Die Pferdefütterung älterer und alter Pferde, die Pferdefütterung junger und heranwachsender Pferde, die Fütterung alter Pferde, die Fütterung von Absetzern

Fütterung alter Pferde-Fohlenfütterung

Die richtige Fütterung alter Pferde, die richtige Fütterung von Fohlen & Absetzern

Alte Pferde, Absetzer & Fohlen haben höhere Bedürfnisse an eine optimale Pferdefütterung, obwohl die Fütterung grundsätzlich keine andere ist… Das Zauberwort heißt immer individuell abgestimmt…

Die Fütterung alter Pferde sowie die Fütterung von Fohlen und Absetzern ist zwar grundsätzlich nicht anders zu gestalten als von Pferden im besten Alter, jedoch sind einige Faktoren zu berücksichtigen, da das Fohlen, der Absetzer und das heranwachsende Pferd ebenso wie das alte Pferd höhere Ansprüche an eine gesunde Pferdefütterung wie seine Kollegen im besten Alter hat.

So sollte die Fütterung älterer Pferde sowie die Fohlenfütterung und Fütterung von Absetzern bestimmte Aspekte nicht unberücksichtigt lassen, wenn die Pferdefütterung optimal gestaltet werden soll.

Eine optimale Fütterung von Fohlen und Absetzern ist der Grundbaustein eines gesunden und glücklichen Pferdelebens. Die Fütterung junger Pferde entscheidet in großem Maße über zukünftige Gesundheit oder Krankheit und stellt die Weichen für das gesamte Pferdeleben!

Der Stoffwechsel älterer Pferde, Ponys & Esel lässt nach, so dass eine optimale Verwertung der ihnen zugeführten Nährstoffe meist nicht mehr stattfindet. Es gilt daher, die Verwertung zu unterstützen.

Die Bedürfnisse, die alte Pferde an eine optimale Fütterung stellen, liegen hauptsächlich in einer besseren Verwertung von Nährstoffen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen. Um eine optimale Versorgung, Verwertung und Verstoffwechslung zu fördern, besagt meine Erfahrung, Senioren möglichst optimal zu verstoffwechselnde Nährstoffe zur Verfügung stellen zu können, welche natürlich in den Futtermitteln enthalten, nicht synthetisch zugesetzt, sein sollten. Auch sollten spezielle altersbedingte Prozesse berücksichtigt werden, wie eine nachlassende Herz-Kreislauf-Leistung, ein in die Jahre gekommener Bewegungsapparat und die Ansammlung vieler im Laufe der Jahre zusammengetragener Schlackenstoffe, deren Ausscheidung dem Senior schwerer fällt als Pferden im besten Alter, da auch Leber und Nieren in die Jahre gekommen sind und ihre Aufgabe der Entgiftung nicht mehr so reibungslos erfüllen können wie in jungen Jahren.

Die Kräuterheilkunde ist ein “Garten der Natur” und enthält unzählige Schätze, die, richtig eingesetzt, sehr viel Positives und Wertvolles für unsere Tiere bewirken kann. Ganz besonders wichtig ist bei einer Kräuterrezeptur, die verschiedenen Mengenanteile des einzelnen Krautes in einer Mischung genau auszuloten, denn umso passender die Einzelkräuter zueinander im Verhältnis stehen, desto effektiver ist eine Kräuterkomposition. Dieses “genau ausloten” ist oft gar nicht so einfach und bedeutet sich eine Menge Zeit zu lassen, bis eine Rezeptur fertig ist. Jede meiner Rezepturen wird so lange in den Mengenanteilen angepasst, bis das Ergebnis perfekt ist, hierzu braucht es oft viele Monate intensiver Studien in der Praxis mit vielen Vierbeinern. Aber: es lohnt sich! Denn meist bringt es wenig eine nicht im richtigen Verhältnis stehende Mischung der einzelnen Kräuter zu füttern, da sich diese unter Umständen in ihrer Wirksamkeit aufheben und/oder abschwächen können oder auch ein einzelnes Kraut geradezu von den anderen Kräutern “übertüncht” wird, demnach von diesem Kraut gar kein Nutzen mehr ausgeht, wenn der Mengenanteil nicht passt.

Kräuter als natürliche Mineralstoffquelle für alte und heranwachsende Pferde?

