Hundekrankheiten, Katzenkrankheiten

Informationen zu Krankheiten von Hunden, & Katzen

Hundekrankheiten, Katzenkrankheiten

Hundekrankheiten und Katzenkrankheiten nehmen mehr und mehr zu; nicht zuletzt ist dieser Umstand durch eine veränderte und oft viel zu gut gemeinte Fütterung unserer Hunde und Katzen der Fall. Diese schadet eher, als sie nutzt!

Hundekrankheiten und Katzenkrankheiten treten vermehrt jedoch auch durch unsere Umwelt und deren steigende Belastungen auf.

Nachfolgende Artikel schrieb ich für verschiedene Fachzeitschriften (Tierschutz, Haustieranzeiger, Hundeanzeiger, Reich mir die Pfote, Fell & Pfote u. a.); sie beschäftigen sich mit Hundekrankheiten und Katzenkrankheiten und vielen interessanten Themen.

Thematisiert werden beispielsweise die Hundekrankheiten und Katzenkrankheiten

Dermatitis & Futtermittelallergien bei Hunden und Katzen, Leberkrankheiten und Nierenerkrankungen bei Hunden und Katzen, Borreliose bei Hunden, Epilepsie bei Hunden und Katzen, Scheiden- und Gebärmuttererentzündungen bei Hunden, Magenkrankheiten und Darmerkrankungen bei Hunden und Katzen und viele mehr.

Möchten Sie Ihren kranken Hund, kranke Katze, krankes Kleintier auch ganzheitlich und homöopathisch behandeln lassen, so beachten Sie bitte die Biofeld-Haaranalyse für Hunde, Katzen & Kleintiere, diese ist ein überregionales Therapieverfahren und steht somit allen Hunden & Katzen und selbstverständlich auch kleineren Tieren im Inland und Ausland zur Verfügung.

Interessieren Sie sich für die Homöopathie bei Tieren? Zahlreiche Informationen zur Homöopathie bei Tieren finden Sie unter Homöopathie für Tiere.

Magen- und Darmerkrankungen bei Hunden und Katzen

Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen für Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes (Intestinal- und Digestionstrakt = Verdauungssystem) bei Hunden und Katzen. Diese können bakterieller Art sein und mit Entzündungen einhergehen, allergische Ursachen haben, in massiver Verwurmung begründet sein, Stress als Auslöser beinhalten oder durch schlechtes und unverdauliches Futter entstehen:

Futtermittelallergien

Allergische Reaktionen auf einzelne Bestandteile des Hunde- und Katzenfutters äußern sich oftmals durch zu dünnen, breiigen und/oder wechselnden Kot und Durchfallerkrankungen. Auch Magenprobleme, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen können Symptome einer Futtermittelallergie darstellen. Hat der Tierhalter den Verdacht, dass Magen- und Darmprobleme des Tieres auf das Futter zurückzuführen sind, reicht es oftmals nicht aus, lediglich das Dosen- oder Trockenfutter zu wechseln; in vielen Fällen wird eine generelle Futterumstellung erforderlich, da die Allergie meist auf einzelne Bestandteile besteht, welche in anderen Futtersorten ebenfalls enthalten sind. Empfehlen würde ich bei Verdacht auf Futtermittelallergie eine sogenannte Ausschlussdiät. Der Zeitraum sollte mindestens 3 Monate betragen, da sich das gesamte Verdauungssystem auf die neue Nahrung umstellen muss und dies einige Zeit benötigt. Eine Kombination mit beruhigenden, besänftigenden und regulierenden Kräutermischungen, welche Magen & Darm sanft unterstützen, erscheint sinnvoll.

