Informationen zum Sommerekzem

Wissenswertes über das Sommerekzem: Welche Therapien helfen wirklich?

Unter Opens external link in new windowSommerekzem fasst man die allergische Reaktion auf den Speichel von Kriebelmücken, Gnitzen oder Stechmücken im Sprachgebrauch bzw. in unseren Breitengraden zoologisch meist Culicuides Spezies zusammen. Auslöser dieser allergischen Reaktion ist der Speichel der blutsaugenden Weibchen; die Ursache einer allergischen Reaktion findet sich jedoch im Immunsystem des an Opens external link in new windowSommerekzem erkrankten Pferdes. Eine Therapie des Opens external link in new windowSommerekzems kann nur erfolgversprechend sein, wenn diese die Überreaktion des Immunsystems (= Allergie) zu regulieren versteht; demnach sollte eine Therapie bei Opens external link in new windowSommerekzem auch hier ansetzen.

Die Therapie und Regulation von allergischen Erkrankungen wie dem Opens external link in new windowSommerekzem benötigt vom Pferdebesitzer in erster Linie Geduld, Ausdauer und Konsequenz in der Opens external link in new windowSommerekzem Behandlung; Spontanheilungen bei Opens external link in new windowSommerekzem gibt es selten. Die Opens external link in new windowTherapie des Sommerekzems kann Jahre andauern; jedoch sollten sich erste Erfolge bereits nach einigen Wochen einstellen. Bis jedoch eine völlige Regulation der allergischen Erkrankung eintritt, verstreicht meist eine lange Zeit; unmöglich ist die Opens external link in new windowHeilung des Sommerekzems deshalb aber noch lange nicht. Bringt der Pferdebesitzer die nötige Geduld auf, so verspricht eine Opens external link in new windowganzheitliche Sommerekzem Therapie, welche bei Fütterung und Haltung als Grundvoraussetzung einer Regulation des Sommerekzems ansetzt, und diese nicht unberücksichtigt lässt, den größten Erfolg und viele Pferde werden innerhalb von wenigen Jahren völlig symptomfrei und bleiben es ihr Leben lang. Die Disposition zu allergischen Erkrankungen behalten sie jedoch ihr Leben lang. Opens external link in new windowSommerekzemer, welche innerhalb weniger Wochen oder Monate symptomfrei leben, gibt es zwar auch; jedoch sind diese eher Ausnahmen.

Dass es sie jedoch gibt, lest Ihr auch auf meiner Homepage...

Opens external link in new windowMeine Therapie bei Sommerekzem

Opens external link in new windowMein Fütterungsrezept bei Sommerekzem

Opens external link in new windowHomöopathie für Pferde: Nehls Vet Komplex Nr. 3

Therapiemöglichkeiten des Sommerekzems:

Die Therapie, die bei jedem vom Opens external link in new windowSommerekzem betroffenem Pferd Erfolg verspricht; gibt es nicht; jedes Pferd ist ein individuelles, daher sollte auch die Opens external link in new windowSommerekzem Therapie immer eine individuell auf das betroffene Opens external link in new windowSommerekzem Pferd abgestimmte Therapie sein; das Schema X gibt es leider nicht:

Cortikoide als Opens external link in new windowSommerekzem Therapie:

Cortison wird zur Immunsuppression eingesetzt, also zur Immunsystem unterdrückenden Wirkung. Kortisonpräparate werden sowohl durch Cortikoid-Injektion wie durch Auftragen cortikoidhalter Salben und Lotionen eingesetzt mit dem Ziel, den Juckreiz zu stillen. 

Der lokale Einsatz ist zwar bedeutend ungefährlicher als der innerliche Einsatz; macht die Haut bei Opens external link in new windowSommerekzem jedoch nicht besser, sondern auf Dauer nur noch anfälliger und empfindlicher; der Vorteil liegt darin, dass der Juckreiz in der Regel gemindert wird bzw. bei Erfolg auch ganz verschwindet.

Veterinärmedizinisch werden meist Kortisonpräparate eingesetzt; problematisch wird bei innerlicher Gabe des Kortisons in erster Linie die Gefahr, dass dieses eine Opens external link in new windowHufrehe auslösen kann. 

Schaut man sich die Hintergründe einer Allergie an, zu denen meist ein Überangebot von Protein gehört; die Pferde leiden demnach oft an einem Proteinüberschuss und daraufhin erhöhten Leberwerten; so ist der Einsatz von Kortison beim Sommerekzemer besonders gefährlich in Bezug auf die Auslösung eines Opens external link in new windowHufrehe-Schubes. Hinzu kommt, dass an Opens external link in new windowSommerekzem leidende Pferde durch den Einsatz von Kortison nicht geheilt werden, da die Symptomatik lediglich unterdrückt wird. Wie gesagt ist die Gefahr einer Opens external link in new windowHufrehe-Erkrankung beim Einsatz von Kortison allgegenwärtig und dies wäre für mich unbedingt ein Grund, auf den Einsatz von Kortison zu verzichten! Zu den weiteren unschönen Nebenwirkungen können auch Magengeschwüre, Muskelschwund, Leberschädigung, Osteoporose, Cushing, Nieren- und Leberprobleme und vieles mehr gehören.

Der Einsatz von Kortison sollte demnach sehr gut abgewägt und möglichst (zumindest, was die innerliche Verabreichung betrifft) vermieden werden. Kortison sollte als Notfallmittel vorbehalten bleiben; von einem leichtfertigen Einsatz ist abzuraten.

Antibiotika bei Opens external link in new windowSommerekzem:

Je nach Folgeerscheinungen des Sommerekzems werden häufig auch antibiotische Präparate eingesetzt; auch deren Einsatz bei Opens external link in new windowSommerekzem sollte anhand von ggf. eintretenden Nebenwirkungen gut bedacht werden und ausschließlich erfolgen, wenn Antibiotika anhand tiefgreifender Entzündungen notwendig erscheint. Vorsichtshalber Antibiotika einzusetzen, wie es in der Praxis häufig geschieht, sollte nicht das Mittel der Wahl sein, denn auch Antibiotika kann Opens external link in new windowHufrehe auslösen!

Antihistaminika bei Sommerekzem:

Antihistaminika blockieren das Histamin, das für die Auslösung und Vermittlung einer allergischen Reaktion wie dem Opens external link in new windowSommerekzem eine große Bedeutung hat. Antihistaminika können innerlich und äußerlich angewandt werden. Die Nebenwirkungen hängen hier stark vom angewandten Antihistaminikum ab. Mit verschiedenen anderen Medikamenten, beispielsweise sedierenden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. 

Pilzimpfung gegen Opens external link in new windowSommerekzem:

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass ein Impfstoff gegen Hautpilze auch wirksam das Opens external link in new windowSommerekzem bekämpfen kann. Dies funktioniert zwar nicht immer (wie bei allen anderen Therapiemöglichkeiten); hat sich jedoch bei einigen Pferden bewiesen. 

Wie bei jeder Impfung können auch hier unschöne Nebenwirkungen auftreten.

Eigenbluttherapie bei Sommerekzem:

Blut wird aus der Halsvene entnommen und in Brust oder Hals unter die Haut bzw. in den Muskel gespritzt. Diese Behandlung soll eine Immunmodulation durch eine Reaktion auf das zurückgespritzte Blut, das außerhalb der Gefäße wie ein Fremdeiweiß bekämpft und abgebaut wird, erreichen. 

Im Vergleich zu Fremdeiweißen kann das eigene Blut keine Schockreaktionen auslösen. 

Kombinationen mit Eigenblut bei Sommerekzem:

Das entnommene Blut wird vor der Injektion mit einem Medikament gemischt. Meist sind dies homöopathische Komplexmittel bei Opens external link in new windowSommerekzem

Gegensensibilisierung bei Sommerekzem:

Hier wird das Blut des Opens external link in new windowSommerekzem Pferdes aufbereitet. Aus dem Blut des allergischen Pferdes werden Antikörper mit Serumaktivatoren versetzt. Serumaktivatoren sind beispielsweise Kieselsäure oder Aluminiumhydroxid. Es entsteht ein Komplex aus autologem Antikörper und dem Aktivator. Die Reininjektion dieses Komplexes regt den Körper an, gegen den eigentlich eigenen Antikörper Abwehrer zu bilden. Dies bezeichnet man als Anti-Antikörper. Trifft dann ein Antigen (Mückenspeichel) auf das betroffene Pferd, entstehen im Pferd zu viele Antikörper gegen den Mückenspeichel (überschießende Immunreaktion). Die gewonnen Anti-Antikörper können mit diesen reagieren und so einen Teil der zu großen Zahl Antikörper abfangen und anderweitig beschäftigen. 

Desensibilisierung bei Sommerekzem:

Hierbei wird ein verdünnter Extrakt der heimischen Mückenarten unter die Haut bei Opens external link in new windowSommerekzem gespritzt. Die Injektionen erfolgen in steigenden Dosen. Unerwünschte Nebenwirkungen können ggf. auftreten.

Opens external link in new windowHomöopathie bei Sommerekzem:

Die Opens external link in new windowHomöopathie soll die Selbstheilungskräfte des Immunsystems anregen, eine Regulation der überschießenden Immunreaktion bei Opens external link in new windowSommerekzem herbeizuführen. 

Opens external link in new windowHomöopathische Mittel bei Sommerekzem können entweder nach Konstitution, die sogenannten Konstitutionsmittel, oder auch nach dem vorhandenen Erkrankungsbild, welches individuell erfasst werden sollte, gewählt werden. In der Opens external link in new windowHomöopathie arbeiten wir mit Einzel- oder Komplexmitteln oder auch mit Organpräparaten und Nosoden. Damit eine homöopathische Therapie Erfolg verspricht, sollten die Mittel individuell auf den Patienten abgestimmt und ausgewählt werden. Bewährte Mittel auszuprobieren verspricht bei den meisten Opens external link in new windowSommerekzem Pferden nur wenig Erfolg. 

Phytotherapeutika bei Sommerekzem:

Die Therapie mit Kräutern und Pflanzen verspricht insoweit Erfolg bei Opens external link in new windowSommerekzem, wenn diese so ausgewählt werden, dass sie die Ursachen des Opens external link in new windowSommerekzems berücksichtigen. Ursachen liegen in der Regel in einem Proteinüberschuss, Stoffwechsel- bzw. Hautstoffwechselstörungen, erhöhten Leberwerten und Problemen bei der Entgiftung. 

Weitere gängige Verfahren bei Opens external link in new windowSommerekzem finden sich in der Bioresonanztherapie und der Akupunktur.

Lokale Mittel bei Sommerekzem:

Erhältlich in Form von Fliegenbändern, Ohrmarken, Salben, Gels, Lotionen und Sprays. Glücklicherweise sind freiverkäufliche Mittel in der Regel unschädlich und ungiftig und beruhen meist auf natürlichen Wirkstoffen. Ausnahmen sind verschreibungspflichtige, also ausschließlich über den Tierarzt zu beziehende Mittel. Ob diese eingesetzt werden sollten, sollte der Pferdehalter sehr gut abwägen, da auch beim lokalen Einsatz von Insektiziden/Pyrethroiden unschöne Nebenwirkungen, wie beispielsweise Vergiftungen, Zittern, Unruhe usw. auftreten können. 

Aber Vorsicht bei Sommerekzem: 

Auch natürliche Mittel können durch die enthaltenen ätherischen Öle Allergie auslösend wirken; daher gilt auch hier der Grundsatz: 

Was dem einen Sommerekzem Pferd eine große Hilfe bei der Bekämpfung von Juckreiz bzw. Insektenabwehr ist, kann bei einem anderen Opens external link in new windowSommerekzem Pferd zusätzlicher Allergie Auslöser sein. Hier hilft meist nur Ausprobieren, wie das jeweilige Mittel beim eigenen Sommerekzem Pferd wirkt bzw. ob es wirkt.

Lokal einzusetzende Mittel sollten bei Opens external link in new windowSommerekzem in dreierlei Hinsicht wirken:

Zum einen Juckreiz lindernd/stillend, zum anderen Insekten abwehrend und zum weiteren ggf. vorhandene Wunden heilend. Da diese unterschiedlichen Wirkungen mit einem Produkt nicht erreichbar sein können: ein insektenabweisendes Mittel kann nicht gleichzeitig vorhandene Wunden, die durch das Scheuern entstanden sind, heilen und meist auch nicht den Juckreiz auf den bereits sehr empfindlichen und geschädigten Hautbezirken stillen, sollte der Einsatz verschiedener Produkte erfolgen.

Ekzemerdecken bei Sommerekzem:

Stellen sicher eine Hilfe des Sommerekzems dar; Haut & Fell sollten jedoch zwischendurch auch einmal Luft schnappen können, um gesund bleiben zu können. Beim ständigen Tragen einer Ekzemerdecke fehlt der Haut Luft und Licht; was dann wiederum zu verschiedenen Problemen führen kann. 

sommerekzem

Ob und welchen Erfolg die oben genannten Sommerekzem Therapien versprechen, bleibt wie gesagt immer dem Sommerekzem Einzelfall vorbehalten. Eine Kombination verschiedener Therapien bei Sommerekzem kann sowohl sinnvoll, wie auch völlig kontraproduktiv sein; dies kommt allein auf die Kombination an.

Gleich welche Therapiemöglichkeit der Pferdebesitzer bei Sommerekzem wählt und ausprobiert, ich empfehle, bei der Fütterung und Haltung des Sommerekzemers anzusetzen; diese zu optimieren und spezifisch auf das erkrankte Pferd abzustimmen. Eine Opens external link in new windowSommerekzem Therapie kann nur dann Erfolg versprechen; wenn Fütterung und Haltung den Erfolg ebnen, indem sie die allergische Überreaktion auf den Speichel der Mücken berücksichtigen. So versprechen sämtliche regulierenden und ursächlichen Sommerekzem Therapien nur wirkliche Erfolge, wenn die Grundvoraussetzung die Richtige ist. Bei einem Sommerekzem Pferd, welches auf fetten Weiden gehalten, wenig bewegt und ggf. noch stark übergewichtig ist, wird keine Sommerekzem Therapie langfristig greifen können. Hier kann man ggf. immunsuppressiv therapieren mit der Gefahr, dass zudem noch ein Opens external link in new windowakuter Hufrehe-Schub auftritt. Ein Pferd wiederum, welches eine allergenarme (= natürliche), karge und angemessene Opens external link in new windowFütterung in nicht kontraproduktiv wirkender Haltung genießt, wird für eine ursächliche Therapie empfänglich sein und diese wird mit etwas Geduld erfolgreich sein. 

