Hufrehe & Naturheilkunde: Homöopathie bei Hufrehe, Kräuter bei Hufrehe

Homöopathie bei Hufrehe

Ein Schwerpunkt meiner Therapien liegt seit vielen Jahren in der Homöopathie bei Hufrehe. Meist beginnt die Behandlung durch mich leider erst dann, wenn der Tierarzt keine Behandlungsmöglichkeiten mehr sieht und den Pferdemenschen nahe legt, ihr von Hufrehe betroffenes Pferd zu erlösen. Dies ist meist die Zeit für einen Anruf im Tierheilkundezentrum.

Wie erfolgreich die Homöopathie bei Hufrehe ist, lässt sich anhand von zahlreichen Erfahrungsberichten nachvollziehen. Vor diesem Hintergrund ist die Homöopathie bei Hufrehe eine echte Chance für das betroffene Pferd.

Eine homöopathische Therapie führe ich überregional im Wege der Biofeld-Haaranalyse durch. Die ausgewählten homöopathischen Mittel kann der Pferdemensch in jeder Apotheke bestellen und nach Empfehlung der Haaranalyse selbst verabreichen.

Die homöopathische Therapie bei Hufrehe

Homöopathische Mittel wirken über Information. Informationen werden im Wege von Selbstheilungskräften, welche vorhanden sein müssen, verarbeitet.

Welche homöopathischen Mittel verordnet werden, hängt ganz individuell vom Einzelfall ab. Ausschlaggebend ist die Ursache; so werden bei einer Fütterungsrehe andere Mittel zum Einsatz kommen, als bei einer hormonell bedingten Rehe, einer Vergiftungsrehe, einer Geburtsrehe oder einer Belastungsrehe.

Es gibt auch in der Homöopathie nicht das Allheilmittel; daher sollte eine Therapie bei einer Hufrehe, wie auch bei jeder anderen Erkrankung, die Ursachen und die Symptome miteinbeziehen.
Oft wird bei Hufrehe Nux vomica verordnet, welches das passende Mittel bei einer Plünderung der Hafertonne wäre, welche sich auch durch Blähungen und Verdauungsprobleme zeigt, jedoch keinerlei Wirkung, beispielsweise bei einer Belastungsrehe erzielen kann.

Homöopathische Mittel sollten daher gut und den Einzelfall betrachtend ausgewählt werden.
Im Wege der Haaranalyse teste ich die passenden Mittel aus und stimme die homöopathische Therapie auf das individuelle Pferd oder Pony ab.

Grundsätzlich gibt es jedoch auch Kombinationen bestimmter homöopathischer Einzelmittel, die sich – allein oder auch mit den jeweils zusätzlich individuell passenden Einzelmitteln – in der Homöopathie bei Hufrehe bewährt haben. Aus dieser Erfahrung heraus entstanden die homöopathischen Tierarzneimittel Nehls Vet-Komplex Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 7.

Kräuter bei Hufrehe

Als meine Haflingerstute Sina Ende der 90-er Jahre an Hufrehe erkrankte und dringend Hilfe benötigte, begann ich, mich intensiv mit der Phytotherapie und Kräutern für Pferde zu beschäftigen.

In vielen Selbstversuchen mit Sina entwickelte ich meine eigene Therapie für Sina. Ich war eine Pionierin, was Kräuter bei Hufrehe und die Fütterung von Kräutern bei Pferden betrifft, da es zu dieser Zeit überhaupt gar keine Kräuter bei Hufrehe gab. Die Kräuterfütterung bei Pferden war damals noch recht unbekannt und eigentlich überhaupt kein Thema. Ich setzte damals sozusagen den „Startschuss“ für Kräuter bei Hufrehe. Heute gibt es dutzende Kräutermischungen bei Hufrehe auf dem Markt und es werden immer mehr…

Der Wehrmutstropfen dabei: Dadurch, dass Kräuter für Pferde heute zu einem „Riesenthema“ geworden sind, gibt es leider auch immer mehr völlig falsche und gegensätzliche Meinungen, die dank Internet natürlich zahlreich verbreitet werden. So wird aus der Brennessel plötzlich ein Kraut, dass Blut verdickend wirkt, statt blutverdünnend (was sie ist…) und was schrecklich viel Fruktan enthält (das Fruktanmärchen bei Hufrehe lest ihr an anderer Stelle…).  Oder Sätze wie: Mariendistel sowie Löwenzahn kurbeln die Leber an, was im akuten Stadium der Hufrehe gar nicht gut ist, da die Leber eh schon genug gestresst ist… Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich solch einen Blödsinn lese, was heißt denn: weil die Leber eh schon genug gestresst ist? Natürlich müssen die Entgiftungsorgane Leber und Nieren bei der Ausscheidung von endogenen oder exogenen Schadstoffen unterstützt werden, hierdurch ist die Leber ja „gestresst“ (schönes Wort für einen Leberschaden…).

