
Strahlfäule, Hornspalt, Hornriss, Hornfäule,Hufkrebs, Schädigungen der weißen Linie, Hornkluft & Huffäule
Gerade im Herbst, Winter und zeitigem Frühjahr tritt oft Strahlfäule und Hornfäule auf. Lokale Ursachen der Strahlfäule liegen in matschigem, von Kot, Harn und Ammoniak getränkten Ausläufen und Ställen, mangelhafter Bewegung und/oder fehlerhafter bzw. ausbleibender Hufpflege bei der Strahlfäule. Organische Ursachen der Strahlfäule liegen oftmals in einer fehlerhaften Fütterung mit unzureichender oder übermäßiger bzw. von Imbalancen getragener Mineralstoff, Spurenelement- und Vitaminversorgung. Auch ein Übermaß an Zucker und/oder Proteinen ist beteiligt an der Entstehung der Strahlfäule.
Hornspalten, Hornrisse und Schädigungen der weißen Linie treten ganzjährig in der Pferdehaltung auf. Ursachen liegen neben fehlerhafter Fütterung in nicht pferdegerechter Haltung und falscher Hufbearbeitung. Der sogenannte Hufkrebs bezeichnet eine Fäule in massiver Form und hat mit dem eigentlichen Krebsgeschehen wenig gemein.
Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt neben einer lokalen Behandlung von Hornriss, Hornspalt, Hornkluft, Hornfäule, Huffäule, Strahlfäule und Hufkrebs auch die Fütterung. Ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis, ein optimales Mineralstoff- und Spurenelementverhältnis fördern nicht zuletzt auch die Heilung und Regeneration des erkrankten Hufes.
Um die Fütterung bei Strahlfäule, Schädigungen der weißen Linie, Hornriss, Hornspalt, Hornkluft, Hornfäule, Huffäule und Hufkrebs einmal zu überprüfen, Mängel und Überschüsse sowie Imbalancen bei der Mineralstoffversorgung feststellen zu können und die Fütterung anhand der festgestellten Werte zu optimieren ist die Biofeld-Mineral-Haaranalyse sehr hilfreich.
Ergänzend zur lokalen Behandlung und Fütterungsoptimierung hat sich eine homöopathische Therapie bei Schädigungen der weißen Linie, Hornriss, Hornspalt, Hornkluft, Hornfäule, Huffäule, Strahlfäule und Hufkrebs aufgrund der Biofeld-Haaranalyse auch sehr gut bewährt.
Strahlfäule
(Artikel der Tierheilpraktikerin Claudia Nehls für den Pferdeanzeiger 01/08)
Gerade im Herbst, Winter und zeitigem Frühjahr tritt oft die gefürchtete Strahlfäule auf. Lokale Ursachen der Strahlfäule liegen in matschigem, von Kot, Harn und Ammoniak getränkten Ausläufen und Ställen, mangelhafter Bewegung und/oder fehlerhafter bzw. ausbleibender Hufpflege bei der Strahlfäule. Organische Ursachen der Strahlfäule liegen oftmals in einer fehlerhaften Fütterung mit unzureichender oder übermäßiger bzw. von Imbalancen getragenen Mineralstoff-, Spurenelement- und Vitaminversorgung. Auch ein Übermaß an Zucker und/oder Proteinen ist beteiligt an der Entstehung einer Strahlfäule.
Definition Strahlfäule:
Strahlfäule bezeichnet die Zersetzung des Strahlhorns durch Einwirkung von Fäulniserregern und sporenlosen Anaerobiern (Baktieren).
Symptomatik Strahlfäule:
Der Hornstrahl ist bei Strahlfäule zerklüftet und in den Strahlfurchen sammelt sich eine übelriechende, schmierige, grau-weiß bis schwarze Masse an. Meist breitet sich die Strahlfäule von der mittleren Strahlfurche auf die übrigen Teile des Hornstrahls aus. Durch eine länger bestehende Strahlfäule wird die Entstehung eines Trachtenzwanghufes begünstigt. Auf der Hornwand des betroffenen Hufes bilden sich Ringe als Folge einer produktiven und langsam fortschreitenden Saumlederhautentzündung. Bei langanhaltender Strahlfäule mit ausgeprägter Symptomatik liegen die Papillen der Strahllederhaut frei; dieses ist schmerzlich für die betroffenen Pferde, so dass in diesem Stadium meist eine Lahmheit auftritt.
Entstehung der Strahlfäule:
Das Strahlhorn ist gegenüber bestimmten Verschmutzungen sehr empfindlich; sofern es sich um Verschmutzungen mit enthaltenen Fäulnisbakterien und ammoniakhaltigem Harn handelt. Eine schlechte Hufpflege, mangelhafte Bewegung sowie ein Beschlag, der den Strahl teilweise oder ganz bedeckt, zum Beispiel in Form von Steghufeisen oder Sohlen, Ausschäumungen, die den Zutritt von Luft ganz oder teilweise verhinderen, begünstigen die Entstehung der Strahlfäule.