Vor jedem Sommerekzem Therapie Beginn, gleichgültig für welchen Weg man sich entscheidet, sollte daher die Grundvoraussetzung der Fütterung sowie ggf. Haltung optimiert werden, um auch einen Erfolg verzeichnen zu können. So nutzt es wenig, täglich homöopathische Mittel zu verabreichen (auch, wenn diese passend gewählt wurden), wenn ein Proteinüberschuss und erhöhte Leberwerte vorliegen und nicht regulierbar sein können, da täglich zuviel Protein zugeführt wird. 

Andererseits ist ein Sommerekzem Pferd an einem stehenden Tümpel mit Mückenplage nicht therapierbar; da die Belastung durch die Mücken so immens ist, dass eine Sommerekzem Therapie lediglich etwas lindern könnte; gleich, welche Therapie man wählt.

Die Grundvoraussetzung einer entsprechenden Fütterung und Haltung muss bei Sommerekzem zwingend berücksichtigt werden, um einem Sommerekzemer neue Lebensqualität durch geeignete Therapien zukommen zu lassen. Dies wird langfristig nur mit dem richtigen Opens external link in new windowPferdefutter und einer passenden Haltung möglich sein!

Artikel von mir für den Pferdeanzeiger 06/08

 

 
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Allgemeines zum Sommerekzem

Immer weiter steigt die Anzahl der vom   und weiteren allergischen Problemen betroffenen Pferde. Längst sind nicht nur Isländer, sondern sämtliche Pferderassen vom Sommerekzem betroffen. SommerekzemAuch heute noch sind viele Ursachen des Sommerekzems ungeklärt, bewiesen ist, dass verschiedene Faktoren zum Sommerekzem beitragen. Auslöser des Sommerekzems sind zwar die Culicuides Spezies (im Sprachgebrauch Mücken oder Gnitzen), jedoch sind für die Sensibilisierung weitere, zum Teil gänzlich ungeklärte Ursachen des Sommerekzems, verantwortlich. Die genetische Disposition zum Sommerekzem, das Stoffwechselgeschehen beim Sommerekzem, ein problematischer Intestinal- und Digestionstrakt mit gestörter Symbiose bei Sommerekzem, in welchem sich über 80 % der Immunzellen befinden, sowie auch das Säure-Basen-Gleichgewicht sind als kausale Ursachen für die Überreaktion des Immunsystems, dem Sommerekzem, anzusehen. Eine große Rolle beim Sommerekzem spielt in diesem Zusammenhang die Ernährung, welche in erster Linie bedarfsgerecht - nicht übermäßig - und möglichst naturbelassen sein sollte. Auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Sommerekzem Pferd optimal verwertbarer Form zugeführt werden.

Diskutiert werden immer häufiger auch psychische und hormonelle Ursachen des Sommerekzems, welche zum Allergiegeschehen beitragen können. Auch Umweltfaktoren sind bei der ständig steigenden Anzahl von allergischen Erkrankungen wie dem Sommerekzem in starkem Maße zu berücksichtigen. Unsere Umwelt wird immer aggressiver und Reaktionen hierauf zeigt gerade das Pferd, welches von unseren "Haustieren" wohl die naturverbundenste und somit auf die Umwelt sensibel reagierendste Spezies ist. Probleme zeigen sich hier in vielfältiger Weise, so ist längst nicht nur das Sommerekzem zum makroskopisch wahrnehmbarem Symptom geworden. Opens external link in new windowHeadshaking, allergische Reaktionen der Schleimhäute (Nasenausfluss, Opens external link in new windowHusten, stark tränende Augen, Bindehautentzündung), dies alles können allergische Reaktionen auf unterschiedliche Umweltfaktoren sein. Opens external link in new windowNesselfieber (Urticaria) und starke Quaddelbildung als Reaktion auf Insektenstiche und andere Allergene nehmen als weitere allergische Reaktionen stark zu.

Entwicklungshintergrund meiner Produkte und Therapien bei Sommerekzem

Haflingerstute Sina, 3 Jahre, Sommerekzem...

Sina`Sommerekzem: Betroffen vom Sommerekzem war nicht nur das Langhaar, sondern der gesamte Körper: Hinterhand, Kopf, Bauchregion, Hals, Rücken. In wenigen Tagen scheuerte sich meine Sina Mähne und Schweifhaare ab, hervor traten offene, blutige und eitrige großflächige Hautbezirke. Sina`s gesamter Pferdekörper war übersäht mit massiven Hautschädigungen, welche durch das ständige Scheuern ausgelöst wurden. Der Juckreiz des Sommerekzems war derart qualvoll, dass das gesamte Pferdeleben hiervon beeinträchtigt wurde. Anfassen, striegeln, reiten, nichts war mehr möglich aufgrund des Sommerekzems.

Sina mit SommerekzemHinzu kam eine große Aggressivität ausgelöst durch das Sommerekzem: Dieser Zustand war einfach unerträglich! Die Bauchregion wurde durch "akrobatische Leistung" am Boden bzw. an Wurzeln und Baumstämmen derart gescheuert, dass es auch hier zu massiven Folgeinfektionen des Sommerekzems kam. Der Zustand war derart qualvoll, dass ich mir ernsthaft überlegte, ob aus tierschutzrechtlichen Gründen eine Erlösung nicht der bessere Weg wäre als ein Leben mit diesem Sommerekzem.

Dies auch, da sämtliche Erfahrungen zum Sommerekzem besagen, dass das Ausbruchsjahr mithin noch das am wenigsten ausgeprägteste Sommerekzem mit noch relativ milde verlaufenden Symptomatiken des Sommerekzems zeigt. Das hätte bedeutet: Die Folgejahre würden für Sina noch schlimmer! Nach dem verzweifelten Einsatz unterschiedlichster Sommerekzem Therapien, Pflege- und Ergänzungsfuttermitteln gegen das Sommerekzem stellte die Tierheilpraktikerin fest, dass kein nur annähernd zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden konnte. Zum Teil verschlimmerte sich der Zustand des Sommerekzems von Sina während der Therapie noch. Als kritische Sommerekzem Zeit konnte die Zeit von Anfang März bis Ende November festgestellt werden, was letztlich bedeutete: Es gab während des Jahres nur 3 Monate, in welchen kein qualvolles Sommerekzem Sina`s Pferdeleben stark beeinträchtigte.

Dieses Pferd mit Sommerekzem - Sina - ist mein eigenes Pferd und ich suchte verzweifelt nach Wegen, ihr zu helfen:

Nachdem ich sämtliche äußerlichen und innerlichen Mittel gegen Sommerekzem ausprobiert hatte, mehrere Tierärzte mittlerweile ratlos waren und alle Ergänzungsfuttermittel für Sommerekzem nicht halfen, suchte ich verzweifelt nach Linderung, nach Besserung und Hilfe für Sina.

So wurde Sina erst einmal "Versuchspferd" zum Thema Sommerekzem. Seit Ausbruch des Sommerekzems machte ich die Erfahrung, dass einige Pflanzen und Kräuter positiv auf die Symptomatik des Sommerekzems wirkten und zum Teil den Juckreiz des Sommerekzems ein wenig linderten. Leider war der Erfolg nie zufriedenstellend und die Juckreizminderung zum einen nur kurzfristig, zum anderen nicht ausreichend.

Mein Ziel war, den Juckreiz des Sommerekzems als Verursacher aller Folgeinfektionen der Haut des Sommerekzems zum Stillstand zu bringen. Ich las sämtliche Fachliteratur über Sommerekzem, Zeitungsberichte über Sommerekzem, Erfahrungsberichte zum Sommerekzem, Futtermittelherstellerberichte zum Sommerekzem, Testreihen zum Sommerekzem.

Hier widersprach sich letztlich vieles. Was einer für gut befand, befand der andere für eher ungünstig. Hier mussten eigene Erfahrungen gesammelt werden: Immunsystem stärkend oder regulierend war z. B. die Kernfrage, die sich beim Lesen vieler "Fachberichte" über das Sommerekzem stellte.

Ausschlaggebend für den Erfolg der Sommerekzem Therapie war eine gute Beobachtungsgabe sowie die ständige Überwachung des Sommerekzems und das ganzheitliche Konzept (Haltung und Fütterung). Die Fütterung wurde komplett umgestellt auf naturbelassene Futtermittel. Nun ja, nach etlichen Versuchen wurde mit kleineren und auch größeren Rückschlägen dann das Ergänzungsfuttermittel Nehls Allergosan-Kräutermischung sowie zur lokalen Eindämmung des Juckreizes beim Sommerekzem Allergosan-Öl und Allergosan-Insekt-Öl geboren.

Grundvoraussetzung für all diese Mühen, diese immensen Kosten und den Zeitaufwand, mit dem ich die ganze Geschichte Sommerekzem betrieb, war die Liebe zu meinem Pferd und der Ehrgeiz, meiner Sina ein pferdegerechtes und glückliches Leben ohne Sommerekzem zu ermöglichen.

Dieser Einsatz hat sich gelohnt:

Heute ist Sina symptomfrei, keine Spur mehr vom Sommerekzem! Sie hat einen typischen Haflingerbehang, ein glänzendes Fell und ist ein wieder lebenslustiges und vor allem glückliches Pferd ohne qualvollen Juckreiz. Sina lebt im Offenstall mit dauerndem Zugang zur Weide, erhält täglich die Nehls Allergosan-Kräuter und wird während der Ekzemzeit - je nach Witterung - 1 bis 5 x wöchentlich mit Allergosan-Öl eingerieben. Ansonsten achte ich streng auf naturbelassene Nahrung, statt üppig und teuer, ist hier eher karg angesagt (auch nicht billiger, aber besser...).

Zur bedarfsgerechten Versorgung mit Mineralien/Vitaminen/Spurenelementen füttere ich seither die Allergosan-Kräutermischung, da auf eine bedarfsgerechte Versorgung des Sommerekzemers keinesfalls verzichtet werden darf.

Jeder Organismus - erst recht, wenn Schwächen vorhanden sind wie das Sommerekzem - ist essentiell auf dessen Zuführung angewiesen. Bei der Entwicklung und Zusammenstellung der Allergosan-Kräutermischung bei Sommerekzem war der Schwerpunkt, Kräuter auszuwählen, welche eine entgiftende und stoffwechselfördernde Wirkung haben. Wichtig empfand ich auch, dass verschiedene Kräuter in ausgewählter Kombination bei Sommerekzem gefüttert werden, da diese nur im Zusammenspiel und in einer genau "ausgetüftelten" Menge untereinander eine ausreichende Versorgung des Sommerekzemers bieten können, darüber hinaus jedes Kraut eine andere Zusammensetzung hat und so mehrere positive Wirkungen zur Regulation des Sommerekzems entfaltet werden können. Die Allergosan Kräutermischung enthält daher mehrere speziell auf die Ursache und Symptomatik des Sommerekzems abgestimmte Kräuter in einr ganz bestimmten Mengenkombination, welche sich in Ihrer Kombination optimal ergänzen und das ekzemgeplagte Pferd ganzjährig mit den so wichtigen natürlichen Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen versorgen. 

Sina erkrankte relativ zeitnah an Sommerkzem und Opens external link in new windowHufrehe, was mir die Erkenntnis brachte, dass ich wohl irgendetwas falsch machte bei Sina...

Über das eigentliche Allergiegeschehen hinaus gibt es zahlreiche
das Sommerekzem begünstigende Faktoren

Individuelle Prädispositionen bei Sommerekzem 

1. Stoffwechselprobleme bei Sommerekzem:

Diese äußern sich u. a. in verzögertem Haarwechsel, schuppigem Haarkleid, fettigem Fell und Anfälligkeit für Parasiten- und Pilzerkrankungen sowie langsamer Wundheilung.

2. Hormonelle Imbalancen bei Sommerekzem:

Äußern sich durch Scheuern am ganzen Körper während der Rosse und erhöhter Hautempfindlichkeit sowie auch nicht regelmäßiger verzögerter Rosse oder "Dauerrosse", Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang stehend mit der Haut (beißen, kratzen etc.).

3. Psychische Faktoren des Sommerekzems:

Ein Pferd, welches in seiner Herde stark unterdrückt und sozusagen das "schwächste Glied" ist, ein Pferd, welches sich von seinem Besitzer nicht geliebt und zurückgesetzt fühlt, oder auch ein Pferd, welches unter permanenter Langeweile leidet, starkem Stress und überfordernder Arbeitsbelastung ausgesetzt wird, fühlt sich in seiner Haut ebenfalls nicht wohl.

Auch psychische Faktoren tragen zum Allergiegeschehen Sommerekzem nicht unerheblich bei.

Fütterungsbedingte Prädispositionen des Sommerekzems sind Vitamin-, Mineralstoff-, Spurenelementüber- bzw. Unterversorgung, Imbalancen im Nährstoffhaushalt, Rohfasermangel, Eiweiß- sowie Energieüberversorgung.

Bekannt ist, dass ein Überangebot an Protein und Energie stark zum Allergiegeschehen beiträgt. Dies umso mehr, wenn nicht ausreichend Rohfaser zugeführt wird. Die Ernährung eines Pferdes mit Sommerekzem sowie auch mit anderen Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis sollte in erster Linie bedarfsgerecht - nicht übermäßig - und möglichst naturbelassen sein. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Pferd optimal verwertbarer Form (= natürlich, nicht synthetisch) ausreichend zugeführt werden. Schädlich zu beurteilen sind hier gleichermaßen Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen. So begünstigt ein Mangel an Calcium Hautveränderungen ebenso wie ein Calciumüberschuss. Calcium konkurriert im Darm mit Kupfer, Zink und Selen um die Aufnahme in den Organismus. Kupfer und Zinkmangel sind direkte Verursacher von Hautproblemen und Juckreiz. Kleie (große Anteile finden sich in Fertigmash) vermindern die Aufnahme von Calcium, Kupfer, Zink und Selen, so ist bei täglicher Fütterung ein Mangel bereits vorprogrammiert. Ein Überschuss an Opens external link in new windowSelen, welcher, da Opens external link in new windowSelen ein Spurenelement ist, schon bei geringster Überdosierung eintreten kann, führt zu Vergiftungserscheinungen wie Haarausfall, Ausfall des Mähnen- und Schweifhaares bis hin zum sogenannten "Opens external link in new windowAusschuhen", welches meist den Verlust des Pferdes bedeutet.

Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie des Sommerekzems. Hier muss in jedem Fall der Grundstock des therapeutischen Eingreifens bei Sommerekzem gelegt werden. Ohne Beachtung einer optimalen Nährstoffzuführung bei Sommerekzem wird jede Sommerekzem Therapie langfristig zum Scheitern verurteilt sein!

Hüten sollte man sich vor allem, dem Sommerekzemer wechselnde oder auch gleichzeitig mehrere Ergänzungs- u. Zusatzfuttermittel zu füttern, da diese zwangsläufig zu Fehlversorgungen des Sommerekzemers führen. Viele Pferdehalter scheinen beim Sommerekzem dazu zu neigen, alles auf einmal ausprobieren zu wollen: dies ist der falsche Weg bei Sommerekzem! Der Markt ist unbegrenzt, was Hilfen und Ergänzungsfuttermittel für Sommerekzemer betrifft, jedoch sollte man eines nach dem anderen bei Sommerekzem ausprobieren und jedem neuen Produkt einen Zeitraum von ca. 3 Monaten einräumen; damit man dann auch abschätzen kann, was wirkte positiv, was eher gar nicht und was negativ auf das Sommerekzem.

Eine ausgewogene Fütterung ist Voraussetzung für einen funktionierenden Stoffwechsel, ein gesundes und intaktes Darmmilieu sowie ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis bei Sommerekzem, was unserem Ekzemer aus gutem Grund zugute kommt:

Weiterhin ist bekannt, dass ein chronisch gestörtes Darmmilieu (ausgelöst durch zu große Mengen und/oder oft artfremdes Eiweiß) - im Darm befinden sich über 80 % der Immunzellen - eine Verschlechterung der Anpassung an äußere Reize und mangelhafte Immunabwehr (keine Eliminierung von Allergenen mehr möglich) bewirkt. Somit ist ein gestörtes Darmmilieu sowie auch ein gestörtes, zum Teil hieraus resultierendes, Säure-Basen-Gleichgewicht kausal mitverantwortlich für die Überreaktion des Immunsystems, des Sommerekzems (= Allergie).

Als Hauptverursacher eines gestörten Säure-Basen-Gleichgewichts bis hin zur Übersäuerung ebenso wie eines chronisch gestörten Darmmilieus wird eine falsche Fütterung als sicher angesehen.

Weitere Prädispositionen des Sommerekzemers:

Ein weiterer begünstigender Faktor des Sommerekzems ist Bewegungsmangel und Übergewicht:

Bewegung fördert die Durchblutung sowie den Stoffwechsel und wirkt regulierend auf das Allergiegeschehen des Sommerekzems. Des Weiteren wird das Wohlbefinden durch ausreichend Bewegung an frischer Luft gestärkt.

Bedeutung der Umwelt bei Sommerekzem

Umweltfaktoren sind bei der ständig steigenden Anzahl von allergischen Erkrankungen wie dem Sommerekzem in starkem Maße zu berücksichtigen. Unsere Umwelt wird immer aggressiver und Reaktionen hierauf zeigt gerade das Pferd, welches von unseren "Haustieren" wohl die naturverbundenste und somit auf die Umwelt sensibel reagierendste Spezies ist. Probleme zeigen sich in vielfältiger und stetig zunehmender Weise, nicht nur das Sommerekzem, sondern Opens external link in new windowHeadshaking, allergische Reaktionen der Schleimhäute (Nasenausfluss, Opens external link in new windowHusten, stark tränende Augen, Bindehautentzündung) und Opens external link in new windowNesselfieber (Urticaria) und starke Quaddelbildung als Reaktion auf Insektenstiche und andere Allergene nehmen als weitere allergische Reaktionen zu. Allergene können sich beispielsweise auch im Heu befinden. Immer häufiger treten Urticaria & Co. auch in weidefreien Zeiten auf und wir beobachten zunehmend, dass unverträgliche bzw. Allergen Potenzial bergende Pflanzen im Heu vorhanden sind. Wird das Heu gewechselt, klingen die Symptome innerhalb weniger Tage ab.

Opens external link in new windowErhöhte Leberwerte, welche bei Allergikern und dem Sommerekzem häufig anzutreffen sind, beeinflussen den gesamten Stoffwechsel und fördern die Allergiebereitschaft des Sommerekzemers. Auch scheinen manche Pferde empfindlicher zu reagieren, da bei gleicher Fütterung und Haltung und identischen Bedingungen bei einigen Pferden erhöhte, bei anderen Pferden im Normbereich liegende Leberwerte anzutreffen sind. Gerade das so sensitive "Naturtier Pferd" hat Probleme, mit dem stetig steigenden Maß an Toxinen, welche durch die synthetische Fertigfütterung mit ihren zahlreichen Zusatzstoffen ebenso wie unseren leichtfertigen Umgang mit Giftstoffen unterschiedlicher Art (Dünger, Unkrautbekämpfung, Umweltfaktoren, Abgasen usw.) verursacht wird, zu leben.

Berichtet die Presse in erster Linie über Umweltskandale und wirklich lebensbedrohliche Veränderungen der Klimabedingungen, so zeigt uns das Pferd wohl schon Jahrzehnte früher dank seines Instinktes, dass das "Zurück zur Natur" der einzig gangbare Weg für eine lebenswerte Zukunft ist!

Haltungsbedingte Faktoren des Sommerekzems

In Küstenregionen kommt das Sommerekzem nahezu nicht vor.

Weiden in Küstenregionen meiden die Mücken vor allem wegen des Windes. Auf Bergweiden über 500 Metern trifft man kaum Sommerekzemer mit ihren typischen Sommerekzem Symptomen an. Desto windiger das Umfeld, desto wohler fühlt sich unser Sommerekzemer.

Die noch gängige Meinung, dass Sommerekzemer am Meer bzw. in Meeresnähe symptomfrei bleiben, scheint jedoch zunehmend ins Wanken zu geraten. Vermehrt höre ich, dass auch bei Abgabe der Tiere "ans Meer" Symptome des Sommerekzems auftreten. Einzige Ausnahme: Island, hier gibt es das Sommerekzem nicht, was sicher an den klimatischen Bedingungen, der Vegetation und den völlig anderen Gesamtbedingungen liegt! Fatal für den Sommerekzemer ist ein stehendes Gewässer in der Nähe:

Hier mutiert das Sommerekzem zur Qual, Pferde mit Sommerekzem gehören nicht in die Nähe eines Teichs, der Brutstätte für die Mücken ist.

Die Haltung des Sommerekzemers sollte in erster Linie - dies gilt für den Sommerekzemer ebenso wie für alle anderen Pferde, denn in erster Linie ist auch der Sommerekzemer Pferd - pferdegerecht, gesund, natürlich und mit möglichst viel Bewegung in frischer Luft in einer freien und möglichst windigen Gegend stattfinden. Je windiger die Gegend, desto positiver für unser Sommerekzem Pferd. Wind ist in erster Linie von der Lage des Wohnorts abhängig, daher sollte diese möglichst etwas erhöht und nicht in unmittelbarer Nähe bebaut sein. Es ist genau die Lage, die bei Stürmen, die uns zukünftig ja weiter und verstärkt bevorstehen sollen, die nicht Attraktive ist!

Durch eine artgerechte Haltung des Pferdes mit Sommerekzem werden Stoffwechsel, Durchblutung (welche grundsätzlich wichtig ist) und Psyche stark positiv beeinflusst.

Die Möglichkeit zum Scheuern für das Sommerekzem Pferd sollte in Form von befestigten ausrangierten Besen gegeben werden, Verletzungsmöglichkeiten müssen ausgeschaltet werden. Zu beachten ist, dass der starke Ekzemer durch exzessives Scheuern starke Läsionen und Verletzungen geradezu herausfordert. Da ein nicht unerheblicher Gewöhnungseffekt beim Sommerekzem einsetzt bei den betroffenen Pferden, ist eine Weide ohne Baumbestand anzuraten; da Bäume in der Regel Verletzungsquellen darstellen können und geradezu zum Scheuern und Schubbern einladen. Die Weideflächen bei Sommerekzem sollten extensiv bewirtschaftet werden, was bedeutet, ausschließlich natürlich gedüngt (eigener abgelagerter, also kompostierter Mist) und mit nur wenigen Pferden beweidet.

Die Unkrautbekämpfung sollte natürlich vonstatten gehen, was heißt:

Kein Einsatz chemischer Unkrautbekämpfungsmittel! Je natürlicher und vielfältiger unsere Pferdeweide ist, je positiver ist der Grasbestand bei Sommerekzem zu bewerten; extensiv bewirtschaftete Weideflächen sind verhältnismäßig rohfaserreich, protein- u. energiearm, was nicht nur unserem Sommerekzemer zugute kommt! Des Weiteren ist auf Hygiene bei Sommerekzem zu achten, was regelmäßiges Kot einsammeln (sofern es die Fläche in ihrer Größenordnung erlaubt) ebenso einschließt, wie tägliches Ausmisten des Stalles, Reinigung der Tröge und Tränken, Entfernung von Spinngeweben etc.; hier sollte das Augenmerk auf eine natürliche Bekämpfung der Insekten gelegt werden.

Einfache Hilfsmöglichkeiten bei Sommerekzem

Hierzu gehört ganz sicher ein Fliegenkopfschutz mit Klettverschluss oder Gummiband bei Sommerekzem, Klettverschluss bzw. Gummiband verhindert, dass die Sommerekzem Pferde hängen bleiben und ist für alle Pferde unbedingt notwendig, für den Sommerekzemer bestimmt lebensrettend, da dieser geradezu prädestiniert ist, sich bei Scheuerei und Juckerei zu verheddern. Ekzemerdecken sind eine hilfreiche Erfindung, nicht alle Sommerekzem Pferde kommen jedoch damit zurecht. Sommerekzem Pferde, die sich sichtlich unwohl fühlen mit Decke und nur den Gedanken verfolgen, wie sie die Decke am besten wieder los werden, hierbei mit sämtlichen Tricks vorgehen, sind keine Kandidaten für eine Ekzemerdecke. Die meisten Sommerekzem Pferde sind jedoch geradezu begeistert, wenn sie durch eine Decke geschützt werden und in dem Fall sind Ekzemerdecken eine wirkliche Hilfe für die Sommerekzem betroffenen Pferde. Allerdings sollte die Decke nicht 24-Stunden im Einsatz sein, auch Ekzemerhaut möchte einmal frei atmen!

Allerdings sollte zusätzlich die Fütterung und Haltung bei Sommerekzem überdacht werden und selbst mit Ekzemerdecke lohnt sich eine Therapie der überschießenden Immunreaktion des Sommerekzems.

Denn: ein Sommerekzem kann nur der Anfang sein und weitere allergische Reaktionen die Folge, von daher ist eine Sommerekzem Therapie unbedingt anzuraten und nicht das Verschleiern der Symptomatik durch den Einsatz von Ekzemerdecken. Diese sollten als das verstanden werden, was sie sind:

Eine positive Unterstützung, eine echte Hilfe und Verringerung der Qual des Juckreizes aufgrund des Sommerekzems, sie steigern die Lebensqualität erheblich im besten Falle, sind jedoch nicht das Wunder- und Allheilmittel bei Sommerekzem!

Therapiemöglichkeiten des Sommerekzems

Weder der alleinige Einsatz von Kräutern und Ergänzungsfuttermitteln, noch die alleinige lokale Behandlung der betroffenen Hautbezirke bei Sommerekzem und schon gar nicht die in der Praxis immer noch viel zu oft praktizierte und als erstes Mittel der Wahl eingesetzte Kortikoidtherapie bei Sommerekzem (Unterdrückung bzw. Verlagerung des Symptomenkomplexes, teilweise verheerende Nebenwirkungen, wie z. B. Opens external link in new windowHufrehe) können als wirksame Sommerekzem Therapie angesehen werden. Bezüglich der Sommerekzem Therapie mit Cortison sollte diese immer dem Notfall vorbehalten bleiben; denn gerade Pferde, die an Sommerekzem erkrankt sind, dies gilt übrigens auch für sämtliche anderen allergischen Haut- und Opens external link in new windowAtemwegserkrankungen, scheinen disponiert für Opens external link in new windowHufrehe zu sein.

Ich mache zunehmend die Erfahrung, dass Opens external link in new windowHufrehe und Sommerekzem bzw. Hufrehe und Atemwegserkrankung innerhalb weniger Wochen bzw. Monate bei einem Pferd auftreten. Die Zusammenhang besteht in der Verabreichung von Cortison, Antibiotika & Co., so denke ich. Da Cortison als Hufreheauslöser bekannt ist, sollte Wirkung und mögliche Nebenwirkung äußerst gut abgewägt werden, denn: eine Hufrehe ist lebensbedrohlich und endet oft tödlich, das Sommerekzem gehört nicht zu den lebensbedrohlichen Erkrankungen und lässt sich durch wenige Sommerekzem Maßnahmen für das vom Sommerekzem betroffene Pferd im erträglichen Rahmen halten. Man sollte es erst gar nicht so weit kommen lassen, dass bei Sommerekzem über den Einsatz von Cortison nachgedacht werden muss, sondern bei den ersten Symptomen des Sommerekzems (= Juckreiz) sofort und umgehend handeln.

So kommt man erst gar nicht in die verzwickte Situation, abwägen zu müssen in Form von Pro & Contra beim Sommerekzem!

Weder in der Schulmedizin noch in der alternativen Tierheilkunde existiert eine nachweislich bei allen Sommerekzem erkrankten Pferden erfolgreiche Sommerekzem Behandlung durch ein einzusetzendes Mittel, da diese eine Standardmedikation nach dem "Schema F" darstellen müsste, welche es ganz bestimmt bei Sommerekzem ebenso wenig geben wird, wie bei anderen Erkrankungen!

Dieses eine Mittel als Mittel der Wahl beim Sommerekzem gibt es meiner Ansicht nach nicht!

Meiner Erfahrung nach lässt sich das Sommerekzem nur unter Einbeziehung der Ganzheitlichkeit wirksam therapieren.

Nach ausführlicher Anamnese des Sommerekzems sollte bei Bedarf einerseits eine individuelle Sommerekzem Therapie eingeleitet werden, welche sämtliche Prädispositionen des Sommerekzems berücksichtigt und nicht auf Unterdrückung der Sommerekzem Symptome abzielt, andererseits unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit Haltung, Fütterung, Bewegung, Sozialfaktoren und Pflegemaßnahmen des Sommerekzemers überprüft und auf die Sommerekzem Erkrankung abgestimmt optimiert werden. Ich arbeite überregional mit der Biofeld-Haaranalyse bei Sommerekzem, im erreichbaren Umkreis durch eine ausführliche Untersuchung und Anamnese bei Sommerekzem.

