Kräuter für Hunde
Was sie im Napf leisten – und was nicht: Mineralstoffe, BARF und warum die Mischung entscheidet
Kräuter bringen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine so in den Napf, wie die Natur sie liefert: im Verbund, zusammen mit sekundären Pflanzenstoffen, die in keinem synthetischen Mineralfutter stecken. Die Vorfahren unserer Hunde haben pflanzliche Anteile über den Mageninhalt ihrer Beute und direkt aufgenommen.
Aus unserer Erfahrung als Tierheilpraktikerinnen sind Kräuter eine der sinnvollsten Ergänzungen, die es gibt. Zwei Dinge gehören aber dazu: Eine Kräutermischung ersetzt beim Barfen nicht die Calciumquelle. Und ob eine Mischung taugt, entscheidet das Verhältnis der Kräuter zueinander – das Tierheilkundezentrum Nehls stellt seine Rezepturen seit über 26 Jahren aus der Praxis zusammen.
- Kräuter liefern Nährstoffe im natürlichen Verbund plus Bitter-, Gerb- und Schleimstoffe, Flavonoide und ätherische Öle.
- Mängel trotz Mineralfutter sehen wir häufig. Aus unserer Sicht liegt das Problem dann oft in der Verwertung.
- Beim Barfen bleibt Calcium Chefsache der Ration: Knochen oder eine gezielte Calciumquelle wie Algenkalk. Kräuter tragen bei, ersetzen das aber nicht.
- Unser Prinzip: Mineralbasis und Kräuter getrennt – so lässt sich beides an den Hund anpassen.
- Die gleichen Kräuter in anderem Verhältnis ergeben eine völlig andere Mischung. Selbst mischen nach Internetliste geht selten gut.
- Knoblauch, Zwiebel und exotische Kräuter unbekannter Herkunft gehören nicht in den Hundenapf.
Wenn Sie die Mineralbasis natürlich abdecken wollen. Dann steht VetLine Surf and Turf Basic Mineral Hund & Katze an erster Stelle – von Tierärztin Katrin Knecht entwickelt, aus Algenkalk, Seealgen, Moor, Traubenkernmehl, Hagebutten und Bierhefe, ohne synthetische Vormischung. Für Hunde, die keine Hefe bekommen sollen, gibt es die Sensitive-Variante mit Korianderpresskuchen. Beides ist für die dauerhafte Fütterung gedacht, egal ob BARF, Trocken- oder Nassfutter.
Wenn Sie barfen. Dann passt die Mischung zur Altersstufe: BARF Pro Welpe für die ersten Lebensmonate, BARF Pro 1–7 Jahre für erwachsene Hunde, BARF Pro Senior ab etwa acht Jahren. Einen Löffel täglich unter die Ration, dazu Surf and Turf als Mineralbasis – die Calciumquelle planen Sie trotzdem mit ein. Warum, steht hier ↓
Wenn Ihr Hund Dosenfutter bekommt. Dann kommen die Kräuter frisch beim Füttern obendrauf. Unser Nehls Hundefutter ist deshalb bewusst kräuterfrei, die BARF-Pro-Mischung kommt beim Füttern dazu.
Wenn Darm und Stoffwechsel schon belastet sind. Dann reicht eine Kräuterportion allein meist nicht. Wir beginnen mit sechs Wochen VetLine Entero Clean Liquid zusammen mit Entero Clean Basic.
Wenn Sie wissen wollen, was genau Ihrem Hund fehlt. Dann klären wir das im kostenlosen Erstgespräch unter 05642 988 8826. Auf Basis der „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse“ stellen wir eine individuelle Kräutermischung zusammen. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Was Kräuter liefern, das kein Mineralfutter hat
Kräuter enthalten Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Selen und eine Reihe von Vitaminen – in kleinen Mengen und in der Form, in der der Hundekörper sie seit jeher kennt. Dazu kommen Stoffgruppen, die die traditionelle Pflanzenkunde seit Jahrhunderten beschreibt: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide, Saponine, ätherische Öle. In einem synthetischen Mineralfutter fehlen sie alle. Immer.
Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: bei Mangel einfach mehr Pulver. Was wir aus 26 Jahren Praxis sehen: Viele Hunde zeigen Mangelzeichen, obwohl sie seit Jahren Mineralfutter und diverse Präparate bekommen. Das spricht für ein Verwertungsproblem. Und Überversorgung ist genauso wenig harmlos wie Mangel – zu viel Selen etwa kann einen Hund ernsthaft krank machen. Natürliche Mengen aus Kräutern liegen weit unter solchen Bereichen.
Die Mischung macht's
Zwei Mischungen können exakt dieselben Kräuter enthalten und trotzdem völlig verschieden sein. Ein Kraut mit 90 Prozent Anteil prägt die Mischung anders als dasselbe Kraut mit 10 Prozent. Auch die Verträglichkeit hängt an diesen Anteilen. Wer alle Kräuter einer Liste zu gleichen Teilen mischt, bekommt eine Mischung ohne Richtung.