Kräuter enthalten natürlich in den Kräutern vorkommend (nicht zugesetzt) viele natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Vitamine, welche durch ihre Natürlichkeit in Verbindung mit den sekundären Pflanzenstoffen vom tierischen Organismus optimal verstoffwechselt werden können.

Sie enthalten keinerlei künstliche Stoffe, wie Aromastoffe, Farbstoffe, Lockstoffe, Füllstoffe, Vormischungen, Bindemittel und synthetisch zugesetzte Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren.

Kräuter enthalten beispielsweise Kalium, Biotin, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kieselsäure, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel, zahlreiche Aminosäuren und Vitamine. Auch enthalten diese Kräuter Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll, zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe und wichtige Mikronährstoffe. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich.

Um die bedarfsgerechte Deckung des Mineralstoffhaushalts mit einer Kräutermischung zu praktizieren, muss jedoch einiges beachtet werden: Die Kräuter müssen so gewählt werden, dass der Bedarf entsprechend durch die Einzelkräuter gedeckt werden kann. So gilt es genau zu schauen, welche Mineralstoffe in welcher Menge jeweils im Einzelkraut enthalten sind und dann eine möglichst vielfältige, auf den individuellen Bedarf abgestimmte Mischung zusammen zu stellen, indem dann noch die Mengenanteile genau berechnet und im richtigen Verhältnis zueinander stehend, abgestimmt werden. Erst dann erhält man die perfekte Mischung und somit ein optimales Mineralfutter. Wenn einfach wahllos Kräuter in nicht passender Mengenberechnung zusammengestellt werden, lässt sich der Mineralstoffbedarf eines Pferdes, Ponys oder Esels nicht durch Kräuter decken. Es gehört daher schon ein bißchen Fachwissen dazu, Kräuter als natürliches Mineralfutter zu füttern, wenn es wirklich passen soll und der Bedarf natürlich gedeckt werden soll!

Hat das alte oder junge Pferd mit gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen zu kämpfen empfiehlt sich die Biofeld-Haaranalyse zur Diagnostik, Ursachenforschung und Therapie im Sinne der Homöopathie für Tiere. Wird bei den Ursachen angesetzt, ist die Voraussetzung gegeben, die Krankheit effektiv zu therapieren!

