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Arthrose, Arthritis, Gelenke und Gelenkerkrankungen bei Hunden

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Hund

Arthrose und Arthritis beim Hund

Warum das „Einlaufen" am Morgen kein Alterszeichen ist, das man hinnimmt – und warum Gewicht, Bewegung und Fütterung mehr bewirken als jede Dose aus dem Regal.

Direkte Antwort: Was ist der Unterschied zwischen Arthritis und Arthrose beim Hund?

Ihr Hund steht morgens steif aus dem Körbchen auf, braucht ein paar Meter, bis der Gang wieder rund ist, und vor der Treppe zögert er neuerdings. Dahinter steckt oft eine Arthrose: ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels, meist an Hüfte, Ellbogen, Knie, Schulter oder Wirbelsäule. Die Arthritis ist dagegen eine Entzündung des Gelenks, akut nach Verletzung oder Infektion oder chronisch – und eine nicht ausgeheilte Arthritis kann in eine Arthrose übergehen. Höheres Körpergewicht und ein Alter über acht Jahre gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren.[1]

Die THZ-Sicht: Schlank halten, regelmäßig bewegen, natürlich füttern – und die Diagnose beim Tierarzt. Womit Sie anfangen ↓

Kurz zusammengefasst
  • Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: das Übergewicht unterschätzen. Labradore, die ein Leben lang schlank gehalten wurden, hatten seltener und später Arthrose als ihre normal gefütterten Wurfgeschwister.[2]
  • Bekommt Ihr Hund Schmerzmittel vom Tierarzt, sprechen Sie jede Kräuterergänzung vorher ab – manche Pflanzen enthalten Salicylverbindungen.
Womit begleiten? Erst die Lage, dann das Mittel

Lage: Der Tierarzt hat Arthrose festgestellt, Ihr Hund bekommt Schmerzmittel oder andere Medikamente. Dann ergänzen wir mit Nehls Gelenk-Stark Forte, einem geschmacksneutralen Pulver aus Glucosaminsulfat mit Bentonit, ohne Kräuter. Je nach Gewicht ein Viertel bis ein halber Esslöffel täglich, mindestens sechs Wochen; Einstieg mit 100 g. Das Glucosamin stammt aus Krustentieren – bei bekannter Empfindlichkeit vorher mit dem Tierarzt sprechen.

Lage: Ihr Hund ist stabil, läuft sich morgens ein, und Sie möchten über die Fütterung begleiten. Dann nehmen wir Nehls Lauf-Fit Hunde flüssig, auf Lein- und Weizenkeimöl, mit Aromastoffen unter anderem aus Teufelskralle und Weidenrinde. Ein Hund bis 20 kg bekommt zweimal täglich 4 ml, mindestens sechs Wochen, ideal drei Monate; Einstieg mit 100 ml. Nicht für Katzen. Für Hunde, die Öl nicht mögen, gibt es VetLine ReMove Rapid Hund auf Basis von Rote-Bete- und Sanddornsaft, gleiche Mengen. Beide nicht zusammen mit Schmerzmitteln ohne Rücksprache mit dem Tierarzt.

Lage: Die Lahmheit kommt und geht, mehrere Gelenke sind betroffen, und keiner weiß, warum. Wo wir ansetzen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – oder am Telefon unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Sie macht energetische Belastungsfelder sichtbar und ist unser Werkzeug – der Ausgangspunkt für einen Fütterungs-Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.

Wann der Hund sofort zum Tierarzt gehört
  • Ihr Hund setzt ein Bein plötzlich gar nicht mehr auf oder kommt nicht mehr hoch
  • ein Gelenk ist dick, heiß und schmerzhaft, vielleicht mit Biss- oder Stichstelle
  • Lahmheit mit Fieber, Mattigkeit oder Fressunlust
  • Lahmheit, die von Bein zu Bein wandert

Hinter einer akuten Arthritis können Verletzungen oder eine Infektion im Gelenk stecken, auch nach Zeckenkontakt. Das gehört in die Hand des Tierarztes, nicht in die Fütterung.

Arthritis – wenn das Gelenk entzündet ist

Eine Arthritis beginnt oft plötzlich: nach einer Prellung, Zerrung, Verstauchung oder Verrenkung, nach einer Bissverletzung, über eine Infektion aus dem Blut, nach Insektenstichen oder im Rahmen einer Allergie. Das Gelenk schwillt, wird warm und schmerzt, der Hund schont das Bein bis hin zum Nicht-mehr-Aufsetzen. Sind mehrere Gelenke betroffen, sprechen Tierärzte von einer Polyarthritis.

Dauert die Schonung länger, bauen die Muskeln am betroffenen Bein ab. Bei einer chronischen Arthritis zeigt sich die Lahmheit oft nur in Schüben, bei Nässe und Kälte. Wer dann abwartet, riskiert, dass aus der Entzündung ein dauerhafter Gelenkschaden wird.

