Niereninsuffizienz beim Hund (CNI)
Früh erkennen, fütterungsklug begleiten, Darm, Leber und Niere zusammen denken – aus über 26 Jahren Praxis.
Die Blutwerte sind zurück, das Wort Niereninsuffizienz steht im Raum – und Ihr Hund lässt das neue Nierenfutter stehen. Bei der chronischen Niereninsuffizienz (CNI) verliert die Niere schleichend Funktionsgewebe. Weil der Rest lange ausgleicht, steigt das Kreatinin erst, wenn rund drei Viertel der Funktion fehlen.[2] Zerstörtes Gewebe kommt nicht zurück. Wie es Ihrem Hund mit dem Rest geht, lässt sich beeinflussen.
Die THZ-Sicht: Die Niere arbeitet nie allein. Wir begleiten Darm, Leber und Niere zusammen – mit einer Fütterung, die Ihr Hund auch frisst. Diagnose und Behandlung liegen beim Tierarzt. Womit Sie anfangen ↓
- SDMA zeigt Veränderungen früher als Kreatinin – fragen Sie ab dem siebten Lebensjahr aktiv danach. Bei der Fütterung zählt vor allem Phosphor, und dass Ihr Hund frisst.
- Wie Niere, Leber und Darm zusammenhängen: Hauptratgeber Leber & Nieren beim Hund.
Werte erstmals auffällig oder CNI im frühen Stadium: Nehls easy tasty Leber & Niere Hund, parallel zum Tierarzt – flüssig, auf Basis von Rote-Beete- und Sanddornsaft, morgens und abends über das Futter. Einstieg 100 ml zum Testen, ein Hund bis 25 kg bekommt zweimal 4 ml täglich; mindestens sechs Wochen, ideal drei Monate.
Die Werte steigen trotz Behandlung, der Darm ist ein Thema: Darm zuerst – sechs Wochen VetLine Entero Clean Liquid Hund immer zusammen mit VetLine Entero Clean Basic. Dauerhaft dazu VetLine Surf and Turf Sensitive Mineral (nicht bei Schilddrüsenproblemen). Für Hunde gibt es diese Kombination nicht als Set – bitte jeweils beide Produkte bestellen. Ab IRIS-Stadium 3 nur in Absprache mit Ihrem Tierarzt. Mehr dazu weiter unten ↓.
Sie wissen nicht, wo Sie ansetzen sollen: Das klären wir im kostenlosen Erstgespräch – oder am Telefon unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Was bei der Niereninsuffizienz passiert
Die Nieren filtern harnpflichtige Stoffe aus dem Blut, halten Wasser- und Salzhaushalt im Gleichgewicht und sind an Blutdruck und Blutbildung beteiligt. Sie haben eine große Reserve. Fehlen rund zwei Drittel der Nierenfunktion, kann der Hund den Harn nicht mehr konzentrieren; bei rund drei Vierteln steigen die harnpflichtigen Stoffe im Blut.[3] Bis dahin merken Sie oft nur eines: Der Wassernapf ist öfter leer. Das fällt im Alltag kaum auf.
Akut und chronisch – die wichtige Unterscheidung
Die akute Niereninsuffizienz kommt plötzlich, etwa nach Leptospirose, Frostschutzmittel, Trauben oder Rosinen oder durch Medikamente. Sie ist ein Notfall – und kann bei schneller Behandlung ausheilen. Wird sie nicht ausgeheilt, kann sie in eine chronische übergehen. Die chronische Form verläuft schleichend und in Schüben. Zwischen den Schüben wirken viele Hunde unauffällig, mit jedem Schub geht Funktion verloren.
- Ihr Hund hat Trauben, Rosinen oder Frostschutzmittel erwischt
- er setzt kaum oder keinen Harn ab
- wiederholtes Erbrechen und Fressverweigerung
- plötzliche Mattigkeit, urinartiger Maulgeruch
Symptome – früh leise, später deutlich
Am Anfang stehen mehr Durst und mehr Harn, ein etwas müderer Hund, der wählerischer frisst. Später kommen Gewichtsverlust, urinartiger Maulgeruch, Erbrechen, eine gereizte Magenschleimhaut, stumpfes Fell, Blutarmut und Bluthochdruck dazu. Wir hören am Telefon oft den Satz „Er ist halt alt geworden". Manchmal steckt die Niere dahinter. Lassen Sie es abklären – ein Blutbild mit Urinprobe kostet weniger als jede Sorge.