Unsere Rezepturen sind über Jahre in der Beratung entstanden und darauf ausgelegt, dauerhaft gefüttert zu werden. Einen Gewöhnungseffekt, bei dem die Mischung mit der Zeit „nicht mehr wirkt“, erleben wir dabei nicht. Wir arbeiten ausschließlich mit in Europa bekannten Kräutern und mischen mehrmals pro Woche frisch in kleinen Chargen. Die Prüfung auf Schadstoffe und Pestizide fordern wir von jedem unserer Lieferanten ein.
BARF: Was Kräuter beim Calcium können – und was nicht
Muskelfleisch bringt deutlich mehr Phosphor als Calcium mit. Beim Barfen kommt das Calcium deshalb vor allem aus Knochen und Knorpel, bei knochenfreier Fütterung aus einer gezielten Calciumquelle. In Surf and Turf ist das Algenkalk – natürlich, zusammen mit Magnesium und Spurenelementen aus dem Meer. Wie viel Ihre Ration braucht, rechnen wir gern mit Ihnen aus.
Unsere BARF-Pro-Mischungen weisen ihre Werte offen aus, die Mischung für 1–7 Jahre etwa 2,06 Prozent Calcium bei 0,24 Prozent Phosphor. Das ist ein guter Beitrag. Einen Löffel Kräuter als Ersatz für den Knochenanteil zu sehen, wäre aber falsch – dafür ist die Menge zu klein.
Ihr Arbeitsschritt für diese Woche: Schreiben Sie auf, an welchen Tagen Ihr Hund Knochen oder Knorpel bekommt. Gibt es mehrere reine Fleischtage hintereinander, fehlt an diesen Tagen die Calciumquelle. Bei Welpen lassen Sie die Ration unbedingt einmal durchrechnen – das wachsende Skelett verzeiht hier keine Fehler.
Vorsicht: Nicht jedes Kraut gehört in den Hundenapf
Was für uns Menschen harmlos oder gesund ist, kann für Hunde anders aussehen. Knoblauch und Zwiebel etwa können beim Hund die roten Blutkörperchen schädigen. Auch pflanzliche Stoffe sind Wirkstoffe, und „natürlich“ heißt nicht automatisch „sanft“.
Exotische Kräuter aus Südamerika, Asien oder Indien lassen wir grundsätzlich weg: Über Dosierung und Verträglichkeit beim Hund ist zu wenig bekannt, und Trivialnamen werden beim Import leicht verwechselt. Bei Hunden mit Allergien verzichten wir außerdem auf Kräuter, die das Immunsystem anregen sollen, etwa Echinacea. Eine Allergie ist bereits eine Überreaktion. Da setzen wir auf Regulation, nicht auf zusätzlichen Antrieb.
- Ihr Hund hat Knoblauch, Zwiebeln oder unbekannte Pflanzen in größerer Menge gefressen
- Erbrechen, Durchfall, auffällig blasse Schleimhäute, Schwäche oder Unruhe nach einer neuen Kräutergabe
- Die Kräuter absetzen und die Verpackung zum Tierarzt mitnehmen
So füttern Sie Kräuter im Alltag
Getrocknete Kräuter mischen Sie trocken oder leicht angefeuchtet unter das Futter oder übergießen sie als Aufguss mit heißem Wasser und geben sie abgekühlt über die Mahlzeit. Bei mäkeligen Hunden funktionieren flüssige Kräuter oft besser, weil sie sich fast unbemerkt untermischen lassen. Beginnen Sie mit der halben Menge und steigern Sie über einige Tage.
Viele naturnah gefütterte Hunde nehmen Surf and Turf auch zur freien Verfügung. Nehmen Sie dafür eine Keramikschale, keine Metallschale – Metall kann mit den marinen Mineralien reagieren. Nach einem Wechsel vom synthetischen Mineralfutter braucht mancher Hund etwas Zeit, bis er das Naturprodukt annimmt. Es dauert. Geben Sie ihm die Zeit.
Bekommt Ihr Hund homöopathische Mittel, halten Sie etwa zwei Stunden Abstand zur Kräutergabe. Mit diesem Abstand haben wir in der Praxis mit der Kombination beider Wege durchweg gute Erfahrungen gemacht.
Welche Mischung zu Ihrem Hund passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.
Häufige Fragen zu Kräutern für Hunde
Drei Pülverchen im Schrank und trotzdem unsicher?
Manche Halter sagen uns am Telefon mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr, was mein Hund wirklich braucht.“ Wir nehmen das nicht persönlich. Mit der „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse“ schauen wir gemeinsam, wo wir ansetzen – ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team. Daraus stellen wir auf Wunsch eine Kräutermischung nur für Ihren Hund zusammen. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Lieber zuerst reden? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir das gemeinsam – telefonisch unter 05642 988 8826.
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