Tierheilkundezentrum

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Am Buchholz 3
33014 Bad Driburg-Dringenberg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334
Mobil: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1(at)t-online.de
Fütterung alter Pferde, Fütterung älterer Pferde, Fohlenfütterung, Fütterung von Fohlen, Fütterung von Absetzern, Absetzerfütterung, Fütterung von Jungpferden & jungen Pferden:
Alte Pferde, Absetzer & Fohlen haben höhere Bedürfnisse an eine optimale Pferdefütterung

Die Fütterung alter Pferde sowie die Fütterung von Fohlen und Absetzern ist zwar grundsätzlich nicht anders zu gestalten als von Pferden im besten Alter, jedoch sind einige Faktoren zu berücksichtigen, da das Fohlen, der Absetzer und das heranwachsende Pferd ebenso wie das alte Pferd höhere Ansprüche an eine gesunde Pferdefütterung wie seine Kollegen im besten Alter hat. So sollte die Fütterung älterer Pferde sowie die Fohlenfütterung und Fütterung von Absetzern bestimmte Aspekte nicht unberücksichtigt lassen, wenn die Pferdefütterung optimal gestaltet werden soll.
Da das Thema der Fütterung von Pferden, insbesondere von jungen Pferden und alten Pferden, individuell betrachtet werden sollte und insgesamt komplex ist, biete ich zum Thema Pferdefütterung auch eine telefonische Beratung an.
Die Biofeld-Mineral-Haaranalyse empfiehlt sich zur Feststellung des Nährstoffhaushalts und Mineralstoffhaushalts, auf deren Grundlage kann eine Optimierung der Fütterung empfohlen werden.
Hat das alte oder junge Pferd mit gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen zu kämpfen empfiehlt sich die Biofeld-Haaranalyse zur Diagnostik und Therapie.
Nehls Fohlen-Kräuter
Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern in Deutscher Arzneibuch-Qualität für Fohlen & Pferde bis zum 3. Lebensjahr
Speziell auf die Bedürfnisse von Fohlen
abgestimmtes Ergänzungsfuttermittel als tägliche Futterergänzung
Nehls Fohlen-Kräuter berücksichtigen die speziellen Ansprüche des heranwachsenden Pferdes bis zum 3. Lebensjahr:
Eine optimale Fütterung von Fohlen und Absetzern ist der Grundbaustein eines gesunden und glücklichen Pferdelebens. Die Fütterung junger Pferde entscheidet in großem Maße über zukünftige Gesundheit oder gesundheitliche Probleme und stellt die Weichen für das gesamte Pferdeleben.
Die Tierheilpraktikerin Claudia Nehls empfiehlt für Fohlen, Absetzer und bis zum Alter von 3 Jahren das von ihr entwickelte Ergänzungsfuttermittel Nehls Fohlen-Kräuter täglich in der Fütterung des heranwachsenden Pferdes, Ponys & Esels als Ergänzung und Unterstützung einer optimalen Versorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen einzusetzen.
Nehls Senioren-Kräuter
Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern in Deutscher Arzneibuch-Qualität für ältere Pferde, Ponys & Esel
Speziell auf die Bedürfnisse von Senioren
abgestimmtes Ergänzungsfuttermittel als tägliche Futterergänzung
Mit zunehmenden Alter nimmt die Verwertung der einzelnen Nährstoffe ab, Stoffwechselprozesse verlangsamen sich und an die Nährstoffversorgung werden höhere Ansprüche gestellt. Häufig treten durch zunehmend schlechtere Verwertung der Nährstoffe auch Defizite in der Versorgung auf.
