Pferden Kräuter füttern… Kräuterfutter für Pferde, Kräuterfütterung bei Pferden

Kräuter Fütterung bei Pferden

Kräuter sind für Pferde und Ponys eine natürliche Futterergänzung, sie sind seit jeher Bestandteil ihrer Nahrung und werden im Verdauungstrakt des Pferdes optimal verwertet, da sie organisch verfügbar sind. Auch die wildlebenden Vorfahren unserer heutigen Freizeit- und Sportpferde nahmen ihrem Instinkt entsprechend in freier Natur Kräuter auf. Durch die intensive Bewirtschaftung unserer Böden sind dort kaum noch Kräuter für Pferde zu finden, so dass die naturgemäße Aufnahme von Kräutern selten möglich ist. Struktur- und artenarme Weiden, vitalstoffarmes Pferdefutter, vereinfachte Grundfutterrezepturen und einseitige synthetische Mineralisierung sind das Ergebnis einer allzu preisbewussten Pferdefütterung und agrarpolitischer Rahmenbedingungen und widersprechen der Tiergesundheit. Eine umfassende Anregung aller Verdauungsvorgänge ist jedoch zur optimalen Verdauung und vollen Auswertung des Futters nötig. Die Wirkungsweise von Kräutern ist in der traditionellen Heilkunde überliefert. Allerdings haben sich bisher nur wenige wissenschaftliche Studien mit dem Einsatz von Kräutern in der Pferdefütterung beschäftigt. Aus diesem Grund sollte der Einsatz von Kräutern, welche in der Pferdefütterung bislang relativ unbekannt sind, sondern lediglich für Menschen empfohlen werden, vermieden werden.

Dies gilt in erster Linie für exotische Kräuter, beispielsweise aus Südamerika, China, Indien oder Tibet, hier ist äußerste Vorsicht geboten aufgrund mangelnden Kenntnisstandes über Dosierung, Nebenwirkungen und möglichen Wechselwirkungen. Auch bestehen bei der Einfuhr dieser Kräuter Möglichkeiten der Verwechslung zwischen wissenschaftlichen Bezeichnungen und Trivialnamen, die überdies in den Herkunftsländern regional stark variieren. Die Erkenntnisse aus der menschlichen Ernährung und Medizin lassen sich nicht ohne weiteres auf Pferde übertragen, vor allem dann, wenn es um die Aufnahme der entsprechenden Substanz geht. Der bedeutend größere Darmtrakt von Pferden nimmt bestimmte pflanzliche Substanzen anders auf als der menschliche Darmtrakt. So können Kräuter und Pflanzen, welche für uns Menschen ungefährlich sind, für Pferde toxisch sein. Denn pflanzliche Medizin ist nicht unbedingt sanfte Medizin.

Ganz interessant finde ich auch, dass Hanf unter der Bezeichnung “Pferdehanf” sehr in Mode ist. Er wird für alle möglichen gesundheitlichen Probleme bei Pferden angepriesen. Wichtig empfinde ich, dass der Pferdemensch wirklich einmal schaut, was Hanf eigentlich ist und ob es Sinn macht, Pferden Hanf zu füttern (Quelle hier klicken).

Ganz besonders wichtig ist bei einer Kräuter für Pferde Rezeptur, die verschiedenen Mengenanteile des einzelnen Krautes in einer Mischung genau auszuloten, denn umso passender die Einzelkräuter zueinander im Verhältnis stehen, desto effektiver ist eine Kräuterkomposition. Dieses “genau ausloten” ist oft gar nicht so einfach und bedeutet sich eine Menge Zeit zu lassen, bis eine Rezeptur fertig ist. Jede meiner Rezepturen wurde so lange in den Mengenanteilen angepasst, bis das Ergebnis perfekt war, hierzu braucht es oft viele Monate intensiver Studien in der Praxis. Aber: es lohnt sich! Denn meist bringt es wenig eine nicht im richtigen Verhältnis stehende Mischung der einzelnen Kräuter zu füttern, da sich diese unter Umständen in ihrer Wirksamkeit aufheben und/oder abschwächen können oder auch ein einzelnes Kraut geradezu von den anderen Kräutern “übertüncht” wird, demnach von diesem Kraut gar kein Nutzen mehr ausgeht.

