Hufrehe erkennen, Hufrehe Symptome

Hufrehe Symptome, Hufrehe erkennen

Die Symptome bei Hufrehe sind ganz deutlich erkennbar und klar von anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates abgrenzbar. Die Symptome erkennt man sozusagen auf den ersten Blick, so untrüglich sind die Anzeichen und Symptome eines akuten Hufreheschubes. Das Pferd geht klamm und stocksteif, sehr fühlig, hat Wendungsschmerz, kann sehr schlecht über harten Boden und unebenen Boden gehen, der Gesichtsausdruck ist schmerzverzerrt, die Atmung schneller, der Puls schneller (durch die Schmerzen), manchmal tritt sogar zusätzlich Fieber auf. Die Symptome treten von leicht über mittel bis sehr schwer auf. Nicht alle Pferde, auch nicht bei einem sehr massiven Hufreheschub, stehen in der sogenannten “Rehbock-Stellung”, diese ist daher kein untrügliches Anzeichen für eine Hufrehe oder besser gesagt kein übliches Anzeichen der Hufrehe, obwohl man sie bisweilen natürlich sieht. Die Hufrehe zeichnet qualvoller Schmerz aus, viele Pferde können überhaupt kaum noch gehen, viele Pferde liegen und wollen nicht mehr aufstehen, jeder Schritt wird zur Qual. Bei den genannten Symptomen sind jedoch ganz verschiedene Ausprägungen zu erkennen, so zeigt der leichte Hufreheschub lediglich ein vorsichtiges und fühliges Gehen und leichten Wendungsschmerz, das Pferd kann sich nicht mehr gut drehen, man bemerkt, dass es hierbei Probleme hat. Der mittlere Hufreheschub zeigt bereits ein sehr vorsichtiges Gehen, auf hartem und/oder steinigem Boden möchte sich das Pferd möglichst gar nicht mehr vorwärts bewegen, geht sehr langsam, vorsichtig und man erkennt unmissverständlich, dass das Pferd Schmerzen beim gehen hat. Wenn möglich steht das betroffene Pferd und bewegt sich nur dann vorwärts, wenn es muss. Der massive Hufreheschub hingegen zeigt sich, indem das Pferd sehr lange Zeit liegt, kaum oder gar nicht mehr aufstehen mag und kaum einen Schritt vor den anderen setzen kann, dieses Pferd bewegt sich überhaupt nicht mehr vorwärts und wenn es wenige Schritte geht ist das Gesicht schmerzverzerrt, oft stöhnt das Pferd regelrecht vor Schmerz. Die Ausprägungen eines Hufreheschubes können demnach ganz verschieden sein, je nachdem, wie massiv der Hufreheschub ist.

Es ist übrigens ein Irrglaube, dass das Pferd im akuten Hufreheschub “auf Zange” reagiert, drückt man mit der Hufzange den Huf ab, reagieren Pferde im akuten Hufreheschub kaum. Dies könnte daran liegen, dass der Huf dermaßen schmerzt, dass der Zangendruck überhaupt nicht mehr ins Gewicht fällt, also keinen zusätzlichen Schmerz mehr verursacht. Der Druck mit der Zange, wie er sehr häufig als Diagnostik betreffend einer Hufrehe vorgenommen wird, ist daher unbedeutend und macht meist nicht wirklich Sinn, wenn es um das Erkennen einer Hufrehe geht!

Bei einem akuten Hufrehe Schub kommt es zu Allgemeinstörungen und sehr schmerzhaften Veränderungen im Bereich der betroffenen Hufabschnitte.

Symptomatisch bei Hufrehe sind weiterhin hoher Blutdruck, Gerinnungsstörungen, Fieber, Herz- und Kreislaufstörungen.

Im Vordergrund bei Hufrehe steht eine Durchblutungsstörung der Huflederhaut, welche sich aus zwei verschiedenen Mechanismen zusammensetzt: Zum einen besteht bei Hufrehe eine Gerinnungsstörung und eine Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes.

Zum anderen besteht bei Hufrehe eine Schädigung der Gefäße selbst. Eine Trennung ist nicht möglich, da sich beide Mechanismen bei Hufrehe gegenseitig bedingen. Unklar ist, ob die Allgemeinstörungen durch die Hufrehe Erkrankung entstehen oder erst zu den Veränderungen am Huf, also der Hufrehe, führen.