Ältere Pferde, Ponys & Esel in der Verwertung der ihnen zugeführten Nährstoffe zu unterstützen war Hintergrund der Rezeptur der Nehls Senioren-Kräuter. Die Bedürfnisse, die Senioren an eine optimale Fütterung stellen, liegen hauptsächlich in einer besseren Verwertung von Nährstoffen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen. Um eine optimale Versorgung, Verwertung und Verstoffwechslung zu fördern, besagt die Erfahrung der Tierheilpraktikerin, Senioren möglichst optimal zu verstoffwechselnde Nährstoffe zur Verfügung stellen zu können, welche natürlich in den Futtermitteln enthalten, nicht synthetisch zugesetzt, sein sollten. Auch sollten spezielle altersbedingte Prozesse berücksichtigt werden, wie eine nachlassende Herz-Kreislauf-Leistung, ein in die Jahre gekommener Bewegungsapparat und die Ansammlung vieler im Laufe der Jahre zusammengetragener Schlackenstoffe, deren Ausscheidung dem Senior schwerer fällt als Pferden im besten Alter, da auch Leber und Nieren in die Jahre gekommen sind und ihre Aufgabe der Entgiftung nicht mehr so reibungslos erfüllen können wie in jungen Jahren. 
Die Tierheilpraktikerin Claudia Nehls empfiehlt das von ihr entwickelte Ergänzungsfuttermittel Nehls Senioren-Kräuter als Unterstützung für den älteren Organismus, den Alltag zu meistern.
Die Tierheilpraktikerin empfiehlt die tägliche Fütterung als Futterergänzung für ältere Pferde, Ponys & Esel.
Gesunde Fohlenaufzucht
Gesunde Fohlenfütterung
(Pferdeanzeiger Mai 2004, Verfasser C. Nehls)
Die Anlagen für die Gesundheit des Fohlens, seine Vollkommenheit als lebenstüchtiges und lebendiges Geschöpf werden bestimmt durch Auswahl der Zucht. In den Genen der Eltern liegt die Quintessenz aus Millionen von Jahren Selektion auf diese Lebenstüchtigkeit. Unsere Verantwortung dem neuen Leben gegenüber beginnt bereits bei der wohl zu überlegenden Frage, welche Elterntiere wir für die Zucht auswählen. Zwingende Kriterien, um einem Fohlen das Leben zu schenken, an dem wir unser Leben lang Freude haben, sind gleichermaßen physische wie auch psychische Faktoren. Die Elterntiere und ihre Vorfahren sollten optimalerweise eine einwandfreie physische und psychische Gesundheit mitbringen, um dem Neugeborenen beste Voraussetzungen mit auf den Weg geben zu können. So sollte grundsätzlich mit Elterntieren nicht gezüchtet werden, wenn diese oder ihre Vorfahren erblich bedingte oder auch nur in Verdacht stehende zu vererbende Erkrankungen aufweisen.
Haben wir diese erste Hürde einer verantwortungsbewussten Zuchtauswahl genommen, steht der Geburt eines lebenstüchtigen und gesunden Fohlens bei pferdegerechter Haltung und Fütterung der Mutterstute nichts mehr im Wege.
Die beste Prophylaxe späterer Erkrankungen unseres Reitpferdes ist nunmehr eine optimale Haltung und Fütterung unseres Fohlens sowie Beachtung der sozialen Bedürfnisse, ein liebevoller, pferdegerechter Umgang sowie eine Erziehung, die dem jeweiligen Alter des Fohlens angemessen ist.
In einer optimalen Haltung unterscheidet sich unser Fohlen in keiner Weise von erwachsenen Pferden, die Bedürfnisse sind die gleichen. Ein Fohlen benötigt wie Pferde aller Altersstufen bis zum Senior Licht, Luft und Bewegung. So kann eine fohlengerechte Haltung ausschließlich in Offenstallhaltung mit weitläufigen Weideflächen ganzjährig und 24 stündig praktiziert werden. Kompromisse kann es hier nicht geben!
Die Weideflächen sollten extensiv bewirtschaftet werden, was eine künstliche Düngung (Stickstoff u. a.) ausschließt. Durch naturbelassene Weideflächen und eine Düngung mit kompostiertem Mist erreichen wir kargere Weidebedingungen, die der Steppenvergangenheit unserer Pferde entsprechen sowie geringere Protein- und Energiewerte des Grases, welche sich positiv auf die Pferdegesundheit auswirken.
