Die richtige Fütterung bei Hufrehe: Null Diät?

Die richtige Pferde Fütterung bei Hufrehe ist ein entscheidender Faktor zur Regulation und Gesundung: Die Frage ist nur, welche Pferdefütterung ist bei Hufrehe eigentlich richtig? Ist es immer und generell die strikte Diät und Weideverbot?

Claudia Nehls: „Inzwischen ist die Praxis der Fütterung bei Hufrehe und Hufrehebehandlung häufig so, dass dasHeu mindestens 1 Stunde gewässert werden muss. Das Mineralfutter muss unbedingt gefüttert werden, weil nur dieses die bei Hufrehe „lebenswichtigen“ Mineralstoffe und Spurenelemente in für das Hufrehe Pferd bioverfügbarer Form und speziell Hufrehe technisch zusammengesetzt enthält. Das Rehepferd wird auf strikte Diät gesetzt und kann von Gras nur noch träumen. Vielleicht darf es mit viel Glück vielleicht stundenweise mit einem völlig störenden Maulkorb auf völlig abgefressene Wiesenstücke. Meist ist das moderne Rehepferd recht schlank geworden durch diese Fütterung. Vielleicht bekommt es noch ein ganz spezielles Müsli zu fressen, welches mehr oder weniger durch sogenannte „Internetfachleute“ (treffen sich meist in Foren) publiziert wurde. Wenn überhaupt, dann natürlich nur in Kleinstmengen…“. Natürlich ist das bewusst übertrieben, aber man muss die Hufrehe schon sehr professionell angehen, sonst kann sie sehr schnell schweren Schaden anrichten. Aus unserer Sicht reichen Kenntnisse aus Foren und Dr. Google nicht aus.

Der Markt ist heute voll und absolut gesättigt an speziellen Hufrehe Futtermitteln, Ergänzungsfuttermitteln, Kräutern bei Hufrehe und diversen Pülverchen.Die Auswahl ist entsprechend riesig, die Debatten zu den unterschiedlichen Produkten mit minutiöser Aufschlüsselung aller relevanten Inhaltsstoffe und der Zusammensetzung auch.

Nie haben sich Pferdemenschen soviele Gedanken um die Pferdefütterung bei Hufrehe gemacht wie heute. Nie wurden Pferde angeblich so „richtig“ und „optimal“ und „gesund“ und „genau, aber minutiös auf die Hufrehe oder Huflederhautentzündung abgestimmt“ gefüttert.

Was ist das Ergebnis in der Praxis dieser praktizierten Hufrehe Fütterung?

Die Hufrehe nimmt stetig zu, es werden immer mehr Hufrehe Schübe diagnostiziert und es ist kein Ende in Sicht. Inzwischen ist die Hufrehe Todesursache Nr. 2 bei den Pferden. Demnach ist es enorm wichtig, dass Hufrehe Symptome zügig erkannt werden!

Ist das wohl alles so richtig, wie praktiziert? Kommen nicht ab und an einmal Zweifel, dass diese Fütterungspraxis vielleicht doch nicht so ganz richtig ist?

Also uns ganz sicherlich!

Claudia Nehls: „Die Zahlen zeigen doch unmissverständlich, dass unsere heutige Fütterung bei Hufrehe absolut nichts, aber auch gar nichts bringt, im Gegenteil, es werden doch mehr und mehr Hufrehekandidaten und immer mehr chronische Hufrehe Patienten, die trotz dieses Fütterungsmanagments immer und immer wieder an Hufrehe erkranken.“

Es müssen ja immer erst einmal „ein paar Jahre ins Land gehen“, bevor man die Ergebnisse beurteilen kann, diese Zeit ist jetzt aber gut und gerne und wirklich um, sie bringt einfach nichts, diese ganze Futterdebatte und minutiöse Planung der Fütterung. Gleich, ob wir den Stärke, Zucker oder Fruktangehalt genau berechnen, ob wir unsere Hufrehe Kandidaten nur noch nachts oder tagsüber, nach Frost, vor oder bei Sonne, bei Dämmerung, Regen, Schnee oder nur bei Plustemperaturen auf die Weide lassen, der Fruktangehalt ist nicht das ausschlaggebende Faktum der Hufrehe. Es ist geradezu unmöglich, dass Pferde die kritische Menge natürlichen Fruktans im wirklichen Leben aufnehmen. Und spätestens dann, wenn Euer Pferd auch ohne Gras immer wieder an Hufrehe erkrankt, solltet Ihr Euch darüber einmal Gedanken machen!

