Ich lebe meine Berufung...

Als ganzheitlich arbeitende Opens external link in new windowTierheilpraktikerin beziehe ich die Opens external link in new windowFütterung und Haltung in meine Überlegungen ein und sehe das Tier grundsätzlich als Ganzes. Ich schaue mir nicht lediglich die Krankheit oder Symptome der Erkrankung an, sondern das Tier in seinem gesamten Wesen, in seiner Umgebung, mit seiner Psyche und in seiner Krankheit. Ich versuche mir einen Überblick über das ganz spezielle und einzigartige Tier zu verschaffen und setze hier mit einer ganzheitlichen Therapie an!

Opens external link in new windowTierheilpraktiker...

Der Wunsch der Menschen nach natürlichen Heilmethoden für ihre Tiere steigt stetig. Im Laufe der Zeit wurde einerseits klar, dass Antibiotika und Kortison nicht die vielgepriesenen Wundermittel sind, sondern zum Teil erhebliche Nebenwirkungen sowie Resistenzen verursachen; andererseits wird das Angebot veterinärmedizinischer Medikamente durch erschwerte Zulassungsvoraussetzungen in Verbindung mit zunehmenden Kontrollen und Verboten, insbesondere in der sogenannten Nutztierhaltung, erschwert.

Die Tendenz geht so immer mehr zu natürlichen, weitgehend nebenwirkungsfreien Heilverfahren, zur Opens external link in new windowHomöopathie bei Tieren, zur ganzheitlichen Therapie, welche das gesamte Umfeld des Tieres mit einbezieht, zur Vorbeugung von Erkrankungen, zur Anregung der Selbstheilungskräfte und natürlichen Regulation und entfernt sich immer mehr von der alleinigen Behandlung der Symptomatik einer Erkrankung.

Der Beruf Opens external link in new windowTierheilpraktiker, vor einigen Jahren noch ein "Exot", ist heute zwar ein noch immer nicht weitverbreitetes Berufsbild, gewinnt jedoch mehr und mehr an Bedeutung, Interesse und Perspektive durch zunehmende Nachfrage. Obwohl der Begriff "Opens external link in new windowTierheilpraktiker" inzwischen relativ geläufig ist, bestehen bei den interessierten Tierhaltern oft noch verschiedene Unklarheiten und Fragen, bei dessen Beantwortung dieser Artikel ein wenig helfen möchte:

Die Ausbildung des Opens external link in new windowTierheilpraktikers

Das Studium/die Ausbildung zum Opens external link in new windowTierheilpraktiker dauert in der Regel zwischen 16 und 24 Monaten und kostet ca. 2.500,00 - 8.000,00 Euro. Voraussetzungen zur Annahme ist meist ein Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur.

Alle Schulen, die zum Opens external link in new windowTierheilpraktiker ausbilden sind private Institute; die Schulorte sind auf das gesamte Bundesgebiet verteilt, es können also nicht alle Schulen eine Ausbildung in der näheren Umgebung anbieten. Da das Studium in der Regel berufsbegleitend durchgeführt wird, findet der Unterricht am Wochenende statt; auch Fernstudien werden angeboten.

Zwischenprüfung und Prüfung werden schulintern mit schulinternem Abschluss durchgeführt. Eine staatliche Überprüfung - wie bei Humanheilpraktikern beim zuständigen Gesundheitsamt - findet nicht statt.

Gesetzliche Rahmenbedingungen des Opens external link in new windowTierheilpraktikers

Trotz fehlenden Opens external link in new windowTierheilpraktiker-Gesetzes unterliegt die Berufsausübung des Opens external link in new windowTierheilpraktikers zahlreichen Vorschriften und Gesetzen. So werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen u. a. durch die Vorschriften des Arzneimittelgesetzes, des Tierschutzgesetzes und des Tierseuchengesetzes geregelt. Darüber hinaus greifen zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen in die Berufsausübung ein. Auch besteht Meldepflicht beim zuständigen Veterinär- und Finanzamt bzw. weitere Meldungen sind laut den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes zu tätigen.

Die Tätigkeit des Opens external link in new windowTierheilpraktikers

Der Opens external link in new windowTierheilpraktiker therapiert mit natürlichen, weitgehend nebenwirkungsfreien Heilmethoden.

Schwerpunkte der Tätigkeit als Opens external link in new windowTierheilpraktiker liegen in der ausführlichen Beratung einer individuellen und optimalen Opens external link in new windowFütterung und Haltung zur Gesunderhaltung, Prophylaxe sowie auch als Grundlage der Verbesserung des Gesundheitszustandes und somit als Grundvoraussetzung jeder weiteren Therapie, da gerade in der Opens external link in new windowFütterung und Haltung oftmals die Ursache der Erkrankung liegt bzw. schon durch die Opens external link in new windowOptimierung der Fütterungs- und Haltungsbedingungen eine gravierende Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten erreicht werden kann.

