Hufrehe: Was ist das?

Hufrehe. was passiert im Huf?

Die Hufrehe ist eine diffuse Huflederhautentzündung, genauer dargestellt, eine Entzündung der Verbindungsschicht zwischen äußerer Hornkapsel und dem inneren Knochen, also dem Hufbein. Diese Verbindung nennt man Hufbeinträger. Diese Verbindungsschicht, also der Hufbeinträger, besteht aus sehr vielen Lamellen, vergleichbar mit einem Klettverschluss, da sie alle ineinander greifen. Diese Lamellen sind die Verbindung zwischen der äußeren Hornkapsel und dem Inneren, also dem Hufbein. Diese Verbindungsschicht löst sich entweder in Teilen oder auch vollständig, je nach Schwere der Hufrehe. Dies geschieht im Verlaufe der Entzündung. Bei der Entzündung bleibt es aber nicht, es kommt weiterhin zu lokalen Durchblutungsstörungen mit Austritt von Gewebsflüssigkeiten und Blutkörperchen aus den Blutgefäßen der Lederhautblättchen (= Lamellen). Dieser Austritt von Flüssigkeit fördert den Ablösungsprozess der Verbindung von innen nach außen, die Lamellen sterben ab oder werden geschädigt, je nachdem. Diese Verbindung ist lebenswichtig für unser Pferd, das heißt, wenn diese Verbindung sich vollständig löst, dann kommt es zum Ausschuhen, zum Verlust der Hornkapsel, weil eben gerade diese Verbindung zwischen innen (Knochen, also Hufbein) und außen (das, was wir sehen, die äußere Hornkapsel, also der sichtbare Huf) elementar ist. Geht sie kaputt, löst sich die gesamte Hornkapsel, da sie nicht mehr „festgehalten“ wird.

Glücklicherweise passiert dies jedoch nicht häufig, meist treten „lediglich“ Schädigungen der Verbindungsschicht auf und ein Teil geht kaputt, längst nicht alle.

Dazwischen sind sicher alle Variationen denkbar, diese gehen von „nur Entzündung“ über Absterben und Lösen von Teilen der Lamellen bis hin zum vollständigen Absterben des Gewebes und dem vollständigen Verbindungsverlust, also dem Ausschuhen.

Denn: wir schauen ja nicht in den Pferdehuf, sondern können die Hufrehe lediglich von außen sowie durch das Röntgenbild beurteilen.

Diese Vorgänge im Huf sind – so denke ich – unbestritten.

Was passiert bei Hufrehe?

Allgemein geht man davon aus, dass die Zerstörung der Lamellenschicht, also des Hufbeinträgers nur bedingt – wenn überhaupt – wieder rückgängig gemacht werden kann. Allgemein glaubt man, es gibt keine Heilung zum ursprünglichen Zustand und es kann nur „repariert“ werden. Zur Reparatur der Hufrehe setzt man verschiedene lokale Maßnahmen, das heißt, orthopädische Rehebeschläge ein, die so unterschiedlich wie die jeweiligen Auffassungen sind. Läuft diese Maßnahme für das Pferd gut, so muss langfristig überlegt werden, wie es weiter geht, denn der orthopädische Beschlag ist keine Dauerlösung und nicht einmal eine langfristige, da langfristig tiefgreifende Schäden auftreten würden. Dies führt häufig dazu, dass eine Hufrehe Odyssee beginnt mit ständig wechselnden Versuchen in Form von Hufbeschlägen, wie das Pferd nun am Besten laufen kann. Am Ende stehen immer wieder erneute Hufreheschübe, zum Teil auch weitere Erkrankungen, wie beispielsweise Hufgelenksentzündungen o. ä. und irgendwann kommt man dann dazu, dass das Pferd für austherapiert und zum „Krüppel“ erklärt wird. Läuft diese Maßnahme sofort ungünstig, so wird das Pferd getötet, weil der Prozess immer weiter voranschreitet und bei dem eingeschlagenen Weg keine Heilung mehr möglich ist.