In diesen Jahren, in denen ich mich mit der Hufrehe so intensiv beschäftige, hat sich mein Blickwinkel auf die Hufrehe zwar enorm geändert, jedoch gilt dies nicht für meinen Blickwinkel auf die Hufrehe Behandlung, Hufrehe Therapie und die Fütterung bei Hufrehe, diese ist von Anfang an identisch geblieben, hier gibt es meiner Ansicht nach nichts zu optimieren, was auch meine Praxisergebnisse und Hufrehe Erfahrungen unmissverständlich aufzeigen.

Ich hielt es schon immer für Quatsch, diese Fütterungsodyssee nur im Ansatz umzusetzen. Meine Fütterung und Hilfe bei Hufrehe ist nach wie vor identisch, mit meinen Anfangsversuchen einer optimalen Fütterung bei Sinas Hufrehe Ende der 90-er Jahre. Ich setze grundsätzlich mit der Naturheilkunde bei Hufrehe an, füttere meinen Hufrehepatienten gutes Heu (Menge nach Futterzustand, also viel Heu bei mageren Pferden und Ponys, weniger bei den Moppelchen) und eine speziell auf die Ursache/n abgestimmte Kräuterrezeptur, die individuell nach Ursachenforschung mittels Bioresonanz-Haaranalyse bei Hufrehe zusammengestellt wird.

Punkt, das war`s. Ganz ohne Rechnen, Tabellen und Futterfibel!

Bei den Hufrehe Kräutern halte ich es übrigens so, dass ich im akuten Hufreheschub oftmals statt der empfohlenen Tagesmenge bedeutend mehr gebe (hier hilft meiner Erfahrung nach viel auch viel…). Bei den ganz mäkeligen Ponys und Pferden, in die ich die getrockneten Kräuter nicht „reinbekomme“, gebe ich flüssige Kräutermischungen.

Wer bis hierhin gelesen hat, kann sich denken, dass ich auch das „Fruktanmärchen“, also Fruktan & Hufrehe nicht zu meinem eigenen mache und meine Hufrehekandidaten (sobald sie wieder laufen können, was meist nicht besonders lange dauert..) auch auf die Weiden kommen (selbstverständlich ohne Maulkorb und nicht auf ganz abgefressene).

So mancher Pferdehalter benötigt tatsächlich großen Mut, sein Pferd nach der Diagnose Hufrehe wieder auf die Weide zu lassen, das verstehe ich sehr gut, da generell davon abgeraten wird. Meine Erfahrung bei Hufrehe ist jedoch folgende: wenn die Fütterung optimiert ist und die Ursachen der Hufrehe parallel mittels Bioresonanz-Haaranalyse gefunden und abgeklärt sind, somit eine ganzheitliche und Ursachen bezogene Therapie parallel zur Fütterung stattfindet und die Ursachen somit abgestellt werden, ist das ehemals von Hufrehe betroffene Pferd wieder gesund und kann daher auch ein uneingeschränktes pferdegerechtes Leben in Zukunft führen. Der Weg dahin kann natürlich einige Monate andauern, dies geht nicht von jetzt auf gleich, der akute Hufreheschub muss komplett ausheilen, der gute Gesundheitszustand muss stabilisiert werden und die Ursachen für den Hufreheschub müssen abgestellt werden, was recht unproblematisch ist, sobald die Ursachen bekannt sind. Ist dies jedoch alles der Fall unterscheidet unser ehemaliges Pferd mit Hufrehe rein garnichts mehr von jedem anderen gesunden Pferd und es kann somit auch wieder ein 100 % glückliches und pferdegerechtes Leben führen. Unser ehemaliger Hufrehe Patient ist dann uneingeschränkt reitbar und ist ein ganz normales Pferd, in der Regel gesünder als vor der Hufrehe Erkrankung!