Immer wieder steht aber auch die Kostenreduzierung und hiermit einhergehend die Individualität im Fokus, sehr viele Tiere haben ganz verschiedene Facetten und der Tierhalter möchte mit einer Kräuterrezeptur ganz individuell ans Ziel kommen. Empfehle ich hier meine “Standardmischungen” müssen es immer mehrere sein und die Kosten können – je nach Befinden des Tieres – schon einmal ganz schön hoch sein, da mitunter tatsächlich zum Teil so viele Kräutermischungen angezeigt wären, dass die Vielzahl dann doch ganz schön ins Geld geht. Für diese Tiere gibt es die ganz individuellen Kräuterrezepturen aus der Nehls Kräutermanufaktur, die ganz zielgerichtet angefertigt werden. Statt vieler verschiedener Kräuterergänzungsfuttermittel benötigt man somit nur noch eine einzige und somit ganz individuelle Kräuterrezeptur, die dann ganz individuell angemischt wird. Dies hat zudem den Vorteil, dass die Fütterung sehr erleichtert wird, statt mehrere Ergänzungen zu mischen und zu verteilen, die dann allesamt ins Futter gegeben werden müssen, hat man lediglich eine einzige Mischung, die auch wirklich ganz individuell zusammengesetzt ist und somit zu 100 % auf`s Tier passt. Die individuellen Kräuterergänzungsfuttermittel können zudem auch bei mäkligen Individualisten annähernd geruchs- und geschmacksneutral hergestellt werden, denn auch bezüglich des Geruchs und Geschmacks kommt es ja darauf an, welche Kräuter ich verwende. Ich denke, dass die individuellen Kräuterergänzungsfuttermittel auch tatsächlich den Zeitgeist treffen, denn praktisch muss es sein und insgesamt nicht zu teuer, weiterhin ist jedes Tier auch ein Individualist und hierauf muss auch eingegangen werden, um jedem Individuum gerecht zu werden!

Inhaltsstoffe von Kräutern:

Bei den wirksamen Substanzen der Kräuter handelt es sich um so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze gewissermaßen als chemische Waffen gegen Insektenfraß oder andere Mikroben produziert werden. Die wichtigsten Stoffgruppen sind hierbei Phenole, Saponine, Sulfide, Chlorophyll, Monoterpene, Flavonoide, ätherische Öle, Schleimstoffe, Alkaloide, Glykoside, Phytoöstrogene, Flavone, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Die Einzelsubstanzen wurden bereits auf ihre pharmakologische Wirkung hin untersucht. Bisher unbeachtet und unterbewertet werden Kräuter als wichtige Quellen von natürlichen Mineralstoffen und Spurenelementen in physiologisch ausgewogenem Verhältnis. Kräuter enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.). Ein erhöhter Bedarf an Spurenelementen ist nach Expertenmeinung auch deshalb gegeben, da Pferde durch die zunehmende Silagefütterung, die Aufnahme von minderwertigem Heu und steigenden Umweltbelastungen immer mehr Histamine (verantwortlich für Allergien) aufnehmen. Der Histaminabbau ist von bestimmten Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen abhängig, wie sie in vielen Kräutern zu finden sind. Ähnlich ist dies beim Sommerekzem: auch hier finden wir einen gravierenden Mangel oder extreme Imbalancen bzw. Überversorgungen bestimmter Spurenelemente.

Kräuter für Pferde als natürliche Mineralstoffquellen:

Kräuter enthalten Kalium, Biotin, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kieselsäure, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel, zahlreiche Aminosäuren und Vitamine. Auch enthalten Kräuter Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll, zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe und wichtige Mikronährstoffe. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich.

Um die bedarfsgerechte Deckung des Mineralstoffhaushalts mit einer Kräutermischung zu praktizieren, muss jedoch einiges beachtet werden: Die Kräuter müssen so gewählt werden, dass der Bedarf entsprechend durch die Einzelkräuter gedeckt werden kann. So gilt es genau zu schauen, welche Mineralstoffe in welcher Menge jeweils im Einzelkraut enthalten sind und dann eine möglichst vielfältige, auf den individuellen Bedarf abgestimmte Mischung zusammen zu stellen, indem dann noch die Mengenanteile genau berechnet und im richtigen Verhältnis zueinander stehend, abgestimmt werden. Erst dann erhält man die perfekte Mischung und somit ein optimales Mineralfutter. Wenn einfach wahllos Kräuter in nicht passender Mengenberechnung zusammengestellt werden, lässt sich der Mineralstoffbedarf eines Pferdes, Ponys oder Esels nicht durch Kräuter decken. Es gehört daher schon ein bißchen Fachwissen dazu, Kräuter als natürliches Mineralfutter zu füttern, wenn es wirklich passen soll und der Bedarf natürlich gedeckt werden soll!

