Wir helfen Ihnen! Suchen Sie Rat? Wissen Sie nicht weiter? Wir sind für Sie da: +49 171 18 547 23 oder +49 151 144 211 26

Kolik bei Pferden

Kolik bei Pferden

Kurze Zusammenfassung: Kolik bei Pferden

Kolik beim Pferd ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein komplexes Geschehen mit vielen möglichen Ursachen. Das empfindliche Verdauungssystem reagiert sensibel auf Veränderungen in Fütterung, Haltung, Stress und Umwelt. Koliken entstehen häufig nicht plötzlich, sondern entwickeln sich aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Entscheidend ist daher nicht nur die akute Behandlung, sondern vor allem das Verständnis für die Zusammenhänge im gesamten Organismus des Pferdes sowie eine angepasste Fütterung und Haltung.

Fachliche Einordnung: Kolik bei Pferden

Dieser Ratgeber wurde auf Basis der langjährigen Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin, unseren Beraterinnen und unserer Tierärztin Katrin Knecht erstellt. Grundlage sind über zwei Jahrzehnte praktische Begleitung und fachliche Einordnung von Pferden mit Verdauungs-, Stoffwechsel- und Haltungsthemen.

FAQ: Kolik bei Pferden

Was ist eine Kolik beim Pferd

Eine Kolik beschreibt Schmerzen im Bauchraum, die durch unterschiedliche Störungen im Verdauungssystem ausgelöst werden können.

Warum ist Kolik so gefährlich

Das Verdauungssystem des Pferdes ist anatomisch und funktionell sehr sensibel, sodass Störungen schnell lebensbedrohlich werden können.

Was sind häufige Ursachen

Fütterungsfehler, Stress, Bewegungsmangel, Parasiten, Wetterumschwünge und Veränderungen im Stallalltag spielen eine zentrale Rolle.

Was ist im Notfall zu tun

Sofort einen Tierarzt verständigen, Ruhe bewahren, kein Futter anbieten und das Pferd warm halten.

Wie kann man Koliken vorbeugen

Durch eine naturnahe Fütterung, ausreichend Bewegung, stabile Haltungsbedingungen und ein gutes Gesamtmanagement.

Kolik bei Pferden kann viele Ursachen haben

Eine Kolik stellt gerade für Pferde mit ihrem empfindlichen und sehr komplex aufgebauten Verdauungssystem eine absolute Notfallsituation dar, die nicht selten einen schweren Verlauf nimmt und im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Kolik bei Pferden bedeutet daher immer Alarmstufe rot und erfordert ein sofortiges, klares und besonnenes Handeln. Das Pferd befindet sich in einer lebensbedrohlichen Situation, in der jede Minute zählen kann.

Gleichzeitig zeigt sich in der täglichen Praxis immer wieder, dass die Kolik selbst häufig nur die sichtbare Spitze eines viel größeren Zusammenhangs ist. Die Fütterung des Pferdes spielt dabei sowohl im Vorfeld, zur Prophylaxe, als auch in der Nachsorge eine zentrale Rolle und sollte immer im Gesamtbild betrachtet werden.

Kolikgefahr bei Pferden

Das Syndrom der Kolik, abgeleitet vom griechischen Begriff „kolike“ für Bauschmerz, kennt eine Vielzahl unterschiedlicher Ursachen und Erscheinungsformen. Es handelt sich nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um ein komplexes Geschehen, das immer im Zusammenhang mit dem gesamten Organismus des Pferdes gesehen werden muss.

Ein Großteil der Koliken steht in enger Verbindung mit einer Labilität des vegetativen Nervensystems. Dieses fein regulierende System reagiert äußerst sensibel auf innere und äußere Einflüsse. Kommt es hier zu Störungen, kann die Darmperistaltik aus dem Gleichgewicht geraten – bis hin zu Krämpfen oder kompletten Bewegungsstörungen des Darms.

Das vegetative Nervensystem reagiert dabei nicht nur auf offensichtliche Faktoren. Auch scheinbar „kleine“ Veränderungen wie Wetterumschwünge, Veränderungen im Stallklima oder Unruhe in der Herde können Auslöser sein. Besonders deutlich wird dabei, wie eng Fütterung, Haltung, Entwurmung und Alltag miteinander verbunden sind.

Oft liegen die Ursachen für Koliken in Faktoren, die im Alltag gar nicht bewusst wahrgenommen werden. Gerade wiederkehrende Koliken zeigen sehr deutlich, dass es nicht um einen einzelnen Auslöser geht, sondern um ein Zusammenspiel aus Fütterung, Haltung, Arbeitseinsatz und auch psychischen Einflüssen wie Stress, Unsicherheit oder Unruhe im Umfeld.