Verwurmung

Die Ursache für Durchfall und Erbrechen liegt oftmals in einer recht massiven Verwurmung, welche sowohl den Magen- und Darmtrakt unserer Stubentiger, als auch den von Hunden empfindlich stören kann. Je nach Fütterung und Haltung des jeweiligen Tieres sollten mindestens 2 x jährliche Entwurmungen stattfinden. Bei Freigängerkatzen empfiehlt sich eine 4 x jährliche Entwurmung. Präparate gegen Würmer sollten sämtliche “gängigen” Wurmarten mit einbeziehen; so auch den Bandwurm. Bandwürmer kommen recht häufig bei Hunden und Katzen vor. Überträger sind unter anderem Flöhe. Eine zusätzliche Wurmkur sollte bei Flohbefall durchgeführt werden; da man sich ziemlich sicher sein kann, dass Tiere mit Flohbefall auch unter starkem Bandwurmbefall leiden.

Gastritis

Die Entzündung der Magenschleimhaut zeigt sich in einer Hemmung der Magensaftsekretion und vermehrter Schleimbildung. Der saure Magensaft wird alkalisch und kann seine Funktion bei der Vorverdauung nicht mehr ausführen. Die Magenschleimhaut kann so stark geschädigt werden, dass sich Geschwüre bilden und es zu Blutungen kommt. Ursachen einer Gastritis können ein massiver Befall mit Würmern, aber auch Stress sowie Fütterungs- und Haltungsfehler sein. Auch manche Medikamente haben ungünstigen Einfluss auf die Magenschleimhaut und können negative Begleiterscheinungen im Magen- und Darmtrakt auslösen.

Enteritis

Eine lebensbedrohliche Magen- und Darmerkrankung stellt die Enteritis bzw. katarrhalische Entzündung des Darms dar. Der Darmkatarrh kann akut auftreten mit milden Verlaufsformen oder auch zu einer chronischen Enteritis mit irreversibler Schädigung der Darmwand führen, welche unheilbar sein kann und zum Tode führt. Der Wasserentzug und Elektrolytverlust durch den Durchfall belasten den Stoffwechsel und Wasserhaushalt dermaßen stark, dass eine Heilung auch bei entsprechender Infusionstherapie oftmals nicht mehr möglich ist. Auch die häufigste Ursache der Enteritis sind Fütterungsfehler und Stress. Diese kann aber auch infolge einer Leukopenie mit hohem Fieber oder bei schweren bakteriellen Infekten auftreten. Ebenso ist eine Invasion von Endoparasiten als Verursacher bekannt.

Vorbeugende Maßnahmen

Eine Vorbeugung von Magen- und Darmerkrankungen lässt sich in erster Linie durch eine artgerechte natürliche und gesunde Fütterung von Hunden & Katzen praktizieren. Auch sollten die Futterportionen angemessen sein: Bei großen Hunden und dementsprechender Disposition besteht bei Aufnahme zu großer Futtermengen die Gefahr einer Magendrehung; durch mehrere kleine über den Tag verteilte Rationen kann man dieser Gefahr sehr gut vorbeugen. Eine Magendrehung ist ausschließlich durch eine Operation zu regulieren und tritt bei disponierten Hunden nicht selten mehrmals auf; Futterportionen sollten über den Tag verteilt werden. Einige Hunde und Katzen bringen bereits durch eine falsche Fütterung im Welpenalter und/oder durch erbliche Dispositionen eine gewisse Veranlagung zu Magen- und Darmproblemen mit. Diese reagieren beispielsweise besonders sensitiv bei Futteränderungen, bei Wetterwechsel, bei Stress und mangelnder Bewegung. Diesen Tieren sollte man vorsorglich im Wege der Fütterung eine dauernde Unterstützung gewähren, beispielsweise durch eine besänftigende regulierende Kräutermischung, damit ernsthafte Erkrankungen möglichst vermieden werden. Auch sollten Futterveränderungen bei Hunden und Katzen langsam vorgenommen werden über einen Zeitraum von mehreren Tagen bzw. Wochen (je nach Massivität der Umstellung); um dem Magen- und Darmsystem eine langsame Umgewöhnung zu gestatten.

Artikel von mir für verschiedene Tierzeitschriften

Homöopathische Therapien bei Hundekrankheiten und Katzenkrankheiten

Magen- und Darmerkrankungen bei Hunden und Katzen lassen sich sehr gut alternativ und homöopathisch behandeln. Je nach Erkrankungsbild kann ausschließlich eine homöopathische Therapie eingeleitet werden oder diese in Kombination mit einer veterinärmedizinischen Therapie durchgeführt werden.