In diesem Zusammenhang kann der Einsatz von Kräutern und Ergänzungsfuttermitteln bei Sommerekzem, wenn man diese einzusetzen versteht, wertvolle Dienste leisten und erfolgreich zur Therapie des Sommerekzems beitragen. Jedoch ist es falsch anzunehmen, nach dem Motto, viel hilft viel bei Sommerekzem vorzugehen bzw. wahllos Kräuter, Ergänzungsfuttermittel und Homöopathika womöglich in Verbindung mit Kortison bei Sommerekzem einzusetzen, da gravierende Fehler und Verschlechterungen der Symptomatik des Sommerekzems somit vorprogrammiert sind.

Auch sollte man sich bei Sommerkzem hüten, Mittel zur Stimulation des Immunystems (z. B. Echinacea) bei Sommerekzem einzusetzen, da eine Allergie immer eine Überreaktion des Immunsystems ausdrückt, im Umkehrschluss also keine noch so geartete Stimulation des Immunsystems bei Sommerekzem stattfinden darf, da hierdurch eine Verschlechterung der Symptomatik des Sommerekzems zwangsläufig eintreten muss. Auch die allgemeine Erfahrung bei Sommerekzem, dass mit vom Fohlenalter an zunehmenden Lebensjahren das Sommerekzem jährlich stärker in Erscheinung tritt, bevor im Alter das Immunsystem durch allgemeine Alterungsprozesse schwächer wird und so auch der Symptomkomplex des Sommerekzems schwächer wird, lässt den Schluss zu, dass eine Stärkung des Immunsystems bei Sommerekzem kontraproduktiv wirkt. Immer wieder liest man zwar, dass eine positive Wirkung auf das Immunsystem von Echinacea nicht nachweisbar sein soll; aus eigener Erfahrung kann ich beisteuern, dass sich anhand meiner ehemaligen Sommerekzem "Therapieversuche" an meiner Haflingerstute Sina (ich war noch in der Ausbildung) das Sommerekzem massiv verschlechterte nach einigen Kügelchen bzw. Globulis Echinacea. Da ich nicht so sehr an Zufälle glaube und die Verschlechterung des Sommerekzems mit eigenen Augen in wenigen Stunden extrem wahrnahm, denke ich, dass zumindest bei Sina eine immunstimulierende Reaktion stattgefunden haben muss; es sei denn, es hat eine weitere allergische Reaktion stattgefunden, so könnte man natürlich auch mutmaßen. Wie auch immer: von Echinacea würde ich nach meinem persönlichen Erlebnis beim Sommerekzem generell strikt abraten!

Meiner Erfahrung nach verläuft die erfolgreiche Therapie des Sommerekzems so unterschiedlich, wie das jeweilige Sommerekzem Pferd individuell ist. Bei manchen Sommerekzem Pferden setze ich ausschließlich das von mir entwickelte Ergänzungsfuttermittel (Allergosan-Kräutermischung) und ggf. zusätzlich eine lokale Behandlung mit Allergosan-Öl bzw. Allergosan-Insekt-Öl ein, und die Pferde sind symptomfrei bzw. fast symptomfrei. Aber selbst hier sind die Erfahrungen zum Sommerekzem völlig unterschiedlich; ich empfehle grundsätzlich, die Allergosan-Kräutermischung bei Sommerekzem ganzjährig zu füttern; viele Pferdehalter setzen sie allerdings nur während der Ekzemzeit ein und haben damit sehr gute Erfolge beim Sommerekzem. Andere Sommerekzem Pferde erzielen nur positiven Nutzen, wenn die Allergosan-Kräutermischung ganzjährig gefüttert wird bzw. zumindest einige Zeit vor der Ekzemsaison mit der Fütterung begonnen wird. Bei weiteren Sommerekzem betroffenen Pferden muss zusätzlich homöopathisch therapiert werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis bei der Sommerekzem Therapie zu erzielen. Aber auch hier sind die Erfahrungen zum Sommerekzem so unterschiedlich, dass man keine allgemein gültigen Erkenntnisse zum Sommerekzem daraus erzielen kann: manche Sommerekzem Pferde sind nach Tagen bzw. Wochen symptomfrei, andere benötigen Monate um annähernd symptomfrei zu sein.

Allerdings lässt sich zusammenfassend zum Sommerekzem ganz klar sagen:

Helfen kann man jedem Sommerekzemer; nur die Zeit und die einzusetzenden Mittel sind sehr verschieden bei Sommerekzem; jedoch war es bisher grundsätzlich möglich unter Mitarbeit des Pferdehalters ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, meist sogar eine völlige Symptomfreiheit des Sommerekzems zu erzielen!

Hierfür steht auch Sina, meine Haflingerstute, auf der die Entwicklung der Sommerekzem Produkte beruht: sie zeigt klar und deutlich, dass auch eine massivste Sommerekzemerin mit ein wenig Geduld und Zeit symptomfrei leben kann und dies seit vielen Jahren nur noch mit Hilfe einer ganz einfach umzusetzenden pferdegerechten Fütterung und Haltung!

Auszug aus einem Artikel von mir für den Pferdeanzeiger

Homöopathische und phytotherapeutische
Therapien bei Sommerekzem

Die Haut ist das größte Organ bei Mensch und Tier.

Sie ist wegen ihrer enormen Oberfläche und ihrem direkten Kontakt mit der Umwelt vielen Gefahren und Schäden ausgesetzt. Die Haut ist Spiegel des Wohlbefindens, des Allgemeinbefindens und der Gesundheit und reflektiert wie kein anderes Organ Haltungs- und Fütterungsschäden beim Tier.

Die genetische Disposition, das Stoffwechselgeschehen, ein aus dem Gleichgewicht gebrachter Intestinal- und Digestionstrakt mit gestörter Symbiose sowie ein saures Milieu mit einem Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts sind als kausale Ursachen für die Überreaktion des Immunsystems, dem Sommerekzem, anzusehen und finden Ihre Ursache in der Fütterung und Haltung unserer Pferde. Das Immunsystem unseres Pferdes stellt ein komplexes System dar und spielt die zentrale Rolle in der Pferdegesundheit. Es besitzt die Intelligenz, unmittelbar zu reagieren, zu lernen und zu kommunizieren und besteht aus mehreren Billionen Zellen. Selbst kleinste Veränderungen im Pferdeorganismus werden sofort entdeckt, weil die unterschiedlichen Bausteine alle miteinander vernetzt sind. Der Zustand des Immunsystems entscheidet, ob das Pferd krank oder gesund ist. Schädigungen erfährt das Immunsystem eines gesunden Pferdes beispielsweise durch falsche Haltung und Fütterung, durch psychische Belastungen, Überforderungen, Stress, Umweltgifte und körpereigene Gifte.

Da über 80 % der Immunzellen im Darmraum angesiedelt sind, liegt hier der Schlüssel zur Überreaktion (= Allergie) des Immunsystems, dem Sommerekzem. Allergene werden überwiegend durch den Darm ausgeschieden und abgebaut. Ist der Abbau der Allergene durch Störungen im Darmtrakt nicht mehr in vollem Umfange möglich, übernimmt die Haut des Pferdes teilweise diese Aufgabe. Störungen der Symbiose (Lebensgemeinschaft der Darmbakterien) und Ungleichgewichte im Darmraum können bereits bei heranwachsenden Pferden entstehen (z. B. durch die Verfütterung zu großer Mengen Protein). Diesen Proteinüberschuss kann das Magen-Darm-System nicht gänzlich abbauen, was zu einer Veränderung der Balance zugunsten einer vermehrten Ansiedlung von Hefen und Pilzen führt und damit zu einer Dysbiose und Bildung giftiger Stoffwechselprodukte. Das Sommerekzem ist eine Allergieform des sogenannten Soforttyps (atopische Reaktion).

Das Immunsystem reagiert also "über" beim Sommerekzem:

Es liegt eine übersteuerte/überreagierende Immunabwehr bei Sommerekzem vor, was im Umkehrschluss bedeutet: Eine Sommerekzem Therapie darf weder auf das Immunsystem stimulierend wirken noch Abwehr und Immunsystem steigern! Hartnäckig hält sich die Meinung, dass dem Sommerekzem eine mangelhafte Immunabwehr zugrunde liegt und die Sommerekzem Therapie auf die Verbesserung des Immunsystems gerichtet sein sollte! Diese Meinung ist absolut kontraproduktiv und verschlimmert die allergische Reaktion des vom Sommerekzem betroffenen Pferdes noch.

Eine Therapie des Sommerekzems muss auf eine Regulation der überschießenden Reaktion des Immunsystems abzielen.

Auf den Darmraum und hiermit also über 80% der Immunzellen hat selbstverständlich die Ernähung den größten Einfluss. Daher ist die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie, die Ernährung eines disponierten oder erkrankten Pferdes so optimal wie nur möglich zu gestalten.

Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie des Sommerekzems. Hier muss also in jedem Fall der Grundstock des therapeutischen Eingreifens beim Sommerekzem gelegt werden. Ohne Beachtung einer optimalen Nährstoffzuführung wird jede Sommerekzem Therapie zum Scheitern verurteilt sein:

Fütterungsbedingte Prädispositionen des Sommerekzems sind:

Vitamin-, Mineralstoff-, Spurenelementüber- bzw. Unterversorgung, Imbalancen im Nährstoffhaushalt, Rohfasermangel, Eiweiß-/Energieüberversorgung.

Bekannt ist, dass ein Überangebot an Protein und Energie sowie ein nicht ausgeglichenes Verhältnis stark zum Allergiegeschehen des Sommerekzems beiträgt. Dies umso mehr, wenn nicht dem Sommerekzemer ausreichend Rohfaser zugeführt wird. Die Ernährung eines Pferdes mit Sommerekzem sollte in erster Linie bedarfsgerecht - nicht übermäßig -, eher restriktiv und unbedingt naturbelassen sein. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Sommerekzem Pferd optimal verwertbarer Form (Opens external link in new windowKräuter für Pferde) ausreichend zugeführt werden.

Mineralien wirken im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen und Mitverursacher, wenn nicht gar Verursacher, des Sommerekzems.

Schädlich zu beurteilen sind Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen bei Sommerekzem. So begünstigt ein Mangel an Calcium Hautveränderungen ebenso wie ein Calciumüberschuss. Calcium konkurriert im Darm mit Kupfer, Zink und Selen um die Aufnahme in den Organismus. Kupfer und Zinkmangel sind direkte Verursacher von Hautproblemen und Juckreiz. Kleie (große Anteile finden sich in Fertigmash) vermindern die Aufnahme von Calcium, Kupfer, Zink und Selen, so ist hier bei täglicher Fütterung ein Mangel bereits vorprogrammiert. Ein Überschuss an Selen, welcher, da Selen ein Spurenelement ist, schon bei geringster Überdosierung eintreten kann, führt zu chronischen bzw. akuten Vergiftungserscheinungen bis hin zum sogenannten "Ausschuhen", welches in der Regel den Verlust des Pferdes bedeutet. Immer wieder wird darüber berichtet, dass synthetisches Zink, Selen und Kupfer bei Sommerekzemern zugefüttert werden sollte:

Da ein Überschuss dieser Spurenelemente unbedingt vermieden werden muss, da ernsthafte Schädigungen des Pferdeorganismus und Vergiftungen eintreten können, sollte vor Zufütterung dieser Spurenelemente eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Besteht ein Mangel steht der Fütterung - nach Absprache mit dem Tierarzt bezüglich der Dosierung - nichts im Wege. Besteht kein Mangel ist von der Fütterung dringend abzuraten! Jedoch sollte auch bei Mangelerscheinungen Wert auf eine natürliche Zufuhr dieser Spurenelemente gelegt werden, da diese besser verwertet werden können.

Zwingend zu vermeiden ist ein Überschuss an Protein beim Sommerekzem. Die Ernährung sollte eher restriktiv sein und unser Sommerekzemer nicht zu dick! Das Calzium: Phosphor-Verhältnis sollte bei ca. 2:1 liegen und das Verhältnis Energie zu Protein bei ca. 1:5. Entscheidend bei einer Proteinüberversorgung, welche bei der allgemein praktizierten Fütterung die Regel ist, ist das Verhältnis Energie zu Protein. Ein Pferd toleriert eine stark überhöhte Proteinzufuhr, wenn die Energie im richtigen Verhältnis bereitgestellt wird.

Hüten sollte man sich, dem Sommerekzemer ständig wechselnde oder auch gleichzeitig mehrere Ergänzungs- u. Zusatzfuttermittel für das Sommerekzem zu füttern, da diese zwangsläufig zu Fehlversorgungen führen. Gute Erfahrungen bei Sommerekzem machten wir mit der ganzjährigen Zufütterung getrockneter Kräutermischungen. Hier sollte man Kräuter wählen, die eine entgiftende, blutreinigende und Stoffwechsel unterstützende Wirkung haben (Allergosan-Kräutermischung).

Nicht zuletzt, da Opens external link in new windowerhöhte Leberwerte, welche bei Allergikern und Sommerekzemern häufig anzutreffen sind, den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigen und die Allergiebereitschaft fördern. Gerade das "Naturtier Pferd" hat Probleme, das stetig steigende Maß an Toxinen, welche durch die synthetische Fertigfütterung mit ihren zahlreichen Zusatzstoffen ebenso wie unseren leichtfertigen Umgang mit Giftstoffen unterschiedlicher Art (Dünger, Unkrautbekämpfung, Umweltfaktoren, Abgasen usw.) verursacht wird, zu verstoffwechseln.

Ein Vorteil der ganzjährigen Opens external link in new windowKräuterfütterung bei Sommerekzem liegt darin, dass Kräuter vom Pferdedarm optimal verwertet werden, viele Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe, Kieselsäure, Biotin und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, kurzum: Unser Pferd ganzjährig optimal und ohne die Gefahr von Überschüssen sowie Mangelerscheinungen mit essentiellen Nährstoffen versorgen.

Eine ausgewogene Fütterung ist Voraussetzung für einen funktionierenden Opens external link in new windowStoffwechsel bei Sommerekzem, ein gesundes und intaktes Darmmilieu bei Sommerekzem sowie ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis bei Sommerekzem. Da die ersten Resultate einer ausgewogenen Fütterung bei Sommerekzem in der Regel mindestens 3 Monate benötigen, wäre es zu spät, mit dieser erst während der "Ekzemsaison" zu beginnen. Diese sollte dauerhaft und ganzjährig bei Sommerekzem praktiziert werden!