Gesunde Fohlenaufzucht, Gesunde Fohlenfütterung

Die Anlagen für die Gesundheit des Fohlens, seine Vollkommenheit als lebenstüchtiges und lebendiges Geschöpf werden bestimmt durch Auswahl der Zucht. In den Genen der Eltern liegt die Quintessenz aus Millionen von Jahren Selektion auf diese Lebenstüchtigkeit. Unsere Verantwortung dem neuen Leben gegenüber beginnt bereits bei der wohl zu überlegenden Frage, welche Elterntiere wir für die Zucht auswählen. Zwingende Kriterien, um einem Fohlen das Leben zu schenken, an dem wir unser Leben lang Freude haben, sind gleichermaßen physische wie auch psychische Faktoren. Die Elterntiere und ihre Vorfahren sollten optimalerweise eine einwandfreie physische und psychische Gesundheit mitbringen, um dem Neugeborenen beste Voraussetzungen mit auf den Weg geben zu können. So sollte grundsätzlich mit Elterntieren nicht gezüchtet werden, wenn diese oder ihre Vorfahren erblich bedingte oder auch nur in Verdacht stehende zu vererbende Erkrankungen aufweisen. Haben wir diese erste Hürde einer verantwortungsbewussten Zuchtauswahl genommen, steht der Geburt eines lebenstüchtigen und gesunden Fohlens bei pferdegerechter Haltung und Fütterung der Mutterstute nichts mehr im Wege. Die beste Prophylaxe späterer Erkrankungen unseres Reitpferdes ist nunmehr eine optimale Haltung und Fütterung unseres Fohlens sowie Beachtung der sozialen Bedürfnisse, ein liebevoller, pferdegerechter Umgang sowie eine Erziehung, die dem jeweiligen Alter des Fohlens angemessen ist.
In einer optimalen Haltung unterscheidet sich unser Fohlen in keiner Weise von erwachsenen Pferden, die Bedürfnisse sind die gleichen. Ein Fohlen benötigt wie Pferde aller Altersstufen bis zum Senior Licht, Luft und Bewegung. So kann eine fohlengerechte Haltung ausschließlich in Offenstallhaltung mit weitläufigen Weideflächen ganzjährig und 24 stündig praktiziert werden. Kompromisse kann es hier nicht geben! Die Weideflächen sollten extensiv bewirtschaftet werden, was eine künstliche Düngung (Stickstoff u. a.) ausschließt. Durch naturbelassene Weideflächen und eine Düngung mit kompostiertem Mist erreichen wir kargere Weidebedingungen, die der Steppenvergangenheit unserer Pferde entsprechen sowie geringere Protein- und Energiewerte des Grases, welche sich positiv auf die Pferdegesundheit auswirken. Durch die ständige, langsame und freie Bewegung bei der Futteraufnahme laufen die Stoffwechselvorgänge in den Wachstumsfugen der Fohlen optimal ab. Gewichtszunahme und Skelettwachstum der Fohlen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, Herz, Lunge und Kreislaufsystem werden sich optimal entwickeln, eine gute Durchblutung sorgt für eine gesunde Entwicklung. Wechselnde Temperatur und Wetterbedingungen härten unser Fohlen ab, stärken die Abwehr und das Immunsystem und lassen unser Fohlen kerngesund aufwachsen. Zur extensiven Weidebewirtschaftung gehört neben dem Verzicht auf chemische Dünge- und Unkrautbekämpfungsmittel, den Pestiziden, eine großzügige Bemessung der Weideflächen. Der Bedarf an Weide für ein Fohlen sollte mindestens bei 0,5 Hektar liegen, wenn möglich mehr. Es versteht sich von selbst, dass Weideflächen, erst recht für unbedarfte und unerfahrene Pferdekinder, pferdesicher eingezäunt werden. Zur Auswahl stehen hier Holz, Kunststoff oder Elektrozaun bzw. eine Kombination der verschiedenen Materialien. Können wir unserem Fohlen diese Bedingungen zur gesunden Aufzucht nicht ermöglichen, so sollten wir entweder auf das Pferdekind verzichten oder im Vorfeld eine geeignete Aufzuchtstelle suchen und finden! Ein Problem der heutigen Pferdehaltung stellt meines Erachtens dar, dass uns Pferdehaltern ständig suggeriert wird, ein Fohlen hätte während des Wachstums einen enorm hohen Bedarf an Protein und Mineralstoffen/Spurenelementen. Um diesen Bedarf zu decken, sei es erforderlich, spezielle Futtermittel für Fohlen, wie beispielsweise Fohlenstarter sowie synthetische Mineralstoffergänzungsfuttermittel zu füttern. Meiner Erfahrung nach sind genau diese Empfehlungen die Ursache bzw. Mitursache späterer Erkrankungen unseres ausgewachsenen Pferdes: Natürlich hat ein Pferdekind im Wachstum höhere Ansprüche an die Futtermittelwahl, wie beispielsweise ein Pony im besten Alter. Jedoch wird selbst dieser höhere Bedarf durch eine verantwortungsvolle und somit naturbelassene Fütterung optimal gedeckt, und zwar in der Weise, dass keine Überschüsse an im Übermaß zugeführten Nährstoffen entstehen, welche dann durch den Abbau in den Entgiftungsorganen Leber und Nieren diese stark belasten bzw. überlasten und  schwere Schäden anrichten können. Bei Fohlen und heranwachsenden Pferden und Ponys gilt es ganz besonders, den Mineralstoffhaushalt, Spurenelementhaushalt und Vitaminhaushalt so optimal wie möglich zu gestalten, da heranwachsende Pferde für ein gesundes Knochenwachstum und Wachstum essentiell auf diese angewiesen sind.

