Tierheilkundezentrum

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
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Leber & Nieren Pferd
Leberkrankheiten & Nierenkrankheiten bei Pferden
Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz
Erhöhte Leberwerte bei Pferden
Erhöhte Nierenwerte bei Pferden
Leber und Nieren Krankheiten, wie erhöhte Leberwerte, erhöhte Nierenwerte, aber auch Leberinsuffizienz und Niereninsuffizienz nehmen bei unseren Pferden und Ponys stark zu.
Gründe hierfür liegen oft in einer falschen Fütterung, Medikamentengabe, Verwurmung, Verfettung und den sogenannten Wohlstandserkrankungen.
Gerade Leber und Nieren bereiten unseren Pferden oftmals große Probleme. Unsere Pferde leiden immer öfter an erhöhten Nieren- und Leberwerten. Vor einigen Jahren waren die Nieren des Pferdes in der Regel nicht betroffen von erhöhten Werten und Problemen. Heute ist dies anders:
Nicht nur die Leber des Pferdes bereitet Probleme, auch sind immer häufiger die Nieren betroffen.
Gründe für Leberkrankheiten & Nierenkrankheiten gibt es Zahlreiche:
Wohlstandserkrankungen wie das Equine metabolische Syndrom, Cushing und zunehmende Umweltbelastungen; Giftpflanzen, die aufgrund verschiedener Faktoren zur Plage werden, wie das Jakobskreuzkraut, denaturierte Fütterung mit vielen Zusatzstoffen, die von Pferden nicht optimal aufgeschlossen werden, landwirtschaftliche Veränderungen, die im Zuge der Wirtschaftslage ihren Tribut fordern und viele Faktoren, welche dies alles begünstigen.
Störungen im Leber- und Nierenstoffwechsel sind meist Ursache einer falschen Ernährung, welche durch viele Faktoren, die wir selbst kaum beeinflussen können, immer häufiger vorkommen und so verschieden sind, wie diese nur sein können. Bei einem Pferd sind Giftpflanzen Auslöser der Nieren- und Leberprobleme, bei einem anderen Pferd ist es eine zu gut gemeinte Fütterung, die die Werte in die Höhe schnellen lässt, da Leber und Nieren das Zuviel an Protein nicht abbauen können. Kommt dann noch das ein oder andere "Pülverchen" hinzu, ist es meist kurz vor 12 hier einzugreifen und die Fütterung angemessen zu praktizieren.
Möchten Sie Ihr Pferd, Ihr Pony oder Ihren Esel von mir homöopathisch therapieren lassen, so arbeite ich überregional mit der Biofeld-Haaranalyse.
Oft liegen die Ursachen in Faktoren, die dem Pferdebesitzer selbst nicht bewusst sind, da dieser diese nicht richtig interpretieren kann. In einem solchen Falle hat sich ein telefonisches Beratungsgespräch als sehr hilfreich herausgestellt, da ich die Erkrankung unter einem anderen Blickwinkel beurteilen kann, wie der involvierte Pferdebesitzer selbst. Manche Information kann so dazu beitragen, der Ursache auf den Grund zu gehen und diese schnellstmöglich abstellen zu können. Zum Beratungsgespräch schauen Sie bitte unter: Beratung.
Leber- und Nierenerkrankungen
Artikel der Tierheilpraktikerin Claudia Nehls für verschiedene Fachzeitschriften 2009
Neben Hunden und vor allem Katzen sind auch immer mehr Pferde von Leber- und Nierenerkrankungen betroffen. Nierenerkrankungen sind häufig lebensbedrohlich, Lebererkrankungen reichen von leicht erhöhten über massiv erhöhte Leberwerte sowie auch bis zur Insuffizienz der Leber.
Ohne Ursachenforschung ist eine Therapie fast aussichtslos, da ausschließlich die Beseitigung der Ursache zum Therapieerfolg führen kann und eine ursächliche Behandlung unbedingt von Nöten ist.
Häufige Ursachen sind der Verzehr giftiger Pflanzen, allen voran das Jackobskreuzkraut, oder auch eine massive Verwurmung. Wird der Verzehr von Giftpflanzen zukünftig nicht ausgeschlossen und eine Verwurmung wirkungsvoll bekämpft, kann die Therapie nur scheitern und lediglich zu einer leichten Verbesserung der Werte führen.
Weitere Ursachen finden sich in Allergien, Proteinüberschüssen, Tumoren und Erkrankungen anderer Organe und Organsysteme. Auch erhöhte Toxinbelastungen durch unterschiedliche Umgebungsfaktoren sowie einer krankmachenden Pferdefütterung sind ursächlich.
Erkrankungen der Leber und Nieren stehen beim Pferd in der Regel im Zusammenhang mit Erkrankungen des Stoffwechsels, Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes, häufig mit Vergiftungen verschiedener Ursache, mit schweren Infektionskrankheiten, Bakterienbefall oder massiver Verwurmung.
Die Leber und Nieren sind wichtige Stoffwechselorgane und werden durch verschiedene Krankheiten des Organismus belastet, die wiederum dazu führen, dass sie ihre Entgiftungsfunktionen nur teilweise, oder auch ganz verlieren.
Lebererkrankungen, Leberschäden und Nierenerkrankungen sind häufig durch falsches Futter bedingt, sei es verdorbenes Futter oder auch Vergiftungen durch toxische Pflanzengifte, die weitaus häufiger vorzufinden sind. Auch Bakteriengifte, Toxine und Stoffwechselgifte, chemische Toxine sowie der Mangel an Protein (welchen wir beim Pferd jedoch selten und nur bei ausgesprochener Unterernährung vorfinden, meist begegnet uns das Gegenteil, nämlich ein Proteinüberschuss), Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen können zur Leberdegeneration, Leberdystrophie, Lebernekrose und Hepatosis führen.