Man glaubt, die Hufrehe verselbständigt sich sozusagen und die Prozesse sind nicht zu stoppen bzw. in diesem Falle auch nicht zu beeinflussen. Dabei geht man immer die gleichen Behandlungswege: Schmerzmittel, Blutverdünner, orthopädischer Beschlag nach Schema F.

Es wird veterinärmedizinisch immer gleich behandelt, ohne Ausnahme, wenn man einmal davon absieht, dass zum Teil statt orthopädischer (je nach derzeitiger Lehrmeinung, die auch immer einmal wieder wechselt..) Beschläge auch mal ein Gips eingesetzt wird.

Bei einem Pferd bekommt man „den Prozess Hufrehe“ somit zum „stoppen“, bei einem weiteren nicht. Dies könnte unter anderem an den unterschiedlichen Hufvoraussetzungen liegen oder auch daran, dass Schmerzmittel/Entzündungshemmer bei einem Pferd „wirken“, bei einem weiteren wirkungslos bleiben und bei noch einem weiteren den Prozess der Hufrehe fördern (Stichwort NSAID als Auslöser von Hufrehe).

NSAID, sprich Schmerzmittel/Entzündungshemmer: Segen oder Fluch?

Die schädigende Wirkung der NSAID dürfte, wie bei anderen nicht-steroidalen Antiphlogistikagaben, in der kolonschleimhautschädigenden Wirkung, die besonders bei Ponys und Fohlen gefürchtet ist, ihre Ursache finden. Insbesondere bei Ponys ist die Gefahr schädlicher Wirkungen bekannt und besonders hoch! Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass NSAID zu Blutgerinnungsstörungen führen können. Diese sind bei Hufrehe ohnehin schon ein großes Problem und es macht keinen Sinn, diese noch durch Medikamente zu fördern!
Der Einsatz von nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAID) ist bereits seit langer Zeit bei Hufrehe umstritten. Im Vordergrund der meisten Therapien und Behandlungen bei Hufrehe steht die Schmerzfreiheit, wissend, dass diese das lokale Geschehen im Huf verschlimmern könnte (Hood, 2002). Es gilt also tatsächlich gut abzuwägen, ob Schmerzmittel bei Hufrehe zwingend notwendig sind oder nicht. Dies kann keineswegs pauschal beantwortet werden, weil jeder Hufreheschub ein eigener ist und der Schmerz des Pferdes von leicht bzw. gut aushaltbar bis unerträglich sein kann, bei großen Schmerzen ist es verantwortungslos, keine Schmerzmittel zu geben, andererseits sind Schmerzmittel nicht zwingend bei jeder Hufrehe nötig, denn nicht immer ist der Schmerz extrem, Hufrehe hat so viele Gesichter, Facetten und auch Schmerzgesichter, von leicht klamm laufen bis nicht mehr aufstehen können und vor Schmerz stöhnend flach zu liegen.

 

Rudolfs Hufrehe: Die Bioresonanz-Haaranalyse deckte die Ursache auf und rettete uns!