Im Fohlenalter legt der Pferdehalter somit den Grundstein eines gesunden Pferdelebens. Eine ganzjährige Weidehaltung unseres heranwachsenden Fohlens, die Fütterung eines natürlichen Mineralfutter für das heranwachsende Pferdekind für einen ausgewogenen Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt sowie zur Deckung von Vitaminen, eine Raufutterfütterung ad libidum, die Fütterung von etwas Saftfutter sowie eines auf den Futterzustand und das Individum abgestimmten natürlichen Pferdemüsli oder Pferdefutter lassen unseren Partner Pferd gesund aufwachsen. So stellen wir eine ausgewogene und optimal zu verstoffwechselnde Ernährung unseres Pferdekindes bis zum Erwachsenwerden sicher. Zwingend zu beachten auch bei Fohlen sind die Verhältnisse Calcium : Phosphor (ca. 2 : 1) sowie Energie : Protein (ca. 1 : 5). Werden in der Fütterung annähernd die optimalen oben genannten Verhältnisse beachtet, so treten denkbar weniger schädliche Wirkungen auf, als beispielsweise bei einem Proteinüberangebot und ungünstigem Energie zu Protein Verhältnis. Leider meinen wir heute ständig, den Pferden allgemein, und erst recht unserem heranwachsenden Pferd zu wenig Nährstoffe bereitzustellen. Hieraus ergibt sich die Problematik, dass viel zu viele Nährstoffe zugeführt werden und statt den gefürchteten Mangelerkrankungen Erkrankungen aus Überschüssen die Regel sind.

Ein weiterer wesentlicher Faktor zur Gesunderhaltung unseres Pferdekindes sind regelmäßige Entwurmungen. Unser Fohlen muss aufgrund des noch nicht voll entwickelten Immunsystems und dem damit einhergehenden stärkeren Wurmbefall sehr viel öfter entwurmt werden wie das erwachsende Pferd. Der Wirkstoff Ivermectin hat sich bei Pferden als gut verträglich und wirksam erwiesen. Zur Gesundheitsvorsorge gehört weiterhin eine fachgerechte Hufpflege und Hufkorrektur.

Last but not least: Sozialkontakte im Optimalfall mit mehreren Fohlen sowie erwachsenen Pferden sollten selbstverständlich sein, ebenso wie eine pferdegerechte und altersentsprechende Erziehung und einem liebevollen Umgang. Ein Fohlen benötigt sehr viel Geduld und Zuwendung, um all dies zu lernen, was ein erwachsenes Pferd bereits beherrscht. Ungeduld und Härte gehören deshalb ebenso wenig zur Fohlenerziehung, wie Inkonsequenz und Unbeherrschtheit! Unser Fohlen muss erst Vertrauen zu seinem Menschen wie überhaupt zu Menschen aufbauen, was vom Menschen Einfühlungsvermögen und Verständnis voraussetzt, statt barscher Worte und Perfektionismus.

Schließlich kommen unsere Kinder auch nicht als Erwachsene zur Welt, oder?

Von mir für den Pferdeanzeiger Mai 2004

Alte Pferde füttern

Die Fütterung von älteren und schwerfuttrigen Pferden ist grundsätzlich keine andere, als die Fütterung von Fohlen, heranwachsenden, erwachsenen Pferden und Ponys oder auch die trächtiger Stuten.

Die Grundbedürfnisse von Pferden und Ponys an eine artgerechte Ernährung sind immer die gleichen; der Mengenbedarf der verschiedenen Nährstoffe eines Pferdes allerdings ein unterschiedlicher.

Der Bedarf setzt sich aus sehr vielen unterschiedlichen Faktoren zusammen, wie beispielsweise Rasse, Alter, Stoffwechsel, Verwertung, Erkrankungen und Arbeitseinsatz. Grundsätzlich sollte bei der Ernährung des Pferdes Wert auf Naturbelassenheit gelegt werden, sowohl, was das Grundfutter wie auch die Ergänzungsfuttermittel betrifft. So haben ältere Pferde und Pferde mit Verwertungsproblemen in der Regel einen höheren Bedarf an vielen Nährstoffen. Dieser erhöhte Bedarf lässt sich mit einer entsprechenden Pferdefütterung sehr gut decken. Meine Empfehlung für ältere und alte Pferde: Heu zur freien Verfügung, Weidegang, wann immer praktizierbar plus ein rein natürliches und optimales Futter sowie geeignete Kräuterergänzungen. Die Verwertung der einzelnen Nährstoffe wird durch diese Fütterung angeregt und speziell auf die altersbedingten nachlassenden Organfunktionen eingegangen. Auch der erhöhte Bedarf des älteren Pferdes wird im Zuge dieser Pferdefütterung für alte Pferde optimal und natürlich gedeckt.