Eine gute Möglichkeit zum lokalen Schutz der Sommerekzem betroffenen Pferde vor Insekten sind Ekzemerdecken. Da diese bei Sommerekzem stark beansprucht werden und über die gesamte "Saison" getragen werden müssen, ist hier auf einwandfreie Qualität zu achten, denn nur diese kann sich bei Sommerekzem rechnen! Ekzemerdecken sollten jedoch nicht als alleiniges Mittel der Wahl, sondern als äußerlicher Schutz, verstanden werden. Und zumindest die Optimierung der Fütterung und Haltung bei Sommerekzem - mit oder ohne Decke - selbstverständlich sein.

Therapiemöglichkeiten des Sommerekzems

Weder der alleinige Einsatz von Opens external link in new windowKräutern und Ergänzungsfuttermitteln, noch die alleinige lokale Behandlung der vom Sommerekzem betroffenen Hautbezirke und schon gar nicht die in der Praxis leider immer noch viel zu oft praktizierte und als erstes Mittel der Wahl eingesetzte Kortikoidtherapie bei Sommerekzem (Unterdrückung bzw. Verlagerung des Symptomenkomplexes, teilweise verheerende Nebenwirkungen, wie z. B. Hufrehe) können als wirksame Therapie angesehen werden.

Weder in der Schulmedizin noch in der alternativen Tierheilkunde existiert eine nachweislich bei allen an Sommerekzem erkrankten Pferden erfolgreiche Sommerekzem Behandlung durch ein einzusetzendes Mittel, da diese eine Standardmedikation nach dem "Schema F" darstellen müsste, welche zumindest bisher bei Sommerekzem nicht möglich ist, da Prädisposition und individuelle Erkrankungsgeschichte bei Allergien und Sommerekzem zu verschieden sind, als dass hier ein Mittel das Mittel der Wahl darstellen könnte (vergleichbar mit der Neurodermitis des Menschen).

Es gibt jedoch verschiedene naturheilkundliche Mittel, welche sich in der Therapie vieler Pferde mit Sommerekzem sehr gut bewährt haben:

In der Homöopathie bei Sommerekzem:

Cardiospermum (Herzsame) als Basismittel zur Behandlung des Sommerekzems, als Antiallergikum, innerlich und äußerlich anzuwenden, bei unwiderstehlichem Juckreiz und Allergie, Apis (Honigbiene) als Basistherapeutikum einer Allergie auf Insektenstiche, Sulfur (gereinigter Schwefel) mit den Modalitäten: trockenem warmem Wetter und an frischer Luft, Ledum (Sumpfporst) mit den Modalitäten: Verschlimmerung bei Wärme, Verbesserung bei Kälte und durch kühle Umschläge,

In der Homotoxikologie bei Sommerekzem:

Nehls Vet Komplex Nr. 3 als Hautbasikum, Nehls Vet Komplex Nr. 4 zur Ausleitung sowie ggf. zusätzlich Nehls Vet Komplex Nr. 7 zur Regulation des Hormonhaushaltes, der häufig mitbetroffen ist. Traumeel Tropfen/Tabletten/Ampullen zur Förderung der Wundheilung sowie auch lokal als Salbe der Firma Heel, Ubichinon Compositum Ampullen der Firma Heel, Cutis Compositum Ampullen der Firma Heel sowie Alleosal Ampullen der Firma Weravet (bei Alleosal wurde die beste Wirkung in Verbindung mit Sulfur C 30 festgestellt).

In der Isopathie bei Sommerekzem:

Firma Sanum Kehlbeck/Mastavit:

Citrokehl, Vetokehl Not, Fortakehl, Pefrakehl im Wechsel mit

Vetokehl Sub, Vetokehl Muc und Vetokehl Nig.

Das Standardmittel bei Sommerekzem gibt es leider nicht, die zu verabreichenden naturheilkundlichen Mittel müssen zwingend speziell auf das jeweilige Sommerekzem Pferd abgestimmt werden, da jede Sommerekzem Erkrankung ganzheitlich und individuell zu betrachten ist und ihr somit unterschiedliche kausale Ursachen des Sommerekzems zugrunde liegen können.

Phytotherapie bei Sommerekzem:

In der Pflanzenheilkunde setzen wir stoffwechselfördernde, entgiftende, durchblutungsfördernde, entzündungshemmende und ausscheidungsfördernde Kräuter bei Sommerekzem ein: Beispielsweise Löwenzahn, Brennessel, Goldrute, Gingko, Ackerschachtelhalm, Weidenrinde und Birkenblätter. Kräuter bieten über diese positiven Eigenschaften speziell bei Sommerekzem der oben genannten Kräuter viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.). Die bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralien fördert, unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Tiere. Mineralien wirken im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen. Bei der Entgiftung neutralisieren und helfen Mineralien, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Auch enthalten Kräuter viele Vitamine, so hat Vitamin C eine ausgeprägte Radikalfängerfunktion, gilt als natürliches Antioxidant und stärkt die Abwehr. Carotin und Vitamin A unterstützen den so wichtigen Zellstoffwechsel. Die Kieselsäure ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff für die schnell wachsenden Zellen der Haut, des Fells und der Opens external link in new windowHufe. Opens external link in new windowKräuter für Pferde enthalten darüber hinaus Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll. Auch versorgen Kräuter unsere Pferde und Ponys mit den so wichtigen Mikronährstoffen. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich. Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht.

Eine spezielle Kräutermischung, welche bedenkenlos allen Pferden mit Sommerekzem gefüttert werden kann, ist die Allergosan-Kräutermischung, welche als Ergänzungsfuttermittel ganzjährig in der Opens external link in new windowFütterung bei Sommerekzem eingesetzt wird und speziell für Sommerekzemer entwickelt wurde.

Allgemeines zur Therapie des Sommerekzems:

Nach ausführlicher Anamnese des Sommerekzems sollte bei Bedarf einerseits eine individuelle Sommerekzem Therapie eingeleitet werden, welche sämtliche Prädispositionen des Sommerekzems berücksichtigt und nicht auf Unterdrückung der Symptome des Sommerekzems abzielt, andererseits unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit Haltung, Fütterung, Bewegung, Sozialfaktoren und Pflegemaßnahmen bei Sommerekzem überprüft und auf die Sommerekzem Erkrankung abgestimmt optimiert werden. In diesem Zusammenhang kann der Einsatz von Kräutern, Homöopathika und weiteren naturgemäßen Sommerekzem Therapien, wenn man diese einzusetzen versteht, wertvolle Dienste bei Sommerekzem leisten und im günstigsten Fall eine Symptomfreiheit des Sommerekzems bewirken. Jedoch ist es falsch bei Sommerekzem anzunehmen, nach dem Motto, viel hilft viel vorzugehen bzw. wahllos Kräuter und Homöopathika womöglich in Verbindung mit Kortison bei Sommerekzem einzusetzen, da hier gravierende Fehler und Verschlechterungen der Symptomatik des Sommerekzems vorprogrammiert sind. Hüten sollte man sich ebenfalls bei Sommerekzem, Mittel zur Stimulation des Immunystems (z. B. Echinacea) bei Sommerekzem einzusetzen, da eine Allergie eine Überreaktion des Immunsystems ausdrückt, im Umkehrschluss also keine noch so geartete Stimulation des Immunsystems bei Sommerekzem stattfinden darf, da hierdurch eine Verschlechterung der Symptomatik des Sommerekzems zwangsläufig eintreten muss. Auch die allgemeine Erfahrung bei Sommerekzem, dass mit zunehmenden Lebensjahren das Sommerekzem jährlich stärker in Erscheinung tritt, bevor im Alter das Immunsystem durch allgemeine Alterungsprozesse schwächer wird und so auch der Symptomkomplex des Sommerekzemers schwächer wird, lässt den Schluss zu, dass eine Stärkung des Immunsystems bei Sommerekzem kontraproduktiv wirkt.

Gerade beim komplexen Thema Sommerekzem sollte ganzheitlich therapiert werden, was weiterhin eine lokale Sommerekzem Therapie der betroffenen Hautbezirke mit einschließt. Diese sollten mit - individuell zu ermittelnden - wundheilungsfördernden oder/und insektizid und zwingend juckreizstillend wirkenden Sommerekzem Produkten regelmäßig behandelt werden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche lokal und innerlich einzusetzende Mittel bei Sommerekzem, welche völlig nebenwirkungsfrei und unschädlich für Sommerekzem Pferde sind. Die Kunst einer erfolgreichen Sommerekzem Therapie beschränkt sich jedoch darauf, die für unser Sommerekzem Pferd passenden Mittel auswendig zu machen, da das Angebot und die Empfehlungen zum Sommerekzem unüberschaubar sind. Jedes Sommerekzem Pferd ist ein Individium, was uns vor die Aufgabe stellt, eben für dieses eine Pferd eine spezifische homöopathische, isopathische, homotoxikologische und ergänzend lokale Sommerekzem Therapie zu wählen. Da den homöopathischen Sommerekkzem Therapien der Gedanke zugrunde liegt, dass der Gesunde die Symptomatiken einer Erkrankung entwickelt, welche den Kranken dieser Symptomatiken befreien, sollte ein therapeutisches Eingreifen immer den Menschen vorbehalten bleiben, die sich damit auskennen, denn ein wahlloses "Rumprobieren" verschiedenster Mittel bei Sommerekzem schädigt unser - eh schon leidendes Pferd - nur noch mehr.

Voraussetzung jeder erfolgreichen Sommerekzem Therapie ist jedoch eine auf die Allergiebereitschaft und das Sommerekzem abgestellte Fütterung und Haltung bei Sommerekzem. Selbst wenn es uns nicht möglich ist, sämtliche hier und in der letzten Pferdeanzeiger-Ausgabe genannten Empfehlungen zum Sommerekzem in die Praxis umzusetzen, weil man hierauf vielleicht keinen Einfluss hat, so ist es grundsätzlich möglich, Optimierungen - wenn auch nur zum Teil - bei Sommerekzem vorzunehmen und hiermit unserem Ekzemer das Leben zu erleichtern und die Lebensqualität trotz Sommerekzem zu erhöhen.

Für den Pferdeanzeiger Mai 2005

Haltung und Fütterung von Pferden mit Sommerekzem

Zunächst bilden sich bei Sommerekzem sogenannte Papeln, Erhebungen im Durchmesser von Stecknadelkopf bis maximal drei Zentimeter, unter der Haut von Mähnenkamm, Schweifrübe, Kruppe, Widerrist, Schopf und unter dem Bauch an der Bauchnaht. Hieraus folgen die Kardinalsymptome des Sommerekzems Juckreiz und Unruhe. Alle Folgesymptomatiken des Sommerekzems entstehen durch das Scheuern infolge des Juckreizes. Dieser bleibt auch kennzeichnend für den gesamten Krankheitsverlauf des Sommerekzems. Die gleichzeitig auftretenden papulösen oder papulovesikulären Effloreszenzen bei Sommerekzem werden meist nicht wahrgenommen, weil durch das ständige Scheuern bei Sommerekzem das Bild verändert wird und durch das Ausschwitzen seröser Flüssigkeit Borken bei Sommerekzem entstehen. Die Mücke fliegt auf ihrer Suche nach Blut bevorzugt Stellen des Pferdekörpers an, an denen die Haare senkrecht stehen. Der Speichel der blutsaugenden weiblichen Insekten wird für die Sensibilisierung verantwortlich gemacht. Das Sommerekzem ist keine reine Kontaktallergie vom Typ IV, da auch spezifisches IgE im Blut nachgewiesen wird.

Auslöser des Sommerekzems ist der Speichel der Cullicoides Arten, welcher eine überschießende Reaktion des Immunsystems, eine allergische Reaktion, das Sommerekzem, auslöst. Bedenkt man hierbei, dass etwa 80 % der Immunzellen im Darm angesiedelt sind, so wird der Zusammenhang zwischen Darm und Allergie schnell deutlich. Ist der Intestinal- und Digestionstrakt (Verdauungssystem) unseres Pferdes in einem ausgeglichenen Zustand, bilden die Bakterien des Darmes eine Symbiose (= Lebensgemeinschaft) und besitzt unser Pferd ein ausgeglichenes Säure-Basen Verhältnis, so hat eine allergische Reaktion hier wohl kaum eine Chance.

Ein spezielles Problem bei Sommerekzem ist die Übersäuerung des Pferdeorganismus, welche durch falsche Fütterung entsteht. Der Organismus hat verschiedene Regulationsmechanismen, die in den Säure-Basen-Haushalt eingreifen. Wenn diese Regulationsmechanismen bei Sommerekzem überlastet sind, kommt es zu Krankheitserscheinungen wie dem Sommerekzem. Durch Zusammenwirken der Fließfähigkeit des Blutes, des Basengehaltes und der peripheren Durchblutung entsteht ein negatives Herdgeschehen. Auch Hufrehe beispielsweise kann als Durchblutungsproblem durch Übersäuerung entstehen.

Wir gehen heute davon aus, dass Allergien vom Gesamtstoffwechsel beeinflusst werden und somit wird das Sommerekzem durch Übersäuerung stark begünstigt. Mineralstoffmangel begünstigt wiederum die Übersäuerung.

Betrachtet man dies, so wird deutlich, dass sowohl bei der Hufrehe Erkrankung wie auch beim Sommerekzem die Ernährung wohl die wichtigste Rolle spielt!

Ein intakter und widerstandsfähiger Darmraum unseres Pferdes ist allein von Fütterung und Haltung abhängig, vorausgesetzt, spezifische Erkrankungen, beispielsweise Infektionskrankheiten sowie weitere ernsthafte Erkrankungen sind ausgeschlossen.

Grundsätzlich braucht das Pferd als Flucht- und Steppentier ausreichende freie Bewegung ganzjährig und dies auf weiträumigen Weideflächen. Der Aufenthalt im geschlossenen Stall ist sowohl für das äußerst empfindliche Verdauungssystem des Pferdes sowie auch das gesamte Wohlbefinden kontraproduktiv. Eine Stärkung des Verdauungssystems erreichen wir darüber hinaus mit bedarfsgerechter Rauhfutterfütterung, denn nichts ist für den Pferdedarm essentieller als Rohfaser, welche ausreichend allein im Rauhfutter sowie in überständigen Gräsern vorhanden ist.