Ganzheitliche Betrachtung statt Symptombehandlung

Sowohl in der Vorsorge als auch in der Nachsorge einer Kolik zeigt sich immer wieder, wie wichtig eine ganzheitliche Betrachtung ist. Nicht die Kolik selbst steht im Mittelpunkt, sondern das gesamte Pferd – mit all seinen Facetten.

Fütterung, Haltung, Bewegung, Umgang, Stresslevel und individuelle Konstitution bilden ein Gesamtbild, das verstanden werden muss. Eine Regulation kann nur dann stattfinden, wenn diese Zusammenhänge erkannt und berücksichtigt werden.

In der praktischen Arbeit hat sich gezeigt, dass insbesondere bei wiederkehrenden Koliken eine Kombination aus veterinärmedizinischer Therapie, problemorientierter Fütterung und begleitenden naturheilkundlichen Ansätzen sinnvoll sein kann. Dabei geht es nicht um einzelne Maßnahmen, sondern um ein abgestimmtes Gesamtkonzept.

Die Therapien der Nachsorge verlaufen in vielen Fällen sehr stabil, wenn das gesamte System berücksichtigt wird. Selbst Pferde, die zuvor als „Koliker“ galten, zeigen unter einer ganzheitlichen Herangehensweise häufig eine deutliche Stabilisierung.

Anatomische Besonderheiten des Pferdes

Das Pferd besitzt einen vergleichsweise kleinen Magen mit einem sehr festen Kardiaschluss. Dadurch ist Erbrechen nicht möglich. Gleichzeitig verfügt es über einen sehr langen Dünndarm, der an einem weiten Gekröse aufgehängt ist und dadurch eine hohe Beweglichkeit besitzt.

Hinzu kommt ein großvolumiger Blinddarm, ein nicht fixiertes großes Kolon, enge Übergänge zwischen weiten Darmabschnitten sowie eine natürliche Neigung zur Spaltenbildung im Bauchraum.

Diese anatomischen Gegebenheiten machen das Pferd besonders anfällig für Störungen im Verdauungssystem. Schon kleine Veränderungen können hier große Auswirkungen haben.

Ursachen der Kolik

Die Ursachen von Koliken sind vielfältig und greifen ineinander.

Unphysiologische Haltungsbedingungen, unpassende Fütterung, Überlastung, Stress oder auch emotionale Faktoren können das empfindliche Gleichgewicht stören. Wetterumschwünge, die Aufnahme ungeeigneter Pflanzen oder Fehler in der Fütterungstechnik spielen ebenso eine Rolle wie Parasiten oder ein gestörtes Verhältnis zwischen Mensch und Pferd.

Ein zentraler Punkt ist die Fütterung. Während das Wildpferd nahezu kontinuierlich frisst und sich langsam an veränderte Futterbedingungen anpasst, erhält das domestizierte Pferd häufig nur wenige Mahlzeiten pro Tag. Der Übergang zwischen verschiedenen Futterarten erfolgt oft abrupt – obwohl der Verdauungsprozess mehrere Tage in Anspruch nimmt.

Diese Diskrepanz führt häufig zu Störungen im Verdauungsablauf. Passagestörungen im Darm, Fehlgärungen und Veränderungen der Darmflora sind die Folge.

Hinzu kommt die Qualität des Futters. Stark verarbeitete, energiereiche oder strukturarme Futtermittel belasten das System zusätzlich. Eine Verschiebung der Darmflora, Veränderungen im Säure-Basen-Gleichgewicht und eine vermehrte Gasbildung können entstehen.

In der Folge kommt es zu Störungen der Darmbewegung, die im Extremfall zu Verlagerungen, Abschnürungen oder Verschlingungen einzelner Darmabschnitte führen können.

Wenn Fütterung zum Risiko wird

Frisst ein Pferd große Futtermengen in kurzer Zeit, kann es zu einer Überladung des Magens kommen. Im Extremfall kann dies zu einer Magenruptur führen, die lebensbedrohlich ist.

Der lange Dünndarm mit seiner hohen Beweglichkeit birgt zudem das Risiko von Verlagerungen oder Verdrehungen. Auch das große Kolon kann sich in verschiedene Richtungen bewegen und im ungünstigen Fall abschnüren.

