
Gelenke, Arthrose, Muskeln von Katzen & Hunden
Der Bewegungsapparat unserer Katzen & Hunde
Gelenkerkrankungen ganzheitlich therapieren
Die Aufgabe der Gelenke besteht darin, die einzelnen Teile des Skelettsystems miteinander zu verbinden und zueinander beweglich zu erhalten. Die Gelenke werden durch die Gelenkkapsel geschützt. Die Gelenkkapsel enthält derbe oder elastische Fasern und Bänder und produziert die Gelenkschmiere (Synovia). Die Gelenkschmiere verhindert das Aneinanderreiben der Gelenke. Gelenkerkrankungen können sehr günstig im Wege der Fütterung durch die Nährstoffe Glucosamin und Chondroitinsulfat beeinflusst werden.
Warum Glucosamin?
Glucosamin ist ein wichtiger Baustein des Knorpels und der Innenhaut der Gelenke. Glucosamin sorgt für eine ausreichende Gelenkschmierbildung und somit auch für eine reibungslose Gelenkfunktion. Glucosamin wird vom Organismus selbst aus Glukose hergestellt und ist ein Aminozucker. Glucosmin ist Bestandteil der so genannten Synovia (Gelenkschmiere). Denn nur eine zähe und somit stabile Gelenkschmiere ist ein wirkungsvoller Puffer zwischen den Knorpelflächen, was eine wichtige Voraussetzung für eine reibungslose Gelenkfunktion darstellt. Darüber hinaus versorgt die Gelenkschmiere das Knorpelgewebe mit Nährstoffen und transportiert Abfallstoffe ab. Verschiedene wissenschaftliche Studien bei Menschen belegen die Wirksamkeit von Glucosamin bei Gelenkerkrankungen. Eine wissenschaftliche Studie bei Menschen, die an Arthrose litten spricht insbesondere für die positive Wirkung von Glucosamin bei Arthrose. Eine Arthrose zeichnet sich durch eine fortschreitende Schädigung des Gelenkknorpels aus. Hunde und Katzen, die an Arthrose leiden, können sich nur noch eingeschränkt bewegen und haben in der Regel große Probleme aufzustehen. Ein weiteres Indiz für eine Arthrose ist das sogenannte ?Einlaufen? nach dem Aufstehen; erst nach mehreren Metern Laufens wird der Schritt wieder flüssig, beginnend ist er steif, eckig und starr. Reiben erst einmal die Knorpelflächen aufeinander, führt das zu heftigen Schmerzen bei Hunden und Katzen. Während einer dreijährigen, randomisierten und placebokontrollierten Studie beim Menschen bewirkte die Einnahme von Glucosamin in Form von Glucosaminsulfat keinen weiteren Knorpelverlust bei den Propanden. Bei Patienten, die ein Placebopräparat erhielten, nahm dagegen der Gelenkspalt weiter ab. Die Verengung des Gelenkspaltes durch Knorpelverlust ist typisch für den Verlauf einer Arthroseerkrankung. Folgerung der Studie war, dass eine langfristige Einnahme von Glucosaminsulfat den Krankheitsverlauf bei Arthrose günstig beeinflussen kann. Diese und andere Studien beim Menschen lassen sich durchaus auch auf Hunde und Katzen übertragen.
Warum Glucosamin und Chondroitin in Kombination?
Chondroitinsulfat (auch Chondritinsulfat):
Ist ein sulfatiertes Glycosaminoglycan (GAG) oder Mucopolysaccharid, welches aus einer Kette sich abwechselnder Zuckerderivate (N-Acetyl-D-Galaktosamin (GalNAc) und Glucuronsäure) besteht. Auch Chondroitinsulfat soll positive Wirkungen auf die Gelenkschmiere haben und beim Wiederaufbau helfen.