Ein überhöhtes Maß an Protein ist für das an Sommerekzem erkrankte Pferd unbedingt und ganzjährig zu vermeiden. Die Fütterung bei Sommerekzem sollte eher knapp und karg gestaltet werden. Eine restriktive Fütterung bei Sommerekzem ist dauernd zu beherzigen, nicht nur während der kritischen Ekzemzeit:

Überwiegend erkranken Pferde an Sommerekzem, die jahrzehntelang an karges Futter gewöhnt waren und mit einer Eiweißüberversorgung und viel zu viel "gutem" Futter krank werden! Vitamin- und Mineralstoffmangelzustände entstehen häufig bereits in den Wintermonaten. Dabei wäre es gerade bei Ekzemern wichtig, diese bereits im Winter zu unterstützen und bestmöglich auf die kritische Ekzemzeit vorzubereiten. Eine optimale und natürliche Mineralstoff-/Vitamin- und Spurenelementversorgung sollte bei Sommerekzem zwingend ganzjährig erfolgen, nicht erst dann, wenn bereits die ersten Hautläsionen durch das Sommerekzem entstanden sind, denn dann ist es meist für dieses Jahr zu spät. Doch immer noch früh genug, um endlich mit einer bedarfsgerechten Versorgung bei Sommerekzem zu beginnen, welche dann sicher im nächsten Jahr ihre "Früchte tragen wird". Unbedingt zu vermeiden bei Sommerekzem ist ein Mangel an Mineralstoffen, da dieser sowohl das Verdauungssystem massiv beeinträchtigt, sowie auch den Hautstoffwechsel und darüber hinaus sämtliche anderen Erkrankungen fördert. Das Mineralstoff- und Spurenelementangebot sollte bei Sommerekzem weder zu hoch, noch zu niedrig gestaltet werden. Beides ist negativ zu bewerten! Eine bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung bei Sommerekzem lässt sich ausschließlich aus Naturprodukten herleiten, nicht aus synthetisch zugesetzten Mineralstoffen, welche generell zu Imbalancen führen müssen, da Pferde diese nicht optimal verstoffwechseln können. Eine Mineralstoffversorgung beim Sommerekzem sollte demnach durch Grünfutter, Rauhfutter, Kräuter und Pflanzen sichergestellt werden. Benötigt unser Sommerekzemer Kraftfutter, was von Arbeitsleistung und individuellem Sommerekzem Pferd abhängig ist (erkennbar auch am Futterzustand), gibt es glücklicherweise Firmen, welche das individuell auf das betreffende Pferd abgestimmte Futter mit unterschiedlichem Nährstoffgehalt in natürlicher Form anbieten (Adressen nenne ich Ihnen gerne)!

Auch wenn uns häufig das Gegenteil bei Sommerekzem suggeriert wird:

Ein Sommerekzem Pferd benötigt keine Mengen Mineralstoffe, Vitamine und erst recht nicht der Spurenelemente, sondern optimal verwertbare.

Sehr gute Erfahrungen bei Sommerekzem machte unser Tierheilkundezentrum bei Sommerekzemern mit der ganzjährigen Zufütterung als Ergänzungsfuttermittel der speziell für Ekzemer entwickelten Kräutermischung Allergosan-Kräuter.

Dies hat verschiedene Gründe bezogen auf ein Sommerekzem:

Kräuter enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.).

Die bedarfsgerechte Versorgung bei Sommerekzem mit Mineralien fördert, unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Tiere. Mineralien wirken im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen und Mitverursacher, wenn nicht gar Verursacher, des Sommerekzems.

Bei der Entgiftung neutralisieren und helfen Mineralien, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Auch enthalten Kräuter viele Vitamine, so hat Vitamin C eine ausgeprägte Radikalfängerfunktion, gilt als natürliches Antioxidant und stärkt die Abwehr. Carotin und Vitamin A unterstützen den so wichtigen Zellstoffwechsel.

Die Kieselsäure ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff für die schnell wachsenden Zellen der Haut, des Fells und der Hufe. Kräuter enthalten darüber hinaus Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll. Auch versorgen Kräuter unsere Pferde und Ponys mit den so wichtigen Mikronährstoffen. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich. Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht.

Bewährt haben sich in der Fütterung auch Öle, die durch ihr Fettsäurenmuster die Allergieneigung des Organismus verringern, beispielsweise Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl und Fischöl (Dorschöl ist wegen seines hohen Vitamin A Gehaltes jedoch nicht zu empfehlen). Auch die Fütterung von Ingwer (siehe www.pferdeglueck.de) fördert eine optimale Darmflora. Jedoch sollte auch die Fütterung von Ingwer dauernd stattfinden, nicht erst beginnend mit der Ekzemzeit! Bewährt hat sich bei Sommerekzem die Gabe verschiedener Ergänzungen, die optimal auf das Sommerekzem abgestellt sind. Mir ist beispielsweise kein einziger Fall bekannt, in dem alleine Ingwer das Problem Sommerekzem löste.

Grundsätzlich ist eine natürliche und optimale Versorgung und Fütterung unseres Pferdes bei Sommerekzem aber unbedingt ganzjährig zu praktizieren, damit positive Wirkungen sich entfalten können!

Da auch das an Sommerekzem erkrankte Pferd in erster Linie Pferd ist, sollte auf eine artgerechte Haltung auch bei Sommerekzem nicht verzichtet werden:

Weiden für Sommerekzemer sollten unbedingt trocken sein, auch bei starkem Regen sollten diese schnell abtrocknen. Diese Beschaffenheit finden wir vorwiegend bei felsigen steinigen Böden, welche auch den Vorteil meist kargen Bewuchses für Sommerekzemer mitbringen, welcher ein vertretbares Maß von Protein, Energie und wohl auch Fruktanen beinhaltet. Wind sollte unbedingt Zugang haben. Ideal sind sehr windige hochgelegene Weiden, Bergweiden und Deiche an der Küste. Ein stehendes Gewässer sollte natürlich nicht in unmittelbarer Nähe (ca. 10 km) sein! Ungeeignet bei Sommerekzem sind "fette Weiden", da diese durch hohe Nährstoffgehälter Überschüsse von Protein und Energie hervorrufen.

Die Weide für unseren Ekzemer sollte extensiv sein, d. h. Bewuchs mit kargen Gräsern statt Weidelgras, genügend Fläche (ca. 1 Hektar pro Pferd) aufweisen und weder mit Pestiziden, Herbiziden noch Dünger (Ausnahme natürliche Düngemittel) behandelt sein.

Schutz vor Insekten bei Sommerekzem:

Unbedingt sollte ein dunkler, trockener Stall/Unterstand bei Sommerekzem zur Verfügung stehen, indem die Pferde Schutz vor den lästigen Insekten finden. Eingänge sollten mit Planen oder Streifenbändern versehen sein, so dass für Mücken der Eintritt uninteressant ist!

Falls erforderlich, sollte der Stall bei Sommerekzem mit natürlichen Repellents zusätzlich behandelt werden.

Möglichkeiten zum Kratzen bei Sommerekzem sollten gegeben sein, jedoch ohne Verletzungsgefahr, gut geeignet sind beispielsweise Besen und Bürsten, welche an den Stallwänden befestigt werden können. Scheuerstellen mit Verletzungsgefahr sind unbedingt auszuschließen!

Bei Sommerekzem zu beachten ist auch, dass das von Sommerekzem geplagte Pferd unter einem gewissen Gewöhnungseffekt leidet. Das Scheuern wird irgendwann zur geliebten Gewohnheit, dieser Kreislauf sollte ebenfalls unbedingt unterbrochen werden! Wir reden hier von einer Erkrankung, welche ganz unterschiedlich ausgeprägt ist, daher ist es schwierig, allgemein die Empfehlung zu geben, den Pferden mit Sommerekzem zumindest stundenweise einmal keine Scheuermöglichkeit einzuräumen. Was bei dem einen Sommerekzem Pferd zur Qual wird, da der Juckreiz unerträglich ist, kann dem anderen Sommerekzem Pferd sehr gut bekommen, weil das Scheuern in diesem Fall mehr Gewohnheit geworden ist. Soweit man dies beim eigenen Sommerekzem Pferd vertreten kann und oben Gesagtes über mehrere Monate umgesetzt hat (somit ist in den meisten Fällen eine gewisse Regulation eingetreten) sollte zumindest versucht werden, das Sommerekzem Pferd stundenweise vom Scheuern gänzlich fernzuhalten. Dabei sollte das Sommerekzem Pferd jedoch im Auge behalten und beobachtet werden, ob die Situation für's Sommerekzem Pferd noch erträglich ist. Ist das vom Sommerekzem betroffene Pferd unruhig und fühlt sich sichtlich unwohl, muss diese Situation selbstverständlich sofort beendet werden. Die Umsetzung erfolgt hier auf sicher eingezäunten Weiden ohne Scheuermöglichkeiten, wie Bäume, Selbsttränken etc.

Meine Erfahrung bei Sommerekzem geht dahin, dass dies bei einigen Sommerekzem Pferden eine gute Möglichkeit ist, den Kreislauf zwischen Gewohnheit und Juckreiz bei Sommerekzem zu unterbrechen und nach einiger Zeit das Scheuern an den eigens eingerichteten Scheuerplätzen sichtbar eingeschränkt wurde!

Für den Pferdeanzeiger Juni 2005

Sommerekzem - fehlgeleitete Abwehrreaktion

Weltweit ist man sich einig, dass es sich bei der Erkrankung Sommerekzem um eine Überempfindlichkeitsreaktion, also eine veränderte Reaktionslage des Organismus einzelner Pferde gegen die Inhaltsstoffe des Speichels der Culicuides Spezies (im Sprachgebrauch Mücken, Gnitzen) handelt. Das Immunsystem, die Polizei des Organismus, bekämpft im Normalfall Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten und andere Schädlinge, die ungewollt in den Organismus eindringen. Diese Aggression richtet sich bei Sommerekzem betroffenen Pferden gegen eher harmlose Stoffe, hier die Inhaltsstoffe des Speichels der Culicuides Spezies. Der Speichel der Mücken stellt das Allergen dar. Die krankmachende Wirkung der Allergie entsteht also nicht aus den Allergenen, sondern aus der Reaktion des Organismus auf diese. Die unsinnige und übersteigerte Abwehrreaktion gegen dieses Allergen löst dann die gefürchteten makroskopisch wahrnehmbaren Symptome des Sommerekzems aus. Kardinalsymptome sind starker Juckreiz und Unruhe bei Sommerekzem. Alle weiteren Veränderungen beim Sommerekzem entstehen durch das Scheuern. Die stark angegriffenen und wundgescheuerten Hautbezirke sind natürlich empfänglich für zahlreiche Folgeerscheinungen wie z. B. Bakterien, Hautpilze und Eitererreger wie Staphylokokkenbakterien. Durch die permanente Reizung bei Sommerekzem wird die Haut immer dicker. Der Fachmann spricht dann von Pachydermie, die Haut legt sich in dicke, wulstige Falten. So entstehen luftabgeschlossene, eingequetschte Bereiche, die Haut fängt an zu nässen beim Sommerekzem. Diese Hautbezirke sehen ähnlich aus wie befallene Bezirke bei Räude, wo Milben in der Haut leben. Oft wird das Sommerekzem auch als Sommerräude bezeichnet: bei Sommerräude leben jedoch Mikrofilarien, Entwickungsstufen von Würmern, in der Haut. Räude, Sommerräude und Sommerekzem sind also stark voneinander abzugrenzen und nicht als ein und dieselbe Erkrankung zu verstehen!

Über das eigentliche Allergiegeschehen bei Sommerekzem hinaus gibt es zahlreiche begünstigende Faktoren des Sommerekzems durch unzureichende Haltungsbedingungen, individuelle Vorgaben und nicht optimale Fütterung.

Das Sommerekzem bzw. die Überempfindlichkeitsreaktion ist vererbbar. Anfällig für ein Allergiegeschehen sind demnach Pferde, welche im Erbgut ein Pferd mit einer Allergie führen.

Individuelle Prädispositionen bei Sommerekzem

1. Stoffwechselprobleme bei Sommerekzem:

Diese äußern sich u. a. auch in verzögertem Haarwechsel, schuppigem Haarkleid, fettigem Fell und Anfälligkeit für Parasiten- und Pilzerkrankungen sowie langsamer Wundheilung.

2. Hormonelle Imbalancen bei Sommerekzem:

Diese äußern sich z. B. durch Scheuern am ganzen Körper während der Rosse und erhöhter Hautempfindlichkeit sowie auch nicht regelmäßiger verzögerter Rosse oder "Dauerrosse", Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang stehend mit der Haut (beißen, kratzen etc.).

3. Psychische Faktoren bei Sommerekzem:

Ein Pferd, welches z. B. in seiner Herde stark unterdrückt und sozusagen das "schwächste Glied" ist, ein Pferd welches sich von seinem Besitzer nicht geliebt und zurückgesetzt fühlt oder auch ein Pferd, welches unter permanenter Langeweile leidet oder starkem Stress ausgesetzt wird, fühlt sich in seiner Haut ebenfalls nicht wohl. Auch psychische Faktoren tragen zum Allergiegeschehen nicht unerheblich bei.

Fütterungsbedingte Prädispositionen beim Sommerekzem:

Sind Vitamin-, Mineralstoff-, Spurenelementüber- bzw. Unterversorgung, Imbalancen im Nährstoffhaushalt, Rohfasermangel, Eiweiß- sowie Energieüberversorgung.

Bekannt ist bei Sommerekzem, dass ein Überangebot an Protein und Energie stark zum Allergiegeschehen beiträgt. Dies umso mehr, wenn nicht ausreichend Rohfaser zugeführt wird. Die Ernährung eines Pferdes mit Sommerekzem sowie auch mit anderen Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis sollte in erster Linie bedarfsgerecht - nicht übermäßig - und möglichst naturbelassen sein. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Pferd optimal verwertbarer Form ausreichend zugeführt werden. Schädlich zu beurteilen sind hier gleichermaßen Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen. So begünstigt ein Mangel an Calcium Hautveränderungen ebenso wie ein Calciumüberschuss. Calcium konkurriert im Darm mit Kupfer, Zink und Selen um die Aufnahme in den Organismus. Kupfer und Zinkmangel sind direkte Verursacher von Hautproblemen und Juckreiz. Kleie (große Anteile finden sich in Fertigmash) vermindern die Aufnahme von Calcium, Kupfer, Zink und Selen, so ist hier bei täglicher Fütterung ein Mangel bereits vorprogrammiert. Ein Überschuss an Selen, welcher, da Selen ein Spurenelement ist, schon bei geringster Überdosierung eintreten kann, führt zu Vergiftungserscheinungen bis hin zum sogenannten "Ausschuhen", welches meist den Verlust des Pferdes bedeutet.

Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie des Sommerekzems. Hier muss also in jedem Fall der Grundstock des therapeutischen Eingreifens beim Sommerekzem gelegt werden. Ohne Beachtung einer optimalen Nährstoffzuführung wird jede Sommerekzem Therapie langfristig zum Scheitern verurteilt sein! Wie schwierig eine annähernd optimale Fütterung bei Sommerekzem zu bewerkstelligen ist, ergibt sich schon aus dem oben Gesagtem! Hüten sollte man sich vor allem, dem Sommerekzemer wechselnde oder auch gleichzeitig mehrere Ergänzungs- u. Zusatzfuttermittel sowie auch unterschiedliche Kräutermischungen zu füttern, da diese zwangsläufig zu Fehlversorgungen führen.

Eine ausgewogene Fütterung ist Voraussetzung für einen funktionierenden Stoffwechsel, ein gesundes und intaktes Darmmilieu sowie ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis, was unserem Ekzemer aus gutem Grund zugute kommt:

Weiterhin ist zum Sommerekzem bekannt, dass ein chronisch gestörtes Darmmilieu (ausgelöst durch zu große Mengen und/oder oft artfremdes Eiweiß) - im Darm befinden sich über 80 % der Immunzellen - eine Verschlechterung der Anpassung an äußere Reize und mangelhafte Immunabwehr (keine Eliminierung von Allergenen mehr möglich) bewirkt. Somit ist ein gestörtes Darmmilieu sowie auch ein gestörtes zum Teil hieraus resultierendes Säure-Basen-Gleichgewicht kausal mitverantwortlich für die Überreaktion des Immunsystems (= Allergie). Als Hauptverursacher eines gestörten Säure-Basen-Gleichgewichts bis hin zur Übersäuerung ebenso wie eines chronisch gestörten Darmmilieus wird eine falsche Fütterung als sicher angesehen.

Weitere Prädispositionen bei Sommerekzem

Ein weiterer begünstigender Faktor des Sommerekzems ist Bewegungsmangel und Übergewicht.

Bewegung fördert die Durchblutung sowie den Stoffwechsel und wirkt so regulierend auf das Allergiegeschehen bei Sommerekzem. Des Weiteren wird das Wohlbefinden durch ausreichend Bewegung an frischer Luft gestärkt.

Auch Umweltfaktoren sind bei der ständig steigenden Anzahl von allergischen Erkrankungen und dem Sommerekzem in starkem Maße zu berücksichtigen. Unsere Umwelt wird immer aggressiver und Reaktionen hierauf zeigt gerade das Pferd, welches von unseren "Haustieren" wohl die naturverbundenste und somit auf die Umwelt sensibel reagierendste Spezies ist. Probleme zeigen sich hier in vielfältiger Weise, so ist längst nicht nur das Sommerekzem zum makroskopisch wahrnehmbarem Symptom geworden. Headshaking, allergische Reaktionen der Schleimhäute (Nasenausfluss, Husten, stark tränende Augen, Bindehautentzündung), dies alles können allergische Reaktionen auf unterschiedliche Umweltfaktoren sein. Nesselfieber (Urticaria) und starke Quaddelbildung als Reaktion auf Insektenstiche und andere Allergene nehmen als weitere allergische Reaktionen stark zu.

Erhöhte Leberwerte, welche gerade bei Allergikern und dem Sommerekzem häufig anzutreffen sind, beeinflussen den gesamten Stoffwechsel und fördern so die Allergiebereitschaft. Gerade das "Naturtier Pferd" hat Probleme, mit dem stetig steigenden Maß an Toxinen, welche durch die synthetische Fertigfütterung mit ihren zahlreichen Zusatzstoffen ebenso wie unseren leichtfertigen Umgang mit Giftstoffen unterschiedlicher Art (Dünger, Unkrautbekämpfung, Umweltfaktoren, Abgasen usw.) verursacht wird zu leben.

Die Haltung des Sommerekzemers

Wichtig zu wissen ist hier, dass das Sommerekzem in Küstenregionen nahezu nicht vorkommt. Weiden in Küstenregionen meiden die Mücken vor allem wegen des Windes. Auf Bergweiden über 500 Meter kommt das Sommerekzem relativ selten vor. Desto windiger also das Umfeld bei Sommerekzem, desto wohler fühlt sich unser Sommerekzemer. Das Sommerekzem tritt weltweit außer auf Island auf.

Die Haltung bei Sommerekzem sollte in erster Linie - dies gilt für den Ekzemer ebenso wie für alle anderen Pferde, denn in erster Linie ist auch der Sommerekzemer Pferd - pferdegerecht, gesund, natürlich und mit möglichst viel Bewegung in frischer Luft mit Wind und Sonne verbunden sein (siehe hierzu ausführliche Schilderung in Ponys & Kleinpferde, Jahresausgabe 2003). Durch diese artgerechte Haltung werden Stoffwechsel, Durchblutung (welche grundsätzlich wichtig ist) und Psyche stark positiv beeinflusst. Die Möglichkeit zum Scheuern sollte in Form von befestigten ausrangierten Besen gegeben werden, Verletzungsmöglichkeiten müssen zwingend ausgeschaltet werden. Zu beachten ist hier, dass der starke Ekzemer durch exzessives Scheuern starke Läsionen und Verletzungen geradezu herausfordert.

Die Weideflächen sollten bei Sommerekzem extensiv bewirtschaftet werden, was bedeutet, ausschließlich natürlich gedüngt (Mist, Jauche) und mit nur wenigen Pferden beweidet. Die Unkrautbekämpfung sollte ebenso natürlich vonstatten gehen, was heißt: kein Einsatz chemischer Unkrautbekämpfungsmittel! Je natürlicher und vielfältiger unsere Pferdeweide ist, je positiver ist der Grasbestand zu bewerten; extensiv bewirtschaftete Weideflächen sind verhältnismäßig rohfaserreich, protein- u. energiearm, was nicht nur unserem Sommerekzemer zugute kommt! Des Weiteren ist auf Hygiene zu achten, was regelmäßiges Kot einsammeln (sofern es die Fläche in ihrer Größenordnung erlaubt) ebenso einschießt, wie tägliches Ausmisten des Stalles, Reinigung der Tröge und Tränken, Entfernung von Spinngeweben etc.; hier sollte das Augenmerk auf eine natürliche Bekämpfung der Insekten gelegt werden.

Therapiemöglichkeiten des Sommerekzems

Weder der alleinige Einsatz von Kräutern und Ergänzungsfuttermitteln, noch die alleinige lokale Behandlung der betroffenen Hautbezirke und schon gar nicht die in der Praxis leider immer noch viel zu oft praktizierte und als erstes Mittel der Wahl eingesetzte Kortikoidtherapie bei Sommerekzem (Unterdrückung bzw. Verlagerung des Symptomenkomplexes, teilweise verheerende Nebenwirkungen, wie z. B. Hufrehe) können als wirksame Sommerekzem Therapie angesehen werden.

Weder in der Schulmedizin noch in der alternativen Tierheilkunde existiert eine nachweislich bei allen an Sommerekzem erkrankten Pferden erfolgreiche Sommerekzem Behandlung durch ein einzusetzendes Mittel bei Sommerekzem, da diese eine Standardmedikation nach dem "Schema F" darstellen müsste, welche zumindest bisher aus o. g. Gründen nicht möglich ist, da Prädisposition und individuelle Sommerekzem Erkrankungsgeschichte allgemein bei Allergien zu verschieden sind, als dass hier ein Mittel das Mittel der Wahl bei Sommerekzem darstellen könnte (vergleichbar mit der Neurodermitis des Menschen). Meiner Erfahrung nach lässt sich das Sommerekzem nur unter Einbeziehung der Ganzheitlichkeit wirksam therapieren.

Nach ausführlicher Anamnese sollte bei Bedarf einerseits eine individuelle Sommerekzem Therapie eingeleitet werden, welche sämtliche Prädispositionen bei Sommerekzem berücksichtigt und nicht auf Unterdrückung der Symptome des Sommerekzems abzielt, andererseits unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit Haltung, Fütterung, Bewegung, Sozialfaktoren und Pflegemaßnahmen bei Sommerekzem überprüft und auf die Sommerekzem Erkrankung abgestimmt optimiert werden.

In diesem Zusammenhang kann der Einsatz von Kräutern, wenn man diese einzusetzen versteht, wertvolle Dienste beim Sommerekzem leisten und erfolgreich zur Sommerekzem Therapie beitragen. Jedoch ist es falsch anzunehmen, nach dem Motto, viel hilft viel vorzugehen bzw. wahllos Kräuter und Homöopathika bei Sommerekzem womöglich in Verbindung mit Kortison bei Sommerekzem einzusetzen, da hier gravierende Fehler und Verschlechterungen der Symptomatik des Sommerekzems vorprogrammiert sind. Meiner Erfahrung nach sollte man sich ebenso bei Sommerekzem hüten, Mittel zur Stimulation des Immunystems (z. B. Echinacea) bei Sommerekzem einzusetzen, da eine Allergie immer eine Überreaktion des Immunsystems ausdrückt, im Umkehrschluss also keine noch so geartete Stimulation des Immunsystems bei Sommerekzem stattfinden darf, da hierdurch eine Verschlechterung der Symptomatik des Sommerekzems zwangsläufig eintreten muss. Auch die allgemeine Erfahrung bei Sommerekzem, dass mit vom Fohlenalter an zunehmenden Lebensjahren das Sommerekzem jährlich stärker in Erscheinung tritt, bevor im Alter das Immunsystem durch allgemeine Alterungsprozesse schwächer wird und so auch der Symptomkomplex des Sommerekzemers schwächer wird, lässt den Schluss zu, dass eine Stärkung des Immunsystems bei Sommerekzem völlig kontraproduktiv wirkt.

Für den Pferdeanzeiger 07/03

Naturgemäße Regulationstherapien beim Sommerekzem

Immer weiter steigt die Anzahl der vom Sommerekzem und weiteren allergischen Problemen betroffenen Pferde. Längst sind nicht nur Isländer, sondern sämtliche Pferderassen betroffen. Auch heute noch sind trotz zahlreicher Forschungen und Studien viele Ursachen ungeklärt, bewiesen ist, dass verschiedene Faktoren zum außerordentlich komplexen Thema Sommerekzem beitragen. Auslöser sind die Culicuides Spezies (im Sprachgebrauch Mücken oder Gnitzen).

Dringt der Speichel dieser sehr kleinen Mücke mit einer Körperlänge unter einem Millimeter in die Haut des allergisch reagierenden Pferdes ein, entwickelt der Pferdeorganismus auf dieses Allergen eine vermehrte Produktion von Antikörpern (Immunglobuline). Der Juckreiz und das darauf folgende Scheuern führt zu bakteriellen Folgeinfektionen und oftmals zur Besiedlung mit Pilzen. Für die Sensibilisierung an sich sind weitere, teilweise ungeklärte Ursachen, verantwortlich.

Diskutiert werden immer häufiger auch psychische und hormonelle Ursachen, welche zum Allergiegeschehen beitragen können. Auch Umweltfaktoren sind bei der ständig steigenden Anzahl von allergischen Erkrankungen in starkem Maße zu berücksichtigen. Unsere Umwelt wird immer aggressiver und Reaktionen hierauf zeigt gerade das Pferd, welches von unseren "Haustieren" wohl die naturverbundenste und somit auf die Umwelt sensibel reagierendste Spezies ist. Probleme zeigen sich hier in vielfältiger Weise, so ist längst nicht nur das Sommerekzem zum makroskopisch wahrnehmbarem Symptom geworden. Head-Shaking, allergische Reaktionen der Schleimhäute (Atemwegsprobleme, Konjunktivitis ), dies alles können allergische Reaktionen auf unterschiedliche Umweltfaktoren sein. Nesselfieber (Urticaria) und starke Quaddelbildung als Reaktion auf Insektenstiche und andere Allergene nehmen als weitere allergische Reaktionen stark zu.

Die genetische Disposition, das Stoffwechselgeschehen, ein aus dem Gleichgewicht gebrachter Intestinal- und Digestionstrakt mit gestörter Symbiose, in welchem sich über 80 % der Immunzellen befinden, sowie auch das Säure-Basen-Gleichgewicht sind als kausale Ursachen für die Überreaktion des Immunsystems anzusehen.

Das Immunsystem unseres Pferdes stellt ein komplexes System dar und spielt die zentrale Rolle in der Pferdegesundheit. Es besitzt die Intelligenz, unmittelbar zu reagieren, zu lernen und zu kommunizieren und besteht aus mehreren Billionen Zellen. Selbst kleinste Veränderungen im Pferdeorganismus werden sofort entdeckt, weil die unterschiedlichen Bausteine alle miteinander vernetzt sind. Der Zustand des Immunsystems entscheidet, ob das Pferd krank oder gesund ist. Schädigungen erfährt das Immunsystem eines gesunden Pferdes beispielsweise durch eine nicht artgerechte Haltung, Pflege und Fütterung, durch psychische Belastungen, Überforderungen, Stress, Umweltgifte und körpereigene Gifte (z. B. Proteinüberschuss). Da über 80 % der Immunzellen im Darmraum angesiedelt sind, liegt hier der Schlüssel zur Überreaktion (= Allergie) des Immunsystems. Allergene werden überwiegend durch den Darm ausgeschieden und abgebaut. Ist der Abbau der Allergene durch Störungen im Darmtrakt nicht mehr in vollem Umfange möglich, übernimmt die Haut des Pferdes teilweise diese Aufgabe. Störungen der Symbiose (Lebensgemeinschaft der Darmbakterien) und Ungleichgewichte im Darmraum können schon bei heranwachsenden Pferden entstehen (z. B. durch die Verfütterung zu großer Mengen Protein). Diesen Eiweißüberschuss kann das Magen-Darm-System nicht gänzlich abbauen, was zu einer Veränderung der Balance zugunsten einer vermehrten Ansiedlung von Hefen und Pilzen führt und damit zu einer Dysbiose und Bildung giftiger Stoffwechselprodukte. Kommen dann noch verstärkende Faktoren, wie Bewegungsmangel hinzu, spielen diese Stoffwechselstörungen bei der Entstehung des Sommerekzems eine entscheidende Rolle.

