oder der Mischung beider Öle empfehlenswert. Auch die durch hochwertige Öle zusätzliche Energie im Futter ist bei alten und schwerfuttrigen Pferden von großem Vorteil.

Kraftfutterfütterung alter Pferde:

Das Kraftfutter für alte Pferde sollte gut verwertbar und natürlichen Ursprungs sein. Mehrere Kraftfutterarten sollten gleichzeitig in der Fütterung eingesetzt werden mit verschiedenen Protein und Energiegehalten, damit die Pferdefütterung ausgewogen ist. Mit einem einzigen Kraftfutter bzw. einer Getreideart ist dies mit zunehmender Menge schwierig, weil zum Ausgleich beispielsweise extrem viel Heu gefüttert werden müsste, was alte Pferde häufig nicht in ausreichender Menge anhand ihrer Kauprobleme aufnehmen können. Allgemeine Empfehlungen passender Kraftfuttermittel wären hier jedoch fehl am Platze, da bei einer Empfehlung zwingend das individuelle Pferd berücksichtigt werden muss. So orientiert sich eine optimale und gesundheitsfördernde Fütterung generell an ggf. vorhandenen Erkrankungen, Haltungsform, Arbeitseinsatz und individuellen Dispositionen.

Die Fütterung alter Pferde sollte auf drei bis vier Tagesrationen aufgeteilt werden, denn kleinere Rationen sind für alte Pferde besser verdaulich, als große Mengen in einer Ration.

Raufutter:

Bleibt auch bei alten Pferden das wichtigste Futter schlechthin und sichert ihre Grundversorgung. Alten Pferden sollte rund um die Uhr frisches Heu und qualitatives Futterstroh zur Verfügung stehen, damit sie sich frei bedienen können. Probleme gibt es oftmals, da nicht mehr genug Heu gefressen wird, weil gerade die Raufutteraufnahme für alte Pferde anhand von Zahnproblemen beschwerlich werden kann. In diesen Fällen muss dann nach Alternativen gesucht werden, welche ausreichend Rohfaser enthalten müssen und anhand ihrer Struktur gut gefressen und verdaut werden können.

Artikel von mir für den Pferdeanzeiger

Erfahrungsbericht – Hier kommt Reitpony Opa Noops!

Hallo liebe Frau Nehls, liebes Team 🤗unser Reitpony Opa Noops ist zurück im Leben und das haben wir nur Ihnen zu verdanken 👌. Unser Noops lebt mittlerweile schon 28 Jahre bei uns, hat quasi die Kinder mit groß gezogen, sie sicher durch so manches E Springen getragen, den Schlitten gezogen und nach ner 6 in Mathe sogar Tränen getrocknet ♥️. Umso schlimmer traf es uns im Frühling als Noops von einem auf den anderen Tag das fressen einstellte und innerhalb 2 Wochen völlig abklapperte 😭. Der Tierarzt war ratlos und einen Klinikaufenthalt wollten wir unserem Rentner im Alter von fast 32 auch nicht mehr zumuten … Als letzte Verzweiflungstat schrieb ich Ihnen liebe Frau Nehls nachts eine Email und hatte schon morgens um halb 7 eine Antwort im Postfach mit der Empfehlung ganz schnell Haare von Noops einzusenden für eine Resonanz Fellanalyse. Das haben wir auch umgehend gemacht und hatten schon 24 Stunden später eine ausführliche Fütterungsempfehlung vorliegen. Ab sofort bekam Noops 5 Mahlzeiten Horsewellnesscobs ( aufgeweicht) mit diversen Kräutern für den Magen und die Leber, dazu Animal Biosa und Power Hefe 💪🏻. Vier verschiedene Sorten Globuli kamen noch dazu. Die ersten Tage waren haarig, Noops hatte kaum Appetit und wir fütterten häppchenweise aus der Hand. Verzweiflung machte sich breit, aber am Telefon des Tierheilkundezentrums beruhigte uns eine nette Dame, dass Noops schlechter Appetit seinen extrem schlechten Nierenwerten geschuldet sei und mit deren Besserung würde er auch wieder anfangen zu fressen. Ganz geglaubt haben wir es nicht, aber inständig gehofft… Nach weiteren 3 Tagen geschah tatsächlich das Wunder. Noops Augen wurden wacher, er brummelte uns beim Betreten des Stalls wieder leise entgegen und der Trog war leer 🤩! Seitdem geht es stetig bergauf, wir konnten die Futtermenge steigern und unser Opa wanderte auch wieder freiwillig auf dem Hof umher. Heute 5 Monate später erinnert nur noch wenig an diese schwere Zeit, ein paar Kilo könnte Noops schon noch mehr haben, aber sein Fell ist glatt und er munter und frech wie eh und jeh🤓. Zeit um danke zu sagen liebe Frau Nehls, danke liebes Team für die super Betreuung und die aufbauenden Worte. Familie Reimer und Noops!

