Tierheilkundezentrum

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Am Buchholz 3
33014 Bad Driburg-Dringenberg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334
Mobil: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1(at)t-online.de
Kräuter Pferd, Kräuter Hund, Kräuter Katze
Kräuter für Pferde
Kräuter für Hunde
Kräuter für Katzen
Kräuter für Kleintiere

Wie Anno: Die Nehls Ergänzungsfuttermittel ® aus Kräutern für Pferde, Hunde, Katzen & Kleintiere werden vor jedem Versand frisch von Hand abgefüllt.
Kräuter sind für Pferde und Ponys eine natürliche Futterergänzung, sie sind seit jeher Bestandteil ihrer Nahrung und werden im Verdauungstrakt optimal verwertet. Auch die wildlebenden Vorfahren unserer heutigen Freizeit- und Sportpferde nahmen ihrem Instinkt entsprechend in freier Natur Kräuter auf.
Durch die intensive Bewirtschaftung unserer Böden sind dort kaum noch Kräuter zu finden, so dass die naturgemäße Aufnahme von Kräutern selten möglich ist. Eine umfassende Anregung aller Verdauungsvorgänge ist jedoch zur optimalen Verdauung und vollen Auswertung des Futters nötig.
Die Katze als hundertprozentiger Fleischfresser nimmt in ihrer natürlichen Umgebung Kräuter wie Feldthymian und Wiesenkerbel auf.
Die Katze benötigt Kräuter zur Stärkung und Reinigung des Gebisses, Anregung des Verdauungssystems sowie zur vollwertigen Ernährung.
Der Hund ist nicht ausschließlich Fleischfresser, denn er fraß ohne die Obhut seines Menschen nicht nur Fleisch, sondern Tiere. Fast alle Bestandteile dieser Tiere wurden gefressen (Fleisch, Därme, Innereien, Knochen, Pansen, vorverdautes Gras, Blut, Fell, Federn usw.). In dieser vielseitigen Zusammensetzung sind auch pflanzliche Bestandteile, sprich Kräuter, welche der Hund zur Ernährung benötigt, enthalten.
Auch für kleinere Tiere wie Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Kaninchen gehört die tägliche Zugabe von Pflanzen und Kräutern auf einen gesunden Speiseplan, denn auch Kleintiere sind essentiell auf eine Fütterung mit Kräutern und Pflanzen angewiesen.
Wissenswertes zu den
Nehls Ergänzungsfutter- und Pflegemitteln
und zur Fütterung mit Kräutern bei Hunden, Katzen & Pferden
Hinter jeder Produktentwicklung verbergen sich kleinere oder auch größere Geschichten und Erfahrungen, welche ich sammeln durfte und welche mein Leben bereichert haben. Jedes Produkt hat seine eigene Geschichte, auf die letztlich die Entwicklung beruht.
So sind alle Ergänzungsfuttermitel aus Kräutern und Pflegemittel auch ein Teil meiner persönlichen Geschichte und wurden stark hiervon geprägt. Die zahlreichen positiven Resonanzen bestätigen immer wieder, dass die vielen arbeitsreichen Stunden und Entbehrungen einen Sinn haben.
Hintergrund aller Entwicklungen war die Liebe zum Tier:
nicht der Profit!
So entstanden wenige, jedoch mit Liebe entwickelte und qualitativ sehr hochwertige Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern für Hunde, Katzen & Pferde sowie natürliche Pflegemittel. Bei allen Entwicklungen haben in erster Linie meine eigenen Tiere mitgewirkt, sie zeigten mir oft den richtigen Weg:
Hierfür danke ich Ihnen!



Alle von mir entwickelten und angebotenen Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern für Hunde, Katzen & Pferde entsprechen zu 100 % der Deutschen Arzneibuch Qualität und werden in Deutschland hergestellt. Es sind weder Kräutervormischungen, noch Füllstoffe, Bindestoffe, Zusatzstoffe, synthetische Stoffe oder ähnliches enthalten. Der Verzehr ist für Menschen zugelassen.
Die Deutsche Arzneibuch Qualität ist der höchste Qualitätsstandard, der erreichbar ist.