Bezüglich der Menge von Futtermitteln gibt es zwar Tabellen, die nach Bedarfswerten ermittelt wurden, jedoch sind diese in der Praxis lediglich grobe Anhaltspunkte; da individuelle Faktoren nicht berücksichtigt werden können. So gibt es von Natur aus eher leichtfuttrige Rassen, die Extensivrassen, wie beispielsweise Haflinger, Norweger/Fjord, Isländer, Kaltblüter, Tinker und Shettys, welche häufig einen eher niedrigen Futterbedarf haben und manchmal zur Fettleibigkeit neigen. Bei diesen extensiven Rassen steigt der Futterbedarf bei zunehmendem Alter oder Verwertungsproblemen natürlich ebenso wie bei zehrenden Erkrankungen.

Daher sollte man sich statt auf Tabellen und Messwerte hier lieber auf das Auge und die eigene Wahrnehmung verlassen. Bestehen Erkrankungen, wie beispielsweise allergische Reaktionen von Haut und Schleimhaut, so sind diese bei der Fütterung unbedingt zu berücksichtigen. Einige Pferderassen sind Rasse bedingt für verschiedene Probleme disponiert. So leiden Tinker, Friesen und Kaltblüter oft an Mauke und Raspe, Vollblüter und Araber weisen vermehrt Probleme der Muskulatur auf und der Isländer neigt – wie allgemein bekannt – zum Sommerekzem. Grundsätzliche Unterschiede bei der Fütterung bestimmter Pferderassen bestehen generell nicht; jedoch empfehle ich, Rasse bedingten Dispositionen mit entsprechenden Ergänzungsfuttermitteln vorzubeugen. So entwickelte ich aufgrund zahlreicher Praxiserfahrungen meine Ergänzungsfuttermittel. Eine Fütterung mit Kräutermischungen unserer Pferde & Ponys sollte jeweils auf Dispositionen und Individium abgestellt werden, denn auch bei naturbelassenen Futter- und Ergänzungsfuttermitteln sind verschiedene Kräuter und Ergänzungsfuttermittel auf dem Markt, die das Erkrankungsbild verschlimmern können. Bestimmte Inhaltsstoffe stehen nicht nur in Verdacht, verschiedene Erkrankungsbilder zu begünstigen, sondern treffe ich dies in der Praxis auch regelmäßig an. Erkrankungen und Dispositionen zu Erkrankungen müssen sowohl was die Menge als auch die Inhaltsstoffe betrifft bei der Fütterung berücksichtigt werden. Bestehen Erkrankungen, die mit großer Unruhe, Schmerzen oder Verwertungsproblematiken (beispielsweise Durchfall) einhergehen, so kann der Futterbedarf während der Krankheit zunehmen; weil die Verwertung des Futters nachlässt bzw. der Bedarf an Nährstoffen vorübergehend ansteigt.

Artikel von mir für verschiedene Fachzeitschriften

Fohlenfütterung

Alte Pferde gesund und optimal füttern

Alte Pferde haben höhere Ansprüche an die Pferdefütterung als Pferde in jungen und mittleren Jahrgängen. Dies liegt daran, dass die Verwertung mit zunehmendem Alter abnimmt, der Stoffwechsel verlangsamt sich und Nährstoffe können nicht mehr optimal aufgespalten werden. Der alternde Organismus bringt verlangsamte Stoffwechselprozesse mit sich, so dass Verwertung, Aufschließung und Ausnutzung der Nährstoffe schwieriger werden als in jüngeren Jahren. Hinzu kommen oftmals Zahnprobleme, die bereits Probleme bei der Aufspaltung der Nährstoffe im Maul verursachen.

Aus oben genannten Gründen haben alte Pferde einen bedeutend höheren Bedarf an Nährstoffen, obwohl die Pferdefütterung grundsätzlich keine andere ist, als bei jungen Pferden, das Zauberwort heißt grundsätzlich individuell abgestimmt…