Der hohe Blutdruck bei Hufrehe wird mitverantwortlich gemacht für das Geschehen im Huf, da längerfristig erhöhter Blutdruck die Wände der kleinen Gefäße vorschädigt und so der Hufrehe Erkrankung “Tür und Tor” öffnet, könnte jedoch auch erst durch die Schmerzen bei Hufrehe bedingt während der Erkrankung entstehen. Eine Blutgerinnungsstörung führt sicher mit zur Hufrehe Erkrankung und ist vor den makroskopisch sichtbaren Veränderungen der Hufrehe vorhanden, da bewiesen ist, dass Heparin als blutgerinnungshemmendes Mittel die Entstehung der Hufrehe verhindern kann.

Im Blut eines an Hufrehe erkrankten Pferdes wird ein Absinken von Thrombozyten (Gerinnungszellen) wenige Stunden nach Ausbruch der Hufrehe Erkrankung festgestellt werden. Blutgerinnungsstörungen werden von einigen Geschlechtshormonen, Stresshormonen und Korticoiden hervorgerufen sowie auch weiter verschlimmert.

Die Literatur bei Hufrehe beschreibt eine Minderdurchblutung im Kapillarbett, eine Ischämie. Im scheinbaren Widerspruch hierzu steht die deutlich vermehrte Blutfülle in den Hauptgefäßen der Zehe bei Hufrehe.

Die Aktivierung von Shunts (Querverbindungen zwischen Arteriolen und Venolen, die das Blut am Kapillarbett vorbei umleiten) erklärt diesen Widerspruch. Nicht eindeutig nachgewiesen ist, ob Shunts von Endotoxinen oder körpereigenen Hormonen aktiviert werden, wenn das Kapillarbett geschädigt ist. Diskutiert wird auch erst das Abklemmen der Venolen, wodurch das Kapillarbett einmal voll Blut laufen würde, bevor dann nichts mehr geht (Hämorrhagie).

Die Durchblutung im Kapillarbett kommt jedenfalls zum Erliegen. Mehr oder weniger Blutflüssigkeit tritt bei Hufrehe ins Gewebe aus und es entsteht ein Ödem. Zum Teil verlassen auch feste Blutzellen das Gefäßbett bei Hufrehe und es entsteht eine Blutung. Es entsteht ein sehr starker Druck im Huf bei Hufrehe. Die austretende Flüssigkeit erzeugt im Huf, der ja durch die feste Hornkapsel nicht dehnbar ist, einen massiven Druckschmerz. Dieser Druck verengt die kleinen Gefäße, in denen die Durchblutung nicht mehr funktioniert, weiter.

Erliegt die Durchblutung bei Hufrehe vollständig, stirbt das Gewebe ab, es entsteht eine Nekrose. Das Pferd schuht aus (Verlust durch vollständige Lösung/Zusammenhangstrennung der Hornkapsel).

Geht man nach der allgemeinen Lehrmeinung, ist übrigens so gut wie jede Hufrehe chronisch, denn chronisch wird mit der Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung verknüpft (also sobald Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung diagnostiziert werden redet die Literatur von chronisch) und diese wird meist im Zuge des Röntgens bei Hufrehe diagnostiziert. Hufbeinsenkung und Hufbeinrotation treten aber auch unabhängig von der Hufrehe auf, von daher macht diese Klassifizierung eigentlich keinen wirklichen Sinn.

Warum erkranken Pferde an Hufrehe?

Täglich erreichen mich viele Anrufe von Pferdemenschen, deren Pferde an einem akuten Hufrehe Schub erkrankt sind. Die Pferdemenschen fragen, wie sie Hufrehe erkennen und wie die Hufrehe Symptome sich äußern, da sie oftmals sehr verunsichert sind, ob es sich um eine Hufrehe handelt, weil beispielsweise der Tierarzt etwas ganz anderes diagnostiziert hat. Aber nicht nur das Hufrehe erkennen und die Hufrehe Symptome werden nachgefragt, insbesondere stellen sich auch die Fragen nach dem WARUM? Grassiert in vielen Köpfen doch immer noch das Vorurteil, dass Hufrehe nur bei zu fetten Ponys und zu fetter Weide oder nach der Plünderung der Hafertonne auftritt. Nein, dem ist nicht so, es erkranken Pferde und Ponys aller Rassen, jeden Futterzustands, jeden Alters und auch bei jeder Fütterung!

Und auch während aller Jahreszeiten!

Es erkranken auch nicht überwiegend zu dicke Ponys an Hufrehe, welche auf fetter Weide gehalten werden bzw. die Hafertonne geplündert haben. Es erkranken ebenso viele Pferde in normalem Futterzustand an Hufrehe, wie in zu gutem Futterzustand oder auch nicht selten magere, zu dünne Pferde und Ponys an Hufrehe.