Langfristig führen wiederholte Belastungen zu einer chronischen Schädigung des Magen-Darm-Traktes. In diesem Zustand reagiert das Pferd deutlich empfindlicher auf zusätzliche Einflüsse. Selbst ein Wetterwechsel kann dann ausreichen, um eine Kolik auszulösen.

Auch parasitäre Belastungen können eine Rolle spielen. Bestimmte Larvenstadien können Entzündungen hervorrufen und so Koliken begünstigen.

Eine Kolik ist immer ein Notfall

Eine Kolik ist grundsätzlich als Notfall einzustufen und sollte niemals unterschätzt werden.

Bei den ersten Anzeichen ist umgehend ein Tierarzt zu verständigen. Während auf den Tierarzt gewartet wird, sollte das Pferd ruhig gehalten und warm eingedeckt werden. Wärme kann entspannend wirken. Futter sollte nicht aufgenommen werden, Wasser hingegen ist erlaubt.

Ruhe ist in dieser Situation entscheidend. Aufregung und Hektik übertragen sich unmittelbar auf das Pferd und können die Situation zusätzlich verschärfen.

Formen der Kolik

Koliken können in unterschiedlichen Formen auftreten. Dazu zählen unter anderem Krampfkoliken, Verstopfungskoliken, Gaskoliken, Magenüberladungen, Sandkoliken sowie Verlagerungen oder Drehungen des Darms.

Alle diese Formen haben gemeinsam, dass sie mit Störungen im Gleichgewicht des Pferdes zusammenhängen. Häufig spielen dabei sowohl körperliche als auch psychische Faktoren eine Rolle.

Verstopfungskolik

Die Verstopfungskolik ist eine der häufigsten Kolikformen und betrifft nahezu jedes Pferd im Laufe seines Lebens potenziell.

Schon kleine Veränderungen in Fütterung oder Bewegung können ausreichen, um eine solche Kolik auszulösen. Besonders Pferde, die dazu neigen, sind auf ein stabiles Management angewiesen.

Gleichzeitig zeigt sich, dass auch scheinbar unauffällige Pferde plötzlich betroffen sein können. Gerade deshalb ist es wichtig, das Thema grundsätzlich im Blick zu behalten.

Bei Pferden mit wiederkehrenden Verdauungsthemen kann eine individuelle Betrachtung sinnvoll sein, um mögliche Zusammenhänge besser zu verstehen und gezielt anzugehen.

Vorbeugung der Kolik bei Pferden

Pferde, die naturnah gefüttert, artgerecht gehalten und regelmäßig bewegt werden, zeigen häufig eine höhere Stabilität im Verdauungssystem.

Eine ausgewogene Fütterung, ausreichend Bewegung, ein ruhiges Umfeld und eine gute Stallhygiene bilden die Grundlage. Auch eine regelmäßige Entwurmung und das Vermeiden unnötiger Stressfaktoren spielen eine wichtige Rolle.

Einige Pferde sind jedoch besonders sensibel und reagieren stärker auf Veränderungen. Dazu zählen unter anderem Tiere mit empfindlichem Nervensystem, Verdauungsproblemen oder einer belasteten Vorgeschichte.

Bei diesen Pferden kann eine gezielte Unterstützung über die Fütterung sinnvoll sein, um das System zu stabilisieren und die Anfälligkeit zu reduzieren.

Therapie der Kolik

Im akuten Fall ist immer der Tierarzt die erste und wichtigste Anlaufstelle. Die Behandlung einer Kolik gehört ausschließlich in veterinärmedizinische Hände.

Naturheilkundliche Ansätze können jedoch in der Nachsorge eine Rolle spielen. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit des Magen-Darm-Traktes zu unterstützen und das gesamte System zu stabilisieren.

Dabei wird die Fütterung individuell angepasst und auf die Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt. Ergänzend können Kräuter, homöopathische oder andere begleitende Maßnahmen eingesetzt werden, die sich gut in eine ganzheitliche Betrachtung einfügen.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass insbesondere die Kombination aus optimierter Fütterung und begleitenden Maßnahmen zu einer stabileren Situation führen kann.

Da die Pferdefütterung bei Kolik eine maßgebliche Rolle spielt, wird die Grundfütterung den Werten entsprechend optimiert.

In der Regel setzen wir zudem Ergänzungsfuttermittel ein, wie Attis & Sunnys Magen & Darm Fit in Kombination mit Nehls Bierhefe, Animal Biosa und Nehls Magen Vet, die den empfindlichen Magen & Darm betroffener Pferde unterstützen und sich zudem seit vielen Jahren in der Fütterung bestens bewährt haben.