Viele Pferdehalter fragen sich nun natürlich, wann kann mein Pferd wieder auf die Weide, wann kann ich wieder was füttern und wo liegen die Auslöser und Ursachen der Hufrehe bei meinem Pferd? Dies lässt sich natürlich pauschal leider nicht beantworten. Um alle diese Fragen (und meist noch viele weitere..) zu klären, biete ich die Bioresonanz-Haaranalyse bei Hufrehe an. Im Zuge der Haaranalyse schaue ich mir die Ursachen und Auslöser der Hufrehe genau an und kann somit auch beurteilen, ob die Fütterung bzw. das Weidegras tatsächlich ein Auslöser der Hufrehe oder eine Ursache war oder überhaupt keine Rolle bezüglich der Hufrehe spielt. Mittels Biofeld-Haaranalyse bei Hufrehe kann ich die Ursache/n genau bestimmen und so hat der Pferdehalter für die Zukunft einen Wegweiser, was beim individuellen Pferd tatsächlich schief gelaufen ist, wo Ursache und Auslöser der Hufrehe liegen, wie der Nährstoffhaushalt aussieht, ob es Mängel oder Überschüsse gibt oder ob beispielsweise ganz andere Ursachen, wie die Hufsituation selbst, ursächlich für die Hufrehe waren. Ursachen gibt es so zahlreiche, dass es sich wirklich lohnt, hier einmal genauer mittels Haaranalyse hinzuschauen und diese dann auch zu beheben. Die zukünftige Fütterung wird so klarer und unmissverständlicher und ganz sicher hat der Pferdehalter auch ein besseres Gefühl, seinem Pferd wieder Weidegang zu gewähren, wenn er beispielsweise erfährt, dass die Weide kein Auslöser der Hufrehe war. Umgekehrt gilt dies natürlich genauso: ist die Weide bzw. Gras der Auslöser der Hufrehe (was sich unschwer am Nährstoffhaushalt im Zuge der Haaranalyse erkennen lässt), dann ist Weidegang natürlich erst einmal komplett gestrichen und zukünftig muss überlegt werden, wie dieser weiterhin gestaltet werden kann und was sich ändern muss, damit das betroffene Pferd mit dem Weidegang besser zurecht kommt und dieser nicht erneut Hufrehe Auslöser wird.

Manche Hufrehe Ponys begleiten mich über viele Jahre, wie Pony Topsy zeigt. Obwohl ich Topsy nie persönlich kennengelernt habe, stehen wir seit 2006 in Kontakt, mal mehr, mal weniger, aber irgendwie begleite ich Topsy und ihre Fütterung doch durch Ihr Leben: Hufrehe bei Pony Topsy & Topsys Pferdefütterung bei Hufrehe

12.05.2006…

Nachmittags um 3 in den schönen Weinbergen bei Naumburg an der Saale…

Topsy – mein schwarzes Shetlandpony, von Natur aus sehr lebhaft, immer fröhlich, frech und munter- steht in der hintersten Ecke ihrer Box und rührt sich nicht von der Stelle, als ich die Tür öffne und eine Möhre hinhalte. Bei anderen Pferden möglicherweise nichts ungewöhnliches, doch Topsy kommt normalerweise nie in den Sinn, nicht nach dem Futter zu gieren. Ich hole die merkwürdig ruhige Stute aus dem Stall und merke, dass sie sehr steif und fühlig läuft. Nach einer halben Stunde kommt der Stallvermieter, schaut sich das Leiden an und meint sofort Hufrehe! Ich kann es bis heute noch nicht fassen: da stehen hunderte von Pferden Tag und Nacht auf Weiden mit saftigem Gras und werden nicht krank; am Tag zuvor hatte Topsy eine halbe Stunde gegrast und nun SOWAS. Und dann auch noch zum Geburtstag –  Topsy ist heute 18 Jahre geworden. Der Stallbesitzer weiß aus Erfahrung, was zu tun ist und wir stellen Topsy mit den Vorderbeinen in eine kleine Plastikwanne mit Wasser gefüllt, um die warmen Hufrehe Hufe zu kühlen. Danach stelle ich Topsy wieder in ihre Box, da heute aus dem täglichen Spaziergang wohl nix mehr wird. Ich streue die Box ordentlich mit Stroh ein, damit Topsy auch weich steht. Abends rufe ich den Tierarzt an, auch er meint: „Nicht zum Laufen zwingen, Beine kühlen und nur ganz wenig Heu füttern, das Pony stirbt davon nicht!“  Topsy war generell etwas zu dick… schadet also nichts, etwas Diät zu halten… Jeden Tag Beine und Hufe kühlen, nur wenig und auf weichem Untergrund bewegen – ca. 2 Wochen lang, dann kann Topsy wieder relativ normal laufen und hat den scheinbar leichten Reheschub gut überstanden.