Ursachenforschung und Diagnosemöglichkeiten bei Hundekrankheiten und Katzenkrankheiten

Sind Hund, Katze oder kleinere Tiere krank, ist in erster Linie wichtig, die Ursache und eine Diagnose herauszufinden. Abgestellt auf die vorhandene Erkrankung bzw. erst einmal in der Regel abgestellt auf die vorhandene Symptomatik werden die Diagnosemöglichkeiten und die Ursachenforschung eingeleitet. Obwohl die Symptomatik und die vorhandenen Probleme, die das Tier hat, uns erste Hinweise auf eine Diagnose geben können, sind dies in der Regel ausschließlich erste Hinweise. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, hier sieht man auf den ersten Blick, an welcher Erkrankung das Tier leidet; wie gesagt, dies sind aber eher die Ausnahmen. Es gilt dann, eine geeignete Diagnostik zu bestimmen, damit später auf deren Grundlage die Diagnose erstellt werden kann. Im weiteren Verlaufe wird im günstigsten Fall anhand der bei Erstvorstellung des Tieres geschilderten Anamnese (Krankengeschichte) die Ursache ermittelt. Wenn auch eine vollständige Ermittlung der Ursache nicht immer gegeben ist, so gibt die Krankengeschichte doch Hinweise darauf, worin die Ursache liegen könnte.

Angewiesen ist der Behandler auf eine möglichst detaillierte Schilderung des Tierhalters, der weder “ins Unermessliche” abschweifen, noch etwas auslassen sollte. Schließlich muss der Behandler auch noch alle wesentlichen Dinge auffassen können, was beispielsweise äußerst schwer fallen kann, wenn die Schilderung viele im Zusammenhang stehende uninteressante Passagen enthält. Da wir aber unbedingt auf eine Schilderung angewiesen sind, um Zusammenhänge auch erkennen zu können, ist es wichtig, dass der Tierhalter sich bereits im Vorfeld wichtige Notizen aufschreibt, damit diese im Gespräch nicht ganz vergessen werden, weil man irgendwie ganz vom Thema abgewichen ist. Eine detaillierte kurze Beschreibung, das ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Behandelnde die richtigen Möglichkeiten zur Diagnosefindung einsetzen kann, sowie auch erste Hinweise auf eventuelle Ursachen erhält. Die Tiere könnten uns ganz bestimmt viel konkrete Hinweise geben, doch sie können leider nicht in Worten sprechen, sie sprechen durch andere Ausdrucksweisen, sie sagen uns, wir haben Schmerzen, wir fühlen uns nicht wohl, uns geht’s nicht gut, doch sie können dies nicht mit Worten begründen. Sie schauen uns nur flehend an, wörtlich ausgedrückt: wir brauchen Hilfe. Aus diesem Grunde ist immer der Tierhalter gefragt, uns die wesentlichen Hinweise mitzuteilen, dem Tier Worte zu geben, für sein Tier zu sprechen.

Wie wichtig dies ist, soll folgendes Beispiel zeigen: Die Hundehalterin kommt mit Hund in die Praxis, der Hund hat eine starke Dermatitis (Hautentzündung). Diese ist nicht generalisiert, sondern verteilt sich über den gesamten Hundekörper. Eine Anamnese kann beispielsweise so aussehen, dass der Hundehalter mir eine Stunde über den Hund erzählt und kaum eine Geschichte auslässt. Wir besprechen eingehend die Fütterung, den Umgang, die Haltung, Vorerkrankungen, Probleme, die letzten tierärztlichen bzw. tierheilpraktischen Behandlungen usw.. Noch immer habe ich keinerlei Hinweise auf eventuelle Ursachen. Ich tappe demnach relativ “im Dunkeln” und beschließe, dass ich erst einmal Blut abnehme und zum Labor schicke; parallel dazu möchte ich jedoch auch eine Untersuchung des Fells veranlasst wissen, weil ich mir recht unschlüssig bin, ob ggf. eine Mykose (Pilzerkrankung) besteht, dem Anschein nach wäre diese möglich.