Um einen geschädigten Knorpel richtig zu versorgen, ist es notwendig, dem Organismus die knorpelaufbauenden Substanzen in genügendem Maße anzubieten. Dies ist durch eine gesunde Fütterung allein nicht möglich. Mit Hilfe von Ergänzungsfuttermitteln können dem Knorpel Substanzen zur Verfügung gestellt werden, die ihn bestmöglich versorgen. Die wichtigsten Bausteine hierfür sind Glukosamin und Chondroitinsulfat. Diese beiden Substanzen können im Wege der Fütterung beim Knorpelaufbau helfen durch die richtige Versorgung der geschädigten Knorpel. Reich an Glukosamin sind Schalentiere wie Krabben, Shrimps oder Muscheln, insbesondere auch der Chitinpanzer der Schalentiere. Dagegen findet man die höchste Konzentration an Chondroitinsulfat im Haifischknorpel. Schalentierextrakte und Haifischknorpel sollten möglichst zusammen eingenommen werden, da nur beide Wirkstoffe ? Chondroitin- und Glukosaminsulfat ? kombiniert miteinander den Knorpel bei der Regeneration unterstützen können im Wege einer Problem ori
Über die oben genannten Wirkstoffe hinaus hat sich eine homöopathische Therapie von Gelenkerkrankungen aufgrund der Biofeld-Haaranalyse im Tierheilkundezentrum Claudia Nehls bei Hunden und Katzen bestens bewährt.
Alles in Allem kann der Hunde- und Katzenbesitzer eine Menge tun, um Gelenkerkrankungen zu vermeiden bzw. vorhandene Gelenkerkrankungen weniger schmerzhaft und nicht weiter voranschreiten zu lassen.
Die Fütterung von Nehls Lauf-Fit, Gelenk-Stark oder Gelenk-Stark Forte in Verbindung mit einer gesunden und natürlichen Katzen- und Hundernährung ist die Grundvoraussetzung einer entsprechenden homöopathischen Therapie, die ergänzend und parallel zur problemorientierten Fütterung nach Ausarbeitung der Biofeld-Haaranalyse weitere positive Dienste leisten kann.
Arthritis & Arthrose bei Hunden & Katzen
(Artikel für den Haustieranzeiger 01/2010 der Tierheilpraktikerin Claudia Nehls)
Arthritis
Ursachen:
Die Entzündung der Gelenke (= Arthritis) akut oder chronisch, hat verschiedene Ursachen: Traumen, wie beispielsweise Prellungen, Verrenkungen (Luxation), Zerrungen, Verstauchungen (Distorsion), Quetschungen (Kontusion), ursächlich können aber auch Infektionen durch äußere Verletzung oder über die Blutbahn sein, auch Intoxikation, Insektenstiche und Allergien können als Ursachen angesehen werden.

Symptome:
Es besteht eine starke Lahmheit bis zum Nicht-mehr-Aufstehen-Können bzw. Nicht-mehr-Aufsetzen-Können der erkrankten Gliedmaßen. Das erkrankte Gelenk erscheint geschwollen, im akuten Fall auch höher temperiert, schmerzempfindlich und wird wenig bis gar nicht bewegt. Dauert die Lahmheit länger an, können die mitbetroffenen Muskelpartien atrophieren. Sind äußere Verletzungen vorhanden, entdeckt man Einstich- bzw. Bissstellen und ggf. bräunliches Sekret, welches oft bereits eingetrocknet ist. Sind mehrere Gelenke betroffen spricht man von einer Polyarthritis. Bei einer chronischen Arthritis besteht eine sichtbare Lahmheit oft nur in akuten Phasen, etwa bei Nässe und Kälte.
Homöopathische Therapie der Arthritis & Arthrose:
Die homöopathische Therapie differenziert nach Ursache, Symptomatik und individuellem Erkrankungsbild:
Arnica wäre das Mittel der Wahl, wenn die Arthritis aufgrund einer Verletzung, eines Traumas entstanden ist. Ruta würde man verabreichen, wenn die Arthritis aus einer Verletzung entstanden ist, welche jedoch tiefgreifende Folgen für das Gewebe hat. Apis wäre angezeigt, wenn die Arthritis aufgrund einer allergischen Reaktion, beispielsweise eines Insektenstiches oder Vergiftungen durch bestimmte Medikamente entstanden ist.