Wissenswertes zur Deutschen Arzneibuch Qualität finden Sie hier:
de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Arzneibuch
http://www.buzer.de/gesetz/7031/b24601.htm
Pflegeprodukte und Öle kommen entweder aus ökologischem Landbau oder entsprechen ebenfalls Deutscher Arzneibuch Qualität.
Bei der Entwicklung habe ich Wert darauf gelegt, dass sämtliche Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern in Kombination gefüttert werden können und sich optimal ergänzen. Eine Kombination verschiedener Kräuter Mischungen hat sich als sehr wertvoll in der Praxis bewährt.
Sämtliche Nehls Produkte sind durch viele positive Praxis-Erfahrungen von mir entwickelt worden und haben sich seit Jahren bestens bewährt, was zahlreiche nachvollziehbare Erfahrungsberichte "meiner Tierhalter" immer wieder dokumentieren. Die Nachvollziehbarkeit ist mir sehr wichtig, denn dies ist das einzige Kriterium für die Echtheit der Erfahrungen.
Begonnen hat die Entwicklung der Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern für Pferde mit dem Sommerekzem von Sina, meiner damals 3-jährigen Haflingerstute. Wenige Wochen nach Ausbruch des Sommerekzems erkrankte Sina an Hufrehe. Ich befand mich damals in der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und suchte fieberhaft nach Lösungen, meiner geliebten Sina zu helfen...

Sina: Sie war der Grund für die Entwicklungen:
1999: Rehe-Ex & Hufelexier, Nehls Allergosan-Kräutermischung, Nehls Allergosan-Öl, Nehls Allergosan-Insekt-Öl
2001: Weiterentwicklung von Nehls Lauf-Fit (die ursprüngliche Zusammensetzung beruhte auf Danjous (mein Wallach) Kissing Spines 1997)
2007: Nehls Grünlippmuschelmuschelpulver 100% DAB, Bighorse & Sina's Parasitweg-Spray.
Ohne Sina gäbe es keine Nehls Ergänzungsfutter- und Pflegemittel:
Sina war es, die mich immer wieder antrieb, ihr, meiner über alles geliebten Stute, zu helfen, sie war es, die mich immer wieder forderte.. dass es nur noch einen Gedanken für mich gab:
Es muss auch hier etwas geben, Du musst das Passende finden,
Du musst ihr helfen..
Sie war immer der Ursprung..
Viele Pferde und Praxiserfahrungen folgten..

Emmelie, Ursprung meines ersten Ergänzungsfuttermittels aus Kräutern für Hunde "Emmys Kraut"
Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern für Tiere
Die Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern sind zur dauerhaften Fütterung entwickelt worden und geeignet. Bei der Entwicklung der Kräuter Mischungen habe ich eine Dauerfütterung berücksichtigt und somit Kräuter nicht verwandt, die für diese nicht geeignet sind. Es tritt kein "Gewöhnungseffekt" ein.
Auch können sämtliche Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern gemeinsam dauerhaft gefüttert werden, ohne, dass sich diese gegenseitig negativ beeinträchtigen; auch hierauf habe ich bei der Entwicklung größten Wert gelegt. Die Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern "vertragen" sich auch mit ggf. stattfindenden veterinärmedizinischen, homöopathischen bzw. anderen alternativen Therapieformen, mit Arzneimitteln, Impfstoffen und Wurmkuren. Bei der Gabe von homöopathischen Mitteln empfehle ich einen Abstand von 2 Stunden zur Fütterung der Kräuter einzuhalten.
Die Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern für Pferde, Hunde, Katzen & Kleintiere weisen eine gute Akzeptanz auf und werden gerne gefressen. Die Tiere lieben ihre tägliche Kräuter Ration.
Die Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern können dem Futter beigemengt oder pur gefüttert werden: Ich empfehle die Fütterung als ganzes Kraut. Einige Tierhalter bereiten die Kräuter jedoch auch als Tee zu (2 Teelöffel auf eine Tasse) oder übergießen die Kräuter kurz mit heißem Wasser. Letztlich bleibt es der tierischen Vorliebe überlassen, welche Fütterungsart praktiziert wird.
Die Nehls Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern können nicht überdosiert werden, so gilt der Grundsatz: besser etwas mehr, als zuwenig.