Es gibt ebenso wenig bestimmte Rassen und Altersgruppen, die meine Hufrehe Patienten ausmachen. Es erkranken Pferde aller Rassen und Altersgruppen an Hufrehe, mein jüngster Hufrehekandidat war 6 Monate, der älteste 35 und bei ihm trat die Hufrehe im 35. Lebensjahr erstmalig auf.

Aus meiner Erfahrung mit Hufrehe kann ich nicht sagen, dass es besonders viele Extensivrassen, wie Haflinger, Tinker, Isländer, Norweger und Shettys sind, es sind ebenso viele Voll- und Warmblüter und auch Kaltblüter von Hufrehe betroffen.

Interessant ist auch, dass sehr viele Pferde immer wieder an Hufrehe erkranken, welche überhaupt keinen Weidegang genießen sowie auch keinerlei Gras, Getreide, Kohlehydrate, Zucker etc. zu fressen bekommen und auf strengste Diät gesetzt sind, dies meist seit etlichen Jahren!

Auch Pferde, die ausschließlich mit Heu und Stroh gefüttert werden ohne jegliche Kraftfutterzugabe bzw. Mineralfutterzugabe erkranken an Hufrehe (aber natürlich auch die mit Mineralfutter..). Es erkranken jedoch auch Pferde an Hufrehe, die 24-Stunden Weidegang haben, stundenweise auf der Weide stehen, ebenso wie Pferde an Hufrehe erkranken, die 24-Stunden Stallhaltung bzw. nächtliche Stallhaltung und tagsüber Paddockhaltung erleben.

Fakt ist, es erkranken Pferde aller Rassen und Altersgruppen bei unterschiedlichster Fütterung und Haltung an Hufrehe!

Über die Fütterung lässt sich keine grundsätzliche Ursache für eine Hufrehe Erkrankung bzw. einen akuten Hufrehe Schub ausmachen, bedenkt man, dass sämtliche Fütterungs- und Haltungsformen vertreten sind und die Anteile der verschiedenen Gruppen der Hufrehe relativ gleich hoch sind.

Zu meinen Hufrehe Patienten zählen weder besonders viele Pferde, die barfuss gehen, noch besonders viele, die beschlagen sind, diese halten sich ungefähr die Waage. Eines haben jedoch viele Pferde gemeinsam: Eine schlechte Hufsituation!

Hier einmal ein Zitat aus meiner Anfangszeit:

Auffallend ist jedoch, dass im Vorfeld der Hufrehe Erkrankung oft eine Hufkorrektur stattfand. Hieraus könnte man den Schluss ziehen, dass eine lokale Bearbeitung in Bezug auf eine Hufrehe-Erkrankung eine größere Rolle spielt. Jedoch kann man die Bedeutung nicht vorzugsweise in mangelnder Hufbearbeitung und Korrektur ansiedeln, sondern in zu massiver, d. h. in einem zu großen Eingriff in die natürlichen Hufmechanismen. Obwohl mangelnde Hufpflege ebenso gut ein ausschlaggebender Grund für Hufrehe sein kann.

Also ganz dumm war ich damals schon nicht, das freut mich, dass ich zumindest schon einmal eine Ahnung hatte: Heute würde ich jedoch anders formulieren:

Da sich keinerlei Besonderheiten oder besondere Umstände in Fütterung und Haltung der Hufrehekandidaten ausmachen lassen, gehe ich davon aus, dass viele akute Hufreheschübe aufgrund einer nicht optimalen, ja, manchmal sogar desolaten Hufsituation auftreten. Diese wird in der Regel weder vom Pferdebesitzer, noch vom Hufschmied/Hufpfleger/Huforthopäden erkannt und aus diesen Gründen auch nicht behoben. Wenn dann das “Fass” überläuft, dies passiert häufig erst nach Jahren falscher Hufbearbeitung/falschen Hufbeschlages, kann jedoch auch aufgrund einmaliger falscher Hufbearbeitung der Fall sein (beides ungefähr gleich häufig), kommt es zur Entzündung und somit zu einem akuten Hufreheschub. Oftmals kommen weitere negative Faktoren zusätzlich zum Tragen, beispielsweise Umwelteinflüsse, falsches Managment, nicht optimale Fütterung, Toxine, Übergewicht, Mineralstoffmangel oder Überschuss usw.