Nun ja, da ich täglich viele solcher komplett durcheinandergeratenen Ansichten über Kräuter Wirkungsweisen und Portrais erhalte, sollte ich eigentlich daran gewöhnt sein, doch es gibt immer wieder Kräuterportrais, die mich glatt sprachlos machen… Es kursieren so viele, ja, wie sagt man? Falsche Ansichten, Fehlinterpretierungen oder – einmal auf den Punkt gebracht – so viel Schwachsinn, dass es mir zumindest die Sprache verschlägt! Das Schlimme ist, dass ich aufgefordert werde, hierzu Stellung zu nehmen und zu erklären, warum ich denn dieses Kraut, welches beispielsweise sooo viele Kalorien hat, viel Gluten, Zucker, Fruktan enthält oder „die gestresste“ Leber belastet denn überhaupt verwende? Gleich, wie ich antworte, es wird zum Kampf gegen Windmühlen, denn „man ist überzeugt“ und will eigentlich gar nicht die Wahrheit hören, nämlich dass weder Zucker, Kalorien, Gluten, Fruktan enthalten ist und dass es gerade sinnvoll ist, die „gestresste“ Leber zu unterstützen…

Es gibt über jedes Kraut und jede Pflanze ein sogenanntes Portrait, hier sind Wirkungen, Eigenschaften, Toxizität, Herkunft, Inhaltstoffe und vieles mehr seriös zusammengestellt, beispielsweise in: Botanik für Pharmazeuten mit Arzneipflanzenlexikon und Pflanzenbildergalerie. Bevor irgendwelche Internetmeinungen gedankenlos übernommen werden, solltet Ihr einfach einmal einen Blick hierein werfen…

Übrigens gehört das Wissen um Kräuter für Pferde bzw. die Kräuterheilkunde auch nicht zum Studium eines Tierarztes, ebenso wenig wie die Homöopathie.

Aber auch heute noch nach so vielen Jahren gibt uns allein die Praxis verlässliche und zuverlässige Aussagen darüber, welche Kräuter effektiv beim Kampf gegen die Hufrehe sind. Denn bis heute gibt es keine statistischen Berechnungen und keine wirklich nachgewiesenen Fakten, beispielsweise durch ernstzunehmende wissenschaftliche Versuche zum Thema Kräuter bei Pferden schlechthin (vielleicht auch ein Grund, warum so viele meinen, doch einfach ihr eigenes Gedankengut zu einem bestimmten Kraut veröffentlichen zu können und sei es noch so falsch…).
So begründet sich unser Wissen alleine auf Praxiserfahrungen (beim Menschen sieht das etwas anders aus, hier wird bereits ganz gut geforscht. Jedoch lassen sich diese Forschungsergebnisse keineswegs auf den Einsatz von Kräutern bei Pferden übertragen).

Für diese Praxiserfahrungen ist jedoch erst einmal das Wissen um Kräuter und ihre Wirkungsweisen ausschlaggebend, denn ich muss ja erst einmal wissen, welche Wirkungsweise das einzelne Kraut überhaupt hat. Wie gesagt kann ich dieses Wissen nicht aus Forendiskussionen oder von Anbietern der Kräuter beziehen, ein seriös zusammengestelltes Portrait einzelner Kräuter erhalte ich nur in der Lektüre für Pharmazeuten, da in diesen Lektüren keine eigenen Interessen vertreten werden. Ich kann ja immer nur von mir sprechen, also nachdem ich mir mein Wissen um die Kräuterheilkunde „angelesen“ hatte, begann ich mit meiner Kräuterpraxis und setze seither Kräuter bei Pferden – insbesondere auch bei der Hufrehe – ein.