Ich nehme dem Hund also Blut ab, schneide ihm einige Haare ab und fülle diese beiden “Hinweisgeber” in entsprechende Röhrchen, die dann zum Labor geschickt werden sollen. Parallel dazu gebe ich noch Hinweise zu einer Allergenarmen Fütterung (es könnte ja auch eine Futtermittelallergie sein..) und teile mit, dass wir, wenn bei der “normalen” Blutuntersuchung keine Hinweise zu finden sind, noch eine spezielle Allergenuntersuchung bei einem Speziallabor durchführen lassen sollten. Parallel dazu überlege ich gerade, ob ich ggf. noch eine Biopsie (Hautausstanzung) vornehmen sollte, will aber erst einmal abwarten, was bei den in Auftrag zu gebenden Laboruntersuchungen festgestellt wird.

Nach ca. 1 ½ Stunden verabschieden sich Hund und Frauchen. Beim Abschiedsgruss kommt plötzlich: Ich habe da noch eine kleine Frage? Ich sage, ja, kein Problem? Daraufhin teilt mir Frauchen ganz beiläufig mit, dass sie wenige Stunden vor Ausbruch der Symptome ein Insektizid in den Nacken geträufelt hat und fragt ganz beiläufig: “dies kann doch keinesfalls die Ursache sein, oder?” Ich bin kurz sprachlos.. und denke, das wird’s dann wohl gewesen sein, hättest Blut, Fell, Futterempfehlung etc. Dir glatt sparen können.. Ich kläre Frauchen auf, dass allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Insektiziden (ob naturheilkundlich oder pharmazeutisch) schon vorkommen können und bei diesem engen Zusammenhang würde ich darin die Ursache vermuten.

Gut, wir beschließen also, Blut und Fell erst einmal in den Papierkorb zu verbannen (ist ja auch nicht ganz kostenlos, das Labor..) und ich spreche ihr fürs Erste einmal eine Empfehlung zur symptomatischen Behandlung (sprich Juckreiz, gereizte, blutige, leicht eitrige Ekzeme) aus. Weiterhin schlage ich ihr vor, eine Entgiftung durchzuführen. Zwei Tage später erreicht mich ein glücklicher Anruf: “Frau Nehls, das war ja alles ganz einfach, mein Hund ist schon fast wieder der Alte; die Stellen heilen wunderbar ab, er kratzt sich nicht mehr und macht auch ansonsten einen sehr zufriedenen Eindruck.” Puuhh, denke ich: warum denn nicht gleich so?

Von daher folgender Rat:

Vor dem Besuch schauen, dass man alle eventuellen Zusammenhänge in Gedanken Revue passieren lässt, notiert und dann mitbringt. Dies spart Kosten und beiderseitig Zeit und unnötige Mühe, nicht zuletzt dem Tier viele Unannehmlichkeiten (Blut abnehmen ist ja nicht so ganz prickelnd..).

Als Behandelnde/r, egal, ob TA oder THP oder auch andere Zweige, wie Hufschmied, Akupunkteur, Chiropraktiker etc., ist man immens auf die Schilderungen des Tierhalters angewiesen, um schnell das Richtige zu tun! Welche Diagnosemöglichkeit gewählt wird, ob Röntgen, Ultraschall, Blut, Urin, Thermographie, Biopsie, Pilzkultur, Fell, Haare usw.; es hängt nicht zuletzt von der Schilderung der Tierbesitzer ab. Eine konkrete Schilderung spart dem Tierhalter oftmals viele unnötige Kosten. Man tappt halt schnell “im Dunkeln”, wenn man keine Ansätze hat, wonach denn nun hier speziell zu suchen ist, wenn keine Ursache erkennbar wird. Neben der direkten Behandlung arbeite ich häufig überregional mit der Biofeld-Haaranalyse für Hunde, Katzen & Kleintiere.