Arthrose
Die chronisch deformierende Gelenkentzündung nennt man Arthrose. Bei Hunden und Katzen sind bei dieser degenerativen Gelenkerkrankung meist die Bereiche der Wirbelsäule, das Knie-, Ellbogen-, Schulter- oder Hüftgelenk, selten das Sprunggelenk, betroffen.
Ursachen:
Bei der Arthrose sind teils genetische Faktoren ursächlich, ausgelöst werden kann diese jedoch auch durch Traumen, eine nicht ausgeheilte Arthritis, ständige Überbeanspruchung und Fehlbelastung (oft auch durch angeborene Fehlstellungen). Auch erworbene Ernährungsstörungen im Bereich der Gelenkknorpel können ursächlich sein.
Symptome:
Die arthrotischen Symptome umfassen Lahmheiten verschiedenen Grades und Bewegungseinschränkungen, vielfach sind auch noch andere Gelenke durch Überlastung miterkrankt. Auch kann der Organismus derart übersäuert sein, dass mehrere Gelenke Ernährungsstörungen aufweisen und einen degenerativen Prozess durchmachen.
Homöopathische Therapie:
Die Homöopathie hält sehr viele verschiedene Einzel- und Komplexmittel für an Arthrose erkrankte Tiere bereit. Die Mittel sind jedoch unbedingt nach Ursache, Symptomatik und Modalitäten auszuwählen, damit auch der erwünschte Erfolg eintreten kann. So wählt man beispielsweise Rhus toxicodendron bei Überanstrengung, Nässe und Kälte. Leitsymptom ist, dass das Tier sich einlaufen muss; sprich, Probleme beim Aufstehen und in den ersten Schritten aufweist, nach und nach jedoch lahmfreier bei zunehmender Bewegung wird. Natrium muriaticum würde man ebenfalls wählen, wenn Nässe und Kälte das Krankheitsbild verschlimmert. Das Tier mag sich im Gegensatz stehend zu Rhus toxicodendron jedoch nicht bewegen, Bewegung bessert die Lahmheit hier also nicht. Auch stehen verschiedene Organpräparate sowie Komplexmittel zur Verfügung, um die Arthrose homöopathisch zu therapieren.
Fütterung bei Arthrose/Arthritis:
Bei der Fütterung der von Arthritis und Arthrose betroffenen Tiere wäre eine Ergänzung durch Nehls Lauf-Fit sehr empfehlenswert. Die Kombination dieser spezifischen Kräuter in Deutscher Arzneibuch Qualität mit Gelenk-Stark bzw. Gelenk-Stark Forte leistet gute Dienste. Um noch vorhandene Knorpelmasse zu erhalten bzw. so gut wie möglich wieder aufzubauen empfiehlt sich die ergänzende Fütterung von Glucosamin bzw. Glucosamin und Chondroitinsulfat. Darüber hinaus empfehle ich, ein besonderes Augenmerk auf das Calzium : Phosphor Verhältnis in der Fütterung zu legen, da gerade die Knochen essentiell zur Gesunderhaltung auf ein ausgewogenes Verhältnis angewiesen sind. Das Gleiche gilt für einen optimalen Mineralstoffhaushalt, den es sicherzustellen gilt; es sollten weder Überschüsse, noch Mangelerscheinungen oder Imbalancen auftreten, was bestmöglich mit einem natürlichen Mineralfuttermittel zu erreichen ist. Eine homöopathische Therapie sollte immer und grundsätzlich individuell auf das Tier mit Sachkenntnis ausgewählt werden. Eigenversuche mit homöopathischen Mitteln können die Krankheit verschlimmern, bedenkt man das Prinzip der Homöopathie, dass das passende Mittel in der Lage ist Krankheiten zu heilen, jedoch auch in der Lage ist, die Krankheit beim Gesunden auszulösen. Heilkräuter sollten auch nicht ohne Sachkenntnis verabreicht werden, da diese unter Umständen giftig sein können, nicht erprobt sein können oder auch bei Daueranwendung schädliche Wirkungen aufweisen können. Auch werden bestimmte Kräuter und Homöopathika von bestimmten Tierarten nicht vertragen; dies alles muss bedacht werden, um unserem Tier nicht mehr zu schaden, als zu nutzen.