Arthrose – wenn der Knorpel nachgibt

Bei der Arthrose wird der Gelenkknorpel nach und nach abgebaut, der Gelenkspalt wird enger, der Körper baut Knochen an den Rändern an. Betroffen sind meist Wirbelsäule, Knie, Ellbogen, Schulter oder Hüfte, seltener das Sprunggelenk. Ursachen sind angeborene Fehlstellungen wie Hüft- oder Ellbogendysplasie, alte Verletzungen, eine nicht ausgeheilte Arthritis, Überlastung und Fehlbelastung.

In einer großen Auswertung britischer Tierarztpraxen hatten pro Jahr 2,5 Prozent der Hunde eine diagnostizierte Arthrose der Gliedmaßen. Ein höheres Körpergewicht, ein Alter über acht Jahre und Rassen wie Labrador und Golden Retriever erhöhten das Risiko.[1] Diagnostiziert heißt aber nicht entdeckt: Was wir aus über 26 Jahren Praxis sehen, ist, dass viele Hunde ihre Gelenkschmerzen lange verbergen.

  • steifes Aufstehen, das „Einlaufen" über mehrere Meter
  • Zögern vor Treppen, Auto oder Sofa
  • kürzere Spaziergänge, Hinterherlaufen statt Vorweglaufen
  • Lecken an einem Gelenk, Unwilligkeit beim Anfassen
  • schlechter bei Nässe und Kälte

Viele Halter halten das für „normales Altern". Das ist es nicht. Ein Hund, der sich einläuft, hat Schmerzen – und die verdienen Aufmerksamkeit.

Was wirklich etwas bewegt

Gewicht

Kein Präparat hat so viel Einfluss wie das Körpergewicht. In einer lebenslangen Studie an 48 Labradoren bekam die eine Hälfte 25 Prozent weniger Futter als ihr Wurfgeschwister. Am Lebensende hatten 83 Prozent der normal gefütterten Hunde eine Hüftarthrose, aber nur 50 Prozent der schlank gehaltenen. Bei den schlanken trat sie später auf und war milder.[2] Ein paar Kilo weniger nehmen dem Gelenk jeden Tag Last ab. Wie Sie dabei vorgehen, steht im Ratgeber Übergewicht beim Hund.

Bewegung

Ein Gelenk lebt von Bewegung, aber von der richtigen: lieber dreimal am Tag eine halbe Stunde gleichmäßig an der Leine als einmal am Wochenende Ballspielen bis zum Umfallen. Abrupte Stopps, Sprünge und Treppen belasten, Schwimmen und ruhiges Gehen auf weichem Boden entlasten. Das ist im Alltag mühsam, wir wissen das. Es lohnt sich.

Fütterung

Für Gelenke und Knochen zählen ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium zu Phosphor und eine Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen ohne Mangel und ohne Überschuss. Gerade beim Barfen geraten Calcium und Phosphor leicht aus dem Gleichgewicht. Als naturbelassene Mineralbasis füttern wir VetLine Surf and Turf Sensitive, dauerhaft, 10 g täglich, Einstieg 250 g (nicht bei Schilddrüsenproblemen). Was in Ihrem Napf fehlt oder zu viel ist, schauen wir uns im Erstgespräch gern mit Ihnen an.

Glucosamin, Omega-3 und Co. – ehrlich eingeordnet

Glucosamin ist ein Baustein des Gelenkknorpels und der Gelenkschmiere, der Körper bildet ihn selbst aus Glukose. Deshalb füttern wir es als Knorpelbaustein. Als Schmerzmittel taugt es nach heutiger Studienlage nicht: Eine Auswertung von 72 Studien an Hunden und Katzen fand für Glucosamin und Chondroitin keine schmerzlindernde Wirkung.[3] Das sagen wir offen, auch wenn wir selbst ein Glucosamin-Produkt führen. Wer Ihnen damit Schmerzfreiheit verspricht, verspricht zu viel.

Am besten schnitten in derselben Auswertung Omega-3-Fettsäuren ab, etwa aus Fischöl oder Grünlippmuschel; auch Diäten mit Omega-3 zeigten Wirkung bei Hunden.[3] Sprechen Sie das mit Ihrem Tierarzt an, wenn Ihr Hund Arthrose hat.

Und noch etwas aus der Praxis: Kräuter für die Gelenke sind kein Selbstbedienungsregal. Weidenrinde und Mädesüß enthalten Salicylverbindungen, die zusammen mit Schmerzmitteln vom Tierarzt Magen und Darm zusätzlich belasten können. Manche Hunde vertragen bestimmte Kräuter nicht. Deshalb gehört eine Kräuterergänzung bei einem Hund unter Medikamenten immer abgesprochen.