Bei der Lagerung der Kräuter gibt es wenig zu beachten, außer, dass die Lagerung trocken sein muss. Bei Feuchtigkeitsaufnahme fangen die Kräuter - wie andere Futtermittel auch - an zu schimmeln. Auch sollte das Eindringen von Fremdkörpern - wie Parasiten - ausgeschlossen sein - wie bei anderen Futtermitteln auch -.
Die Nehls Ergänzungsfuttermittel enthalten natürlich in den Kräutern vorkommend (nicht zugesetzt) viele natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Vitamine, welche durch ihre Natürlichkeit in Verbindung mit den sekundären Pflanzenstoffen vom tierischen Organismus optimal verstoffwechselt werden. Die Deutsche Arzneibuch-Qualität bürgt auch hier für Qualitätsmaßstäbe, da bestimmte Stoffe in bestimmten Konzentrationen enthalten sein müssen, andere nicht enthalten sein dürfen (z. B. Pestizide, Toxine), um die Deutsche Arzneibuch-Qualität zu erlangen. Kräuter dieses Qualitätsstandards enthalten beispielsweise Kalium, Biotin, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kieselsäure, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel, zahlreiche Aminosäuren und Vitamine. Auch enthalten diese Kräuter Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll, zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe und wichtige Mikronährstoffe. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich. Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht.
Natürlich vorkommende Substanzen wie Kräuter können vom Pflanzenfresser Pferd bedeutend besser verwertet und aufgeschlossen werden, wie synthetisch zugesetzte.
Wenn auch im Verhältnis zu synthetischen Mineralfuttermitteln meist geringere Mengen der Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Spurenelemente in Kräutern enthalten sind, liegt der Vorteil in der Pferdefütterung, Katzen- und Hundefütterung mit Kräutern darin, dass diese zu 100% aufgeschlossen und verwertet werden können. Meine Erfahrung aus vielen Praxisjahren ist, dass Pferde, Ponys, Esel, Hunde & Katzen mit einer natürlichen - und somit auch geringeren - Zuführung optimal versorgt werden können. Viele Blutuntersuchungen von Tieren, deren Versorgung seit vielen Jahren mit meinen Ergänzungsfuttermitteln aus Kräutern praktiziert wird, zeigen Werte im Normbereich auf; sie zeigen somit auch auf, dass die Verwertbarkeit ausschlaggebend ist, nicht die Menge der Zuführung von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren. Vor diesem Aspekt möchte ich auch noch einmal betonen, dass unsere Pferde, Ponys & Esel Pflanzenfresser sind. Mir zumindest scheint es ziemlich suspekt, ihnen mit synthetischen Stoffen Mangelerscheinungen nehmen zu können und viel logischer, ihnen hiermit Überversorgungen und Imbalancen zu bescheren.
Das Gleiche gilt auch für Hunde & Katzen; die zwar keine Pflanzenfresser sind, sich jedoch vor Domestikation von "ganzen Tieren" ernährt haben, deren Mageninhalt in der Regel auch aus Kräutern und Pflanzen bestand. Die Werbung suggeriert uns seit vielen Jahren, dass unsere Tiere ohne synthetische Stoffe Mangelerscheinungen bekommen, welche sie krank werden lässt. Diese Aussagen sind soweit in unser menschliches Gehirn vorgedrungen und uneingeschränkt übernommen worden, dass es schwer fällt, anders zu argumentieren. Ich kann nur meine Erfahrungen wiedergeben, diese besagen, dass Pferd, Hund und Katze gesünder bleiben ohne synthetische Zusatzstoffe und weder Mangelerscheinungen noch Überversorgungen bei entsprechender Ernährung aufweisen. Meine eigenen Pferde, Hunde und Katzen sowie auch die vielen Tiere, deren Ernährung auf meine Veranlassung hin umgestellt wurde, zeigen klar und unmissverständlich auf, dass ein gesundes Leben ohne künstliche Stoffe wahrscheinlicher ist, als mit diesen.

Unser Senior Balou, inzwischen 16 Jahre alt dank der Nehls Kräuter für Hunde
Ein Vorteil bei der Fütterung mit natürlichen Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren aus Kräutern liegt darin, dass Überversorgungen nicht entstehen können, da die natürlich vorkommenden Einzelsubstanzen zu gering sind, um diese hervorrufen zu können.