Hallo Frau Nehls & Team,
wie versprochen melde ich mich nach 9 Wochen Umsetzung Eurer Empfehlungen zur Bioresonanz-Haaranalyse mit einem aktuellen Bericht über Rudolfs Hufrehe:
Vor gut 9 Wochen meldete ich mich total verzweifelt bei Euch, weil Rudolf, mein Tinker keinen Schritt mehr laufen konnte. Er lag fast nur noch und wenn er mal aufstand waren die Schmerzen so groß, dass er kaum einen Schritt vor den anderen setzen konnte. Aber ich will die Geschichte von Anfang erzählen: Diesen „Zustand“ hatten wir bereits seit mehreren Wochen: Vor ca. 15 Wochen fing alles an mit Rudolf. Er konnte nicht mehr laufen! Ich war verzweifelt und rief natürlich gleich meinen Tierarzt an, der auch sofort kam. Seine Diagnose auf den ersten Blick: Hufrehe akut! Er gab Rudolf sofort Schmerzmittel und Entzündungshemmer und Blutvedünner mit den Worten: wir können nur abwarten, wie er reagiert und was wird… Ende offen… Am nächsten Tag das gleiche Bild: TA kam wieder: wieder die gleichen Medikamente und die Vorderhufe wurden eingegipst, es änderte sich jedoch nichts, Rudolf wollte einfach nicht laufen bzw. konnte nicht laufen, er lag, er stand und jeder Schritt war eine Qual für ihn, hieran änderte auch der Gips und die Schmerzmittel und auch das Heparin nichts, so ging das über 6 Wochen. Dann nahm der Tierarzt den Gips wieder runter mit den Worten: ich hätte mir hier mehr erwartet… er sagte dann, dass er Rudolf nicht mehr helfen könnte und ich ihn in eine Klinik bringen soll, vielleicht könnten die noch helfen…
Ich konnte mir aber nicht vorstellen, Rudolf in fremde Hände zu geben und auch nicht, ihn auf den Hänger zu kriegen. Verzweifelt wie ich war setzte ich mich vors Internet und googelte die ganze Nacht zum Thema Hufrehe. Von Anfang an machte ich mir größte Gedanken, warum das passiert ist, wo der Grund lag, dass ausgerechnet Rudolf eine Hufrehe bekam und dann noch so eine schwere. Ich stieß dann nachts gegen 3.00 Uhr irgendwann auf die Internetseite von Claudia Nehls und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Sie packte das Thema Hufrehe anders an als andere, tiefgründiger, Ursachen bezogener und wie sagt man so schön „ganzheitlich“, vom Inneren zum Äußeren, von Kopf bis Huf so schien es mir. Einen Versuch war es wert. Ich schickte Haare für die Bioresonanz-Haaranalyse ein mit der Hoffnung, dass Frau Nehls die Ursache finden kann und ich Rudolf endlich helfen kann. Noch am Tag des Eingangs bekam ich das umfangreiche Ergebnis der Haaranalyse mit einer Menge Erklärungen und einer ausführlichen Erläuterung der Ursache. Da ich noch gefühlte 100 Fragen hatte rief ich nach einem ersten Überfliegen der Bioresonanz-Haaranalyse sofort im Tierheilkundezentrum an. Dort sprach ich mit einer sehr netten Mitarbeiterin von Frau Nehls, die mir alles ganz einfühlsam erläuterte. Keine Frage blieb offen, am Ende des Telefonats war mir bewusst, welcher Grund zur Hufrehe von Rudolf geführt hat, es war der Halmverkürzer im Stroh, da wäre ich nie drauf gekommen ohne die Haaranalyse. Mir wurde genau erklärt, was zu tun ist, was zu ändern ist und wo ich jetzt ansetzen muss. Das half mir ungemein, ich schöpfte erstmals wieder Hoffnung, dass Rudolf doch noch gesund wird. Ich bestellte mir erst einmal die Schwingungstropfen, die waren mir wichtig, um Rudolfs Selbstheilungskräfte zu unterstützen, was erforderlich war nach der langen Zeit. Dann gab es noch Kräuter, die individuell nach dem Ergebnis der Haaranalyse ausgewählt wurden und verschiedene Globuli. Krippenfutter sollte ich erst einmal ganz weglassen und schauen, ob Rudolf die Kräuter pur frisst, was er tat und bis heute frisst er sie immer noch sehr sehr gerne pur ohne irgendwelche Beigaben. Nach einer Woche mit diesem ganzen Empfehlungspaket (es waren mehrere Mittel, die zusammen griffen und alle ermittelten Resonanzen berücksichtigen) wurde es merklich besser mit Rudolf. Er begann zaghaft sich langsam mehr und mehr in seiner Box zu bewegen. Ein erster Schritt! Ich rief gleich wieder im Tierheilkundezentrum an, um zu berichten, glücklich wie ich war und bekam dann noch den Tipp mit den Hufschuhen, damit wir gewappnet sind, wenn Rudolf auch einmal wieder ein bißchen an die Luft gehen kann. Zwei Tage später trafen die Schuhe ein und ich konnte sie gleich anziehen: Rudolf wollte raus, die Freude war riesig. Er konnte zwar noch immer langsam, aber wieder einen Schritt vor den anderen setzen ohne dieses schmerzverzerrte Gesicht. Ich war soooo glücklich! So ging es täglich ein kleines bißchen aufwärts, immer in ganz kleinen Schritten, aber immer nach vorne. Jetzt ist es 9 Wochen her und Rudolf ist wieder gut zu Fuß in allen Gangarten. Für mich ein wunderschönes Wunder, denn ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben. Ich bin sehr sehr froh, dass ich so eine tolle Hilfe für Rudolf bekommen habe und möchte Euch allen von ganzem Herzen danken: es ist so schön, dass es Euch gibt! Ich werde den Kontakt zu Euch halten, damit Rudolf weiterhin Eure Hilfe bekommt und hoffentlich nie wieder Hufrehe bekommt!
Eure Barbara mit dem Rudolf