Ich schreibe hier über meine Praxiserfahrungen vieler Jahre und mit hunderten, wenn nicht sogar tausenden von Pferden, und ich denke, dass Kräuter bei Hufrehe unglaublich effektiv sein können. Auch heute noch empfinde ich es oft als Wunder, welch wirkungsvolle „Waffen“ sie im Kampf gegen die Hufrehe sind. Erklären lässt sich das meiner Meinung nach durch eine effektive Entgiftung des Organismus in erster Linie. Hierzu muss man wissen, dass alles, was unser Pferd aufnimmt, immer bei den Hufen ankommt. Der Huf ist zentrales Organ von Pferden. Aus welchem Grunde sonst würde sich eine Vergiftung beispielsweise – auch – in einer Hufrehe bemerkbar machen oder die wohlbekannte Plünderung der Hafertonne?
Alles, was ich oben „reinkippe“, kommt unten, bei den Füßen, an!

Weitere Faktoren sind ganz sicher eine durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung im Wege einer Regulierung des Stoffwechsels bestimmter Kräuter. Ein großer Vorteil ist, dass bei Fütterung der passenden Pferdekräuter keine schädlichen Nebenwirkungen auftreten können. So wirkt die Weidenrinde beispielsweise entzündungshemmend und blutverdünnend, hat aber weder schädliche Auswirkungen auf den Magen des Pferdes, noch kann die Weidenrinde überdosiert werden. Weidenrinde taugt jedoch nicht als Schmerzmittel; sprich, ich kann noch so viel Weidenrinde verabreichen, sie wird nie an die schmerzlindernden Eigenschaften eines Schmerzmittels heran kommen und somit nicht als Schmerzmittel bei Pferden taugen. Weidenrinde enthält Salicylsäure, ihr nachempfunden wurde Aspirin, also Acetylsalicylsäure. Aspirin wird bei Menschen sowohl als leichtes Schmerzmittel, wie aber auch zur Blutverdünnung eingesetzt. Bei Pferden jedoch wird Aspirin ausschließlich als Blutverdünner, hier insbesondere auch bei der Hufrehe, eingesetzt, da selbst Aspirin bei Pferden keine schmerzlindernde Wirkung erzielt. Setzt man die Dosierung von Aspirin bei Pferden auch noch so hoch an, man wird keine vergleichbar schmerzlindernde Wirkung wie bei einem für Pferde zugelassenen Schmerzmittel erzielen. Die Salicylsäure (also der natürliche Inhaltsstoff der Weidenrinde, dem die Acetylsalicylsäure nachempfunden wurde) dient bei Pferden also keineswegs als Schmerzen linderndes Mittel. So bleibt bei dem Einsatz von Weidenrinde bei Hufrehe ausschließlich die blutverdünnende und entzündungshemmende Wirkung.
Eines ist hier noch interessant: Acetylsalicylsäure wird im tierischen Organismus innerhalb von Minuten zu Salicylsäure umgewandelt. Man liest immer einmal wieder, dass die Halbwertzeit von Salicylsäure bei Pferden nur 1 Stunde beträgt. Diese Erkenntnis wurde jedoch aus dem Versuch mit Acetylsalicylsäure genommen, nicht aus dem Versuch mit Weidenrinde, dem Naturprodukt, also mit Salicylsäure direkt. Da Weidenrinde über die Salicylsäure hinaus noch viele Wirkstoffe mehr enthält (sogenannte Mikronährstoffe, die solch eine Vielfalt aufweisen, dass sie noch gar nicht vollständig erforscht sind) lässt sich diese Halbwertzeit nicht auf die Weidenrinde übertragen.

Sehr effektiv ist auch Ginkgo im Kampf gegen die Hufrehe. Dies erklärt sich durch die in erster Linie durchblutungsfördernden Eigenschaften von Ginkgo auf den Stoffwechsel. Es gibt aber noch weitere Kräuter, wie beispielsweise die Hagebutte durch ihren natürlichen Vitamin C-Gehalt oder auch Ingwer (in Mikrodosierung allerdings…), die im Kampf gegen die Hufrehe als Bestandteil einer Kräuter Rezeptur sinnvoll erscheinen.