Durch die ständige, langsame und freie Bewegung bei der Futteraufnahme laufen die Stoffwechselvorgänge in den Wachstumsfugen der Fohlen optimal ab. Gewichtszunahme und Skelettwachstum der Fohlen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, Herz, Lunge und Kreislaufsystem werden sich optimal entwickeln, eine gute Durchblutung sorgt für eine gesunde Entwicklung. Wechselnde Temperatur und Wetterbedingungen härten unser Fohlen ab, stärken die Abwehr und das Immunsystem und lassen unser Fohlen kerngesund aufwachsen.
Zur extensiven Weidebewirtschaftung gehört neben dem Verzicht auf chemische Dünge- und Unkrautbekämpfungsmittel, den Pestiziden, eine großzügige Bemessung der Weideflächen. Der Bedarf an Weide für ein Fohlen sollte mindestens bei 0,5 Hektar liegen, wenn möglich mehr. Es versteht sich von selbst, dass Weideflächen, erst recht für unbedarfte und unerfahrene Pferdekinder, pferdesicher eingezäunt werden. Zur Auswahl stehen hier Holz, Kunststoff oder Elektrozaun bzw. eine Kombination der verschiedenen Materialien.
Können wir unserem Fohlen diese Bedingungen zur gesunden Aufzucht nicht ermöglichen, so sollten wir entweder auf das Pferdekind verzichten oder im Vorfeld eine geeignete Aufzuchtstelle suchen und finden!
Ein Problem der heutigen Pferdehaltung stellt meines Erachtens dar, dass uns Pferdehaltern ständig suggeriert wird, ein Fohlen hätte während des Wachstums einen enorm hohen Bedarf an Protein und Mineralstoffen/Spurenelementen. Um diesen Bedarf zu decken, sei es erforderlich, spezielle Futtermittel für Fohlen, wie beispielsweise Fohlenstarter sowie synthetische Mineralstoffergänzungsfuttermittel zu füttern. Meiner Erfahrung nach sind genau diese Empfehlungen die Ursache bzw. Mitursache späterer Erkrankungen unseres ausgewachsenen Pferdes:
Natürlich hat ein Pferdekind im Wachstum höhere Ansprüche an die Futtermittelwahl, wie beispielsweise ein Pony im besten Alter. Jedoch wird selbst dieser höhere Bedarf durch eine verantwortungsvolle und somit naturbelassene Fütterung optimal gedeckt, und zwar in der Weise, dass keine Überschüsse an im Übermaß zugeführten Nährstoffen entstehen, welche dann durch den Abbau in den Entgiftungsorganen Leber und Nieren diese stark belasten bzw. überlasten und schwere Schäden anrichten können.
Bei Fohlen und heranwachsenden Pferden und Ponys gilt es ganz besonders, den Mineralstoffhaushalt, Spurenelementhaushalt und Vitaminhaushalt so optimal wie möglich zu gestalten, da heranwachsende Pferde für ein gesundes Knochenwachstum und Wachstum essentiell auf diese angewiesen sind. Im Fohlenalter legt der Pferdehalter somit den Grundstein eines gesunden Pferdelebens. Besonders geeignet zur natürlichen Versorgung von Fohlen ist das Ergänzungsfuttermittel Nehls Fohlen Kräuter.
Eine ganzjährige Weidehaltung unseres heranwachsenden Fohlens, die Fütterung naturbelassener Kräutermischungen (bei Fragen hierzu rufen Sie mich bitte an) für einen ausgewogenen Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt sowie zur Deckung von Vitaminen, eine Rauhfutterfütterung ad libidum, die Fütterung von Saftfutter sowie während des Winters die wohl dosierte, nicht übermäßige, Fütterung von Walzhafer, einer naturbelassenen Getreidemischung oder eines natürlichen Müslis sind die richtige Ernährung für unser Fohlen. In Verbindung mit Heucobs und/oder eingeweichten Melasseschnitzeln stellen wir eine ausgewogene und optimal zu verstoffwechselnde Ernährung unseres Pferdekindes bis zum Erwachsenwerden sicher. Zwingend zu beachten auch bei Fohlen sind die Verhältnisse Calzium : Phosphor (ca. 2 : 1) sowie Energie : Protein (ca. 1 : 5). Werden hier annähernd die optimalen oben genannten Verhältnisse beachtet, so treten denkbar weniger schädliche Wirkungen auf, als beispielsweise bei einem Proteinüberangebot und ungünstigem Energie zu Protein Verhältnis.