Beim Fohlen kommt hin und wieder auch ein Leberschaden durch Selenmangel im Verlauf einer Muskeldystrophie vor.
Häufigste Ursache für Leber- und Nierenschädigungen ist die Aufnahme toxischer Substanzen, beispielsweise Giftpflanzen auf der Weide oder das Knabbern an giftigen Hecken beim Ausritt neben Bakterienbefall aufgrund einer Infektion und Verwurmung. Nur selten finden wir in unserer heutigen Zeit Leber- und Nierenschäden aufgrund von Mangelerscheinungen vor, häufiger aufgrund von Überversorgung, Medikamentenaufnahme und Erkrankungen, bei denen die Leber und Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die Symptome entsprechen der Schwere des Nieren- oder Leberschadens. So finden wir gerade beim Pferd oft aus der Norm fallende Nierenwerte und Leberwerte bei Blutuntersuchungen, ohne dass überhaupt Symptome vorhanden sind. Oftmals zieht man eine Leber- und Nierenerkrankung erst durch eine Blutuntersuchung, welche die schlechten Werte zutage bringt, in Betracht.
Aussagekräftig sind hier leberspezifizierende Werte wie ALT, SDH, GLDH, GT, OCT, Hinweise bieten AST, AP, LDH und MDH, Bilirubin, Urobilinogen, Cholesterin, Gallensäuren, Triglyzeride, Proteine (Albumin, Globuline, Gerinnungsfaktoren), Ammoniak sowie Belastungs- oder Funktionstests. Bei Nierenerkrankungen sind hauptsächlich der Kreatininwert und der Harnstoffwert ausschlaggebend. Die Abweichung von der Norm zeigt die Schwere der Erkrankung an.
Wird bei der Blutuntersuchung ein hoher Bilirubinspiegel festgestellt, so muss man von einer tieferreichenden Schädigung der Leberzellen ausgehen.
Die Gelbsucht (Ikterus) ist bei den meisten Lebererkrankungen besonders in den Lidbindehäuten charakteristisch, jedoch auch die Maulschleimhäute zeigen eine gelbliche Farbe auf, so, dass schon durch das bloße Auge erkennbar wird, dass eine starke Schädigung der Leber vorhanden ist.
Zeigt das Pferd einen abgestumpften, schwankenden Gang und allgemeine Schwäche sowie eine gewisse Apathie, ständige Müdigkeit, oftmals auch Abmagerung und Aggressivität gegenüber Artgenossen, ist dies ein Hinweis auf eine Lebererkrankung. In schweren Fällen bilden sich kleine, punktförmige Blutungen auf Nick- und Schleimhäuten, der Puls beschleunigt sich auf 100 bis 120 Schläge pro Minute, der Harn verfärbt sich dunkel, oftmals auch mit Blutungen.
Bei schweren Leberschädigungen kann es zum Leber-Gehirn-Syndrom kommen mit Ataxie, Senken des Kopfes, Anlehnung an Wänden, Kontraktion der Gesichtsmuskeln, Richtungsabweichungen sowie Appetitlosigkeit. Symptomatiken, bei denen eine Lebererkrankung in Erwägung gezogen werden sollte sind immer Abmagerung, Schwäche, kolikartige Schmerzen, Empfindlichkeit gegenüber Lichteinwirkungen, starkes Schwitzen und Temperaturanstieg.
Die Leberamyloidose ist eine Form der Leberdegeneration, bei der eine Entartung des Lebergewebes infolge Störungen des Proteinstoffwechsels auftritt. Die Fettleber (Leberlipoidose) kann durch Eiweißmangel, Unterernährung, Sauerstoffmangel, chronische Durchfälle und schwere Infektionskrankheiten ausgelöst werden. Proteinmangel und/oder Mangelernährung schädigen die Leberzellen und fördern die Leberverfettung.
Aus diesem Grunde rate ich auch zum häufig praktizierten massiven Nahrungsentzug bei Diagnose der Hufrehe-Erkankung ab:
Natürlich müssen die betroffenen Pferde ? sofern diese ?zu gut im Futter stehen? - auf Diät gesetzt werden, jedoch nicht durch massiven Nahrungsentzug, denn dieser fördert unter anderem eine Schädigung der Leber.
Auch eine Kreislaufinsuffizienz mit anschließender Blutstauung kommt als Ursache einer Lebererkrankung in Betracht.
Toxine wie Phosphor, Antimon, Arsenverbindungen, Chloroform, Jodoform, Tetrachlorkohlenstoff, Pflanzengifte, beispielsweise aus Lupinen und Wicken, sowie pathogene Pilze sind häufige Auslöser einer Leberlipoidose.
Eine große Rolle spielt auch die Hepatitis (Leberentzündung). Sie ist Begleiterscheinung und Folge einer großen Anzahl von Einflüssen. Der Verlauf kann akut bis chronisch sein und zur Leberatrophie und Leberzirrhose führen, wobei die Leberfunktion so weit geschädigt werden kann, dass der Tod eintritt.
Auch parasitäre Erkrankungen der Leber finde ich häufig vor:
Beteiligt ist beispielsweise der Leberegel, der Lanzettegel, der Bandwurmfinnenbefall, die Strongylidose durch Strongylodiden ausgelöst, die Askaridose durch Askariden, die Leishmaniose durch Stechmücken und die Zungenwurmkrankheit.
Hochakute Leberentzündungen können innerhalb von Stunden zu einer gelben Leberdystrophie, zum Zusammenbruch der Leberfunktion und damit unweigerlich zum Tode führen.