Ramona und Remember berichten, wie wohltuend die passende Fütterung für ein älteres Pferd ist

Hallo liebes Tierheilkundezentrum Nehls und Team, heute möchte ich mal wieder über uns berichten. Seit gut zwei Jahren benutze ich nun ihre Produkte und bin einfach nur dankbar das ich durch Zufall auf ihre Seite gestoßen bin. Denn ich glaube ohne sie würde es meinen Remember nicht mehr geben. Zur Zeit sind wir im Urlaub und ich werde angesprochenen wie gut er aussieht. Da geht einen natürlich das Herz ❤️ auf. Mittlerweile ist Remember 22 Jahre und ich hoffe das er mir noch lange erhalten bleibt. Aber mit ihren Produkten glaube ich ganz fest daran. Ich danke dem gesamten Team und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Ich habe und werde sie auf jeden Fall weiterempfehlen. Ganz lieben Gruß Ramona und Remember

Gnadenbrotpferde & Alte Pferde

Mit zunehmendem Alter nehmen auch die Bedürfnisse an den Alltag unserer Ponys und Pferde zu. Alte Pferde haben einen anderen Pferdefutter Bedarf und andere Ansprüche an die Haltung als ihre Artgenossen im besten Alter. Probleme bereitet vor allem eine Verlangsamung aller Stoffwechselprozesse, welche sich in jeder Zelle nachweisen lässt und den Organismus in seiner Gesamtheit betrifft. Die altersbedingt zunehmende Einschränkung der Zellaktivität äußert sich u. a. darin, dass Futter weniger gut aufgeschlossen, genutzt und verdaut werden kann. Die Anfälligkeit für Erkrankungen nimmt einerseits zu, andererseits benötigt das alternde Pferd eine längere Regenerationsphase. Der Senior benötigt mehr Nährstoffe, als zu besten Zeiten. Darüber hinaus muss das Futter so beschaffen sein, dass es gut aufgeschlossen und verwertet werden kann. Auch die Haltung muss den Änderungen der Lebensvorgänge angepasst werden. So kann es unverantwortlich sein, alte Pferde in der Herde im Offenstall zu halten, da diese oft das schwächste Mitglied der Herde sind in allen Konsequenzen, was bedeutet, dass sie vom Futter weggetrieben werden und stark abmagern. Andererseits ist ständige langsame Bewegung gerade im Alter wichtig, was wiederum eine Boxenhaltung ausschließt. Das Sprichwort wer rastet, der rostet gewinnt bei Pferden große Bedeutung. Bei Senioren bestehen in der Regel mehrere Erkrankungen gleichzeitig. So bestehen Störungen des Bewegungsapparates durch nachlassende Funktionalität, die Beweglichkeit der Gelenke nimmt ab, die Zellaktivität ist eingeschränkt und der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr reibungslos. Pferde, welche schon früher an Atemwegserkrankungen litten, kämpfen im Alter verstärkt mit diesen. Der Organismus erholt sich langsamer von bestehenden Erkrankungen, die Zellregeneration lässt nach. Die Bedürfnisse nehmen insgesamt zu, was für den betreuenden Menschen mithin ein größeres Maß an Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen fordert.