Sämtliche Hufrehe Arten und auch die etwas abgeschwächte Diagnose Huflederhautentzündung, gleich, ob es sich um eine Belastungsrehe, Futterrehe, Geburtsrehe, Vergiftungsrehe oder eine in sich verschiebende Reheart handelt, werden wie folgt therapiert: Schmerzmittel/Entzündungshemmer/Blutverdünner und unterschiedlichste lokale Maßnahmen je nach Auffassung Trachten hoch oder runter, Gips, verschiedenste Arten von orthopädischen Beschlägen Eisen bzw. Kunststoff in unterschiedlichsten Varianten.

Weder Fruktane und andere Zuckerarten, noch ein Stärke-, Protein-, Energie- oder anderer Nährstoffüberschuss können eine wirklich ausschlaggebende Ursache für die meisten Hufrehe Schübe sein, vorausgesetzt, es werden keine überdimensionalen Massen zugeführt, was selten in der Praxis der Fall ist. Auch EMS und ECS sind keine alltäglichen Erklärungen für die so zahlreichen Hufrehefälle.

Die Gründe, warum ein Pferd an Hufrehe erkrankt, bleiben – zumindest oberflächlich gesehen – im Verborgenem. Hufrehe hat jedoch sehr viele verschiedene Auslöser und Ursachen und ich denke, dass zwingend bei der Ursachenforschung angesetzt werden muss, um a) den Hufreheschub zu regulieren und b) das betroffene Pferd vor weiteren Hufreheschüben zu schützen. Ohne Ursachenforschung ist die Therapie lediglich symptomatisch und wird langfristig nicht vor weiteren Hufreheschüben schützen, sofern man den aktuellen Hufreheschub mit dem Schema F überhaupt in den Griff bekommt, was leider oftmals nicht der Fall ist. Sehr viele Pferde werden wegen Hufrehe eingeschläfert, da die Therapie überhaupt nicht greift und der Zustand des Pferdes sich zusehendst verschlechtert. Ist dies der Fall, sollte der Pferdebesitzer keineswegs zögern, schnellstmöglich, sprich umgehend andere Wege zu gehen und Ursachenforschung zu betreiben, damit die Ursachen angegangen werden können.

Meine ganzheitliche Therapie der Hufrehe

Meine Behandlung bei Hufrehe ist eine homöopathische Therapie, die individuell aufgrund der Biofeld-Haaranalyse von mir ausgearbeitet wird. Im Zuge der Haaranalyse forsche ich nach den Ursachen der Hufrehe, damit diese therapiert werden können und arbeite im gleichen Verfahren eine ganzheitliche und Ursachen bezogene Therapie und Fütterung aus. Denn: nur wer die Ursachen kennt, kann sie auch beheben und die Therapie auf die individuelle Ursache abstimmen. Es gibt so zahlreiche Ursachen für Hufrehe, dass es sich lohnt, Ursachenforschung zu betreiben und eben nicht allein nach dem Schema F vorzugehen, was leider oftmals versagt!

Da bei Hufrehe jedoch jeder Tag zählt, muss schnell gehandelt werden. Im Wege der Komplementärhomöopathie kann der Pferdehalter sein betroffenes Pferd daher schnellstmöglich mit Nehls Vet Komplex Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 7 und Nr. 9 unterstützen. Die Globuli können selbstverständlich parallel zu allen veterinärmedizinischen Therapien und lokalen Maßnahmen eingesetzt werden.

Fakt ist, dass die Therapie der Hufrehe erst einmal schnellstmöglich und grundsätzlich, gleich, worin Auslöser und Ursachen liegen, innerlich erfolgen muss, bevor lokal Optimierungen der Hufsituation durchführbar sind. Sehr gute Erfahrungen bestehen im Tierheilkundezentrum mit der naturheilkundlichen Therapie der akuten Hufrehe. Meinem Verständnis nach ist eine naturheilkundliche Hufrehebehandlung sehr effektiv und sehr erfolgreich und eine echte Chance für jedes von Hufrehe betroffene Pferd. Ich bin immer wieder selbst überrascht, wie tiefgreifend und schnell die Wirkung eintritt und bin wirklich 100 % überzeugt von den vielen erfolgreichen Therapien, wie sie ja auch unter meinen Erfahrungsberichten nachlesbar sind. Bei der naturheilkundlichen Therapie der Hufrehe spielt es übrigens keinerlei Rolle, ob es sich um eine mechanisch oder innerlich ausgelöste Hufrehe handelt, beide Formen sind gleich gut therapierbar und die Chancen für ein wieder voll belastbares und gesundes Pferd stehen ebenfalls gleich gut. Dies stelle ich im Rahmen meiner naturheilkundlichen Therapien mittels Biofeld-Haaranalyse immer wieder fest und dies bestätigt sich täglich auch aufs Neue.