Diese Methode bietet sich für Tiere an, die in weiter Entfernung leben oder auch für diejenigen, für die ein Transport so ziemlich das Schlimmste ist, was überhaupt passieren kann, oftmals Katzen. Hier bin ich natürlich noch viel mehr auf eine konkrete und detaillierte Schilderung des Tierhalters angewiesen, denn schließlich sehe ich das Tier nicht. Eine Analyse dauert in der Regel ca. 2 Stunden, wenn ich konkrete Angaben habe, aus denen ich schließen kann, welche Testungen erforderlich sind, um Ursachen ermitteln zu können und Faktoren in Zusammenhang setzen zu können. Unmöglich gestaltet sich eine Analyse, wenn ich überhaupt keine Anhaltspunkte habe; wonach soll ich hier testen? Ich kann nicht sämtliche Erkrankungen austesten, eine Analyse würde dann einige Wochen benötigen, würde ich alle Krankheiten, alle möglichen Faktoren, Symptome, Ursachen etc. austesten müssen. Das ginge überhaupt nicht.

Hier bin ich in ganz besonderem Maße darauf angewiesen, dass mir eine Anamnese zugesandt wird, die für mich insoweit aussagekräftig ist, dass ich eventuell vorhandene Erkrankungen, welche mit der Symptomatik in Verbindung stehen könnten, auch gezielt austesten kann. Glücklicherweise geschieht dies auch fast immer, so, dass sich die Problematik selten stellt. Vielleicht liegt das daran, dass alles schriftlich festgehalten wird? Dass vielleicht vorab genau überlegt wird, was wann eingetreten ist?

Artikel von mir für den Haustieranzeiger

Borreliose

Viele Tierbesitzer haben Angst, dass ihr Hund oder ihre Katze an Borreliose erkrankt. Im Frühsommer und erst recht bei vorausgegangenen milden Wintern finden wir oftmals viele Zecken bei Hunden & Katzen. Vor einigen Jahren noch relativ unbekannt bei Hunden und Katzen, heute schon fast in jeder Munde, ist die Borreliose-Erkrankung. Seit das Wissen bei den Tierhaltern über gesundheitliche Schäden durch Zeckenstiche beim Menschen, vor allem durch FSME oder Borreliose wächst, steigt die Angst über eine mögliche Gefährdung der Tiere.