Abgrenzung der Strahlfäule zu Hufkrebs:
Dem Hufkrebs oder Strahlkrebs liegt eine mangelhafte oder ausbleibende Verhornung der Epithelien zugrunde. Im Gegensatz dazu wird bei der Strahlfäule das produzierte Horn durch Fäulnis und Zersetzung zerstört. Die klinischen Bilder ähneln sich. Bei der Strahlfäule fehlen jedoch meist die zottigen Wucherungen der Strahllederhaut, die für Hufkrebs typisch sind. Pferde, welche bereits an einem Trachtenzwanghuf leiden bzw. Pferde, bei denen die Strahlfurchen sehr eng sind, besitzen eine Disposition zur Strahlfäule, welche nur durch dauernde prophylaktische Maßnahmen nicht zum Ausbruch kommt.
Prophylaxe & Therapie der Strahlfäule:
Die Prophylaxe der Strahlfäule besteht in einer regelmäßigen Hufpflege, möglichst viel Bewegung zur Förderung der Durchblutung, hygienischem Stall- und Außenaufenthalt sowie einer annähernd optimalen individuellen Fütterung des Pferdes ohne nennenswerte Mangelerscheinungen und Überschüsse. Möglichst vermieden bzw. nur bei therapeutischer Indikation einzusetzen sind sämtliche Maßnahmen am Huf, welche die Luftzufuhr einschränken bzw. ausschalten. Die erste Maßnahme bei Strahlfäule besteht darin, die losen Teile des Hornstrahls gründlich zu entfernen, so dass keine Taschen zurückbleiben. Die lokale Therapie der Strahlfäule besteht aus viel Bewegung im Freien auf hygienisch einwandfreiem Untergrund sowie eines trockenen und hygienischen Stallaufenthaltes. Die veterinärmedizinische Therapie empfiehlt bei Strahlfäule die regelmäßige lokale Behandlung mit 10%iger Kupfersulfatlösung bzw. mit Wasserstoffperoxid.
Die Tierheilpraktikerin empfiehlt, Strahlfäule mit Nehls Strahlfäule-Weg zu behandeln, welches eine sanft desinfizierende und pflegende Wirkung durch ätherische Öle aufweist. Auch empfiehlt sie eine innerliche und somit ganzheitliche Therapie der Strahlfäule. Neues Horn muss ja zwingend in guter Qualität produziert werden; ihrer Meinung nach reicht es nicht aus, ausschließlich den Fäulnisprozess lokal zu bekämpfen; da nicht zuletzt die Bildung von gesundem Strahl- und Hufhorn einen wichtigen Baustein in der Behandlung darstellt. So empfiehlt sie die zusätzliche Fütterung von Hufelexier, welches das Horn zu qualitativem und beschleunigtem Wachstum anregt.
Bei Hornfäule, Hornspalten, Hufkrebs und Schädigungen der weißen Linie gilt im Grunde das oben Gesagte. Besonders wichtig ist eine optimale Hufbearbeitung und Desinfizierung bei Hufkrebs und Entzündungen sowie Schädigungen der weißen Linie, aber auch bei infizierten Hornspalten und Hornfäule. Ein besonderes Augenmerk ist bei Hornfäule, Hufkrebs, Hornspalten und Schädigungen der weißen Linie aber auch auf eine innerliche - nicht ausschließlich lokale - Therapie und eine problembezogene Fütterung zu legen.
Strahlfäule: Strahlfäule-Weg
Die Tierheilpraktikerin Claudia Nehls empfiehlt bei Strahlfäule, Hufkrebs, Hornspalten, Hornrissen und Hornkluften das von ihr entwickelte lokal aufzutragende Produkt Nehls Strahlfäule-Weg. Nehls Strahlfäule-Weg enthält verschiedene ätherische Öle, die das Hufhorn nicht angreifen, sondern auf schonende Art auf Fäulnisprozesse und Bakterien regulierend einwirken und dabei das Hufhorn pflegen und eine Regeneration des Hufhorns schonend unterstützen.
Da Strahlfäule, Hufkrebs und Hufprobleme insgesamt nicht ausschließlich lokal entstehen, sondern ein innerliches - in einem starken Zusammenhang mit der Fütterung stehendes - Problem anzeigt, empfiehlt die Tierheilpraktikerin Claudia Nehls zusätzlich zu der lokalen Anwendung von Strahlfäule-Weg Nehls Hufelexier zu füttern, welches ein gesundes und beschleunigtes Hufhornwachstum unterstützt.
Auch die Gesamtfütterung sollte überprüft werden, um Optimierungen der Fütterung bei Strahlfäule und Hufproblemen einleiten zu können.