Eine naturheilkundliche Therapie kann parallel zur veterinärmedizinischen Therapie erfolgen, das eine schließt das andere keineswegs aus. Bei einer so multifaktoriellen Erkrankung wie der Hufrehe sollte man möglichst schnell mehrgleisig fahren, um wie gesagt auch die Ursachen zu behandeln und nicht nur die Symptome anzugehen.

Nur ein konsequent ganzheitliches Vorgehen kann sich dauerhaft bei Hufrehe bewähren, denn unser Pferd muss dauerhaft in die Lage versetzt werden gesund zu bleiben!

Die ganzheitliche Therapie schließt selbstverständlich nicht die tierärztliche Therapie aus, will sagen, es macht durchaus Sinn, wenn der Tierarzt vor Ort therapiert und die ganzheitliche Therapie parallel zur tierärztlichen Therapie umgesetzt wird. Beide Therapien sind gut miteinander kombinierbar und sollten somit auch von Anfang an kombiniert werden. Es macht mehr Sinn, gleich ganzheitlich und tierärztlich zu therapieren, als erst die Therapie vor Ort durch den TA durchführen zu lassen und wenn dieser nicht mehr weiter weiß und zum einschläfern rät, die ganzheitliche Therapie in Erwägung zu ziehen. Leider ist dies die Praxis und für mich nicht wirklich schön, denn immer der letzte Strohhalm zu sein macht nicht wirklich Spaß. Schöner wäre es tatsächlich, gleich sowohl die tierärztliche Therapie und die homöopathische Therapie miteinander zu verbinden und ganzheitlich vorzugehen, so gelingt es meist sehr schnell, wieder ein Hufrehe freies Pferd zu haben und dem Pferd viel Schmerzen und Leid zu ersparen.

Was mich mittlerweile sehr verwundert ist das Hufrehe Verhalten der Menschen. Hufrehe ist immer ein Notfall und grundsätzlich eine lebensbedrohende Erkrankung, sehr viele Pferde überleben ihre Hufrehe nicht, dies scheint entweder nicht wirklich bewust zu sein oder es ist durchaus eine gewisse Gleichgültigkeit eingetreten. Immer häufiger ist mein Eindruck, dass es in erster Linie darum geht, so wenig Geld wie möglich auszugeben und nicht mehr darum, dem Pferd bestmöglich und schnellstmöglich zu helfen. Rege ich beispielsweise im Beratungsgespräch an, das Pferd dringend röntgen zu lassen, damit der Hufschmied/Hufpfleger die Hufe bestmöglich korrigieren kann und durch das Röntgenbild genau weiß, inwieweit er korrigieren kann, ohne das Hufbein freizulegen, höre ich am anderen Ende des Telefons nur, das ist aber teuer! Klar kostet ein krankes Pferd Geld, manchmal auch viel Geld, aber das sollte das geliebte Pferd doch bitte wert sein. Wer nicht bereit ist Geld für sein krankes Pferd auszugeben, der sollte sich definitiv kein Pferd anschaffen. Ich bin schon der Meinung, dass Derjenige, der ein Pferd hat, auch das nötige Geld haben muss, wenn das Pferd krank ist, erst recht, wenn es eine lebensbedrohliche Erkrankung wie Hufrehe hat. Da höre ich beispiellsweise Sätze wie “Mein Herzenspony hat Hufrehe, ich kann schon nicht mehr schlafen, weine nur noch”, ich erkläre, was zu tun ist, um dem Herzenspony zu helfen und höre dann Sätze wie “das muss ich aber erst mit meinem Mann besprechen, wir fahren nächste Woche in den Urlaub, das kostet ja viel Geld und das vor dem Urlaub, das geht wohl nicht”… Da frage ich mich: ist das noch normal? Nein, für mich tatsächlich nicht. Wie kann ich überhaupt an Urlaub denken, geschweige denn in Urlaub fahren, wenn mein Pony so krank ist, dass es überwiegend liegt, dass es vor Schmerzen stöhnt und nicht mehr einen Schritt vor den anderen setzen kann? Das sind keine Einzelbeispiele, nein: Genau das ist heute die Regel! Selten ist ein Pferdebesitzer bereit, wirklich alles zu tun, seinem Hufrehe Pferd eine echte Chance zu geben, wieder gesund zu werden und alle Kosten, die anfallen, ohne Abwägung Urlaub/Handy/Tablett/Kreuzfahrt usw. zu tragen! Das ist sehr sehr traurig und nicht gerade eine Motivation, immer nett zu bleiben, manchmal möchte ich tatsächlich nicht mehr nett bleiben bei so wenig echter Pferdeliebe!

 

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