Leider meinen wir heute ständig, den Pferden allgemein, und erst recht unserem heranwachsenden Pferd zu wenig Nährstoffe bereitzustellen. Hieraus ergibt sich die Problematik, dass viel zu viele Nährstoffe zugeführt werden und statt den gefürchteten Mangelerkrankungen Erkrankungen aus Überschüssen die Regel sind. So öffnen wir durch eine zu hohe Proteinzufuhr unseres Fohlens späteren Erkrankungen, wie dem Sommerekzem, Hufrehe und Störungen der Funktionalität des Bewegungsapparates Tür und Tor. Auch Fehlstellungen werden begünstigt durch ein Zuviel an Nährstoffen, heute seltener durch ein Zuwenig dieser.
Ein weiterer wesentlicher Faktor zur Gesunderhaltung unseres Pferdekindes sind regelmäßige Entwurmungen. Unser Fohlen muss aufgrund des noch nicht voll entwickelten Immunsystems und dem damit einhergehenden stärkeren Wurmbefall sehr viel öfter entwurmt werden wie das erwachsende Pferd. Der Wirkstoff Ivermectin hat sich bei Pferden als gut verträglich und wirksam erwiesen. Zur Gesundheitsvorsorge gehört weiterhin eine fachgerechte Hufpflege und Hufkorrektur: Fehlstellungen beim heranwachsenden Pferd lassen sich oft noch korrigieren, beim ausgewachsenen Pferd geht dies nicht mehr! Last but not least: Sozialkontakte im Optimalfall mit mehreren Fohlen sowie erwachsenen Pferden sollten selbstverständlich sein, ebenso wie eine pferdegerechte und altersentsprechende Erziehung und einem liebevollen Umgang. Ein Fohlen benötigt sehr viel Geduld und Zuwendung, um all dies zu lernen, was ein erwachsenes Pferd bereits beherrscht. Ungeduld und Härte gehören deshalb ebenso wenig zur Fohlenerziehung, wie Inkonsequenz und Unbeherrschtheit!
Unser Fohlen muss erst Vertrauen zu seinem Menschen wie überhaupt zu Menschen aufbauen, was vom Menschen Einfühlungsvermögen und Verständnis voraussetzt, statt barscher Worte und Perfektionismus.
Schließlich kommen unsere Kinder auch nicht als Erwachsene zur Welt, oder?
Fütterung älterer Pferde, Fütterung alter Pferde
Gnadenbrotpferde
(Pferdeanzeiger 11/03, Verfasser C. Nehls)
Mit zunehmendem Alter nehmen auch die Bedürfnisse an den Alltag unserer Ponys und Pferde zu. Alte Pferde haben andere Ansprüche an die Fütterung und Haltung als ihre Artgenossen im besten Alter.
Probleme bereitet vor allem eine Verlangsamung aller Stoffwechselprozesse, welche sich in jeder Zelle nachweisen lässt und den Organismus in seiner Gesamtheit betrifft. Die altersbedingt zunehmende Einschränkung der Zellaktivität äußert sich u. a. darin, dass Futter weniger gut aufgeschlossen, genutzt und verdaut werden kann. Die Anfälligkeit für Erkrankungen nimmt einerseits zu, andererseits benötigt das alternde Pferd eine längere Regenerationsphase. Der Senior benötigt mehr Nährstoffe, als zu besten Zeiten. Darüber hinaus muss das Futter so beschaffen sein, dass es gut aufgeschlossen und verwertet werden kann. Auch die Haltung muss den Änderungen der Lebensvorgänge angepasst werden. So kann es unverantwortlich sein, alte Pferde in der Herde im Offenstall zu halten, da diese oft das schwächste Mitglied der Herde sind in allen Konsequenzen, was bedeutet, dass sie vom Futter weggetrieben werden und stark abmagern. Andererseits ist ständige langsame Bewegung gerade im Alter wichtig, was wiederum eine Boxenhaltung ausschließt. Das Sprichwort wer rastet, der rostet gewinnt bei Pferden große Bedeutung.