Positive Wirkungen von Kräutern:

Die kontrollierte Zufütterung von Kräutern für Pferde als Spender von Vitalstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen kann für Pferde sehr vorteilhaft sein, da neben der Zuführung essentieller Nährstoffe die Entgiftung des Organismus angekurbelt werden kann und freie Radikale in Gewebe und Zelle neutralisiert werden sowie der Stoffwechsel unterstützt und das Immunsystem positiv beeinflusst werden kann. Weiterhin haben bestimmte Kräuter positive Wirkung auf den Bewegungsapparat, bei Husten von Pferden oder sind bei Futtermittelallergie bei Pferden und Hufproblemen von positiver Wirkung. So sichert man einerseits eine optimale Versorgung, in der weder Mangelerscheinungen noch Überschüsse auftreten, andererseits wirken die Kräutermischungen positiv auf individuelle Probleme des betroffenen Pferdes.

Auch bei Allergien haben sich Nehls Kräuter für Pferde bestens bewährt, da allergische Reaktionen in vielen Fällen auf einen langjährigen verdeckten Mangel, meistens an Spurenelementen, zurückführbar sind. Nehls Kräuter verzichten darüber hinaus auf sämtliche allergene Substanzen.

So kann die Kräuterfütterung bei einem gesunden Pferd potentiellen Allergien vorbeugen sowie bei betroffenen Pferden diesen Mangel beheben und gleichzeitig Stoffwechsel, Entgiftung sowie Intestinal- und Digestionstrakt positiv beeinflussen. Die Wirkung ergibt sich dabei aus der Kombination zwischen sekundären Pflanzenstoffen, Mineralien und Spurenelementen. Diese greifen vor allem in das Enzymsystem des Körpers ein, das für alle Grundfunktionen des Körpers verantwortlich ist. Die bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralien fördert, unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Tiere. Ein Mangel an Mineralstoffen kann sich in zahlreichen Problemen äußern. Mineralien wirken im Organismus basisch.

Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen. Bei der Entgiftung neutralisieren und helfen Mineralien, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Auch enthalten Kräuter viele Vitamine, so hat Vitamin C eine ausgeprägte Radikalfängerfunktion, gilt als natürliches Antioxidant und stärkt die Abwehr. Carotin und Vitamin A unterstützen den so wichtigen Zellstoffwechsel. Die Kieselsäure ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff für die schnell wachsenden Zellen der Haut, des Fells und der Hufe. Weiterhin versorgen Kräuter unsere Pferde und Ponys mit den so wichtigen Mikronährstoffen. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich. Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht. In den meisten Pferdefuttermitteln sind die Kräuterdosierungen allerdings zu gering, um überhaupt einen nachweisbaren therapeutischen Effekt zu erzielen, geschweige denn, um unsere Pferde in ausreichendem Maße mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen.

Darreichungsformen von Kräutern und Pflanzen:

Kräuter können sowohl als alkoholische oder wässrige Extrakte, Trockenextrakte, pulverisierte Substanzen, als Kräutertees oder getrocknete Ganzpflanzen oder Pflanzenteile verabreicht werden. Bewährt haben sich bei Pferden besonders getrocknete Kräutermischungen. Bei Atemwegsproblemen können diese kurz mit heißem Wasser überbrüht und dann zum Futter gegeben werden.

Wissenschaftliche Studien zu Kräutern:

Über den Einsatz von Kräutern als Futterzusatzstoffe bei Pferden gibt es wenig Fütterungsversuche und damit auch wenig wissenschaftlich fundierte Belege der Wirksamkeit von bestimmten Kräutern auf die Pferdegesundheit. Die Wirkungen verschiedener Kräuter sind daher auch heute noch hauptsächlich in der Erfahrungsheilkunde überliefert.