Erreger: Borrelia burgdorferi heißt der Erreger der sogenannten Lyme-Borreliose. Er gehört zu den Spirochaeten und ist ein Bakterium. In Mitteleuropa überträgt der Gemeine Holzbock, Ixodes ricinus, die Borrelien. Sie leben im Darm der Zecke. Alle drei Entwicklungsstadien der Zecke können als Überträger fungieren. In Deutschland sind durchschnittlich 10% der Ixodeszecken, regional sogar über 30%, mit Borrelien infiziert; im Durchschnitt gehen wir also von ca. 20 % aus. Die Erreger befinden sich in Darm und Speicheldrüsen der Zecken und werden während des Saugaktes durch Speichel auf den Wirt übertragen. Die Speichelsekretion und Ausscheidung von pathogenen Erregern beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen der Zecke und erreicht ihren Höhepunkt nach 72 Stunden. Daher lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch frühzeitiges Entfernen der Zecke mindern (in der Regel in den ersten 24 Stunden). Beißt eine infizierte Zecke einen Hund, eine Katze, ein Pferd oder einen Menschen, werden die Borrelien aktiviert. Eine Entfernung der Zecken innerhalb eines kurzen Zeitraums kann eine Infektion verhindern, ist jedoch etwas erschwert, da man die Zecke zu dieser Zeit noch recht schlecht “packen” kann, sie ist ja noch nicht vollgesogen. Wo leben Borrelien? Speziell in Flussniederungen sind Borrelien endemisch. Häufig sind sie bei Nagetieren, Igeln, Wildtieren und Vögeln nachweisbar, wobei Vögel die Erreger auch über weite Entfernungen verbreiten können. Die Erkrankung wurde in den siebziger Jahren bei Menschen und Mitte der 80er Jahre auch bei Haustieren beschrieben. Borrelia (B.) burgdorferi, der Erreger der Lyme-Borreliose, hat den Namen nach seinem Entdecker W. Burgdorfer, der zusammen mit dem Rheumatologen A. Steere Anfang der achtziger Jahre dieses Bakterium aus Zecken in der Umgebung der Gemeinde Lyme in Connecticut, USA isolieren konnte. Der Hintergrund dieser intensiven Forschung war ein gehäuftes Auftreten von Arthritiden vor allem bei Kindern in diesem Gebiet. Wie bei sehr vielen Erkrankungen unserer Haustiere wurden die überwiegenden Erkenntnisse der Borrelioseerkrankung bei Tieren aus der Humanmedizin abgeleitet. In der Humanmedizin haben seit der Entdeckung von B. burgdorferi intensive Forschungen vor allem im Bereich der Epidemiologie und zur Aufklärung des klinischen Krankheitsbildes sowie deren frühzeitige Erkennung und Therapie stattgefunden. Man konnte nachvollziehen, dass die Borrelien durch den Zeckenstich übertragen werden und sich dann anschließend in verschiedenen Organsystemen (z.B. Haut, Gelenke, ZNS) manifestierten. Es wurde aus Erfahrungen mit dem Erreger der Syphillis, Treponema pallidum, der in dieselbe Gruppe der Bakterien gehört, wie B. burgdorferi, ein 3-stufiger Verlauf der Lyme Borreliose postuliert. Im ersten Stadium reagiert der Mensch mit Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Fieber, Myalgien. Häufig findet sich um die Bissstelle eine sog. Wanderröte, das Erythema migrans (EM). Im zweiten Stadium werden neurologische, kardiale, arthrogene oder ophtalmologische Symptome beobachtet. Im letzten Stadium reagiert der Mensch u.a. mit einer chronischen Arthritis, einer chronischen Enzephalitis oder der sog. Acrodermatitis chronica athrophicans (ACA), einer Erkrankung, bei der die Haut sich pergamentartig verändert. Diese Aufzählung zeigt, wie komplex und multifaktoriell sich die Lyme-Borreliose zeigen kann. Genauso vielseitig sind die Krankheitsbilder, die bei Hunden & Katzen im Zusammenhang mit der Borreliose beschrieben werden: Bei Hunden & Katzen stehen nach anfänglichen Symptomen wie Mattigkeit und Fieber vor allem Lahmheit, Schmerzen, andere Ausfallserscheinungen und als Spätfolgen Gelenkbeschwerden im Vordergrund. Einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, Lethargie, Futterverweigerung, Lahmheiten und Lymphknotenschwellungen sind die Regel. Auch Herzprobleme, neurologische Symptome (z.B. Gesichtsnervenlähmungen), Nierenerkrankungen und tiefe Entzündungen der Augen sind beschrieben worden. Bei wechselnden unklaren Lahmheiten von Hunden & Katzen und Arthritiden sollte die Borrelioseerkrankung in der Diagnostik einen festen Platz einnehmen. Allerdings halten nur wenige dieser Symptome einer genaueren wissenschaftlichen Betrachtung stand. Aus der Humanmedizin bekannte Symptome einer Borreliose auf unser Tier zu übertragen und bei positiver Serologie die Schlussfolgerung zu ziehen, dass ein direkter Zusammenhang besteht, bedarf einer genauen Abklärung sämtlicher anderer in Frage kommenden Ursachen. Die Borrelien-Diagnostik ist ein schwieriges Gebiet! Wenn man den Durchseuchungsgrad der Zecken in Deutschland (Vermutungen gehen von 20% im Mittel aus) und der Häufigkeit, mit der Tiere jährlich von Zecken gestochen werden, betrachtet, versteht man, wie schwierig die Diagnostik der Borreliose beim Tier ist. Unbestritten ist, dass es eine durch B. burgdorferi verursachte Erkrankung gibt. Allerdings muss man darauf hinweisen, dass es auch Berichte aus den USA gibt (Levy und Magnarelli 1992), nach denen von 50% seropositiver Hunde in einem endemischen Gebiet, lediglich 5% klinische Symptome wie Lahmheit, Gelenkschwellung und Apathie zeigten. Hinzu kam, dass innerhalb des Beobachtungszeitraumes (20 Monate) ebenso viele seronegative Hunde vergleichbare Symptome entwickelten. Diese Untersuchung zeigt uns deutlich, dass wir Menschen doch eher an einer Diagnose von Borreliose bei Tieren scheitern, nämlich aus dem Grunde, da hier noch immer viel zu wenig bekannt zu sein scheint. Vielleicht reagieren Tiere völlig anders als Menschen, ggf. auch Tierart spezifisch auf den Erreger? Obwohl er sich nachweisen lässt, richtet er ggf. bei unseren Tieren kaum bzw. keinen Schaden an? Manche Symptome unserer Tiere “passen” vielleicht einfach nur zum Erkrankungsbild einer Borreliose und in Wahrheit ist eine ganz andere Erkrankung ursächlich? Wir wissen es nicht; da fast alle Erkenntnisse aus der Humanmedizin stammen und auf die Veterinärmedizin übertragen wurden. Was ist aber, wenn diese Erkenntnisse sich nicht übertragen lassen?