Die Leber ist jedoch ein Organ, dass sich selbst bei starker Schädigung wieder regenerieren kann, wenn dieser Prozess auch oftmals sehr lange dauert.
Wenn die Nieren beim Pferd ihre Funktion einschränken fällt das lange Zeit nicht auf, da die Symptome erst einmal ausbleiben.
Als paarig angelegtes Organ unterstützen sich die beiden Nieren oft gegenseitig in ihrer Wirkung, so dass ein Schaden nicht auffällt.
Zu den Symptomen von Nierenkrankheiten gehören, dass zunächst nur die Harnmenge verringert ist (Oligurie) oder das Pferd zu häufig Harn absetzt (Polyurie). Im schlimmsten Fall kommt es zur Anurie, hierbei ist das Pferd nicht mehr in der Lage, Urin abzusetzen, die Nieren versagen. Weitere Symptome sind vorwiegend am Unterbauch auftretende Wasseransammlungen (Ödeme), Stumpfwerden des Fells und Fellprobleme sowie starke Abmagerung. Die Pferde können und wollen nicht mehr arbeiten und geraten in eine Art Depression, in der keine Leistung mehr erbracht werden kann. Der Gesichtsausdruck ist müde und schwermütig, was an der narkotisierenden Wirkung des Harnstoffs, der nun nicht mehr abtransportiert werden kann, liegt. Es kommt zu Appetitlosigkeit und damit einhergehend zur Abmagerung.
Nierenversagen ist in der Regel die Folge von Blut- oder Wasserverlusten. Aber auch Kreislaufversagen oder Herzbeschwerden können auslösend für die Störungen sein.
Eine andere Form der Erkrankung der Nieren ist die Nierenentzündung (Nephritis), die Ausgangspunkt für eine chronische Niereninsuffizienz werden kann. Sie geht einher mit Abmagerung, Schwäche und Ödemen, sowie Fieber.
Obwohl den Nieren nachgesagt wird, eine Regeneration sei hier aussichtslos, lässt sich dies in meiner Praxis nicht bestätigen. Viele Fälle schwerer Niereninsuffizienzen konnten langfristig reguliert werden mit einer umfassenden homöopathischen, phytotherapeutischen und Fütterungstherapie.
Ist die Ursache erst einmal gefunden und ausgeschaltet, bietet die Homöopathie, Isopathie und vor allem die Phytotherapie erstklassige Mittel zur erfolgreichen Regulation der Leber und Nieren. Bei Leber- und Nierenerkrankungen hat sich in meiner Praxis ganz besonders die Biofeld-Haaranalyse bewährt, um einerseits die Ursache zu ermitteln und andererseits eine umfassende und ganzheitliche Therapie einzuleiten.
Lebererkrankungen
(Artikel von mir für den Pferdeanzeiger)
In der Praxis treffe ich immer häufiger auf Schädigungen und Erkrankungen der Leber. Meist sind diese nicht lebensbedrohlich, jedoch unbedingt therapiebedürftig, da weitere Schädigungen vorprogrammiert und in der Folge lebensbedrohliche Erkrankungen nicht ausgeschlossen werden können, sofern die Ursache nicht beseitigt und eine erfolgreiche Therapie zur Gesundung der Leber eingeleitet wird.
Erkrankungen der Leber stehen beim Pferd in der Regel im Zusammenhang mit Erkrankungen des Stoffwechsels, Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes, häufig mit Vergiftungen verschiedener Ursache, mit schweren Infektionskrankheiten oder Nierenerkrankungen.
Die Leber ist ein wichtiges Stoffwechselorgan und wird durch verschiedene Krankheiten des Organismus belastet und kann somit ihre Entgiftungsfunktion nur teilweise, oder auch ganz verlieren, was zum Tod des Pferdes führen kann.
Die meisten Lebererkrankungen und Leberschäden sind durch falsches Futter bedingt, sei es verdorbenes Futter oder auch Vergiftungen durch toxische Pflanzengifte, die weitaus häufiger vorzufinden sind. Auch Bakteriengifte, alimentäre Toxine und Stoffwechselgifte, chemische Toxine sowie der Mangel an Protein (welchen wir beim Pferd jedoch selten und nur bei ausgesprochener Unterernährung vorfinden, meist begegnet uns das Gegenteil, nämlich ein Proteinüberschuss), Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen können zur Leberdegeneration, Leberdystrophie, Lebernekrose und Hepatosis führen. Beim Fohlen kommt hin und wieder auch ein Leberschaden durch Selenmangel im Verlauf einer Muskeldystrophie vor.
Häufigste Ursache für Leberschäden und schwere Lebererkrankungen ist jedoch die Aufnahme toxischer Substanzen, beispielsweise Giftpflanzen auf der Weide oder das Knabbern an giftigen Hecken beim Ausritt. Nur selten finden wir in unserer heutigen Zeit Leberschäden aufgrund Mangelerscheinungen vor, häufiger aufgrund Überversorgung, Medikamentenaufnahme und Erkrankungen, bei denen die Leber in Mitleidenschaft gezogen wird.
Die Symptome entsprechen der Schwere des Leberschadens. So finden wir gerade beim Pferd oft schlechte Leberwerte bei Blutuntersuchungen, ohne dass überhaupt Symptome vorhanden sind. Oftmals zieht man eine Lebererkrankung erst durch eine Blutuntersuchung, welche die schlechten Werte zutage bringt, in Betracht. Aussagekräftig sind hier leberspezifizierende Werte wie ALT, SDH, GLDH, GT, OCT, Hinweise bieten AST, AP, LDH und MDH, Bilirubin, Urobilinogen, Cholesterin, Gallensäuren, Triglyzeride, Proteine (Albumin, Globuline, Gerinnungsfaktoren), Ammoniak sowie Belastungs- oder Funktionstests.