Einige anerkannte Studien zu Kräutern gibt es jedoch bereits:

In den 90er Jahren wurde in Frankreich mit der südafrikanischen Pflanze Teufelskralle gegen Rückenschmerzen bei Pferden eine Studie durchgeführt. Durch diese Studie konnte bewiesen werden, das der Teufelskrallenextrakt der Substanz Phenylbutazon (Equipalazone, Hippopalazone, Metacam) bei einigen schmerzhaften und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates überlegen war. In dieser Studie wurde die Wirkung der Teufelskralle speziell bei Knochenspat überprüft. Am Institut für Angewandte Botanik der Universität Wien wurde der Einsatz von Thymian, Primelwurzel- und Pestwurzextrakt bei COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Dämpfigkeit, RAO) des Pferdes untersucht. Während der einmonatigen Behandlung wurde der Lungendruck und der Atemwegswiderstand signifikant verbessert. Es erfolgte ein verbesserter Sekretabfluss bei der Gabe dieser Kräuter. Bedeutend mehr wissenschaftliche Untersuchungen wurden bisher bei Nutztieren durchgeführt, hier waren die Kräuter oft den antibiotischen Futterzusätzen überlegen, so beispielsweise bei Durchfallerkrankungen. Beachtliche mikrobielle Wirkungen wurden bei Bakterien und anderen Keimen mit dem Einsatz von Oregano und Thymian erzielt.

Homöopathie und Kräuter:

Immer wieder werde ich gefragt, ob der Einsatz homöopathischer Mittel nicht durch die Fütterung von Kräutern wirkungslos bzw. abgeschwächt wird. Die Meinungen der verschiedenen Fachleute und Firmen sind hier recht unterschiedlich: Während die einen von einer Kräuterfütterung während der Therapie mit homöopathischen Mitteln abraten, vertreten andere die Meinung, dass eine halbe Stunde Abstand zwischen der Gabe ausreichend ist. Meine Erfahrung ist, dass Wechselwirkungen zwischen der Fütterung von Kräutern und homöopathischen Mitteln bei einem Abstand von mindestens zwei Stunden nicht auftreten! Homöopathische Mittel wirken in Form von Informationen und Anregung der Selbstheilungskräfte: Die Information hat während dieser zwei Stunden bereits stattgefunden, so dass dann auch die Materie, sprich Kräuter, der Wirksamkeit der Information nicht entgegenstehen. Ich arbeite regelmäßig parallel mit der Homöopathie bei Tieren und der Kräuterfütterung und die Erfolge sind sehr gut.

Gefahren der Kräuterfütterung:

Trotz vieler Vorteile und positiver Wirkungen der Kräuter, ist die Natur keineswegs so harmlos, wie landläufig angenommen wird. Eine Überdosis Knoblauch, dessen positive und antibiotische Wirkungen auf Stoffwechsel und Blut durchaus belegt sind, kann beispielsweise ein Enzym blockieren, dass die roten Blutkörperchen vor dem Angriff durch freie Sauerstoffradikale schützt. So wurde bei Pferden, die zwischen wilden Zwiebeln weiden, eine Tendenz zur Blutarmut festgestellt. Auch Baldrian eignet sich nicht für den Dauergebrauch: hier kann Durchfall und Kolik die Folge sein! Wenn der Pferdehalter sichergehen möchte, sollte er sich auf bewährte und erprobte Kräuter für Pferde aus der Erfahrungsheilkunde verlassen und nicht wahllos irgendwelche Kräuter bzw. Kräutermischungen verfüttern.

Inzwischen sind die Gefahren der Kräuter für Pferde auch erkannt worden und es wird auch über die Gefahren der Kräuterfütterung berichtet. In Kräuter: Das sollten Sie wissen! beschäftige ich mich auch ausführlich mit den Gefahren der Kräuterfütterung bei Pferden.

Qualität von Kräutern:

Bei der Kräuterfütterung sollte darauf geachtet werden, dass die zu fütternden Kräuter einen hohen Qualitätsstandard aufweisen.

Artikel von mir für den Pferdeanzeiger 2004

Individuelle Kräuter für einzigartige Pferde: Ganz unabhängig von der Biofeld-Haaranalyse biete ich auch Individual-Kräuter für Pferde, Ponys & Esel mittels Bioresonanz Test an. Hintergrund ist, die individuell passende Kräutermischung mittels Bioresonanz-Test für das einzigartige Pferd zusammenzustellen, nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Wie funktioniert`s? Individuelle Kräuter mittels Bioresonanz-Test

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