Darüber hinaus sind ausleitungsfördernde, entgiftende und Leber und Nieren unterstützende, also Stoffwechsel ankurbelnde Kräuter besonders effektiv. Auch die u. a. blutreinigende Wirkung von Brennessel finde ich fast unverzichtbar.
Immer wieder zeigt sich in der Praxis, dass Kräutermischungen besonders effektiv bei Hufrehe sind und nicht der Einsatz eines einzelnen Krautes. Dieser bleibt fast unbedeutend. Aber auch bei Kräutermischungen ist ein wichtiges Kriterium zu beachten, nämlich die Menge des einzelnen Krautes in der Mischung. Ich mache immer einmal wieder die Erfahrung, dass ein Nachbau von Kräutermischungen anhand der unterschiedlichen Mengen der einzelnen Kräuter lange nicht so effektiv ist, wie das Original. Dies liegt daran, dass es irgendwie in Mode zu sein scheint, sich einen Nachbau in der Apotheke zusammen mixen zu lassen oder die Kräuter als Einzelkräuter zu beziehen und dann selbst zu mischen, um den ein oder anderen Euro zu sparen. Es kommt dann für mich ein wenig „dreist“ rüber, wenn diese Pferdehalter sich dann bei mir beschweren, diese Kräuter hätten nicht geholfen. Aber egal, so komme ich jedenfalls zu der Erkenntnis, dass die Anteile der unterschiedlichen Kräuter in der Rezeptur ganz schön wichtig sind:-)

Die Effektivität von Kräutern bei Hufrehe, also der Einsatz der richtigen Kräuter, scheint überhaupt ein recht schwieriges Thema zu sein.

Wie wir ja wissen, gibt es ganz unterschiedliche Ursachen für Hufrehe, wie wir aber auch wissen, handelt es sich bei der Hufrehe generell um eine Entzündung der Huflederhaut.

Einsatzgebiet von Kräutern ist demnach in erster Linie, die Entzündung der Huflederhaut zum Stoppen zu bringen. Das heißt, Kräuter müssen den Zweck erfüllen, entzündungshemmend zu sein und die gestörte Durchblutung zu regulieren. Weiterhin macht es Sinn, die Entgiftung und Ausscheidung, also den Stoffwechsel, anzukurbeln, dies geschieht durch Leber und Nieren unterstützende Kräuter sowie durch blutverdünnende Kräuter. Da in der Regel bei Hufrehe Schädigungen des Aufhängeapparates, also der Knochen (Hufbeinrotation, Hufbeinsenkung) eintreten, macht es darüber hinaus Sinn, den Gesamtbewegungsapparat, also die Knochen, bei der Regulation zu unterstützen. Auch ist bei jeder Hufrehe die Muskulatur betroffen (bei Blutuntersuchungen ersichtlich am CK-Wert, dieser ist übrigens bei allen Problemen/Erkrankungen am Bewegungsapparat erhöht). Schmerz bedeutet immer auch Verspannungen der Muskulatur durch die Schmerzschonhaltung, insbesondere bei Hufrehe. Somit haben letztlich auch Kräuter wie Mädesüß durchaus ihre Berechtigung in der Hufrehe Therapie. Weidenrinde und Ginkgo – wie gesagt – ebenso, da diese auch eine positive Wirkung auf den Gesamtbewegungsapparat (Knochen, Gelenke) zeigen.

Weiter mit ihrer Wirkungsrichtung darüber hinausgehende Kräuter, beispielsweise Magen oder Herz und Kreislaufsystem unterstützende oder verdauungsunterstützende Kräuter sind überflüssig und ergeben keinen Sinn. Denn das Pferd mit Hufrehe hat in der Regel keine Magenprobleme, keine Herzprobleme und auch keine Probleme mit der Verdauung wie Kotwasser und Durchfall oder ähnliches. Im Gegenteil, besteht eine toxische Rehe, also eine Hufrehe, in der Massen von endogenen oder exogenen Toxinen den Darmraum überfluten, beispielsweise bei Plünderung der Hafertonne oder Zuführung eines Übermaßes von Zucker oder bei einer Vergiftung, dann macht es gerade Sinn, dass das Pferd diese Toxine schnellstmöglich ausschüttet, wozu beispielsweise Durchfall eine körpereigene und gewünschte Reaktion wäre. Gibt man diesem Pferd Kräuter, die den Durchfall und das Kotwasser bekämpfen, so erreicht man hiermit genau das Gegenteil der gewünschten Wirkung.