Hufrehe Definition

Meine Hilfe bei Hufrehe und mein Weg bei Hufrehe ist eine ganzheitliche und homöopathische Therapie, die entweder individuell und Ursachen bezogen aufgrund der Bioresonanz-Haaranalyse von mir ausgearbeitet wird oder im Wege der Komplementärhomöopathie mit Nehls Vet Komplex Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 7 und Nr. 9 durchgeführt wird. Wichtig ist es, die Ursachen bei Hufrehe zu berücksichtigen, vor diesem Aspekt halte ich es für sinnvoll die oben genannten Globuli miteinander zu kombinieren, um sämtliche Ursachen zu berücksichtigen in der Therapie. Ist man unsicher, welche Ursache zum Hufreheschub führte macht es daher Sinn, die Globuli zu kombinieren, um möglichst breitflächig vorzugehen. Eine Ursachenforschung aufgrund der Bioresonanz-Haaranalyse bei Hufrehe ist auf jeden Fall sinnvoll, was die Zukunft des Rehepferdes betrifft, denn nur wer die Ursachen kennt kann sie auch abstellen!

Grundsätzlich setze ich bei jeder Hufrehe Fütterung schnellstmöglich Kräuter ein. Auch die passenden Hufrehe Kräuter stimme ich mittels Bioresonanz-Haaranalyse individuell und Ursachen bezogen ab. Auch die Kräuter bei Hufrehe sollten Ursache und Auslöser berücksichtigen und ist eine völlig andere, wenn beispielsweise hormonelle Imbalancen zum Reheschub führten, als wenn es sich um eine Fütterungsrehe oder toxische Hufrehe handelt.

Heu füttere ich nach Futterzustand, d. h. bei Übergewicht ca. 1 KG pro 100 KG Pferdegewicht pro Tag, bei Normalgewicht 1,5 – 2 KG pro 100 KG Pferdegewicht pro Tag und bei dünnen und mageren Pferden und Ponys zur freien Verfügung.

Schnellstmöglich schaue ich außerdem, dass die Hufsituation bei Hufrehe optimiert wird. Dies geht in der Regel nicht gleich, da die Pferde kaum einen Huf geben können, daher beginne ich erst mit dem oben Genannten. Sobald sich die Lage dann etwas entspannt und die Pferde wieder die ersten Schritte gehen können, beginne ich mit der Sanierung der Hufsituation. Für Pferdemenschen, die Hilfe bei der Optimierung der Hufsituation benötigen, biete ich die Hufanalyse, Hufbeurteilung und Bearbeitungsempfehlung an, welche anschaulich mit Bildmaterial und Videos verdeutlicht, worauf individuell zu achten ist und welche „Baustellen“ wie behoben werden können.

Meine Behandlung der Hufrehe ist effizient, einfach durchzuführen und sehr erfolgreich. Zudem treten keinerlei schädliche Nebenwirkungen auf und alle erfolgreich therapierten Pferde können zukünftig wieder ganz normalen Weidegang genießen ohne jedwede Einschränkungen, denn wenn die Ursachen des Hufreheschubes behoben sind, dann kann auch ein ehemaliges Rehepferd wieder ganz normal ohne jedwede Einschränkungen leben und erleidet keine weiteren Hufreheschübe.