Das Sommerekzem ist eine Allergieform des sogenannten Soforttyps (atopische Reaktion).

Das Immunsystem reagiert also "über": Es liegt hier eine übersteuerte bzw. überreagierende Immunabwehr vor, was im Umkehrschluss bedeutet, dass eine Therapie weder auf das Immunsystem stimulierend wirken sollte, noch Abwehr und Immunsystem steigern darf.

Immer wieder hört man, dass dem Sommerekzem eine mangelhafte Immunabwehr zugrunde liegt und die Therapie auf Steigerung/Verbesserung des Immunsystems gerichtet sein muss, diese Art der Sichtweise und Therapie ist absolut kontraproduktiv und verschlimmert die allergische Reaktion des betroffenen Pferdes! Eine Therapie muss auf eine Regulation der überschießenden Reaktion des Immunsystems abzielen. Auf den Darmraum und hiermit also über 80% der Immunzellen hat selbstverständlich die Ernähung den größten Einfluss. Daher ist es unumgänglich, die Ernährung eines disponierten oder erkrankten Pferdes so optimal wie nur möglich zu gestalten.

Schauen wir uns einmal die fütterungsbedingten Prädispositionen bei Sommerekzem an:

Dies sind Vitamin-, Mineralstoff-, Spurenelementüber- bzw. Unterversorgung, Imbalancen im Nährstoffhaushalt, Rohfasermangel, Eiweiß- sowie Energieüberversorgung. Bekannt ist, dass ein Überangebot an Protein und Energie stark zum Allergiegeschehen beiträgt. Dies umso mehr, wenn nicht ausreichend Rohfaser zugeführt wird. Die Ernährung eines Pferdes mit Sommerekzem sowie auch mit anderen Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis sollte in erster Linie bedarfsgerecht - nicht übermäßig - und möglichst naturbelassen sein. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Pferd optimal verwertbarer Form (getrocknete Kräutermischungen) ausreichend zugeführt werden. Schädlich zu beurteilen sind hier gleichermaßen Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen. So begünstigt ein Mangel an Calcium Hautveränderungen ebenso wie ein Calciumüberschuss. Calcium konkurriert im Darm mit Kupfer, Zink und Selen um die Aufnahme in den Organismus. Kupfer und Zinkmangel sind direkte Verursacher von Hautproblemen und Juckreiz. Kleie (große Anteile finden sich in Fertigmash) vermindern die Aufnahme von Calcium, Kupfer, Zink und Selen, so ist hier bei täglicher Fütterung ein Mangel bereits vorprogrammiert. Ein Überschuss an Selen, welcher, da Selen ein Spurenelement ist, schon bei geringster Überdosierung eintreten kann, führt zu Vergiftungserscheinungen bis hin zum sogenannten "Ausschuhen", welches meist den Verlust des Pferdes bedeutet. Immer wieder wird darüber berichtet, dass synthetisches Zink, Selen und Kupfer bei Sommerekzemern zugefüttert werden sollten: Da ein Überschuss dieser Spurenelemente unbedingt vermieden werden sollte, da ernsthafte Schädigungen des Pferdeorganismus und Vergiftungen eintreten können, sollte vor Zufütterung dieser Spurenelemente eine Blutuntersuchung vom Tierarzt durchgeführt werden. Besteht ein Mangel steht der Fütterung - nach Absprache mit dem Tierarzt bezüglich der Dosierung - nichts im Wege. Besteht kein Mangel ist von der Fütterung dringend abzuraten! Jedoch sollte auch bei Mangelerscheinungen Wert auf eine natürliche Zufuhr dieser Spurenelemente gelegt werden, da diese besser verwertet werden können.

Zwingend zu vermeiden ist ein Überschuss an Protein. Die Ernährung sollte eher restriktiv sein und unser Sommerekzemer nicht zu dick! Wichtig weiterhin ein ausgeglichenes Calzium : Phosphor Verhältnis von ca. 2 : 1 und eine ausreichende Versorgung mit Rauhfutter.

Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie des Sommerekzems. Hier muss also in jedem Fall der Grundstock des therapeutischen Eingreifens gelegt werden. Ohne Beachtung einer optimalen Nährstoffzuführung wird jede Therapie zum Scheitern verurteilt sein! Hüten sollte man sich, dem Sommerekzemer ständig wechselnde oder auch gleichzeitig mehrere Ergänzungs- u. Zusatzfuttermittel zu füttern, da diese zwangsläufig zu Fehlversorgungen führen.

Gute Erfahrungen konnten wir mit der ganzjährigen Zufütterung getrockneter Kräutermischungen machen. Hier sollte man Kräuter wählen, die eine entgiftende, blutreinigende und Stoffwechsel unterstützende Wirkung haben.

Nicht zuletzt, da erhöhte Leberwerte, welche bei Allergikern häufig anzutreffen sind, den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigen und die Allergiebereitschaft fördern. Gerade das "Naturtier Pferd" hat Probleme, das stetig steigende Maß an Toxinen, welche durch die synthetische Fertigfütterung mit ihren zahlreichen Zusatzstoffen ebenso wie unseren leichtfertigen Umgang mit Giftstoffen unterschiedlicher Art (Dünger, Unkrautbekämpfung, Umweltfaktoren, Abgasen usw.) verursacht wird, zu verstoffwechseln.

Ein Vorteil der ganzjährigen Kräuterfütterung liegt darin, dass Kräuter vom Pferdedarm optimal verwertet werden, viele Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe, Kieselsäure, Biotin und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, kurzum: Unser Pferd ganzjährig optimal und ohne die Gefahr von Überschüssen sowie Mangelerscheinungen mit essentiellen Nährstoffen versorgen. Eine ausgewogene Fütterung ist Voraussetzung für einen funktionierenden Stoffwechsel, ein gesundes und intaktes Darmmilieu sowie ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis. Da Resultate einer ausgewogenen Fütterung in der Regel 3 Monate benötigen, wäre es zu spät, mit dieser erst während der "Ekzemsaison" zu beginnen. Diese sollte - zugunsten der gesamten Pferdegesundheit - dauerhaft und ganzjährig praktiziert werden!

Die Haltung des betroffenen Pferdes muss - dies gilt für den Ekzemer ebenso wie für alle anderen Pferde, denn in erster Linie ist auch der Sommerekzemer Pferd - pferdegerecht, gesund, natürlich und mit möglichst viel Bewegung in frischer Luft mit Wind und Sonne verbunden sein. Einige Empfehlungen gehen dahin, betroffene Pferde in dunklen Ställen einzustallen, doch dies ist weder Ursachentherapie, noch annähernd pferdegerecht.

Durch eine pferdegerechte Haltung werden Stoffwechsel, Entgiftung, Durchblutung und Psyche positiv beeinflusst. Die Möglichkeit zum Scheuern sollte in Form von befestigten ausrangierten Besen gegeben werden, Verletzungsmöglichkeiten müssen zwingend ausgeschaltet werden. Zu beachten ist hier, dass der starke Ekzemer durch exzessives Scheuern starke Läsionen und Verletzungen geradezu herausfordert. Die Weideflächen sollten extensiv bewirtschaftet werden, was bedeutet, ausschließlich natürlich gedüngt (Mist, Jauche) und mit nur wenigen Pferden beweidet. Die Unkrautbekämpfung sollte ebenso natürlich vonstatten gehen, was heißt: kein Einsatz chemischer Unkrautbekämpfungsmittel! Je natürlicher und vielfältiger unsere Pferdeweide ist, je positiver ist der Grasbestand zu bewerten; extensiv bewirtschaftete Weideflächen sind verhältnismäßig rohfaserreich, protein- u. energiearm, was nicht nur unserem Sommerekzemer zugute kommt! Des Weiteren ist auf Hygiene zu achten, was regelmäßiges Kot einsammeln (sofern es die Fläche in ihrer Größenordnung erlaubt) ebenso einschießt, wie tägliches Ausmisten des Stalles, Reinigung der Tröge und Tränken, Entfernung von Spinngeweben etc.; hier sollte das Augenmerk auf eine natürliche Bekämpfung der Insekten gelegt werden.

Eine gute Möglichkeit zum lokalen Schutz der vom Sommerekzem betroffenen Pferde vor den lästigen Insekten sind Ekzemerdecken. Da diese stark beansprucht werden und über die gesamte "Saison" getragen werden müssen, ist hier auf einwandfreie Qualität zu achten, denn nur diese kann sich rechnen! Ekzemerdecken sollten jedoch nicht als alleiniges Mittel der Wahl, sondern als äußerlicher Schutz, verstanden werden. Zumindest die Optimierung der Fütterung und Haltung sollte - mit oder ohne Decke - selbstverständlich sein.

Regulierende Therapie Möglichkeiten des Sommerekzems

Weder der alleinige Einsatz von Kräutern und Ergänzungsfuttermitteln, noch die alleinige lokale Behandlung der betroffenen Hautbezirke und schon gar nicht die in der Praxis leider immer noch viel zu oft praktizierte und als erstes Mittel der Wahl eingesetzte Kortikoidtherapie (Unterdrückung bzw. Verlagerung des Symptomenkomplexes, teilweise verheerende Nebenwirkungen, wie z. B. Hufrehe) können als wirksame Therapie des Sommerekzems angesehen werden.

Weder in der Schulmedizin noch in der alternativen Tierheilkunde existiert eine nachweislich bei allen an Sommerekzem erkrankten Pferden erfolgreiche Behandlung durch ein einzusetzendes Mittel, da diese eine Standardmedikation nach dem "Schema F" darstellen müsste, welche zumindest bisher aus o. g. Gründen nicht möglich ist, da Prädisposition und individuelle Erkrankungsgeschichte allgemein bei Allergien zu verschieden sind, als dass hier ein Mittel das Mittel der Wahl darstellen könnte (vergleichbar mit der Neurodermitis des Menschen).

Meiner Erfahrung nach lässt sich das Sommerekzem nur unter Einbeziehung der Ganzheitlichkeit wirksam therapieren. Das heißt die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie ist die Optimierung der Fütterung und Haltung, wie oben ausführlich beschrieben! Zusätzlich zu den entgiftenden Kräutermischungen hat sich der Einsatz homöopathischer, isopathischer und homotoxikologischer Mittel bewährt. Das Standardmittel gibt es hier jedoch leider nicht, die jeweilig zu verabreichenden naturheilkundlichen Mittel müssen zwingend individuell auf das jeweilige Sommerekzem Pferd abgestimmt werden, da jede Erkrankung unterschiedlich ist und ihr somit unterschiedliche kausale Ursachen zugrunde liegen. Jedoch gibt es verschiedene Mittel, welche sich in der Therapie vieler Pferde sehr gut bewährt haben!

Nach ausführlicher Anamnese sollte bei Bedarf einerseits eine individuelle Therapie des Sommerekzems eingeleitet werden, welche sämtliche Prädispositionen berücksichtigt und nicht auf Unterdrückung der Symptome abzielt, andererseits unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit Haltung, Fütterung, Bewegung, Sozialfaktoren und Pflegemaßnahmen überprüft und auf die Erkrankung abgestimmt optimiert werden.

In diesem Zusammenhang kann der Einsatz von Kräutern, Homöopathika und weiteren naturgemäßen Therapien, wenn man diese bei Sommerekzem einzusetzen versteht, wertvolle Dienste leisten und im günstigsten Fall eine Symptomfreiheit bewirken. Jedoch ist es falsch anzunehmen, nach dem Motto, viel hilft viel vorzugehen bzw. wahllos Kräuter und Homöopathika womöglich in Verbindung mit Kortison einzusetzen, da hier gravierende Fehler und Verschlechterungen der Symptomatik vorprogrammiert sind. Hüten sollte man sich ebenfalls, Mittel zur Stimulation des Immunystems (z. B. Echinacea) bei Sommerekzem einzusetzen, da eine Allergie immer eine Überreaktion des Immunsystems ausdrückt, im Umkehrschluss also keine noch so geartete Stimulation des Immunsystems stattfinden darf, da hierdurch eine Verschlechterung der Symptomatik zwangsläufig eintreten muss. Auch die allgemeine Erfahrung, dass mit vom Fohlenalter an zunehmenden Lebensjahren das Sommerekzem jährlich stärker in Erscheinung tritt, bevor im Alter das Immunsystem durch allgemeine Alterungsprozesse schwächer wird und so auch der Symptomkomplex des Sommerekzemers schwächer wird, lässt den Schluss zu, dass eine Stärkung des Immunsystems hier völlig kontraproduktiv wirkt.

Gerade beim komplexen Thema Sommerekzem sollte ganzheitlich therapiert werden, was weiterhin eine lokale Therapie der betroffenen Hautbezirke mit einschließt. Diese sollten mit - individuell zu ermittelnden - wundheilungsfördernden oder/und insektizid und zwingend juckreizstillend wirkenden Produkten regelmäßig eingerieben werden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche lokal und innerlich einzusetzende Mittel, welche völlig nebenwirkungsfrei und unschädlich für unser Pferd sind. Die Kunst einer erfolgreichen Therapie beschränkt sich jedoch darauf, die für unser Pferd passenden Mittel auswendig zu machen, da das Angebot und die Empfehlungen unüberschaubar sind. Jedes Pferd ist ein Individium, was uns vor die Aufgabe stellt, eben für dieses eine Pferd eine spezifische homöopathische, isopathische, homotoxikologische und ergänzend lokale Therapie zu wählen. Da allen o. g. Therapieverfahren zugrunde liegt, dass der Gesunde die Symptomatiken einer Erkrankung entwickelt, welche den Kranken dieser Symptomatiken befreien, sollte ein therapeutisches Eingreifen immer den Menschen vorbehalten bleiben, die sich damit auskennen, denn ein wahlloses "Rumprobieren" verschiedenster Mittel schädigt unser - eh schon leidendes Pferd - nur noch mehr.

Voraussetzung jeder erfolgreichen Sommerekzem Therapie ist jedoch eine auf die Allergiebereitschaft abgestellte Fütterung und Haltung. Selbst wenn es uns nicht möglich ist, sämtliche oben genannten Empfehlungen einzuhalten, weil man hierauf vielleicht keinen Einfluss hat, so ist es grundsätzlich möglich, Optimierungen - wenn auch nur zum Teil - vorzunehmen und hiermit unserem Ekzemer das Leben zu erleichtern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Für den Pferdeanzeiger 2004