Es macht aber auch keinen Sinn, wahllos Kräuter zu füttern, die mit der Hufrehe an sich nichts gemein haben, da eine Mischung somit stark an Effektivität einbüßt, denn auch diese überflüssigen Kräuter beeinflussen die Mischung in den Mengenanteilen erheblich. Man müsste also, wenn eine Kräuter bei Hufrehe Rezeptur insgesamt 8 Kräuter enthält, davon 4 jedoch völlig überflüssig sind, die doppelte Dosierung füttern, um den gleichen Effekt zu erzielen, als wenn die 4 überflüssigen nicht vorhanden wären. Insbesondere bei dem Einsatz von Kräutern kommt es nämlich nicht unerheblich auf die Menge der Kräuter an, die wir dem betroffenen Pferd anbieten. Der Mengenanteil entscheidet ganz erheblich über die Wirkung von Kräutern. Es ist nicht gleich, ob ich dem Pferd 20 g oder 50 g täglich verabreiche. Bleiben die 20 g wirkungslos, so können die 50 g sehr wirksam sein.

Immer wieder liest man auch, dass Kräuter (bei Hufrehe und auch im allgemeinen bei Pferden…) nur kurweise gefüttert werden „dürfen“, weil sie sonst entweder
a. schädliche Wirkungen oder
b. einen Gewöhnungseffekt aufweisen.

Einen Gewöhnungseffekt schließe ich aus, der Pferdeorganismus „gewöhnt“ sich ebenso wenig an Kräuter wie der menschliche Organismus, bei dem dieser „Gewöhungseffekt“ im übrigen auch überhaupt nicht diskutiert wird. Oder habt Ihr schon einmal gelesen, dass sich der Mensch mit Herzproblemen beispielsweise an Weißdorn „gewöhnt“ und Weißdorn nach einer Zeit keine Wirkung mehr erzielt?

Die Praxiserfahrung bei Pferden zeigt unmissverständlich auf, dass es keinerlei Gewöhnungseffekt gibt, auch nicht nach etlichen Jahren der Fütterung.

Schädliche Wirkungen wiederum können nur bei Kräutern auftreten, die nicht zur dauerhaften Fütterung geeignet sind. Dies wären lediglich für Pferde eh unverträgliche bzw. giftige Kräuter. Hier versteht es sich von selbst, dass wir diese grundsätzlich nicht füttern dürfen, auch nicht über einen gewissen Zeitraum.
Alle anderen Kräuter, nämlich die für Pferde verträglichen und ungiftigen Kräuter können auch bei dauerhafter Fütterung keinerlei Schaden anrichten.

Bei dem Kauf von Kräutern bei Hufrehe bzw. insgesamt bei dem Kauf von Kräutern für Pferde sollte auch die Ph. Eur. Qualität Kriterium sein. Dies vor dem Hintergrund, dass Kräuter in Ph. Eur. Qualität geprüft sind, einmal auf Schadstoffe, Pestizide und allem, was nicht in die Kräuter gehört und einmal auf ihren Wirkstoffgehalt, der natürlich auch eine tragende Rolle spielt. Diese Qualität sollte garantiert sein. Es reicht nicht, wenn zur Qualität keine Angaben gemacht werden, es reicht aber auch nicht, wenn es Hinweise gibt wie „wann immer es geht, verwende ich …“, das heißt ja im Umkehrschluss, dass es gerade keinerlei Garantie gibt, dass es sich bei den Kräutern um Ph. Eur. Qualität handelt.

Ich verwende ausschließlich Kräuter in Ph. Eur. Qualität und ich kann Euch versichern: Es geht immer! Natürlich passiert es, dass eine Charge „durchfällt“, diese kaufe ich dann halt nicht und zahle etwas mehr für eine andere Charge, die dann die Prüfung besteht. Es ist eine Frage des Preises, ganz klar, jedoch ist diese Qualität ein so wichtiges Kriterium, was erfüllt sein muss und nicht eventuell erfüllt sein könnte. Ohne Prüfung könnten viele Schadstoffe in Kräutern sein und wenig Wirkstoffe und so würden wir unseren Pferden mit der Fütterung einfach nichts Gutes tun!