Fakt ist, dass die Therapie der Hufrehe erst einmal schnellstmöglich und grundsätzlich, gleich, worin Auslöser und Ursachen liegen, innerlich erfolgen muss, bevor lokal Optimierungen der Hufsituation durchführbar sind. Sehr gute Erfahrungen bestehen im Tierheilkundezentrum mit der Naturheilkunde bei Hufrehe. Meinem Verständnis nach ist eine naturheilkundliche Hufrehebehandlung sehr effektiv und sehr erfolgreich und eine echte Chance für jedes von Hufrehe betroffene Pferd. Ich bin immer wieder selbst überrascht, wie tiefgreifend und schnell die Wirkung eintritt und bin wirklich 100 % überzeugt von den vielen erfolgreichen Therapien, wie ja auch meine Hufrehe Erfahrungen zeigen. Bei der naturheilkundlichen Therapie der Hufrehe spielt es übrigens keinerlei Rolle, ob es sich um eine mechanisch oder innerlich ausgelöste Hufrehe handelt, beide Formen sind gleich gut therapierbar und die Chancen für ein wieder voll belastbares und gesundes Pferd stehen ebenfalls gleich gut. Dies stelle ich im Rahmen meiner naturheilkundlichen Therapien mittels Biofeld-Haaranalyse bei Hufrehe immer wieder fest und dies bestätigt sich täglich auch aufs Neue.

Bei der Therapie der Hufrehe steht immer und grundsätzlich die Eindämmung der Entzündung, die Durchblutungsförderung, die Entgiftung und Ausleitung im absoluten Vordergrund. Gelingt es, die Entzündung zum Abklingen zu bringen, die Durchblutung zu fördern (die bei der Hufrehe stark eingeschränkt ist, entweder gleich oder nach einigen Stunden/Tagen..) und die Ausscheidung von Entzündungsprodukten anzukurbeln, so stillen wir ganz automatisch den Schmerz (der ja aufgrund der Entzündung entsteht..) und die Therapie verläuft erfolgreich, wenn wir zudem die individuellen Ursachen berücksichtigen und abstellen. Optimieren wir dann in Folge noch dauerhaft die Hufsituation haben wir ein dauerhaft „Hufrehe freies“ Pferd und dies bei einem „ganz normalen Pferdeleben“. Dies ist der Vorteil meiner ganzheitlichen Sicht auf die Hufrehe, diese befähigt zur wirklichen Heilung und ist keineswegs ein Übertünchen der Hufrehe Symptome, wie es leider allzu häufig stattfindet. Nur ein konsequent ganzheitliches Vorgehen kann sich dauerhaft bei Hufrehe bewähren, denn unser Pferd muss dauerhaft in die Lage versetzt werden gesund zu bleiben! 

Jedes Pferd ist anders, jeder Huf ist anders und jede Hufrehe ist anders!

Man könnte die Erkrankung Hufrehe auch einmal unter folgendem Aspekt darstellen…

Unser Maßstab der Hufbeinrotation und der Hufbeinsenkung ist die äußere Hornkapsel, von ihr aus wird nach innen gemessen. Auf dem Röntgenbild sehen wir keine Lamellen und haben aufgrund des Röntgenbildes auch keinerlei Anhaltspunkte über die Zerstörung der Lamellen. Wir sehen die äußere Hufkapsel und messen von dieser Abstände und Winkelungen zum Knochen und zur Sohle. Das heißt im Umkehrschluss: haben wir eine zu lange Zehe, so haben wir eine Hufbeinrotation, haben wir eine zu dünne Sohle, dann haben wir eine Hufbeinsenkung, sitzt die Hufkapsel zu tief haben wir ebenfalls eine Hufbeinsenkung.

Maßstab also: von außen nach innen. Man könnte hier ebenso gut feststellen, dass jede falsche Hufbearbeitung und jeder falsche Hufbeschlag zur Diagnose Hufbeinsenkung und Hufbeinrotation führt. Erst recht, wenn über Jahre schlechte Hufsituationen gezüchtet werden. Wir werden also bei jeder schlechten Hufsituation eine Hufbeinsenkung oder eine Hufbeinrotation oder gleich beides vorfinden.