Die Therapie chronischer Erkrankungen mit natürlichen Heilmitteln und damit verbundener weitgehender Nebenwirkungsfreiheit ist oftmals langfristig eine gute Alternative, da bei andauernder Medikamentengabe oft die Nebenwirkungen die positiven Wirkungen übertreffen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Regulationstherapie einer Überreaktion des Immunsystems, also Allergie. Da Allergien stetig zunehmen, ist in der Therapie allergischer Erkrankungen ein weites Betätigungsfeld für den Opens external link in new windowTierheilpraktiker gegeben. Meiner Erfahrung nach sind die meisten Erkrankungen auf natürlichem Wege gut und erfolgreich zu therapieren. So gelang z. B. auch die erfolgreiche Therapie eines Katers mit der sogenannten "Opens external link in new windowKatzenseuche" - nach Antibiotika-Gabe traten so massive Nebenwirkungen auf, dass von weiteren Gaben abgesehen werden musste und die Therapie mit homöopathischen Mitteln erfolgte.

Der Opens external link in new windowTierheilpraktiker therapiert vorrangig mit Opens external link in new windowHomöopathie bei Tieren und Phytotherapie, oft setzt er ergänzend oder auch ausschließlich aber auch weitere Therapien und Behandlungsmethoden ein. Oft spezialisieren sich Opens external link in new windowTierheilpraktiker zusätzlich auf verschiedene Behandlungsmethoden, wie z. B. Akupunktur, Akupressur, physikalische Therapien, kinesiologische Diagnose- und Therapieverfahren, Ausleitungsverfahren, Wickel und Auflagen, Nosodentherapie, Neuraltherapie, Umstimmungs- und Reiztherapie, Aromatherapie, Bach-Blütentherapie, isopathisch-homöopathische Regulationstherapie, Farb- und Edelsteintherapie, Laser- und Magnetfeldtherapie und/oder Eigenblut-/Eigenharntherapie.

Darüber hinaus darf der Opens external link in new windowTierheilpraktiker mit allen Medikamenten, welche nicht verschreibungspflichtig sind, therapieren. So verwendet der Opens external link in new windowTierheilpraktiker z. B. bei der Wundversorgung nicht homöopathische Mittel, sondern - ebenso wie der Veterinärmediziner - desinfizierende, Viren- und Bakterien abtötende Mittel.

Was darf der Opens external link in new windowTierheilpraktiker nicht?

Operationen durchführen, Narkosen geben, Impfungen durchführen, mit rezeptpflichtigen Medikamenten therapieren bzw. diese verschreiben/empfehlen.

Darüber hinaus gehören Tiere, die sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation befinden grundsätzlich in eine Tierarztpraxis; hier endet ganz klar das Betätigungsfeld des Opens external link in new windowTierheilpraktikers. Weiterhin wird jeder verantwortlich arbeitende Opens external link in new windowTierheilpraktiker grundsätzlich jeden Patienten, bei dessen Erkrankungsbild er es für angemessen hält, diesen umgehend zu einem Veterinärmediziner verweisen. Diese "Angemessenheitsgrenze" sollte schon beim geringsten Verdacht greifen. Dem Opens external link in new windowTierheilpraktiker steht hier oft weder das fachliche Wissen noch die erforderlichen Diagnosegeräte wie auch die dringend benötigten Medikamente (z. B. starke Schmerzmittel, Kortison, Antibiotika) zur Verfügung.

Obwohl nicht verboten, gibt es darüber hinaus noch zahlreiche weitere Tätigkeiten, welche der verantwortungsbewusste Opens external link in new windowTierheilpraktiker mangels Fachkenntnissen nicht ausführt. Grundlage für alle Handlungen am Tier sollte immer das in diesem Bereich vorhandene fachliche theoretische und praktische Wissen sein. Wie weit dieses bei dem einzelnen Opens external link in new windowTierheilpraktiker greift, kann nur dieser - ehrlich und verantwortlich dem Tier und sich selbst gegenüber - beurteilen. Diese Frage lässt sich auch ausschließlich individuell beurteilen, da jeder Opens external link in new windowTierheilpraktiker sich über die Ausbildung hinaus weitere Kenntnisse verschaffen kann. So darf z. B. ein Opens external link in new windowTierheilpraktiker zwar Zahnkorrekturen vornehmen, jedoch wird nur derjenige diese Behandlung durchführen, der eine Zusatzausbildung auf diesem Gebiet absolviert hat. Obwohl die Ausbildungen der verschiedenen Schulen sehr unterschiedlich zu beurteilen sind, liegt es allein in der Person des angehenden Tierheilpraktikers, diesen Beruf verantwortungsbewusst und mit Liebe zum Tier auszuüben. Fehlende Fachkenntnisse in Theorie und/oder Praxis führen gerade aus dem Grunde, da keine staatliche Prüfung und allgemeine Anerkennung besteht zum Scheitern. Unsere tierischen Patienten kommen zu über 90 % durch Mund-zu-Mund-Propaganda und diese funktioniert eben nur, wenn dem Tier geholfen wird und die Therapie greift. So trennt sich schnell die Spreu vom Weizen und existieren kann als Tierheilpraktiker nur derjenige, der über umfassende Fachkenntnisse verfügt. Welche Prüfung an welcher Schule abgelegt wurde und dass eine staatliche Überprüfung der Fähigkeiten nicht stattfand wird hier zur Nebensache. Allein die erfolgreiche Diagnostik und Therapie ist entscheidend.

Wer den Beruf des Tierheilpraktikers wählt, der sollte darin eher eine Berufung als einen Beruf sehen, da viele arbeitsintensive Stunden, viele Entbehrungen und wenig finanzielle Mittel auf denjenigen warten, der diesen Beruf mit dem nötigen Enthusiasmus lebt.

Diesen Artikel über Tierheilpraktiker schrieb ich für verschiedene Fachzeitschriften


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