Fazit

Kolik beim Pferd ist immer ein ernstzunehmendes Geschehen und sollte als Notfall betrachtet werden.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die eigentlichen Ursachen häufig tiefer liegen. Fütterung, Haltung, Stress, Bewegung und das gesamte Umfeld spielen eine entscheidende Rolle.

Wer diese Zusammenhänge versteht und berücksichtigt, schafft die Grundlage für eine nachhaltige Stabilisierung – und genau darin liegt der entscheidende Unterschied.

Erfahrungsberichts: Koliken bei Ponystute Bella

Dass auch die natürliche und vor allem ganzheitliche Behandlung eines schon recht alten Pferdes schnellen und vor allem anhaltenden Erfolg haben kann, zeigt der Erfahrungsbericht von Familie Kastner und Bella:

„Vielen Dank für die liebevolle und engagierte Unterstützung bei der Fütterung meiner 28jährigen von Koliken geplagten Ponystute Bella! Liebes Team am Telefon und im Hintergrund, das allerwichtigste zuerst, meiner alten Bella geht es rundum gut! So gut wie Jahre schon nicht mehr. Aufgrund schlechter oder nicht mehr vorhandener Zähne war die Ernährung meiner Seniorin in den letzten Jahren immer schwieriger geworden.

Erst kamen wir mit Heucobs gut zurecht, aber irgendwann häuften sich die Koliken. Meistens waren es Verstopfungskoliken, aber auch die ein oder andere Gaskolik war dabei.

Die letzte Kolik im Januar war wieder eine heftige Verstopfung im Dickdarm und hätte Bella fast das Leben gekostet. Als diese überstanden war, war Bella irgendwie um Jahre gealtert, klapprig, struppig und ohne Lebensfreude.

Der Tierarzt war Dauergast, aber konnte auch nicht wirklich helfen. Im Internet stieß ich auf die Seite des Tierheilkundezentrums und las mich fest. Seite um Seite verschlang ich Erläuterungen rund um die Pferdegesundheit und blieb an der Haaranalyse hängen.

Ob diese ein Weg wäre die eigentliche Ursache für Bella‘s holprige Verdauung und die vielen Koliken herauszufinden?

Kurz entschlossen rief ich im Tierheilkundezentrum Nehls an und wurde direkt freundlich und kompetent beraten. Noch am selben Tag klaute ich Bella Haare, füllte den Anamnesefragebogen aus und schickte beides per Post nach Warburg-Scherfede. Das Ergebnis kam 2 Tage später als Email und brachte einiges ans Tageslicht.

Das Dickdarmmilieu war grundlegend gestört, Bella trank zu wenig und hatte einige Defizite im Bereich des Mineralstoffhaushaltes. Zur Behebung wurden diverse Kräutermischungen empfohlen plus regelmäßiger Bewegung zur Förderung der Darmmotorik.

Das wirklich tägliche (bei Wind und Wetter) Bewegungsprogramm starteten wir am selben Tag (warum bin ich nicht selbst auf die Idee gekommen?) Die Angst vor der nächsten (vielleicht letzten) Kolik war so groß.

Das Paket mit den Futterergänzungen kam schon nach 2 Tagen und ich war etwas überrascht „wieviel“ 70g Kräuter sind. Ob Bella diesen Berg Tee mitfressen würde? Die Sorge war völlig unbegründet, Bella lieb jede einzelne Mischung- bis heute. Sie putzt ihren Trog blitzeblank, immer. 2 Wochen nach dem Therapiebeginn hatte Bella etwas Bauchweh, Kolik wollte ich das noch nicht nennen, aber man sah schon, dass irgendetwas nicht stimmte.

Ich rief im Tierheilkundezentrum an und klagte mein Leid. Die Therapie wurde ein wenig in der Dosierung angepasst und um eine weitere Komponente ergänzt und das Bauchweh ging ohne sich zur Kolik auszuwachsen. Puh… Tja und was soll ich sagen das waren bisher Bella‘s letzte Bauchschmerzen und wir haben mittlerweile Mitte Oktober!

Die Verdauung fluppt, die Äppel sehen perfekt aus, Bella hat gut zugenommen und ihr Fell glänzt !

Wir gehen immer noch jeden Tag mindestens 3km spazieren, haben unsere optimale Fütterung gefunden ( unter anderem sind wir auf die Heu Cobs des Tierheilkundezentrums umgestiegen), geben jeden Tag 2 Kräutermischungen und 3 Sorten Globuli und werden mit einer putzmunteren Bella belohnt. Ganz liebe Grüße und herzlichen Dank Familie Kastner mit Bella