Wird bei der Blutuntersuchung ein hoher Bilirubinspiegel festgestellt, so muss man von einer tieferreichenden Schädigung der Leberzellen ausgehen. Die Gelbsucht (Ikterus) ist bei den meisten Lebererkrankungen besonders in den Lidbindehäuten charakteristisch, jedoch auch die Maulschleimhäute zeigen eine gelbliche Farbe auf, so, dass schon durch das bloße Auge erkennbar wird, dass eine starke Schädigung der Leber vorhanden ist.
Zeigt das Pferd einen abgestumpften, schwankenden Gang und allgemeine Schwäche sowie eine gewisse Apathie, ständige Müdigkeit, oftmals auch Abmagerung, Aggressivität gegenüber Artgenossen, ist dies ein Hinweis auf eine Lebererkrankung. In schweren Fällen bilden sich kleine, punktförmige Blutungen auf Nick- und Schleimhäuten, der Puls beschleunigt sich auf 100 bis 120 Schläge pro Minute, der Harn verfärbt sich dunkel, oftmals auch mit Blutungen.
Bei schweren Leberschädigungen kann es zum Leber-Gehirn-Syndrom kommen mit Ataxie, Senken des Kopfes, Anlehnung an Wänden, Kontraktion der Gesichtsmuskeln, Richtungsabweichungen sowie Appetitlosigkeit. Symptomatiken, bei denen eine Lebererkrankung in Erwägung gezogen werden sollte sind immer Abmagerung, Schwäche, kolikartige Schmerzen, Empfindlichkeit gegenüber Lichteinwirkungen, starkes Schwitzen und Temperaturanstieg.
Die Leberamyloidose ist eine Form der Leberdegeneration, bei der eine Entartung des Lebergewebes infolge Störungen des Proteinstoffwechsels auftritt. Die Fettleber (Leberlipoidose) kann durch Eiweißmangel, Unterernährung, Sauerstoffmangel, chronische Durchfälle und schwere Infektionskrankheiten ausgelöst werden. Proteinmangel und/oder Mangelernährung schädigen die Leberzellen und fördern die Leberverfettung. Aus diesem Grunde rate ich auch zum häufig praktizierten massiven Nahrungsentzug bei Diagnose der Hufrehe-Erkankung ab:
Natürlich müssen die betroffenen Pferde - sofern diese "zu gut im Futter stehen" - auf Diät gesetzt werden, jedoch nicht durch massiven Nahrungsentzug, denn dieser fördert unter anderem eine Schädigung der Leber. Auch eine Kreislaufinsuffizienz mit anschließender Blutstauung kommt als Ursache einer Lebererkrankung in Betracht.
Toxine wie Phosphor, Antimon, Arsenverbindungen, Chloroform, Jodoform, Tetrachlorkohlenstoff, Pflanzengifte, beispielsweise aus Lupinen und Wicken, sowie pathogene Pilze sind häufige Auslöser einer Leberlipoidose.
Eine große Rolle spielt auch die Hepatitis (Leberentzündung). Sie ist Begleiterscheinung und Folge einer großen Anzahl von Einflüssen. Der Verlauf kann akut bis chronisch sein und zur Leberatrophie und Leberzirrhose führen, wobei die Leberfunktion so weit geschädigt werden kann, dass der Tod eintritt.
Auch parasitäre Erkrankungen der Leber finde ich häufig vor: Beteiligt ist beispielsweise der Leberegel, der Lanzettegel, der Bandwurmfinnenbefall, die Strongylidose durch Strongylodiden ausgelöst, die Askaridose durch Askariden, die Leishmaniose durch Stechmücken und die Zungenwurmkrankheit. Hochakute Leberentzündungen können innerhalb von Stunden zu einer gelben Leberdystrophie, zum Zusammenbruch der Leberfunktion und damit unweigerlich zum Tode führen.
Die Leber ist jedoch ein Organ, dass sich selbst bei starker Schädigung wieder regenerieren kann, wenn dieser Prozess auch oftmals sehr lange dauert. Fast die Regel sind leichte Schädigungen der Leber bzw. nicht optimale Werte bei Blutuntersuchungen, selten, meist bei akuten Vergiftungen, finden wir beim Pferd lebensbedrohliche Erkrankungen der Leber.
Die Therapie der Lebererkrankung muss zwingend die Ursache ausschalten, damit diese erfolgsversprechend sein kann. Ist die Ursache erst einmal gefunden und ausgeschaltet, bietet die Homöopathie, Isopathie und vor allem die Phytotherapie erstklassige Mittel zur erfolgreichen Regulation der Leberwerte.
Bekannt als Lebertherapeutikum sind beispielsweise Chelidonium, Cardus marianus, Lycopodium und Taraxacum, diese gelten als spezielle Leberarzneimittel. Daneben gibt es jedoch auch noch eine große Anzahl von Pflanzen, die aus der Erfahrung heraus optimal dazu beitragen, die Leber wieder gesunden zu lassen!

Oder so: zwar kurz, jedoch trocken und mager, statt grün und fett
Wohlstandserkrankungen unserer Pferde
(Artikel von mir für den Pferdeanzeiger)
Ein Problem unserer heutigen Pferdehaltung sind die negativen Begleiterscheinungen der - unter einem Begriff zusammengefassten -Wohlstandserkrankungen.

Sina in Aktion. Inzwischen jedoch weniger rund dank Bighorse
Welche Erkrankungen zählen zu den Wohlstandserkrankungen?