Wir könnten daher Hufbeinsenkung und Hufbeinrotation auch einmal ganz unabhängig von der Hufrehe sehen, da diese auch unabhängig vom „Entzündungsprozess“ Hufrehe auftreten.

Und doch wird generell behauptet, Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung finden durch den Hufreheprozess statt und „verselbständigen“ sich sozusagen. Wenn dies doch so wäre, dürfte doch ausschließlich und nur bei Hufrehe eine Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung festgestellt werden, oder nicht? Also wenn der Aufhängeapparat sich durch Prozesse der Hufrehe lockert und diese fehlende Aufhängung zu Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung führt, dann wäre doch der Umkehrschluss, dass ohne Hufrehe typisches sich verselbständigendes Geschehen weder Senkung noch Rotation festzustellen wären.

Ich denke daher, dass unter unserer allgemeinen Bezeichnung Hufrehe gar nicht unbedingt die Folgen Hufbeinsenkung und Hufbeinrotation aufzuführen sind, weil diese vielleicht ganz andere Gründe haben, nämlich eine schlechte Hufsituation. Schließlich wird von der Hufwand gemessen und diese Hufwand kann nur im vernünftigen Winkel herunterwachsen, wenn ihr durch eine gute Hufbearbeitung auch die Gelegenheit zur Parallelität gegeben wird. Heutige Lehrmeinung in den Lehrschmieden ist, wenn ich meinen staatlich geprüften Hufschmied richtig verstanden habe „Zehen bitte lang lassen, weil Pferd sonst lahmt“ und dieses „lange Zehen Phänomen“ sehe ich auch täglich in der Praxis. Eine zu lange Zehe wiederum führt zu etlichen Problemen und früher oder später ggf. auch zur Hufbeinrotation und/oder Hufbeinsenkung.

Sehen wir chronische Rehehufe, sehen wir nicht das Produkt des Pferdes, sondern allein das Produkt des Hufbearbeiters, der nämlich die Hufe nicht so bearbeitet hat, dass sie gesund und parallel zum Hufbein nachwachsen können. Die Krüppel, die wir häufig sehen, sind von Menschenhand gemacht. Das Pferd bzw. der Huf benötigt natürlich nach einer Hufrehe Hilfe, gesund zu wachsen, verwehren wir sie ihm, entweder durch mangelhafte oder auch durch gar keine Hufbearbeitung (auch nicht besser, meist noch schlimmer..) sehen wir das, was ich heute ständig sehe: desolate und desaströse „chronische Rehehufe“!

Wie gesagt, die Lamellen bleiben beim lebenden Pferd unberücksichtigt, diese sehen wir nämlich nie wirklich, wenn überhaupt in Schemen können wir erahnen, wie zerstört bzw. defekt diese sind als Schattenbilder auf dem Röntgenbild! Ob dort also wirklich bei jeder Hufrehe Diagnose typische Vorgänge stattfinden, können wir nicht beweisen, nur behaupten oder nur erahnen!

Ganz dumm ist übrigens, dass es niemals Röntgenbilder vor der akuten Hufrehe gibt. Diese werden regelmäßig erst angefertigt, wenn der akute Hufreheschub eingetreten ist. So haben wir so gut wie nie – mir ist jedenfalls kein einziger Fall bekannt – Röntgenbilder vor der Hufrehe und können somit überhaupt nicht beurteilen, ob bereits vorher eine Hufbeinsenkung oder Hufbeinrotation oder sogar beides vorhanden war und diese erst zur Entzündung, also zum Prozess, der bei der Hufrehe beschrieben wird oder vielleicht auch ausschließlich zur Entzündung ohne teilweisen Verlust der Verbindungsschicht oder des Verbindungsträgers, geführt haben. Wer weiß das schon? Ich nicht!

