Pferdefutterberatung…

Zugegeben, ohne fundiertes Hintergrundwissen verwirrt die Werbung der zahlreichen Anbieter den Pferdehalter mehr, als dass diese eine aufklärende Wirkung hat.

Wer kennt sich noch aus im Dschungel des unüberblickbaren Futtermittelmarktes betreffend die optimale Pferdefütterung? In früheren Zeiten bestand die Pferdefütterung aus Heu, Stroh und Hafer und niemand machte sich Gedanken um zahlreiche Zusatzpülverchen, Mineralfutter, Pferdefutter, Pferdemüsli, Pellets, Zusatzfutter, Vitamine und Öle.

Heute hat sich das Bild der Pferdefütterung extrem gewandelt:

Der Futtermittelmarkt boomt und das Angebot in der Pferdefütterung ist nicht mehr überschaubar, erst recht kann der Pferdehalter ohne detailliertes Hintergrundwissen kaum noch überblicken, welche Fütterung die Richtige für das individuelle Pferd darstellt. Ratschläge, Tipps und Tricks in der Pferdefütterung hagelt es von jeder Seite, gleich ob Zeitschrift, Internet, Forum, Pferdeleute oder Fütterungsberatung.

Am Ende bleibt meist mehr Verwirrung zum Thema Pferdefütterung als vor Beschäftigung mit einer optimalen Fütterung für den Pferdehalter übrig und der Durchblick im Futtermitteldschungel bleibt eine Wunschvorstellung.

Es gibt kaum ein Telefongespräch, indem nicht die Frage der Pferdehalter an mich herangetragen wird, wie denn nun die richtige Fütterung für das individuelle Pferd oder allgemein eine angemessene Pferdefütterung in der Praxis aussieht.

Um eine verantwortungsbewusste Pferdefutterberatung durchführen zu können, benötigt es vieler Hintergrundinformationen, denn kein Faktor ist für ein Pferdeleben so entscheidend, wie eine optimale Fütterung des Pferdes. Die Pferdefütterung entscheidet kurz- oder langfristig generell über Gesundheit oder Krankheit.

Allerdings hat eine individuell wirklich gute Pferdefütterung nichts mit Futterbedarfstabellen, Berechnen von Nährwerten und dem minutiösen Planen des Pferdefutters zu tun. Vielmehr ist “das Auge des Herrn”, Erfahrung, Pferdeverstand und allgemeine Krankheits- und Fütterungskenntnisse gefragt, um ein Pferd richtig und gesund zu füttern. Diese richtige Fütterung sehen wir dem Pferd nach wenigen Wochen deutlich an und wissen auch ohne minutiöse Planung, dass wir auf dem richtigen Pfad der Pferdefütterung wandern.

Ich bin keineswegs ein Freund davon, die Fütterung genau zu berechnen, weil dies meiner Ansicht nach überhaupt nicht funktionieren kann, denn unsere Werte rund um die Pferdefütterung wurden allesamt und irgendwie geschätzt, irgendwie heißt, dass beispielsweise nur 6 Pferde einer bestimmten Rasse Studienpferde waren, um beispielsweise die Normwerte für Zink, Selen, Eisen, Kupfer oder ähnliche bei Pferden – dies dann natürlich allgemein und auf sämtliche Rassen bezogen – zu bestimmen. Dass dies nicht funktionieren kann, liegt auf der Hand und bedarf keiner näheren Erläuterung, denn ein Vollblut ist nun mal kein Kaltblut, kein Esel und auch kein Shetty. Was die Bedarfsberechnung aufgrund Futtermittelbedarfstabelle nach Arbeitsleistung und Gewicht betrifft, halte ich ebenso wenig davon, da jedes Pferd einen eigenen Stoffwechsel und somit einen ganz eigenen Grundumsatz hat, der sich nicht nach Futterbedarfstabelle berechnen lässt (da viel zu allgemein..).

Mein Konzept einer pferdegerechten Fütterung ist keine Profession und auch keine Berufung, eigentlich ist es ganz einfach. Ich benötige einige Hintergrundinformationen zu Ihrem Pferd und schon kann es losgehen. Denn eine Pferdefütterungsberatung sollte jeweils auf das Individuum Pferd abgestimmt werden. Selbstverständlich berate ich Sie kostenlos, denn: was gibt es Schöneres, als ein glückliches gesundes Pferd und einen zufriedenen Pferdebesitzer?