Bei Senioren bestehen in der Regel mehrere Erkrankungen gleichzeitig. So bestehen Störungen des Bewegungsapparates durch nachlassende Funktionalität, die Beweglichkeit der Gelenke nimmt ab, die Zellaktivität ist eingeschränkt und der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr reibungslos. Pferde, welche schon früher an Atemwegserkrankungen litten, kämpfen im Alter verstärkt mit diesen. Der Organismus erholt sich langsamer von bestehenden Erkrankungen, die Zellregeneration lässt nach. Die Bedürfnisse nehmen insgesamt zu, was für den betreuenden Menschen mithin ein größeres Maß an Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen fordert.
Neben einem höheren Zeitaufwand entstehen auch zwangsläufig höhere Kosten durch die im Laufe des Pferdelebens entstandenen Problematiken, den höheren Anspruch an die Ernährung sowie den gesteigerten Grundumsatz.
Ein ganzheitliches Vorgehen, nicht Symptome bekämpfen, unter Einbeziehung des gesamten Pferdealltags ist wichtig.
Priorität bei alten und/oder unreitbaren Pferden hat grundsätzlich eine dem jeweiligen Individium angepasste Haltung und Fütterung. Theoretisch kein Problem, leider sieht die Praxis anders aus: Jedem Pferd/Pony mit gesundheitlichen Problemen müssen Haltungsbedingungen geschaffen werden, die ein pferdegerechtes Leben ermöglichen, den besonderen Bedingungen an Fütterung und Haltung muss Rechnung getragen werden. So benötigen alte und kranke Pferde Ruhe, Erholung und eine Herde, die ihnen freie Entfaltungsmöglichkeiten der Persönlichkeit bietet: Dies ist eine langjährig bestehende Herde (= Familie), negativ zu beurteilen ist eine hohe Fluktuation, wie sie an der Tagesordnung bei Reitbetrieben ist. Positiv zu beurteilen ist eine scharfe Beobachtungsgabe, welche Schwachstellen, wie z. B. eine völlige Unterwürfigkeit des geschwächten Pferdes, welche sich in Angst, Panik und Problemen in der Futter- sowie Wasseraufnahme zeigt, unmittelbar aufdeckt und ausgerichtet auf die tatsächlichen Verhältnisse in der Lage ist, diese zu unterbinden. Alte oder erkrankungsbedingt gehandikapte Pferde und Ponys benötigen in erster Linie ein kompetentes Stallmanagment, welches Sorge für eine freie Entfaltung der Persönlichkeit des geschwächten Individiums trägt, Haltungsbedingungen immer den tatsächlichen Gegebenheiten anpasst und so ein pferdegerechtes Leben sicherstellt. Es müssen Bedingungen geschafft werden, in denen jedes einzelne Pferd sich rundum wohl fühlt, Futter- und Wasseraufnahme dürfen nicht durch Angst gegenüber anderen Pferden erschwert oder sogar unmöglich gemacht werden.
Ausschlaggebend zum pferdegerechten Leben sind einerseits die tatsächlichen Verhältnisse des Einstellbetriebes, was die Weideflächen, Stallgebäude, Herdenzusammensetzung, Fluktuation etc. betrifft, andererseits auch die Kompetenz, Zeit, der Pferdeverstand, die Liebe zum Pferd, das Einfühlungsvermögen sowie Managment und Organisation des Stallbetreibers. Gerade bei alten und erkrankten Pferden sollte Qualität, nicht Quantität der Maßstab sein! Ganz klar muss hier gesagt werden: Alte und erkrankte, unreitbare Pferde können nicht "billig" abgeschoben werden. Zeitaufwand, Pflege, Versorgung, besondere Ansprüche an die Fütterung und Haltung, Kontrollen und medizinische Versorgung fordern hier ihr Attribut. Der Irrglaube, ein Pferd, welches nicht mehr reitbar ist, billig einzustellen, muss relativiert werden durch Anerkennung der Tatsachen.