— keine weiteren Probleme im Jahr 2006 —

Anfang Februar 2007…

Stallwechsel

da es auf Dauer doch etwas weit bis in die Weinberge ist und wir in Naumburg einen sehr schönen Hof gefunden haben, wo Topsy von nun an leben kann, verlassen Topsy und ich unsere gewohnte schöne Umgebung und ziehen um. Topsy steigt gelassen auf den Pferdehänger… – Juhuuu, wir fahren mit dem Auto! Neugierig und interessiert schaut sich Topsy auf dem neuen Hof um, putzmunter wie immer. Ihre neue riesige Box nimmt Topsy sichtlich zufrieden in Besitz und frisst auch sofort ihr Heu. Doch nach ca. 2 Wochen plötzlich ein Schlag – Topsy läuft sehr klamm und gezwungen, ich ahne das Schlimmste. Ich rufe unseren Tierarzt an, dieser hat sehr viel Erfahrung mit Pferden und ist unter den Pferdeleuten im Umkreis als „Pferdedoktor“ bekannt. Da dieser Reheschub offensichtlich schlimmer ist, als der erste, kommt der Doktor auf den Hof und schaut sich das Pony an. Er sagt: Hufrehe, vorn und hinten. Er gibt mir eine Art Paste, einzugeben wie eine Wurmkur, die Topsy’s Schmerzen lindern soll. Wieder jeden Tag kühlen, Futter reduzieren und nicht auf zu hartem Untergrund bewegen. Nur leider ist der neue Hof komplett gepflastert, was dem Pony sichtlich das Gehen erschwert. Nach einiger Zeit ist die Medizin alle, Topsy geht es nicht wirklich besser. Der Tierarzt kommt wieder und gibt mir ein stärkeres Mittel, was anfangs auch wirkt… Keiner kann sich erklären, wie das Pony Hufrehe bekommen konnte. Zu dieser Zeit wuchs kaum Gras und Topsy hatte auch kaum welches bekommen. Der Tierarzt vermutete, dass Topsy eine Zuckerrübe bekommen hatte, die im neuen Stall den anderen Pferden gefüttert wurden, die Topsy aber NICHT gefüttert wurden…  aber wer weiß, ob nicht DOCH irgendjemand dem Pony so eine Rübe gegeben hat… Ich recherchiere im Internet und lese, dass Hufrehe auch durch Stress hervorgerufen werden kann. Mittlerweile nehme ich an, dass einfach alles für das Pony zu viel war – erst der Transport, dann der neue Stall… vielleicht auch das andere Futter… das war einfach zu viel Umstellung… Irgendwann bin ich auf die Seite vom Tierheilkundezentrum gestoßen und habe dort die Empfehlungen entdeckt. Nach etwas Überlegen habe ich mich entschlossen, diese Empfehlungen umzusetzen, da ich einfach keinen anderen Ausweg mehr sah und Topsy’s Zustand deutlich absackte. Das einst muntere und aufmerksame Pony stand nun mit gesenktem Kopf und müden Augen im Stall und wollte mittlerweile nicht mal mehr aus der Box. Da half kein Ziehen und kein Schieben, Topsy war nicht aus dem Stall zu bekommen. Mit 2-3 Mann haben wir sie dann aus der Box raus in die Stallgasse bekommen, damit ich wenigstens ausmisten konnte… Wenn ich Glück hatte, kam Topsy mit raus auf den Hof bis zur ersten Anbindestelle und dort blieb sie aber dann auch stehen und streikte. Es war ein einziges Leiden, was da jeden Tag passierte. Ich mischte die Empfehlungen in Topsy’s geraspelte Möhren und das Pony fraß… Nach ungefähr 2 Wochen merkte man deutlich, dass Topsy zumindest INNERLICH wieder fitter war. Anfangs schien es, als hätte das Pony aufgegeben, doch nun war sie wieder munterer und aufmerksamer, was mich wahnsinnig freute.