Bei der Pferdefutter Beratung sollte man sich auch gut aufgehoben fühlen…

Unfreiwillige Marktforschung und wie Sissi ihre Hufrehe doch noch überwand

Eines Morgens, mitten im Winter 2012, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen, als ich morgens zum Füttern unseren Offenstall betrat. Sissi, meine 13-jährige Haflingerstute stand in typischer Hufrehe-Sägebockstellung im Stall und bewegte sich keinen cm mehr! Nach 20 Jahren Pferdehaltung hatte ich nun den ersten Hufrehe-Fall im eigenen Stall!
Sofort eilte ich ins Haus und benachrichtigte den Tierarzt, der ca. 1 Stunde später eintraf. Dieser bestätigte sofort meinen Verdacht, dass es sich um eine starke Hufrehe handelte. Der Tierarzt versorgte Sissi mit Schmerzmitteln und Blutverdünner und gab mir den Tipp, Sissi weich mit dicker Sägespäneschicht eingestreut erst einmal in die Box zu sperren, da der Boden tief gefroren und die Offenstallhaltung aufgrund der Schmerzen für Sissi zur Zeit nicht geeignet sei. Er sagte, dass wir nun alles für Sissi getan hätten und man abwarten müsse, wie sich die Hufrehe in den nächsten Tagen entwickelt. Auf meine Frage nach seiner Prognose: “manchmal heilt eine Hufrehe in wenigen Wochen aus, manchmal wird die Situation aber auch kurzfristig dramatisch und die Schmerzen unerträglich”. Er wolle am nächsten Tag wieder vorbei schauen und dann entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Die Entscheidung über orthopädische Beschläge und weiterer Hufbearbeitung wolle er auch erst in den nächsten Tagen treffen, da er Sissis Zustand abwarten wolle und man erst einmal die Barhufsituation so belassen solle.
Sogleich fuhr ich los und organisierte erst einmal Späne für Sissis neue Box. Nachdem ich die Box dann dick eingestreut und Sissi vorsichtig hineingeführt habe (die Arme konnte kaum laufen), ihr noch ein wenig Heu vorgelegt hatte und mich entschied, sie nun erst einmal ruhen zu lassen, ging ich ins Haus und versuchte, im Internet über diese schlimme Krankheit, Hufrehe, mit der ich nun erstmals konfrontiert wurde, Näheres in Erfahrung zu bringen.
Interesssant erschien mir, Sissi mit der Fütterung bei ihrer Hufrehe zu unterstützen. Das entsprechende Angebot im Internet war enorm groß. Ich entschloss mich, mir näherere Informationen bezüglich einer entsprechenden Hufrehe Fütterung telefonisch einzuholen und konnte hierbei so einiges erleben:
Als erstes kontaktierte ich einen Anbieter, der mir durch plakative Werbemaßnahmen bei meiner Recherche ständig vor den Bildschirm flimmerte. Am Telefon, so konnte man meinen, eine Dame vom Callcenter, freundlich, aber kühl und unemotional hörte sie sich den Fall von Sissi an. Meine Fragen überhörte sie geflissentlich und stellte im Gegenzug ihrerseits Fragen, um mir immer wieder eine bestimmte Kräutermischung, die es auch in Pelletform gab, anzupreisen. Nein, hier fühlte ich mich keineswegs gut aufgehoben und beraten und beendete das Gespräch kurzfristig, nachdem sie mich dann an eine “Expertin” auf dem Gebiet verweisen wollte, die ich meinerseits dann zusätzlich kontaktieren sollte. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, ich wollte Erklärungen, Erläuterungen und fachliche Auskunft, keine kühle freundliche Abservierung!
Weiter ging es mit dem nächsten Anbieter spezieller Ergänzungsfuttermittel bei Hufrehe. Die Dame am anderen Ende der Leitung war äußerst nett und freundlich, erzählte mir jedoch vornehmlich, nachdem sie sich Sissis Geschichte interessiert anhörte, dass Sissi keinesfalls auf die Weide dürfe, da Gras “Gift” wäre. Also, zum einen ist tiefster Winter, der Boden knüppelhart gefroren, so, dass kein Grashalm zu erhaschen wäre, zum anderen erklärte ich ihr ausführlich, dass Sissi kaum einen Schritt laufen könne und vom Tierarzt Boxenruhe verordnet wurde. Hört die Dame denn gar nicht zu und manikürt sich eventuell noch Ihre Fingernägel nebenbei? Nachdem ich sie dann konkret vom Thema Weide auf das Angebot des Ergänzungsfuttermittels bei Hufrehe ansprach, tönte es vom anderen Ende säuselnd: Also, ich glaube, hier muss ich sie enttäuschen, bei so schweren Hufrehen wird das auch nichts mehr nutzen!
Nun gut, Gespräch beendet, meine Hoffnung Richtung 0, aber ich gebe noch nicht auf:
Inzwischen bin ich schon etwas “angefressen”, aber ich will Sissi ja helfen. Bei zwei weiteren Anbietern geht erst gar keiner an das Telefon, beim dritten habe ich Glück. Zum dritten Male schildere ich ausführlich Sissis Hufrehe und erhoffe mir Hilfe durch das im Internet angebotene Ergänzungsfuttermittel. Etwas gelangweilt erscheint mir die Dame am anderen Ende der Leitung. Sie erklärt mir kurz und bündig, dass sie gar nichts zur Hufrehe aussagen kann und sie mich gerne von der hauseigenen Tierärztin zurückrufen lässt. Gute Idee, denke ich und hinterlasse meine Telefonnummer.