Bei meinen vierbeinigen Patienten treffe ich nicht nur häufig auf Mangelerscheinungen verschiedener essentieller Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Aminosäuren, sondern ebenso oft auf Überschüsse, welche nicht unproblematischer sind. Eine Überversorgung kann gravierende Gesundheitsbeeinträchtigungen hervorrufen. Ein Übermaß an Selen beispielsweise führt zu massiven Krankheitssymptomen. Mangelzustände einzelner Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Spurenelemente führen ebenfalls zu zahlreichen Problemen und Erkrankungen, da ein essentieller Bedarf besteht. Mangelerscheinungen findet man übrigens oft trotz synthetischer Mineralfutter und vieler Pülverchen.
Dies zeigt, dass das Problem auf eine mangelnde bzw. ungleiche Verwertung zurückführbar ist.
Insgesamt wird die Fütterung durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst, so kann ein Überschuss beispielsweise auch dadurch entstehen, dass einzelne Mineralstoffe und Spurenelemente konkurrieren:
So begünstigt ein Mangel an Calcium Knochen- und Hautschädigungen ebenso wie ein Calciumüberschuss. Calcium konkurriert im Darm mit Kupfer, Zink und Selen um die Aufnahme in den Organismus. Kupfer und Zinkmangel sind direkte Verursacher u. a. von Hautproblemen und Juckreiz. Kleie (große Anteile finden sich in Fertigmash) vermindern die Aufnahme von Calcium, Kupfer, Zink und Selen, so ist hier bei täglicher Fütterung ein Mangel bereits vorprogrammiert.
Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren fördert, unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Tiere und wird zur Gesunderhaltung unserer Tiere - ebenso wie bei Menschen - essentiell benötigt. Aus vielen Beispielen meine ich, dass eine bedarfsgerechte Versorgung ausschließlich eine natürliche Versorgung heißen kann. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Bedarfswerte bei Tieren lediglich Schätzwerte sind und im Laufe der Jahre immer wieder neu definiert wurden. Das Fatale hieran ist, dass so mancher Tierhalter sich an diese Bedarfswerte weitgehend halten möchte, Tabellen zur Fütterung erstellt und den Bedarf seines Tieres genau ausrechnet. Meist mit dem Ergebnis, dass die Fütterung zu einer Lebensaufgabe wird und das Tier statt gesünder kranker.

Danjou war Ursprung von Nehls Lauf-Fit: heute topfit dank der Nehls Kräuter für Pferde
Natürliche Mineralien in Kräutern wirken - im Gegensatz zu synthetischen - im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen. Da sich ca. 80 % der Immunzellen im Darmraum befinden, können bei Störungen des Darmtraktes, wie beispielsweise einem gestörten Säure-Basen-Haushalt, nicht lediglich Durchfall und Kotwasser, sondern auch durch eine Schwächung des Immunsystems verschiedene Erkrankungen auftreten. Ein geschwächtes Immunsystem weist keine ausreichende Abwehr der Bakterien, Keime, Pilze und Viren, welche grundsätzlich in der Umwelt des Tieres vorhanden sind, auf. So treten nicht nur schneller Infektionskrankheiten, sondern verschiedene Erkrankungen auf.
Bei der in unserer heutigen Umwelt immer wichtiger werdenden Entgiftung neutralisieren und helfen Mineralien, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. So unterstützen Karotin und Vitamin A den Zellstoffwechsel, die Kieselsäure ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff für die schnell wachsenden Zellen der Haut, des Fells und der Hufe, Vitamin C stärkt die Abwehr und B-Vitamine unterstützen Nervenkostüm, Darm, Haut und Fell unserer Pferde, Ponys & Esel.
Artikel zum Thema
Kräuterfütterung bei Pferden
(Pferdeanzeiger 2004, Verfasser C. Nehls)
Kräuter sind für Pferde und Ponys eine natürliche Futterergänzung, sie sind seit jeher Bestandteil ihrer Nahrung und werden im Verdauungstrakt des Pferdes optimal verwertet, da sie organisch verfügbar sind.