Irgendwann bekam ich Topsy ab und zu alleine aus dem Stall.

Ich überlegte lange, wie ich Topsy zum Laufen kriegen konnte und kam auf die Idee, ihr „Schuhe“ zu basteln. Alte Handtücher und etwas Schaumstoff in Hufform geschnitten, zusammengenäht, noch ein paar Schlaufen dran, durch die ich ein Klettband fedelte, welches über dem Huf um die Fessel geschnallt wurde… passt, hält und hat Luft — Topsy sah nun aus als hätte sie Flip-Flops an.

Schade, dass ich DAVON kein Foto gemacht habe…

Naja… jedenfalls konnte Topsy nun etwas besser laufen, da der harte Boden nicht mehr so stark zu spüren war…  Die kleine Topsy ist nicht dumm und merkt schnell, dass es nun besser zu Laufen geht und spaziert nun des öfteren mit mir vom Stall bis zum Sandplatz, später auch mehrere Runden über den Hof – immer mit ihren neuen Schuhen.

Mittlerweile bekam Topsy ca. 5 Wochen die Empfehlungen und es ging ihr nach und nach etwas besser.

Der Schmied musste kommen, die Hufe waren ziemlich lang gewachsen. Normalerweise hat unser Schmied den Pferden die Hufe immer ordentlich ausgeschnitten und ist hier im Umkreis auch der am meisten gefragte Schmied und wir waren immer zufrieden. Doch als der Schmied fertig war mit ausschneiden, lehnte sich Topsy weit nach hinten und verzerrte das Gesicht, man sah ihr die Schmerzen deutlich an. Auch der Schmied reagierte verwundert und war gar nicht guter Dinge. Soviel Erfahrung er auch haben mag… anscheinend hatte er doch etwas zu viel abgeschnitten… Am nächsten Tag bekam ich Topsy zwar aus dem Stall, aber sie lief schlechter als vor dem Schmiedbesuch. Nach einigen Tagen ging es zum Glück aber wieder etwas besser… Mittlerweile war es Mitte Juni und Topsy konnte nun sichtlich besser laufen, ich hatte ihr seit einigen Wochen etwas mehr von den Empfehlungen gefüttert. Hinter dem Hof haben wir eine kleine Wiese, auf die Topsy mir mittlerweile erfreut folgte, weil sie wusste, dass es dort schön weich ist. Ende Juli fing Topsy an, wieder leicht zu traben, was ein unbeschreibliches erleichterndes Gefühl war. Jeden Tag spazierte die kleine tapfere Ponystute nun hinter dem Hof die Wiese entlang und rannte irgendwann auch ab und zu von alleine los. Es wurde jeden Tag etwas besser! Wenige Wochen später hatte ich meine Mühe, das Pony zu halten — Topsy galoppierte! Unglaublich,  wie sie los hoppelte! Nun war das Schlimmste vorbei und ich konnte jetzt auch wieder mit Topsy auf die Straße, zog ihr aber die Schuhe an, weil’s ja doch harter Boden ist… Irgendwann waren die Schuhe aber durchgelaufen und hatten so viele Löcher, dass es keinen Sinn mehr hatte, sie Topsy anzuziehen. Und zu meinem Erstaunen lief Topsy auch ohne ihre Schuhe sehr locker und flott… Ich ging alle paar Tage etwas weiter mit ihr und sie blieb auch nicht mehr stehen. Topsy hatte den schweren Reheschub überstanden.

HEUTE…

Topsy ist ENDLICH wieder die Alte: sie ist frech und munter, endlich wieder richtig lebendig und sie bettelt auch wieder nach ihren Möhrchen, – JA – man kann sagen, sie scharrt mit den einst so kranken Hufen Löcher in den Boden, unmöglich, aber daran erkennt man wirklich, dass sie keinerlei Schmerzen mehr hat und es geht ihr prächtig. Mittlerweile muss ich, wenn ich mit Topsy auf der Straße spazieren gehe, die Trense drauf machen, weil ich das Pferd ohne Gebiss im Maul einfach nicht halten kann, Topsy RENNT! Es brauc