SDMA und IRIS – was die Werte bedeuten
SDMA (symmetrisches Dimethylarginin) steigt im Mittel bei rund 40 % Funktionsverlust, frühestens ab etwa 25 % – Kreatinin erst bei knapp 75 %.[2] Nicht jede Praxis misst SDMA standardmäßig. Fragen Sie danach, ab dem siebten Lebensjahr und bei den unten genannten Rassen früher.
Die IRIS-Stadien 1 bis 4 ordnen die stabile chronische Nierenerkrankung nach Kreatinin und SDMA ein, dazu kommen Unterstadien für Eiweiß im Urin und Blutdruck. Ein dauerhaft über 14 µg/dl erhöhter SDMA-Wert kann die Diagnose schon allein stützen. Nach einem akuten Nierenschaden wird bis zu drei Monate gewartet, bevor eingestuft wird.[1] Stadium 1 und 2 sind die Zeit, in der Begleitung am meisten Spielraum hat. In Stadium 3 und 4 steht die tierärztliche Behandlung im Vordergrund.
Rassen mit erblicher Vorbelastung
Erbliche Nierenerkrankungen sind unter anderem beschrieben beim Shar-Pei (Amyloidose), Berner Sennenhund (Glomerulonephritis), Lhasa Apso und Shih Tzu (Fehlbildung der Niere), Bull Terrier, English Cocker Spaniel, Soft Coated Wheaten Terrier und Dobermann.[5] Bei diesen Rassen lohnen sich Kontrollen mit SDMA, Urin und Blutdruck schon ab dem fünften, sechsten Lebensjahr. Erkranken kann jede Rasse.
Die Proteinfrage – wo wir es anders sehen
Die Nierendiät aus der Tierarztpraxis hat ihre Berechtigung. In einer kontrollierten Studie mit 38 Hunden kam die erste urämische Krise unter Nierendiät im Median nach 615 statt nach 252 Tagen.[4] Nierendiäten senken Phosphor, Protein und Natrium zugleich.[3]
Welcher Baustein den Unterschied macht, ist weniger klar, als es oft klingt. In Versuchen an Hunden mit verkleinerter Nierenmasse verlängerte weniger Phosphor das Überleben, weniger Protein nicht. Hunde, die über Monate sehr wenig Eiweiß bekamen, verloren Muskeln und Gewicht und wurden blutarm.[4]
Deshalb sehen wir eine pauschal stark proteinarme Fütterung kritisch. Aus unserer Sicht zählt: Phosphor im Blick, hochwertiges Eiweiß in angepasster Menge – und vor allem ein Futter, das Ihr Hund frisst. Die Dose Nierenfutter steht offen, der Hund dreht den Kopf weg – diese Lage kennen wir gut. Akzeptanz schlägt Theorie. Stellen Sie die Fütterung trotzdem nie ohne Ihren Tierarzt um; die nächsten Blutwerte zeigen, ob es passt.
Unsere Begleitung – Darm, Leber und Niere als ein System
Das Nehls-Argument: Wenn die Niere krank ist, ist das selten ein isoliertes Nierenproblem. Niere, Leber und Darm arbeiten zusammen – wer die Niere allein begleitet, verschenkt Möglichkeiten. Wenn Darm, Leber oder Niere aus dem Takt sind, ist das die Ursache von sehr vielem, was sich später als „eigenes" Krankheitsbild zeigt. Was der Darm nicht sauber verarbeitet, landet am Ende als Arbeit bei Leber und Niere.