Das Equine Metabolische Syndrom:
Bei vielen übergewichtigen Pferden ist der Zuckerstoffwechsel bzw. die Insulinfunktion gestört. In den USA wurde diese Symptomatik definiert als EMS = Equines Metabolisches Syndrom. Symptome von EMS sind der deutliche Fettansatz an Mähnenkamm, im Schulterbereich, an der Penisscheide bei Wallachen, am Euter bei Stuten, an der Kruppe, oder oberhalb des Schweifansatzes.
Diagnostiziert wird EMS über einen erhöhten Nüchterninsulinspiegel im Blutplasma.
EMS entsteht aus Bewegungsmangel, Leichtfuttrigkeit und zu hohem Futterangebot.
Diabetes mellitus:
Noch relativ selten beim Pferd ist eine dauerhaft erhöhte Blutglucose. Die Blutüberzuckerung erreicht beim Pferd noch selten das Ausmaß eines Diabetes mellitus. Eine Zunahme kann ich jedoch im Laufe des letzten Jahres feststellen.
Hufrehe:
Ein wesentlicher bzw. schlechthin der wesentliche Entstehungsgrund der Hufrehe liegt in einer fehlerhaften Fütterung. Obwohl nicht ausschließlich zu dicke Pferde und Ponys erkranken, erkranken in der Regel falsch gefütterte Pferde und Ponys. Fettleibigkeit und erhebliches Übergewicht fördern ganz wesentlich die Entstehung der Hufrehe.
Lebererkrankungen:
Werden gefördert und oft ausgelöst durch eine zu fette, proteinreiche Fütterung. Unsere leichtfuttrigen, nicht im Arbeitseinsatz stehenden Freizeitpferde weisen schon bei relativ karger Fütterung einen Überschuss an Protein auf. Meint man es dann allzu gut und füttert neben Grasfütterung auch noch Müsli, Getreide & Co. ist die Leber schnell überlastet mit dem Abbau des überschüssigen Proteins, und erhöhte Leberwerte sind die Folge. Auch ein 24-Stunden-Weidegang auf üppigen Weideflächen ist meist zuviel des Guten und die Leber ist nicht mehr in der Lage, alle Nährstoffe zu verstoffwechseln.
Nierenerkrankungen:
Auch die Nieren werden bei dauerhafter zu proteinreicher, zu stärkereicher Fütterung irgendwann überlastet. Früher bei Pferden eine Ausnahme waren die Nierenerkrankungen, Niereninsuffizienz mit ihrem tödlichen Ausmaß. Auch diese häufen sich innerhalb des letzten Jahres.
Hyperlipämie (Störung des Fettstoffwechsels):
Tritt nur bei übergewichtigen Pferden, Ponys und Eseln auf und stellt ein lebensbedrohendes Symptom, früher ausschließlich bei Ponys und Eseln, heute auch bei Pferden dank Wohlstandsfütterung, dar, und entsteht vor dem Hintergrund, dass das Pony mehrere Tage einer negativen Energiebilanz ausgesetzt wird (z. B. Futterentzug) und die dann einsetzende Mobilsierung des Depotfettes nicht durch eine zureichende Leberfunktion verstoffwechselt wird. Der Gesamtfettgehalt im Blutplasma steigt über dem Maximalwert und das Plasma wird trüb und milchig, die Pulsfrequenz erhöht sich, Puls- und Herzbeschleunigung resultieren aus einer fettigen Degeneration des Herzmuskels, das Pony befindet sich im Zustand der Apathie mit Bewegungsunlust, Nahrungs- und Trinkwasserverweigerung. Besonders gefährdet sind zwar trächtige Stuten, jedoch erkranken auch güste Stuten, Wallache und Hengste an Hyperlipämie. Plötzliche Veränderungen der Haltungs- und Futterbedingungen sowie Darmentzündungen (Verursacher u. a. hochgradiger Endoparasitenbefall) und der damit einhergehende Protein- und Mineralstoffverlust durch den heftigen Durchfall sind Gründe für die Mobilisation des Depotfettes, welches zur Hyperlipämie führt. Besonders gefährdet sind hier zu fette Ponys, welche plötzlich auf strenge Diät gesetzt werden, weil z. B. eine Hufreheerkrankung eingetreten ist oder auch trächtige Stuten, bei welchen im letzten Drittel der Trächtigkeit der durch die Trächtigkeit erhöhte Grundumsatz nicht berücksichtigt wird.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Erkrankungen, welche durch eine zu gutgemeinte Fütterung, durch zu viel Stärke, Protein, Energie, Zucker, synthetische Zusatz- und Konservierungsstoffe gefördert werden:
Hierzu zählen die Arthrose, Hufprobleme/Huferkrankungen, das Sommerekzem, Allergien der Haut- und Schleimhäute, allergische Atemwegserkrankungen, Gelenkchips und Gliedmaßenanomalien und Fruchtbarkeitsstörungen.
Im Grunde fördern wir sämtliche Erkrankungen auf die ein oder andere Weise durch eine zu nährstoffreiche und gutgemeinte Fütterung.
Wir füttern unsere Pferde rund und krank:
Letztlich kein Wunder bei der Werbung, die uns vorgaukelt, für jede Erkrankung, für jede Rasse, für jedes Problem gibt es die passenden Müslis, Getreidemischungen und Ergänzungsfuttermittel einerseits;
andererseits:
Unser menschliches Auge, unser menschlicher Verstand täuscht uns erheblich, wenn es um das Thema Pferdefütterung geht:
Eine Pferdeweide muss grün und saftig sein; sonst ist sie nicht schön. Ist die Weide karg und pferdegerecht, so werden wir durch andere Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass man Pferde doch nicht auf solch eine Weide stellen kann; hierauf ist doch gar nichts mehr zu Fressen. In Pensionsbetrieben beschweren sich die Einstaller, bei Privathaltungen die Nachbarn; der Unmut unserer Mitmenschen ist uns jedenfalls sicher!