Auch die wildlebenden Vorfahren unserer heutigen Freizeit- und Sportpferde nahmen ihrem Instinkt entsprechend in freier Natur Kräuter auf. Durch die intensive Bewirtschaftung unserer Böden sind dort kaum noch Kräuter zu finden, so dass die naturgemäße Aufnahme von Kräutern selten möglich ist. Struktur- und artenarme Weiden, vitalstoffarme Grundfutter, vereinfachte Grundfutterrezepturen und einseitige synthetische Mineralisierung sind das Ergebnis einer allzu preisbewussten Pferdefütterung und agrarpolitischer Rahmenbedingungen. Eine umfassende Anregung aller Verdauungsvorgänge ist jedoch zur optimalen Verdauung und vollen Auswertung des Futters nötig.
Die Wirkungsweise von Kräutern ist in der traditionellen Heilkunde überliefert. Allerdings haben sich bisher nur wenige wissenschaftliche Studien mit dem Einsatz von Kräutern in der Pferdefütterung beschäftigt. Aus diesem Grunde sollte der Einsatz von Kräutern, welche in der Pferdefütterung bislang relativ unbekannt sind, sondern lediglich für Menschen empfohlen werden, vermieden werden. Dies gilt in erster Linie für exotische Kräuter, beispielsweise aus Südamerika, China, Indien oder Tibet, hier ist äußerste Vorsicht geboten aufgrund mangelnden Kenntnisstandes über Dosierung, Nebenwirkungen und möglichen Wechselwirkungen. Auch bestehen bei der Einfuhr dieser Kräuter Möglichkeiten der Verwechslung zwischen wissenschaftlichen Bezeichnungen und Trivialnamen, die überdies in den Herkunftsländern regional stark variieren. Die Erkenntnisse aus der menschlichen Ernährung und Medizin lassen sich nicht ohne weiteres auf Pferde übertragen, vor allem dann, wenn es um die Aufnahme der entsprechenden Substanz geht. Der bedeutend größere Darmtrakt von Pferden nimmt bestimmte pflanzliche Substanzen anders auf als der menschliche Darmtrakt. So können Kräuter und Pflanzen, welche für uns Menschen ungefährlich sind, für Pferde toxisch sein. Denn pflanzliche Medizin ist nicht unbedingt sanfte Medizin.

Kräuter für Pferde: Atti & Sunny waren Ursprung der Entwicklung von Nehls Magen & Darm Fit
Inhaltsstoffe von Kräutern
Bei den wirksamen Substanzen der Kräuter handelt es sich um so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze gewissermaßen als chemische Waffen gegen Insektenfraß oder andere Mikroben produziert werden. Die wichtigsten Stoffgruppen sind hierbei Phenole, Saponine, Sulfide, Chlorophyll, Monoterpene, Flavonoide, ätherische Öle, Schleimstoffe, Alkaloide, Glykoside, Phytoöstrogene, Flavone, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Die Einzelsubstanzen wurden bereits auf ihre pharmakologische Wirkung hin untersucht. Bisher unbeachtet und unterbewertet werden Kräuter als wichtige Quellen von natürlichen Mineralstoffen und Spurenelementen in physiologisch ausgewogenem Verhältnis. Kräuter enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.). Ein erhöhter Bedarf an Spurenelementen ist nach Expertenmeinung auch deshalb gegeben, da Pferde durch die zunehmende Silagefütterung, die Aufnahme von minderwertigem Heu und steigenden Umweltbelastungen immer mehr Histamine (verantwortlich für Allergien) aufnehmen. Der Histaminabbau ist von bestimmten Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen abhängig, wie sie in vielen Kräutern zu finden sind. Ähnlich ist dies beim Sommerekzem: auch hier finden wir einen gravierenden Mangel oder extreme Imbalancen bzw. Überversorgungen bestimmter Spurenelemente.