Neben einem höheren Zeitaufwand entstehen auch zwangsläufig höhere Kosten durch die im Laufe des Pferdelebens entstandenen Problematiken, den höheren Anspruch an die Ernährung sowie den gesteigerten Grundumsatz. Ein ganzheitliches Vorgehen, nicht Symptome bekämpfen, unter Einbeziehung des gesamten Pferdealltags ist wichtig. Priorität bei alten und/oder unreitbaren Pferden hat grundsätzlich eine dem jeweiligen Individium angepasste Haltung und Pferdefütterung. Theoretisch kein Problem, leider sieht die Praxis anders aus: Jedem Pferd/Pony mit gesundheitlichen Problemen müssen Haltungsbedingungen geschaffen werden, die ein pferdegerechtes Leben ermöglichen, den besonderen Bedingungen an Fütterung und Haltung muss Rechnung getragen werden. So benötigen alte und kranke Pferde Ruhe, Erholung und eine Herde, die ihnen freie Entfaltungsmöglichkeiten der Persönlichkeit bietet: Dies ist eine langjährig bestehende Herde (Familie), negativ zu beurteilen ist eine hohe Fluktuation, wie sie an der Tagesordnung bei Reitbetrieben ist. Positiv zu beurteilen ist eine scharfe Beobachtungsgabe, welche Schwachstellen, wie z. B. eine völlige Unterwürfigkeit des geschwächten Pferdes, welche sich in Angst, Panik und Problemen in der Futter- sowie Wasseraufnahme zeigt, unmittelbar aufdeckt und ausgerichtet auf die tatsächlichen Verhältnisse in der Lage ist, diese zu unterbinden. Alte oder erkrankungsbedingt gehandikapte Pferde und Ponys benötigen in erster Linie ein kompetentes Stallmanagement, welches Sorge für eine freie Entfaltung der Persönlichkeit des geschwächten Individiuums trägt, Haltungsbedingungen immer den tatsächlichen Gegebenheiten anpasst und so ein pferdegerechtes Leben sicherstellt. Es müssen Bedingungen geschafft werden, in denen jedes einzelne Pferd sich rundum wohl fühlt, Futter- und Wasseraufnahme dürfen nicht durch Angst gegenüber anderen Pferden erschwert oder sogar unmöglich gemacht werden. Ausschlaggebend zum pferdegerechten Leben sind einerseits die tatsächlichen Verhältnisse des Einstellbetriebes, was die Weideflächen, Stallgebäude, Herdenzusammensetzung, Fluktuation etc. betrifft, andererseits auch die Kompetenz, Zeit, der Pferdeverstand, die Liebe zum Pferd, das Einfühlungsvermögen sowie Management und Organisation des Stallbetreibers. Gerade bei alten und erkrankten Pferden sollte Qualität, nicht Quantität der Maßstab sein! Ganz klar muss hier gesagt werden: Alte und erkrankte, unreitbare Pferde können nicht „billig“ abgeschoben werden. Zeitaufwand, Pflege, Versorgung, besondere Ansprüche an die Fütterung und Haltung, Kontrollen und medizinische Versorgung fordern hier ihr Attribut. Der Irrglaube, ein Pferd, welches nicht mehr reitbar ist, billig einzustellen, muss relativiert werden durch Anerkennung der Tatsachen.

Ein normaler Einstellbetrieb mit durchschnittlichen Einstellpreisen kann aus wirtschaftlichen Gründen diesen Service nicht bieten. Alte und unreitbare Pferde erfordern Zeit: Zeit ist Geld! Schließlich muss auch ein Reitbetrieb leben, so lässt sich ein billiges Abstellen nicht mit einer individuell pferdegerechten Haltung, Fütterung, Betreuung, Pflege und medizinischen Versorgung vereinbaren. Letztlich ist ei