Ebenso wenig wissen wir, ob überhaupt bei jeder Diagnose Hufrehe die Hufrehe typischen Prozesse am Hufbeinträger ablaufen. Ebenso gut könnte es sein, dass die durch falsche Hufbearbeitung oder Hufbeschlag eingetretene Senkung des Hufbeins und Rotation des Hufbeins überhaupt nur zu einer Entzündung im Huf führen und die Hufrehe typischen Prozesse, also insbesondere die teilweise oder ganze Zerstörung der Lamellenschicht, überhaupt nicht stattfindet bzw. erst durch eine langfristig falsche Hufbearbeitung in deren Folge eine Rotation und/oder Senkung eintritt ausgelöst wird.

Dafür wiederum würde ja sprechen, dass bei sehr vielen Hufrehepferden überhaupt keine Schädigungen zurückbleiben. Dass der Huf nach einem Jahr gesund und im richtigen Winkel steht und dass auf dem Röntgenbild weder Rotation noch Senkung mehr feststellbar sind und die teilweise Zerstörung der Lamellen, die auf dem Röntgenbild als Schatten wahrzunehmen waren beim Erströntgen auch nicht mehr darstellbar ist. Findet sie generell statt, würden diese Pferde beweisen, dass der Vorgang auch rückgängig gemacht werden kann und eine 100 %ige Heilung möglich ist.

Dreht oder senkt sich da überhaupt etwas? Steht und fällt nicht alleine alles mit der äußeren Hornkapsel, also mit dem Huf, den wir sehen? Der ist doch unser Maß! Ist dieser Huf nicht vernünftig gewachsen (was nur mit guter Hufbearbeitung funktioniert seit unsere Pferde domestiziert sind..) werden wir doch nie eine Parallelität feststellen können!

Sehen wir einmal die Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung ganz unabhängig von der Hufrehe und können wir uns dann noch vorstellen, dass alleine diese zu einer Entzündung führen können, die für Pferde sehr schmerzhaft ist, denn schließlich tut ja jeder Schritt weh, was bleibt dann überhaupt noch von unserer Hufrehetheorie?

Fakt ist, dass die Lamellenschicht sich bei Hufrehe entzündet und durch diese Entzündung, die ganz verschiedene Ausprägungen haben kann, enorme Schäden in der Hufkapsel eintreten! Fakt ist, dass eine nicht mehr intakte Lamellenschicht das Hufbein – weiter – rotieren und senken kann, zum Ausschuhen führen kann und auch das Hufbein durch die Sohle brechen kann (der gefürchtete Hufbeindurchbruch also eintritt). Alle Leid bringenden Geschehnisse, die die Hufrehe mit sich bringt, stehen und fallen mit der Enzündung der Lamellen, das ist absoluter Fakt und unbestritten!

 

Erfahrungsbericht Pony Lissy

Ich möchte Euch unsere Geschichte und unsere Erfahrungen erzählen:

Seit ca. 10 Jahren sind wir stolze Besitzer von zwei Pferden – eine Noriker Stute und ein Welsh-Pony namens Lissy. In den ersten Jahren war alles gut, Lissy und die andere Stute vertrugen sich super, es gab auch keine gesundheitlichen Probleme. Unser Leidensweg fing dann im Mai 2017 an, da hatte sie ihren ersten, massiven Hufrehe Schub auf allen 4 Hufen. Bis dahin habe ich von Hufrehe noch nie etwas gehört und war dementsprechend schockiert und ratlos. Lissy ging es sehr schlecht, trotz aller Bemühungen und Medikamenten ging es ihr über Wochen hinweg nicht besser. Sie stand so gut wie gar nicht mehr auf und sie fraß auch fast nichts mehr. Ihr Leid und ihre Schmerzen brachen mir jedes Mal aufs Neue das Herz.

Auch alle Tierärzte waren mit ihrem Latein am Ende. Unweigerlich stand das Thema Erlösung im Raum. Aber in Lissys Augen brannte trotz aller Qualen noch ein Feuer, sie hatte noch nicht aufgegeben, sie wollte leben. Ich konnte sie so nicht gehen lassen, es musste doch noch was geben, was ihr helfen kann… also machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative. Ich habe sehr viele Seiten im Internet nachgeschlagen, unter anderem auch die Seite von Frau Nehls. Ihre Ausführungen klangen für mich einleuchtend und die ganzen Erfahrungsberichte machten mir Mut. Also bestellte ich sofort alle empfohlenen Kräuter. Lissy fraß die Kräuter auf Anhieb, und ganz langsam kam wieder Leben in unser Pony. Sie stand wieder öfter auf, fraß wieder besser und nach 3 Wochen wollte sie unbedingt wieder auf ihren Paddock. Ich war so froh und erleichtert. Wir haben dann natürlich mit allen schulmedizinischen Vorsichtsmaßnahmen begonnen (Gewichtsreduktion, Heu wässern, nur abgegraste Koppel mit Fressbremse,… ) und die Kräuter von Frau Nehls weiter gefüttert.