Sina
Dem ist nicht so:
Eine für uns völlig abgefressene Weide bietet für leichtfuttrige Pferde und Ponys - und erst recht für Esel, welche besonders karg und extensiv gefüttert werden müssen - noch immer eine durchweg zufriedenstellende Futtergrundlage. Man staunt, wenn man beobachtet, wie gut genährt unser Partner Freizeitpferd noch auf dieser Weide bleibt.
Selbstverständlich muss auch hier die Individualität und die Vegetation gewahrt werden. Ein schwerfuttriges Pferd kommt mit dieser Art von Weidehaltung keinesfalls zurecht: hier muss die Weide grün und saftig sein; damit ein normaler Futterzustand erreicht bzw. gehalten wird. Ein leichtfuttriges Pony oder Pferd (und erst recht das Eselchen..) benötigt jedoch eine ganz andere Futtergrundlage; als ein mageres und schwerfuttriges Pferd. Auch muss die Weidehaltung stetig angepasst und der Vegetation nach optimiert werden. So hat das Gras bei viel Regen und Sonne einen weitaus höheren Nährwert, als in trockenen Sommern. Überständiges, wie Heu aussehendes Gras, ist ebenfalls "ungefährlich" für unsere leichtfuttrigen Freizeitpferde oder auch an oben genannten Krankheiten leidender Pferde.
Im Laufe der verschiedenen Vegetationszeiten des Jahres muss eine optimale Weidehaltung immer wieder neu überdacht und angepasst werden. So hat ein Pferd, welches täglich gearbeitet wird, ein Distanzpferd, ein Turnierpferd, ein in der Landwirtschaft eingesetztes Pferd, einen ganz anderen Grundumsatz als "nur" Weidepferde und Ponys.
Auch bei der Ration des Kraftfutters sind wir menschlichen Täuschungen ausgeliefert:
Es ist nicht wichtig, dass das Müsli für uns appetitlich aussieht und lecker riecht; es ist wichtig, welche Inhaltsstoffe, welche Nährwerte enthalten sind; welche Qualität wir unseren Pferden servieren. Der Zusatz "eiweißarm" oder "Diät" besagt nur so viel, wie auch die Nährwertdeklaration bestätigt.
Das Vorurteil, Hafer sei enorm proteinhaltig, relativiert sich meist von selbst, vergleicht man den Nährwert von Hafer mit dem des "Eiweiß reduzierten" oder "Diät" Müslis.
Auch überlegenswert:
Sind die ganzen synthetischen Zusatzpülverchen, Leistungsverbesserer, Problembewältiger eigentlich wirklich notwendig? Besteht denn wirklich ein Mangel, den man ausgleichen sollte oder füttert man einfach einmal dies und das, weil's ja gut sein soll?
Paradebeispiel ist das Spurenelement Selen:
Hierauf möchte ich kurz eingehen: Selen ist ein Spurenelement, was im Umkehrschluss heißt, Spuren zu viel oder zu wenig bedeuten einen Überschuss oder auch einen Mangel. Vor ca. 10 Jahren litten meine Pferde an einer leichten Selenvergiftung; ich befasste mich mit dem Thema Selen und stieß auf einen Professor, welcher die bislang (ich bin nicht sicher, ob dies heute noch immer so ist..) einzige Dissertation über Selen verfasst hatte. Ich telefonierte sehr lange und oft mit ihm. Seine Normwerte waren - wie gesagt vor ca. 10 Jahren - unter 100 ug/l bei meinen Freizeitpferden. Er erklärte mir, dass sämtliche Normwerte aus wenigen Testreihen mit Vollblütern auf der Trabbrennbahn beruhen; keine Untersuchungen bezüglich Normwerte bei Extensivrassen, bei Freizeitpferden usw. stattgefunden haben aus Kostengründen.
Meine Pferde wiesen laut Blutuntersuchung ca. 110 - 127 ug/l auf. Damals diagnostizierte meine Tierärztin eine chronische Selenvergiftung.
Heute liegen die Normwerte laut tierärztlicher verschiedener Labore bei 100 - 200 ug/l. Der Professor (ich weiß nicht, ob er heute noch tätig ist..) würde dies kam glauben. Meine Pferde wiesen damals Symptome auf, welche auf eine Selenvergiftung schließen ließen, daher überprüften wir die Blutselenwerte. Welch ein Wahnsinn:
Heute kommen "meine Patienten" mit der Diagnose bei Freizeitpferden und Ponys mit Unterversorgungen bei 110 ug/l. Mir bleibt hier nichts anderes, als auf meine Erfahrungen zu verweisen; die ich zu 100% bestätigen kann; da meine 3 Pferde damals eine Selenvergiftung nachweislich aufwiesen.
Die Symptome waren eindeutig und wurden mit dem Absetzen meiner damals verfütterten "Pülverchen und Müslis" von alleine reguliert. In diesem Zusammenhang möchte ich gerne auf die Homepage www.pferdeglueck.de verweisen. Hier ist ein sehr interessanter Bericht zum Thema Selen veröffentlicht!
Machen wir uns Gedanken über Herkunft, über Qualität oder kaufen wir möglichst billig ein? Ist Geiz wirklich geil in der Pferdefütterung? Wäre es nicht viel sinnvoller, ganz zu verzichten, als möglichst viel möglichst kostengünstig zu füttern?
Das Pferd war ursprünglich ein Steppentier; es ernährte sich von kargem Gras, von Pflanzen und Kräutern, von Blättern. Es wanderte viele Kilometer täglich auf der Suche nach Nahrung.
Tun wir den Pferden heute wirklich einen Gefallen
mit unserer Pferdefütterung?