Ihr Hund läuft sich jeden Morgen länger ein, und Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen zu Arthrose und Arthritis beim Hund

Woran erkenne ich Arthrose beim Hund?
Am steifen Aufstehen und dem „Einlaufen" über die ersten Meter, am Zögern vor Treppen und Auto, an kürzeren Spaziergängen und am Lecken einzelner Gelenke. Bei Nässe und Kälte wird es oft schlimmer. Die Diagnose stellt der Tierarzt, meist mit Röntgen.
Ist Arthrose beim Hund heilbar?
Verlorener Knorpel kommt nicht zurück. Wie gut Ihr Hund mit der Arthrose lebt, lässt sich aber stark beeinflussen – über Gewicht, gleichmäßige Bewegung, Fütterung und die Schmerzbehandlung beim Tierarzt.
Hilft Glucosamin bei Arthrose beim Hund?
Glucosamin ist ein Baustein des Knorpels, und wir füttern es so. Gegen Schmerzen zeigte es in einer großen Auswertung von Studien an Hunden und Katzen keine Wirkung. Omega-3-Fettsäuren schnitten deutlich besser ab.
Was ist der Unterschied zwischen Arthritis und Arthrose?
Arthritis ist eine Entzündung des Gelenks, oft akut nach Verletzung oder Infektion. Arthrose ist der fortschreitende Verschleiß des Knorpels. Eine nicht ausgeheilte Arthritis kann in eine Arthrose übergehen.
Darf ich meinem Hund Kräuter geben, wenn er Schmerzmittel bekommt?
Nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt. Weidenrinde und Mädesüß enthalten Salicylverbindungen, die zusammen mit Schmerzmitteln Magen und Darm zusätzlich belasten können. Ein reines Glucosamin-Pulver ohne Kräuter ist hier unkomplizierter.
Wie viel Bewegung braucht ein Hund mit Arthrose?
Regelmäßige, gleichmäßige Bewegung, lieber mehrmals täglich kürzer als selten lang. Schwimmen und ruhiges Gehen auf weichem Boden entlasten, Sprünge, abrupte Stopps und viele Treppen belasten.

Was Hundehalter berichten

Wir erzählen hier einen Fall, den wir gut kennen.

Lakota ist ein 13-jähriger Cocker-Spaniel-Rüde, der mit seinem Frauchen schon lange zur aktiven Sorte gehört. Umso erschreckender war es, als er bei der Bewegung immer mehr Schmerzen zeigte. Irgendwann kam er kaum noch die Treppen hinauf, und das „Einlaufen" nach dem Aufstehen dauerte immer länger. Mit der Diagnose Arthrose kam sein Frauchen zu uns.

Lakota wurde gebarft und bekam schon hochwertiges Fleisch. Wir haben die Fütterung deshalb nur ergänzt: um die Kräutermischung Nehls Senior Aktiv und um Kräutermischungen für den Bewegungsapparat unter den täglichen Mahlzeiten, und wir haben auf das Verhältnis von Calcium zu Phosphor geachtet. Schon nach wenigen Tagen berichtete sein Frauchen, dass das Einlaufen besser ging. Nach weiteren vier Wochen meldete sie sich noch einmal:

„Er ist deutlich lebendiger, agiler und hat sogar wieder Spaß am Laufen. Kleine Sprünge und Treppen funktionieren auch schon fast wieder so gut wie früher. Ich habe meinen Lakota wieder, Euch Tausend Dank!"

Cocker-Spaniel Lakota, 13 Jahre, Arthrose · aus unserer Beratungspraxis

Wichtig zu wissen

Erfahrungen einzelner Hunde sind individuell und nicht übertragbar. Bei Arthrose gehört die Schmerzbehandlung in die Hand des Tierarztes.

Ihr Hund kommt morgens kaum noch hoch – und Sie suchen einen Weg neben dem Schmerzmittel?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse", seit 2021 rund 3.300-mal gemacht. Sie macht energetische Belastungsfelder sichtbar und ist unser Werkzeug; Tatjana Siebert und unser Team besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Fütterungs-Begleitplan ab – neben dem Tierarzt. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. Anderson KL, O'Neill DG, Brodbelt DC, Church DB, Meeson RL, Sargan D, Summers JF, Zulch H, Collins LM (2018): Prevalence, duration and risk factors for appendicular osteoarthritis in a UK dog population under primary veterinary care. Scientific Reports 8, 5641.
  2. Smith GK et al., lebenslange Studie an 48 Labrador Retrievern, berichtet in: New hope for old hips. dvm360; Vorarbeiten Kealy RD et al., Journal of the American Veterinary Medical Association 1997 und 2000.
  3. Barbeau-Grégoire M, Otis C, Cournoyer A, Moreau M, Lussier B, Troncy E (2022): A 2022 Systematic Review and Meta-Analysis of Enriched Therapeutic Diets and Nutraceuticals in Canine and Feline Osteoarthritis. International Journal of Molecular Sciences 23(18), 10384.
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde von Gründerin Tierheilpraktikerin Nehls aus eigener Erfahrung und Praxis beschrieben, im Team mit Tatjana Siebert und den Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Hunden.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage ist die praktische Begleitung von Hunden mit Gelenkthemen in der Naturheilkunde.
Stand: 28. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn Ihr Hund nicht mehr so läuft wie früher – mit Ihren Fragen zu Gelenken, Gewicht und Fütterung. Wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.