Fütterungsbegleitung
Für die tägliche Begleitung nutzen wir Nehls easy tasty Leber & Niere Hund, flüssig mit Aromastoffen unter anderem aus Goldrute, Brennnessel und Löwenzahn. Hunde, die lieber Kräuter fressen, bekommen die trockene Mischung Nehls Leber & Nieren Fit aus Birkenblättern, Mariendistel, Brennnessel, Löwenzahn, Oregano und Ulmenrinde – mindestens acht Wochen am Stück.
Die VetLine – Darm zuerst
Tierärztin Katrin Knecht hat die VetLine entwickelt. Beim Nierenhund halten wir zwei Regeln ein:
- Darm zuerst, sechs Wochen: Entero Clean Liquid Hund immer zusammen mit Entero Clean Basic.
- Dauerhaft Surf and Turf Sensitive Mineral als naturbelassene Mineralbasis ohne Hefe – nicht bei Schilddrüsenproblemen.
Ab IRIS-Stadium 3 brauchen Hunde oft Infusionen, Phosphatbinder, Blutdrucksenker oder eine Behandlung der Blutarmut. Das ist Sache des Tierarztes. Bei stabiler CNI empfehlen Fachautoren, Allgemeinzustand, Blutdruck, Urin und Nierenwerte mindestens alle vier Monate zu kontrollieren.[3] Wir begleiten parallel und langfristig.
Wenn die Werte gerade gekommen sind und Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zur Niereninsuffizienz beim Hund
Was Halterinnen berichten
Wir erzählen hier zwei Fälle, die wir gut kennen.
„Bei meiner Mia wurde im Mai eine chronische Niereninsuffizienz diagnostiziert. Sie wurde sogar einige Tage in der Klinik stationär aufgenommen und mir mit den Worten ‚genießen Sie die restlichen Tage intensiv mit Ihrer Hündin' mitgegeben. Eine Freundin riet mir, mich an das Tierheilkundezentrum Nehls zu wenden. Ich ließ eine Bioresonanz-Haaranalyse durchführen und bekam einen individuellen Therapie- und Fütterungsvorschlag für Mia. Nach einigen Startschwierigkeiten – Verweigerung von Futter, Appetitlosigkeit, Erbrechen durch die CNI – geht es Mia nun super. Sie hat ordentlich zugenommen, die Blutwerte haben sich deutlich verbessert und sie hat einfach wieder pure Lebensfreude."
Bianca über ihre Hündin Mia · CNI
„Bei unserer English-Setter-Hündin Robyn wurde bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung eine Niereninsuffizienz entdeckt – zusätzlich waren ihre Leberwerte sehr schlecht. Unser Tierarzt sah kaum Behandlungsmöglichkeiten. Wir wendeten uns ans Tierheilkundezentrum […]. Sehr wichtig war auch die komplette Umstellung von Robyns Ernährung. Anstatt eines Nierendiät-Trockenfutters bekam sie eine sehr abwechslungsreiche, individuell zusammengestellte Frischkost. Eine erneut durchgeführte Blutanalyse nach zwei Monaten brachte Erstaunliches hervor: Ihre Nierenwerte waren wieder fast auf für ihr Alter normale Werte gesunken."
Familie Brendish über English-Setter-Hündin Robyn (13)
Erfahrungen einzelner Hunde sind individuell und nicht übertragbar.
Die Werte sind schlecht – und keiner sagt Ihnen, wie es weitergeht?
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse", seit 2021 rund 3.300-mal gemacht. Tatjana Siebert und unser Team besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten den Begleitplan für die ersten drei Monate ab – parallel zur tierärztlichen Behandlung. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- International Renal Interest Society (IRIS): IRIS Staging System (Fassung nach den Leitlinien 2019).
- IDEXX Laboratories: SDMA testing, mit Verweis auf Nabity et al. 2015 und Hall et al. 2016.
- Foster JD (2013): Canine Chronic Kidney Disease: Current Diagnostics & Goals for Long-Term Management. Today's Veterinary Practice.
- Sanderson SL (2008): Current concepts for management of chronic renal failure in dogs: nutritional support. dvm360 (Proceedings), mit Bezug auf Jacob et al. 2002 und Finco et al. 1992.
- Sanderson SL (2024): Renal Anomalies in Animals. Merck Veterinary Manual.