Positive Wirkungen von Kräutern
Die kontrollierte Zufütterung von Kräutern als Spender von Vitalstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen kann für Pferde sehr vorteilhaft sein, da neben der Zuführung essentieller Nährstoffe die Entgiftung des Organismus angekurbelt werden kann und freie Radikale in Gewebe und Zelle neutralisiert werden sowie der Stoffwechsel unterstützt und das Immunsystem positiv beeinflusst werden kann. Weiterhin haben bestimmte Kräuter positive Wirkung auf den Bewegungsapparat, den Atmungstrakt oder sind bei Haut-, Fell- und Hufproblemen von positiver Wirkung. So sichert man einerseits eine optimale Versorgung, in der weder Mangelerscheinungen noch Überschüsse auftreten, andererseits wirken die Kräutermischungen positiv auf individuelle Probleme des betroffenen Pferdes. So haben Eukalyptusblätter, Thymian und Anis positive Wirkungen bei Husten; Ingwer, Teufelskralle, Gingko und Weidenrinde bei Problemen im Bewegungsapparat (Acetalicylsäure wird aus der Weidenrinde isoliert, sie zeigt schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung ohne jedoch - wie die chemisch synthetisierte Reinsubstanz bei falscher Anwendung - Nebenwirkungen an der Magenschleimhaut zu zeigen. Die Anwendung von natürlicher Weidenrinde verursacht derartige Nebenwirkungen nicht); Brennessel kann zur Blutreinigung und Birke zur Entwässerung eingesetzt werden.
Auch bei Allergien haben sich Kräutermischungen bestens bewährt, da allergische Reaktionen in vielen Fällen auf einen langjährigen verdeckten Mangel, meistens an Spurenelementen, zurückzuführen sind.
So kann die Kräuterfütterung bei einem gesunden Pferd potentiellen Allergien vorbeugen sowie bei betroffenen Pferden diesen Mangel beheben und gleichzeitig Stoffwechsel, Entgiftung sowie Intestinal- und Digestionstrakt positiv beeinflussen.
Die Wirkung ergibt sich dabei aus der Kombination zwischen sekundären Pflanzenstoffen, Mineralien und Spurenelementen. Diese greifen vor allem in das Enzymsystem des Körpers ein, das für alle Grundfunktionen des Körpers verantwortlich ist.
Die bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralien fördert, unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Tiere.
Gute Zinkspender sind Basilikum, Ingwer, Thymian, Kümmel, Salbei, Rosmarin, Estragon und Basilikum. Artischocken sind reich an Mangan, das wichtig für den Proteinabbau ist. Ein Mangel an Mineralstoffen kann sich in zahlreichen Problemen äußern.
Mineralien wirken im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen.
Bei der Entgiftung neutralisieren und helfen Mineralien, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Auch enthalten Kräuter viele Vitamine, so hat Vitamin C eine ausgeprägte Radikalfängerfunktion, gilt als natürliches Antioxidant und stärkt die Abwehr. Carotin und Vitamin A unterstützen den so wichtigen Zellstoffwechsel.
Die Kieselsäure ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff für die schnell wachsenden Zellen der Haut, des Fells und der Hufe. Weiterhin versorgen Kräuter unsere Pferde und Ponys mit den so wichtigen Mikronährstoffen. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich. Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht.
In den meisten Pferdefuttermitteln sind die Kräuterdosierungen allerdings zu gering, um überhaupt einen nachweisbaren therapeutischen Effekt zu erzielen, geschweige denn, um unsere Pferde in ausreichendem Maße mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen.

Kröti und Gremmlin, der gerade nach einem 6 Monate andauernden Ausflug wieder nach Hause kam
Darreichungsformen von Kräutern
Kräuter können sowohl als alkoholische oder wässrige Extrakte, Trockenextrakte, pulverisierte Substanzen, als Kräutertees oder getrocknete Ganzpflanzen oder Pflanzenteile verabreicht werden. Bewährt haben sich bei Pferden besonders getrocknete Kräutermischungen. Bei Atemwegsproblemen können diese kurz mit heißem Wasser überbrüht und dann zum Futter gegeben werden.
Wissenschaftliche Studien über Kräuter
Über den Einsatz von Kräutern als Futterzusatzstoffe bei Pferden gibt es wenig Fütterungsversuche und damit auch wenig wissenschaftlich fundierte Belege der Wirksamkeit von bestimmten Kräutern auf die Pferdegesundheit. Die Wirkungen verschiedener Kräuter sind daher auch heute noch hauptsächlich in der Erfahrungsheilkunde überliefert.