Ich denke, wir sollten uns mehr auf den Ursprung der Pferde konzentrieren, auf die natürliche Ernährung, das natürliche Futter der Urpferde, der Wildpferde. Und: wir sollten nicht mit aller Gewalt eine "pferdegerechte Haltung" durchführen, welche dann heißt: 24-Stunden-Weidehaltung auf fetten gedüngten Mastwiesen. Je nach Nährwert, je nach Vegetation und Futterzustand unseres Pferdes wäre 1 Stunde Weidegang auf diesen Turbowiesen ggf. gerade noch vertretbar.
Die Wohlstandserkrankungen haben in den letzten 30 Jahren dermaßen zugenommen, dass mir Angst und Bange wird, wenn ich an die Zukunft denke! Vor 30 Jahren gab es vereinzelt Sommerekzeme beim importierten Islandpferd, es gab Arthrosen und Podotrochlosen durch Verschleiß bei Sportpferden, erhöhte Insulin- und Glucosewerte waren relativ unbekannt, EMS hatte bis vor wenigen Jahren nichtmals einen Namen, Lebererkrankungen traten auf aufgrund massiver Verwurmung oder Vergiftungen, Nierenerkrankungen waren weitgehend unbekannt bei Pferden. Hufrehe war eine Erkrankung, von welcher man schon einmal gehört hatte, Hufrehefälle waren jedoch vereinzelt und selten.
Heute stehen alle diese Erkrankungen im absoluten Mittelpunkt. Sicher tragen verschiedene Faktoren hierzu bei; die Welt hat sich insgesamt verändert, die Industrialisierung in der Landwirtschaft, Fertigfuttermittel denaturiert, der Pferdefuttermarkt ist enorm gewachsen, auch die wissenschaftlichen Untersuchungen, die Aufklärungen, die Informationen, jedoch: sind diese nur annähernd belegt, belegt durch die Praxis? Eine Praxis über Jahrzehnte, über Jahre? Nein! Alles sind relativ neue "Erkenntnisse" und ob diese denn alle so uneingeschränkt richtig sind, das mag ich zumindest anhand der enorm steigenden Pferdeerkrankungen, welche bisher völlig Pferde untypisch waren, bezweifeln!
Selbstverständlich ist die optimale Pferdehaltung eine Offenstallhaltung; keine Frage; rund um die Uhr freie Bewegung auf weitläufigen kargen Flächen. Doch: Sieht die Praxis nicht ganz anders aus? Die Weiden sind weder karg, noch die Flächen weiträumig; oftmals werden die "fetten" Weidestücke noch extra abgesteckt, damit die Pferde sich den "Bauch richtig voll schlagen" können.
Ist das noch pferdegerecht?
Ich bin fest davon überzeugt, wenn jeder Pferdehalter - wie es der alte Stallmeister bereits aus Überzeugung praktizierte - mit dem Auge füttern würde, würden Wohlstandserkrankungen der Vergangenheit angehören.
Selbstverständlich kommt es vor, dass unsere Pferde zu dick werden; anstatt sie jedoch weiter zu mästen, sollten wir das Futter reduzieren, für mehr Bewegung sorgen; damit bald wieder eine Normalfigur erreicht wird.
Ein paar KG Übergewicht? Keine Sorge, dieses führt weder zu EMS noch zur Hufrehe oder zu lebensbedrohlichen Lebererkrankungen. Wohlstandserkrankungen entstehen über einen längeren Zeitraum; nämlich dann, wenn wir lange Zeit "nicht hinschauen".
Es kommt vor, dass ich heutzutage wirklich die Empfehlung geben muss: keine Weidehaltung; kein Gras. Natürlich, dies ist eine erste Empfehlung an Pferdehalter mit einem Pferd, welches an akuter Hufrehe erkrankt ist. Nein, davon spreche ich nicht. Es kommt heute vor, da beispielsweise Lebererkrankungen vorliegen, welche einen lebensbedrohlichen Zustand erreicht haben; es kommt vor, dass die Muskulatur von Pferden so übersäuert ist, dass hier erst einmal Weideverbot zu empfehlen ist. Es kommt vor, dass die Pferde dermaßen verfettet sind, dass jede Stunde Weide eine lebensbedrohliche Entgleisung des Stoffwechsels auslösen könnte..
Dies alles gab es bis vor wenigen Jahren so gut wie nicht!
Oft komme ich mir vor, wie ein Tierquäler, da Pferdemenschen dies überhaupt nicht einsehen können oder wollen. Das ist sehr traurig, da die Therapie der Erkrankung scheitern muss, wenn die Grundursache nicht behoben wird, nämlich eine fehlerhafte zu mastige Fütterung.
Oft erlebe ich auch, dass mir die Pferdebesitzerin erzählt: "Mein Pferd steht doch nur stundenweise auf einer total abgefressenen Weide.." Sehe ich die Weide und das Pferd, so kann ich kaum nachvollziehen, wie zu der Ansicht gelangt wird, diese Weide wäre abgefressen; dieses Pferd könne länger auf dieser Weide verbleiben!
Einstellbetriebe:
Misslich ist, dass in den meisten Ställen keine echten Alternativen bereitgestellt werden. Es gibt keine Alternativausläufe; keine Möglichkeit, dem Pferd oder Pony freie Bewegung zu verschaffen ohne Gras, ohne Weidehaltung. Ich meine, hier besteht ein wirklich ganz großer Bedarf, dieses zu ändern:
Ein heutzutage zeitgemäßer Stall muss Möglichkeiten bieten, Pferden und Ponys auf kargen weitläufigen Flächen bzw. auf Alternativflächen mit Sand oder einem anderen Bodenbelag den nötigen Auslauf zu verschaffen. Ebenso muss ein Angebot geschaffen werden zur Offenstallhaltung, Box mit angeschlossenem Paddock oder Großraumbox. Mir ist bewusst, dass es zur Realisierung oft an den Mitteln und an der Fläche fehlt.