Hufrehe & Naturheilkunde: Meine Therapie der Hufrehe

Bei der Therapie der Hufrehe steht immer und grundsätzlich die Eindämmung der Entzündung, die Durchblutungsförderung, die Entgiftung und Ausleitung im absoluten Vordergrund. Gelingt es, die Entzündung zum Abklingen zu bringen, die Durchblutung zu fördern (die bei der Hufrehe stark eingeschränkt ist, entweder gleich oder nach einigen Stunden/Tagen..) und die Ausscheidung von Entzündungsprodukten anzukurbeln, so stillen wir ganz automatisch den Schmerz (der ja aufgrund der Entzündung entsteht..) und die Therapie verläuft erfolgreich, was das Innere betrifft. Optimieren wir dann in Folge noch dauerhaft die Hufsituation haben wir ein dauerhaft “Hufrehe freies” Pferd und dies bei einem “ganz normalen Pferdeleben”. Dies ist der Vorteil meiner ganzheitlichen Sicht auf die Hufrehe, diese befähigt zur wirklichen Heilung und ist keineswegs ein Übertünchen der Hufrehe Symptome, wie es leider allzu häufig stattfindet. Nur ein konsequent ganzheitliches Vorgehen kann sich dauerhaft bei Hufrehe bewähren, denn unser Pferd muss dauerhaft in die Lage versetzt werden gesund zu bleiben! 

Fakt ist, dass die Therapie der Hufrehe erst einmal schnellstmöglich und grundsätzlich, gleich, worin Auslöser und Ursachen liegen, innerlich erfolgen muss, bevor lokal Optimierungen der Hufsituation durchführbar sind. Sehr gute Erfahrungen bestehen im Tierheilkundezentrum mit der naturheilkundlichen Therapie der akuten Hufrehe. Meinem Verständnis nach ist eine naturheilkundliche Hufrehebehandlung sehr effektiv und sehr erfolgreich und eine echte Chance für jedes von Hufrehe betroffene Pferd. Ich bin immer wieder selbst überrascht, wie tiefgreifend und schnell die Wirkung eintritt und bin wirklich 100 % überzeugt von den vielen erfolgreichen Therapien, wie sie ja auch unter meinen Erfahrungsberichten nachlesbar sind. Bei der naturheilkundlichen Therapie der Hufrehe spielt es übrigens keinerlei Rolle, ob es sich um eine mechanisch oder innerlich ausgelöste Hufrehe handelt, beide Formen sind gleich gut therapierbar und die Chancen für ein wieder voll belastbares und gesundes Pferd stehen ebenfalls gleich gut. Dies stelle ich im Rahmen meiner naturheilkundlichen Therapien mittels Biofeld-Haaranalyse immer wieder fest und dies bestätigt sich täglich auch aufs Neue.

Mein Weg bei Hufrehe ist eine homöopathische Therapie, die entweder individuell aufgrund der Biofeld-Haaranalyse von mir ausgearbeitet wird oder im Wege der Komplementärhomöopathie mit Nehls Vet Komplex Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5 und ggf. Nr. 7 durchgeführt wird. Grundsätzlich setze ich bei jeder Hufrehe schnellstmöglich spezielle und individuell ausgearbeitete Kräuterrezepturen ein. Heu füttere ich nach Futterzustand, d. h. bei Übergewicht ca. 1 KG pro 100 KG Pferdegewicht pro Tag, bei Normalgewicht 1,5 – 2 KG pro 100 KG Pferdegewicht pro Tag und bei dünnen und mageren Pferden und Ponys zur freien Verfügung.

Schnellstmöglich schaue ich außerdem, dass die Hufsituation optimiert wird. Dies geht in der Regel nicht gleich, da die Pferde kaum einen Huf geben können, daher beginne ich erst mit dem Oben Genannten. Sobald sich die Lage dann etwas entspannt und die Pferde wieder die ersten Schritte gehen können, beginne ich mit der Sanierung der Hufsituation. Für Pferdemenschen, die Hilfe bei der Optimierung der Hufsituation benötigen, biete ich meine Hufanalyse und Bearbeitungsempfehlung an, welche anschaulich mit Bildmaterial und Videos verdeutlicht, worauf individuell zu achten ist und welche “Baustellen” wie behoben werden können. Mein Konzept ist effizient, einfach durchzuführen und sehr erfolgreich. Zudem treten keinerlei schädliche Nebenwirkungen auf und alle Pferde können zukünftig wieder ganz normalen Weidegang genießen ohne jedwede Einschränkungen. Gerne könnt Ihr Euch an mich wenden, wenn Ihr Hilfe benötigt oder Fragen zu meiner Behandlung bei Hufrehe habt!