Einige anerkannte Studien über die Fütterung von Kräutern gibt es jedoch bereits:
In den 90er Jahren wurde in Frankreich mit der südafrikanischen Pflanze Teufelskralle gegen Rückenschmerzen bei Pferden eine Studie durchgeführt. Durch diese Studie konnte bewiesen werden, das der Teufelskrallenextrakt der Substanz Phenylbutazon (Equipalazone, Hippopalazone, Metacam) bei einigen schmerzhaften und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates überlegen war. In dieser Studie wurde die Wirkung der Teufelskralle speziell bei Knochenspat überprüft. Am Institut für Angewandte Botanik der Universität Wien wurde der Einsatz von Thymian, Primelwurzel- und Pestwurzextrakt bei COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Dämpfigkeit, RAO) des Pferdes untersucht. Während der einmonatigen Behandlung wurde der Lungendruck und der Atemwegswiderstand signifikant verbessert. Es erfolgte ein verbesserter Sekretabfluss bei der Gabe dieser Kräuter.
Bedeutend mehr wissenschaftliche Untersuchungen wurden bisher bei Nutztieren durchgeführt, hier waren die Kräuter oft den antibiotischen Futterzusätzen überlegen, so beispielsweise bei Durchfallerkrankungen. Beachtliche mikrobielle Wirkungen wurden bei Bakterien und anderen Keimen mit dem Einsatz von Oregano und Thymian erzielt.

Homöopathie und Kräuter
Immer wieder werde ich gefragt, ob der Einsatz homöopathischer Mittel nicht durch die Fütterung von Kräutern wirkungslos bzw. abgeschwächt wird. Die Meinungen der verschiedenen Fachleute und Firmen sind hier recht unterschiedlich: Während die einen von einer Kräuterfütterung während der Therapie mit homöopathischen Mitteln abraten, vertreten andere die Meinung, dass eine halbe Stunde Abstand zwischen der Gabe ausreichend ist. Meine Erfahrung ist, dass Wechselwirkungen zwischen der Fütterung von Kräutern und homöopathischen Mitteln bei einem Abstand von mindestens zwei Stunden nicht auftreten! Homöopathische Mittel wirken in Form von Informationen und Anregung der Selbstheilungskräfte: Die Information hat während dieser zwei Stunden bereits stattgefunden, so dass dann auch die Materie, sprich Kräuter, der Wirksamkeit der Information nicht entgegenstehen.
Gefahren von Kräutern
Trotz vieler Vorteile und positiver Wirkungen der Kräuter, ist die Natur keineswegs so harmlos, wie landläufig angenommen wird. Eine Überdosis Knoblauch, dessen positive und antibiotische Wirkungen auf Stoffwechsel und Blut durchaus belegt sind, kann beispielsweise ein Enzym blockieren, dass die roten Blutkörperchen vor dem Angriff durch freie Sauerstoffradikale schützt. So wurde bei Pferden, die zwischen wilden Zwiebeln weiden, eine Tendenz zur Blutarmut festgestellt. Auch Baldrian eignet sich nicht für den Dauergebrauch: hier kann Durchfall und Kolik die Folge sein!
Wenn der Pferdehalter sichergehen möchte, sollte er sich auf bewährte und erprobte Kräutermischungen aus der Erfahrungsheilkunde verlassen und nicht wahllos irgendwelche Kräuter bzw. Kräutermischungen verfüttern.
Qualität der Kräuter
Bei der Kräuterfütterung sollte darauf geachtet werden, dass die zu fütternden Kräuter dem DAB-Standard (Deutsche Arzneibuch-Qualität) entsprechen, hierdurch wird eine gewisse Standardisierung der Inhaltsstoffe gewährleistet. Der DAB-Standard bürgt für Qualität und dafür, dass die für die Wirksamkeit entscheidenden Wirkstoffe in ausreichender Menge enthalten sind. Gerade Qualität und somit die entscheidenden Inhaltsstoffe, wie die sekundären Pflanzenstoffe in Kräutern, variieren sehr.
Der DAB-Standard ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, was sich alle Male bezahlt macht.