Aber auch hier sind in erster Linie die Pferdebesitzer gefragt:
Nicht der Preis, sondern die Qualität des Einstellbetriebes muss entscheidend sein. Eine pferdegerechte Haltung ist sehr teuer und ständig teuer; dies ist nun mal Fakt! Wer nicht bereit ist, einen entsprechenden Preis für eine wirklich optimale pferdegerechte Haltung zu bezahlen, der kann diese auch nicht vom Einstellbetrieb erwarten.
Therapie und Prognose:
Die Ausheilung aller Wohlstandserkrankungen hat letztlich eine sehr gute Prognose; wenn Haltung und Fütterung optimiert werden, langfristig und dauernd optimiert werden. Zusätzlich setzen wir homöopathische Mittel und/oder Nosoden ein sowie grundsätzlich Kräuter und Pflanzen.
Am Ende vieler ehemals "aussichtslosen Erkrankungen" steht ein Happy-End!
Dieses erfordert jedoch Mut zur Veränderung, Vertrauen und das Bestreben, auch manchmal unbequeme Wege zu gehen.
Eine Therapie benötigt manchmal Veränderungen im Umfeld, manchmal erfährt der Pferdehalter durch mich keine Bestätigung seiner Theorien und ich sage nicht das, was er eigentlich hören möchte. Dies erfordert manchmal viel Überzeugungskraft, in der Regel wird meine Empfehlung dann auch angenommen, weil das Verstandenwerden funktioniert hat. Leider gibt es aber auch Ausnahmen, es werden Erwartungen an mich gestellt, welche ich nicht erfüllen kann; nämlich: eine erfolgreiche Therapie ohne Veränderungen des Umfelds oder/und der Fütterung.
Dies führt dann letztlich auf beiden Seiten zu Ärger, was dann darin gipfelt, dass mir Vorwürfe gemacht werden, man hätte sich von - so jüngst geschehen - der Biofeld-Haaranalyse doch mehr erwartet, als einen Therapievorschlag, eine Futtermittelempfehlung und eine Empfehlung zur weiteren Haltung.
Es ging um einen Stallplan, der mir mitgeschickt wurde und der letztlich von mir "begutachtet" werden sollte, da der Stall nach den Vorstellungen der Pferdebesitzerin so umfunktioniert wurde. Sie erwartete schlicht und einfach eine Bestätigung von mir, dass dieser Stall mit Türen und neu eingebauten Fenstern so o. k. für ihr Pferd mit COB ist; da keine andere Haltungsform geboten werden kann. Nachdem ich diese Bestätigung nicht gab und auf diesen "Stallplan" nicht weiter einging; da ich zur Beurteilung dessen auch weitere Informationen benötigt hätte, z. B. freistehend oder eng bebaut wegen den Windverhältnissen, welche Lage, was Wind usw. betrifft, und ich einfach individuell hierzu telefonisch oder vor Ort hätte Stellung beziehen müssen: bei starkem Wind hätte hier Zugluft geherrscht, bei "normalen" Windverhältnissen nicht; was jedoch ganz erheblich auch von der Bebauung rund herum mit anderen Gebäuden abhängig gewesen wäre, machte sie mir den Vorwurf, ich würde die Haaranalysen nicht speziell erstellen, sondern hätte ein gewisses "Schema", was ich anwenden würde.
Solcherlei Dinge sind ärgerlich für beide Seiten: natürlich gibt es bei gewissen Erkrankungen gewisse Faktoren, welche letztlich immer miteinbezogen werden müssen, was heißt, bei Atemwegserkrankungen viel Licht, Luft und Bewegung. Ähnlich gibt es gewisse "Schemen" für verschiedene Erkrankungen; bei Wohlstandserkrankungen ist das beispielsweise Diät und Bewegung.
Individuelle Therapieaspekte sowie auch Fütterungs- und Haltungsaspekte werden jedoch von mir selbstverständlich berücksichtigt. Was im Umkehrschluss jedoch eben nicht heißt, dass ich alles, was der Pferdehalter denn gerne hören möchte, auch so empfehle. Dieser Fall hat mich sehr geärgert, weil durch die negative Stimmung der Pferdebesitzern aufgrund der Stallsituation meine Therapie- und Futtermittelempfehlung gleich "ad acta" gelegt wurde und erst gar nicht versucht wurde, diese teilweise oder insgesamt umzusetzen, so sehe ich meine Arbeit dann als völlig überflüssig an, was letztlich überhaupt nicht mein Bestreben ist. Selbstverständlich arbeite ich bei der fütterungsmäßigen Therapie bzw. bei der Unterstützung der Therapie durch die Fütterung auch mit den von mir entwickelten Ergänzungsfuttermitteln, was Sinn macht, da sich diese in der Praxis bewährt haben. Auch dies wurde mir vorgeworfen.
Diese "Episode" soll verdeutlichen, dass eine Kommunikationsfähigkeit beim Pferdebesitzer zur Therapie bestehen muss; hat dieser dermaßen festgefahrene Ansichten, dass ich nicht überzeugen bzw. zum Nachdenken anregen kann, so kann eine Therapie - gleichgültig, um welche Erkrankung es sich handelt - nicht greifen. Für die sogenannten Wohlstandserkrankungen gilt dies in ganz besonderer Weise, da meist massive Einschränkungen und Änderungen erfolgen müssen, um eine Chance zu realisieren, dem Pferd oder Pony überhaupt helfen zu können.