Besonderes Augenmerk ist auch darauf zu legen, dass zugeführte Nährstoffe optimal aufschließbar sind und somit auch von alten Pferden verwertet werden können. Ein weiterer Faktor ist eine natürliche Fütterung zu beherzigen, denn nur natürliche Nährstoffe können optimal aufgeschlossen und verwertet werden. So belasten synthetische Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente das alte Pferd unnütz, da die Verwertung künstlicher Stoffe dem Pferdedarm nicht entgegenkommt. Es kann zu Fehlversorgungen, Mangelerscheinungen und Überversorgungen einzelner Stoffe kommen. Diese belasten zusätzlich Nieren und Leber, da die Entgiftungsorgane mit der Ausscheidung und Entgiftung schnell überfordert werden. Die Fütterung sollte insgesamt aber nicht nur naturbelassen, sondern, wie bei anderen Pferden auch, ausgeglichen sein. So schadet ein Zuviel an Protein ebenso und belastet auch die Entgiftungsorgane. Es kommt hier jedoch nicht auf die Menge des zugeführten Proteins, sondern auf das Verhältnis zu Energie an. Falsch wäre, am Futter zu sparen, da Angst vor Überschüssen besteht. Richtig wäre, das Verhältnis zu optimieren zwischen Energie und Protein, ebenso wie zwischen Calcium und Phosphor, wie aber auch weiterer essentieller Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente Fütterung bei alten Pferden:

Diese sollten in natürlicher und somit gut verwertbarer Form zugeführt werden. Hierzu eignen sich meiner Erfahrung nach ausschließlich Kräutermischungen. Kräutermischungen sind einerseits mineralstoffreich, spurenelementreich und vitaminreich; andererseits für Pferde, besonders auch für alte Pferde, optimal verwertbar. Pferde waren vor Domestikation Pflanzenfresser und sind es noch immer. Pelletierte Mineralstofffuttermittel, welche synthetisch hergestellt werden, sind für den Pferdedarm nicht optimal aufschließbar und provozieren hierdurch Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen der einzelnen Stoffe.

Qualitätsmaßstäbe an die Fütterung alter Pferde:

Bei Kräutermischungen als Ergänzungsfuttermittel für Pferde ist auf die Qualität zu achten, was bedingt, dass der Pferdehalter Deutsche Arzneibuch-Qualität füttern sollte, wenn er auf der sicheren Seite bezüglich der Wirksamkeit einer Mischung, der enthaltenen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, andererseits der nicht enthaltenen Toxine und schädlicher Inhaltsstoffe, sein möchte. Kräutermischungen in Arzneibuch Qualität als Ergänzungsfuttermittel sind zwar teurer als Kräutermischungen ohne geprüften Qualitätsstandard, jedoch zahlt sich der Preis alle Male aus. Die Bezeichnung aus kontrolliert biologischem Anbau besagt erst einmal nichts über geprüfte Qualität, sondern lediglich, dass die Kräuter aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Qualitätsmerkmal ist lediglich der kontrolliert biologische Anbau, welcher keine Aussage über enthaltene Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine trifft. Auch ein Prüfprotokoll existiert bei kontrolliert biologischem Anbau in der Regel nicht.

Welche Kräuter für alte Pferde?

Immens wichtig ist zudem, welche Kräuter als natürliche Mineralstoffquelle gefüttert werden. Hier werden die meisten Fehler begangen aus verschiedenem Grund. Einerseits sind nicht alle Kräuter für den pferdischen Organismus ungiftig, selbst einige nicht, die auf dem bereits unüberschaubaren Markt angeboten werden. Auch wenn bestimmte Kräuter für Menschen ungiftig sind, sind diese es noch lange nicht für Pferde.

Andererseits eignen sich nicht alle Kräuter zur dauernden Fütterung, weil ggf. bei Dauerfütterung Schäden und Nebenwirkungen auftreten können.

Kräuterkauf für Pferde ist daher Vertrauenssache und sollte unbedingt auch so verstanden werden. Nicht jeder Anbieter ist auf diesem Gebiet ein Fachmann, daher sollte ein Kauf gut bedacht und hinterfragt werden, auch, was die Ausbildung des Anbieters betrifft, die darüber Auskunft gibt, ob Fachkenntnisse vorhanden sind oder nicht.

Die Fütterung alter Pferde abgestimmt auf Erkrankungen alter Pferde:

Alte Pferde leiden, wie alte Menschen auch, unter verschiedenen Alterserkrankungen und Alterserscheinungen. Besonders betroffen ist bei Pferden der Bewegungsapparat, die Herz und Kreislauffunktion, die Atemwege und der Darm, sprich die Verwertung der zugeführten Nährstoffe.