Ein weiteres Problem besteht darin, dass man seit einigen Jahren weiß, dass von B. burgdorferi mehrere unterschiedliche Genospezies existieren. Man spricht daher heute von B. burgdorferi sensu lato, die sich u.a. in B. burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii sowie Borrelia afzelii aufteilt. Das Interessante daran ist, dass man in den USA hauptsächlich B. burgdorferi sensu stricto isolieren konnte. Im Gegensatz dazu werden in Europa alle 3 genannten Genospezies isoliert. Da in den USA das am häufigsten beobachtete Symptom der Lyme-Borreliose die Arthritis ist, geht man heute davon aus, dass B. burgdorferi sensu stricto einen Organtropismus für den Bewegungsapparat besitzt, Borrelia garinii eher disseminierte Formen der Borreliose verursacht bzw. die Neuroborreliose hervorruft und Borrelia afzelii eine Affinität zur Haut hat und Symptome wie das EM oder die ACA hervorruft. Selbstverständlich sind die unterschiedlichen Genospezies auch unterschiedlich in ihrer antigenen Struktur, was natürlich nicht nur Probleme in der serologischen Diagnostik sondern auch in der Entwicklung von Impfstoffen verursacht.

Bei zwangs-infizierten Hunden ergab sich folgendes klinisches Bild: Das klinische Bild, das die Hunde zeigten, waren Lahmheiten. Diese Lahmheiten entwickelten sich zwischen 2-5 Monaten nach Infektion über die Zecken. Dabei zeigten die Tiere zuerst leichte Lahmheiten, die innerhalb von 3 Tagen zunahmen und nach 4 Tagen wieder verschwunden waren. Hauptsächlich waren davon die Ellenbogengelenke sowie die Karpal- und Kniegelenke betroffen. Palpatorisch konnte bei einigen Tieren eine leichte Schwellung sowie eine lokale Temperaturerhöhung festgestellt werden. Die meisten der an Lahmheiten erkrankten Hunde zeigten eine erhöhte Körpertemperatur (39,5-40°C) und waren apathisch. Gewichtsverluste konnten dabei nicht beobachtet werden. Nach der ersten Lahmheit entwickelten die meisten der Tiere eine zweite , teilweise eine dritte Lahmheit im Abstand von 2-4 Wochen. Dabei waren teilweise andere Gelenke als in der ersten Periode betroffen. Außer diesen Symptomen zeigten die Tiere innerhalb der Beobachtungsperiode von 17 Monaten keine anderen klinischen Anzeichen.

Bei allen Labormethoden bezüglich der Borreliose bei Hunden & Katzen sollte man wissen, dass die Laborergebnisse lediglich Hilf