Ein Erfahrungsbericht…

Guten Tag, Frau Nehls, ich weiß nicht genau, wie ich anfangen soll, aber ich fang mal so an: 2003 habe ich für meine Tochter ein Pony gekauft. Unsere Wilma, ein 127 cm großes Welsh-Pony. So mit dem primären Gedanken: Pony her – Kind runter von der Strasse. Bis dato also völlig unerfahren mit Ponyhaltung, wurde das Pony beim Bauern “um die Ecke” eingestellt, weil günstig und schnell erreichbar. Es dauerte wohl so ca. 8 Wochen, da stellten sich auch die ersten Probleme / Lahmheiten ein. Das sei nicht weiter schlimm, hörte ich vom Bauern. So ein Pony hatten wir auch mal, da haben unsere Kinder sogar noch Turniere mit geritten. Und Tierarzt brauchst du nicht, der ist unnütz teuer. Das will schon wieder werden.

Gut. Wird also wohl nicht so schlimm sein. Aber anstelle von (zumindest) Stagnation, geschweige denn Verbesserung, in den nächsten Tagen, wurde es schlimmer und schlimmer. Sie konnte garnicht mehr laufen und stand nur noch in dieser für Rehe typischen Haltung, die Vorhand entlastend. Es immer noch nicht besser wissend, im übrigen mitten im saftigen Gras einer fetten Marschweide. So. Nun aber Alarm. Tierarzt her, das Internetz gequält und gelesen, gelesen und Informationen gesammelt. Riesenzoff mit dem Bauern, weil ich das Pony nicht mehr auf die Weide bringen wollte, schließlich waren alle Tiere draußen und der Stall sauber sowie Unverständnis über den Besuch des TA.
Am Ende war Wilma so fertig, dass sie nur noch gelegen hat und am Kronenrand schon der Eiter ausgetreten ist. Vermutlich SO kurz vorm Ausschuhen.
Der TA hat auch alles versucht angefangen vom Aderlass bishin zu verschiedenen Medikationen, Röntgen, (Diagnose: Hufbeinrotation und -senkung). Allerdings machte er mir nicht grade Hoffnung: ich sollte mich mal langsam mit dem Gedanken anfreunden, mich von dem Pony zu trennen. Schlachter, Abdecker.
Zu Wilmas Glück, bin ich aber mittlerweile auf Ihre Internetseite gestolpert. Also fluggs bei Ihnen angerufen und mich beraten lassen und einen “richtigen” Schmied bestellt, für einen Rehebeschlag. Wieder milde belächelt von anderen zog ich mit Wilma meine Runden um die alte Kastanie. Bewegung kann nicht schaden, hab ich mir gedacht und fand auch einen Weg, ihr die Öle zu verabreichen. Heute dies -morgen das- übermorgen noch was anderes. Es dauerte einige Zeit, bis sich Besserung einstellte.
So ca. 2 Monate später bestellte ich noch einmal den TA. Eine Grippeimpfung, bitte. Ob wir ein neues Pony hätten? Ja, haben wir. Er staunte nicht schlecht, und seine Kinnlade hängt noch heute etwas *grinz*, als ich ein, mit Stolz erhobenem Kopf und aufgeregt neben mir tänzelndes Pony voller Lebensfreude aus dem Stall führte. Danke, Frau Nehls.
2 Wochen nach der Impfung hab ich das Pony nocheinmal aus dem Stall tänzeln lassen, direkt auf den Anhänger.
Wir sind umgezogen. Weg von den fetten Marschweiden und verständnislosen Bauern. Dorthin, wo es Rehefreundliche Ausläufe/Paddocks und sogar eine “Weide” ohne Welsches Weidelgras gibt.
Rehe ade.
Mittlerweile haben wir zwei gesunde Ponys. Ein Estländer kam noch dazu. Wilma ist heute geschätzte 17, hatte nie wieder Rehe, springt für ihr Leben gerne, begleitet uns auf unseren Kilometer- und Tagelangen Trail-Ritten und ist der Liebling vieler Kinder im Reitstall.
Viele Grüße aus Bremen, Karin Mallon, E-Mail: actros661(at)googlemail.com