Eine Mineralstoffversorgung mit Kräutern bietet den Vorteil, dass Erkrankungen berücksichtigt werden können. So kann eine Mischung beispielsweise eine positive Wirkung auf den Bewegungsapparat, die Atemwege, den Darm und, oder der Herz Kreislauffunktion ausüben und dient gleichzeitig als natürliche Mineralstoffquelle, da Kräuter Mineralien & Co. natürlich enthalten. Somit kann der Pferdehalter seinem alten Pferd in doppelter Hinsicht Gutes angedeihen lassen mit nur einem Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern.  Bestehen verschiedene Erkrankungen, können jedoch auch verschiedene problembezogene Kräutermischungen gleichzeitig eingesetzt werden, sofern die Fütterung mehrerer Kräutermischungen parallel vom Hersteller bedacht wurde, damit keine Unverträglichkeiten und sich aufhebende Wirkungen auftreten.

Hochwertige qualitative Öle in der Fütterung alter Pferde:

Um dem alten Pferd gesunde Energie zusätzlich zur Verfügung zu stellen, eignen sich besonders gut hochwertige Öle, die kaltgepresst und möglichst der Deutschen Arzneibuch-Qualität entsprechen sollten. So liefern hochwertige und qualitative Schwarzkümmelöle und Nachtkerzenöle beispielsweise hohe Anteile an den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure, auch bekannt als Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Körper diese lebenswichtigen Fettsäuren in entzündungshemmende Gewebshormone umwandelt. Diese entzündungshemmenden Gewebshormone verringern die Ausschüttung von Histaminen. Histamine sind Stoffe, welche im Körper allergische Reaktionen, beispielsweise der Haut, Sommerekzem, Allergien, oder der Atemwegsorgane, Bronchitis, Husten, Asthma, hervorrufen können. Bei einer allergischen Reaktion wird körpereigenes Histamin freigesetzt. Jedoch nicht ausschließlich bei allergischen Reaktionen, sondern auch zur Unterstützung des Fellwechsels, bei Haarausfall oder Immunproblemen ist der Einsatz von hochwertigem Nachtkerzen-, Schwarzkümmel- oder der Mischung beider Öle empfehlenswert. Auch die durch hochwertige Öle zusätzliche Energie im Futter ist bei alten und schwerfuttrigen Pferden von großem Vorteil.

Kraftfutterfütterung alter Pferde:

Das Kraftfutter für alte Pferde sollte gut verwertbar und natürlichen Ursprungs sein. Mehrere Kraftfutterarten sollten gleichzeitig in der Fütterung eingesetzt werden mit verschiedenen Protein und Energiegehalten, damit die Fütterung ausgewogen ist. Mit einem einzigen Kraftfutter bzw. einer Getreideart ist dies mit zunehmender Menge schwierig, weil zum Ausgleich beispielsweise extrem viel Heu gefüttert werden müsste, was alte Pferde häufig nicht in ausreichender Menge anhand ihrer Kauprobleme aufnehmen können. Allgemeine Empfehlungen passender Kraftfuttermittel wären hier jedoch fehl am Platze, da bei einer Empfehlung zwingend das individuelle Pferd berücksichtigt werden muss. So orientiert sich eine optimale und gesundheitsfördernde Fütterung generell an ggf. vorhandenen Erkrankungen, Haltungsform, Arbeitseinsatz und individuellen Dispositionen.

Die Fütterung alter Pferde sollte auf drei bis vier Tagesrationen aufgeteilt werden, denn kleinere Rationen sind für alte Pferde besser verdaulich, als große Mengen in einer Ration.

Raufutter:

Bleibt auch bei alten Pferden das wichtigste Futter schlechthin und sichert ihre Grundversorgung. Alten Pferden sollte rund um die Uhr frisches Heu und qualitatives Futterstroh zur Verfügung stehen, damit sie sich frei bedienen können. Probleme gibt es oftmals, da nicht mehr genug Heu gefressen wird, weil gerade die Raufutteraufnahme für alte Pferde anhand von Zahnproblemen beschwerlich werden kann. In diesen Fällen muss dann nach Alternativen gesucht werden, welche ausreichend Rohfaser enthalten müssen und anhand ihrer Struktur gut gefressen und verdaut werden können.

Artikel von mir für den Pferdeanzeiger 2009

Fütterung alter Pferde

Fütterung alter Pferde-Fohlenfütterung

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