Damit ging es ihr lange gut und wir dachten, der Spuck ist vorbei…tja, dachten wir….

Im Mai 2019 hatte sie wieder einen Rehe Schub, obwohl wir penibel auf alles geachtet haben. Wir waren am Boden zerstört. Woher kam der Schub diesmal?? Wie kann das sein?? Und vor allem – wie kann ich diese Schübe verhindern, wenn ich nicht weiß, was der Auslöser war?? Sollen wir Ihr das überhaupt nochmal antun? Aber Lissy hatte immer noch diesen unbändigen Lebenswillen. Also habe ich mich wieder an Frau Nehls gewandt, wir haben die Kräuter angepasst und mit Globuli ergänzt. Lissy ging es diesmal sofort besser, der Schub war gottseidank nicht mehr so schlimm wie der Erste. Sie erholte sich schnell und es ging ihr die nächsten zwei Jahre ganz gut. Aber die Unbeschwertheit war dahin, wir haben mit Argusaugen jede kleinste Veränderung sorgenvoll beobachtet, wir leben ständig mit der Angst eines neuen Schubes. Wie viele Sorgen wir uns machten oder immer noch machen kann eigentlich nur jemand verstehen, der einmal mit Hufrehe zu tun hatte.  Und so war es dann leider auch, im letzten Sommer kam der nächste Schub. Wieder standen wir vor einem Rätsel, was die Ursache betraf. Die Kräuter von Frau Nehls haben ihr jedes Mal geholfen, nur verhindern konnten sie einen neuen Schub auch nicht. Warum? Was haben wir übersehen? Ist Lissy einfach nicht heilbar? Ist es Zeit, loszulassen und das Leiden aus Liebe zu ihr zu beenden? Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf. Aber niemand in unserer Familie wollte sie aufgeben. Also sollte sie eine letzte Chance bekommen. Sozusagen Alles oder Nichts – dieses Mal haben wir als erstes eine Haaranalyse von Frau Nehls machen lassen, um endlich die optimale Therapie zu finden. Lissy bekommt seither eine Menge Kräuter, Globuli, … Wir haben die Fütterungsempfehlung haargenau so umgesetzt. Lissys Zustand besserte sich anfangs nicht wirklich, daher haben wir nach neuerlicher Rücksprache mit Frau Nehls die Dosierungen verändert. Von da an ging es Ihr ständig besser. Seit einigen Monaten geht es ihr wieder richtig gut. Ich habe vor kurzem eine Kontrollanalyse mittels Haaranalyse machen lassen, auf das Ergebnis bin ich schon sehr gespannt und hoffe, dass sich die Werte endlich verbessert haben und Lissy dauerhaft von Hufreheschüben verschont bleiben.

Damit bin ich vorerst am Ende unserer Geschichte. Meine Erfahrungen sollen euch allen Mut machen. Gebt nicht zu früh auf, auch wenn immer wieder Rückschläge kommen. Frau Nehls hat unser Pony auch nie aufgegeben und ihr immer wieder neue Kräutermischungen oder Therapievorschläge zusammengestellt. Die Kräuter von Frau Nehls haben Lissy immer geholfen, vermutlich haben sie ihr schon einige Male das Leben gerettet. Mit etwas Glück und Frau Nehls Hilfe werden wir irgendwann die richtige Mischung für Lissy finden, damit sie wieder ganz gesund wird und ein artgerechtes Pferdeleben führen kann. Und so lange machen wir weiter….

 

Was ist Hufrehe?Das passiert bei Hufrehe