Ich telefoniere noch einige weitere Anbieter “ab”, diese scheinen aber keineswegs nur einen Hauch von Ahnung zum Thema Hufrehe zu haben. Einer teilt mir mit, er nehme gerne Kontakt zum Hersteller auf und schreibt mir dann eine diesbezügliche Mail zu meiner Anfrage. Ein weiterer Herr erklärt direkt, dass er sich nicht “im Thema” befände und um Verständnis bitte.
Nach ca. 4 Stunden ruft endlich die Tierärztin zurück, von der ich mir so viel erhoffte. In der Zwischenzeit habe ich weiter im Internet recherchiert und fragte, nachdem ich Sissis Geschichte erneut erzählte, auch gezielt nach den Futtermitteln anderer Anbieter. Was ich jetzt erlebe, stellt das Bisherige noch einmal wahrlich in den Schatten!!! Die Tierärztin lässt eine Schimpf- und Hetzkampagne gegen einen anderen Futtermittelhersteller los, bei der mir bange wird: Sissi tritt dabei komplett in den Hintergrund und wird geradezu dazu missbraucht, wohl eine langgehegte Feindschaft der Tierärztin in den Vordergrund zu stellen. Das schlägt dem Faß wirklich den Boden aus! Wortlos lege ich in diesem Falle den Telefonhörer auf, das wird selbst mir jetzt zuviel!
Bei meiner Internetrecherche bin ich auch immer wieder auf Tierheilpraktikerin Claudia Nehls des Tierheilkundezentrums gestoßen und habe sehr viel Positives von ihr gelesen. Schon mit schlimmen Vorahnungen wage ich ein letztes Gespräch, inzwischen aber hoffnungslos, dass ich wirkliche Hilfe für Sissi von einem der Futtermittelanbieter erfahre. Am anderen Ende dieses Mal eine liebe mitfühlende junge Dame, die mir aufmerksam zuhört und bei der ich mich sehr gut aufgehoben und vor allem verstanden fühle. Sie erklärt mir ausführlich, wie ich Sissi mit einer gezielten Fütterung warum unterstützen kann und hinterlässt bei mir den Eindruck, dass sie tatsächlich weiß, wovon sie spricht und was sie warum für Sissi empfiehlt. Über eine ausführliche Fütterungsberatung hinaus spricht sie das Thema Homöopathie und Hufbearbeitung an und versäumt es nicht, mir auch noch zu diesen Themen wichtige Tipps und Erläuterungen zu geben. Nachdem alle meine Fragen ausführlich, freundlich und mitfühlend verantwortungsbewusst beantwortet wurden, erklärt sie mir noch, dass ich auch jederzeit mit Frau Nehls selbst einen Gesprächstermin vereinbaren kann oder auch weitere Fragen via E-Mail Verkehr mit ihr oder direkt mit Frau Nehls erörtern könne.
Nachdem ich nun um viele Fragen erleichtert und um viele Antworten reicher den Telefonhörer auflege, überkommt mich ein wirklich positives Gefühl: ich habe wieder Hoffnung für Sissi und will mit der empfohlenen Therapie beginnen! Später am Abend klicke ich mich, obwohl dies nicht meine Art ist, stundenlang durch die weiterführenden Links der Homepage von Frau Nehls. Mitten in der Nacht nach intensiver Beschäftigung denke ich zu wissen, wo der Unterschied zu anderen Anbietern liegt: Man spürt intuitiv die Liebe und Fürsorge zu den Tieren, hat niemals den Eindruck, dass es darum geht, Geld zu verdienen, sondern immer, geradezu wie ein roter Faden, zieht sich die Liebe zum Tier durch diese sehr umfangreiche und informative Homepage. Man spürt förmlich, wie viel Fachwissen, wie viel Beschäftigung, wie viel Intuition und persönlicher Einsatz diesem Anbieter zugrunde liegt.
Sissi freute sich, endlich wieder etwas Essbares neben Heu “auf den Tisch” zu bekommen und verschlang die gesunden Sachen förmlich. Täglich wurde auch der Zustand von Sissi besser. Der Tierarzt kam alle 2 – 3 Tage und war sehr zufrieden mit ihrer Genesung. Nach 14 Tagen klärte er mich auf, dass Sissi die Hufrehe nun überstanden hätte und vergaß nicht, mir noch mit auf den Weg zu geben, dass dies beileibe nicht selbstverständlich ist und er selbst schon einige Pferde wegen Hufrehe einschläfern musste.
Mein Fazit:
Ich bin sehr froh, an Frau Nehls und ihr Tierheilkundezentrum geraten zu sein und zahle gerne einige Euro mehr als bei vielen anderen Anbietern für diese kompetente, mitfühlende und hilfreiche Beratung und die äußerst hilfreichen Futterempfehlungen, die Sissi sehr gut bei der Heilung unterstützt haben. Sollte ich erneut mit einem meiner Pferde Probleme haben, weiß ich zukünftig, an wen ich mich wende, um gut betreut und kompetent und mit Hintergrundwissen beraten zu werden!
Besten Dank an das Tierheilkundezentrum Nehls und beste Grüße, Domenikus Stach

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