Ein normaler Einstellbetrieb mit durchschnittlichen Einstellpreisen kann aus wirtschaftlichen Gründen diesen Service nicht bieten. Alte und unreitbare Pferde erfordern Zeit: Zeit ist Geld! Schließlich muss auch ein Reitbetrieb leben, so lässt sich ein billiges Abstellen nicht mit einer individuell pferdegerechten Haltung, Fütterung, Betreuung, Pflege und medizinischen Versorgung vereinbaren. Letztlich ist ein pferdegerechtes Zuhause jedoch langfristig die günstigere Alternative, da durch Umsicht, Weitsicht und verantwortlichem Handeln mit Pferdeverstand Folgekosten eingespart werden und unnötige Tierarztkosten gar nicht erst entstehen. Und - das ist wohl der wichtigste Aspekt - ein noch langes und vor allem lebenswertes Leben des geschwächten/alten und unreitbaren Pferdes ermöglichen!

Ältere Pferde, Fütterung älterer Pferde, Fütterung alter Pferde
Die Fütterung von Pferdesenioren, die Fütterung alter Pferde und schwerfuttriger Pferde
Artikel von Claudia Nehls
Die Fütterung von älteren und schwerfuttrigen Pferden ist grundsätzlich keine andere, als die Fütterung von Fohlen, heranwachsenden, erwachsenen Pferden und Ponys oder auch die trächtiger Stuten.
Die Grundbedürfnisse von Pferden und Ponys an eine artgerechte Ernährung sind immer die gleichen; der Mengenbedarf der verschiedenen Nährstoffe eines Pferdes allerdings ein unterschiedlicher. Der Bedarf setzt sich aus sehr vielen unterschiedlichen Faktoren zusammen, wie beispielsweise Rasse, Alter, Stoffwechsel, Verwertung, Erkrankungen und Arbeitseinsatz. Grundsätzlich sollte bei der Ernährung des Pferdes Wert auf Naturbelassenheit gelegt werden, sowohl, was das Grundfutter wie auch die Ergänzungsfuttermittel betrifft. So haben ältere Pferde und Pferde mit Verwertungsproblemen in der Regel einen höheren Bedarf an vielen Nährstoffen, benötigen jedoch keine speziellen Futtermittel, sondern lediglich eine höhere Menge Futter sowie ein Ergänzungsfuttermittel, welches die Verwertung der einzelnen Nährstoffe anregt und speziell auf die altersbedingten nachlassenden Organfunktionen eingeht. So empfiehlt die Tierheilpraktikerin als Futterergänzung für ältere Pferde die Nehls Senioren-Kräuter.

Auch Fohlen haben grundsätzlich keine anderen Ansprüche an die Fütterung, jedoch gilt es bei Fohlen und heranwachsenden Pferden und Ponys ganz besonders, den Mineralstoffhaushalt, Spurenelementhaushalt und Vitaminhaushalt so optimal wie möglich zu gestalten, da heranwachsende Pferde für ein gesundes Knochenwachstum und Wachstum essentiell auf diese angewiesen sind. Im Fohlenalter legt der Pferdehalter somit den Grundstein eines gesunden Pferdelebens. Besonders geeignet zur natürlichen Versorgung von Fohlen ist das Ergänzungsfuttermittel Nehls Fohlen-Kräuter.
Bezüglich der Menge von Futtermitteln gibt es zwar Tabellen, die nach Bedarfswerten ermittelt wurden, jedoch sind diese in der Praxis lediglich grobe Anhaltspunkte; da individuelle Faktoren nicht berücksichtigt werden können. So gibt es von Natur aus eher leichtfuttrige Rassen, die Extensivrassen, wie beispielsweise Haflinger, Norweger/Fjord, Isländer, Kaltblüter, Tinker und Shettys, welche häufig einen eher niedrigen Futterbedarf haben und manchmal zur Fettleibigkeit neigen. Bei diesen extensiven Rassen steigt der Futterbedarf bei zunehmendem Alter oder Verwertungsproblemen natürlich ebenso wie bei zehrenden Erkrankungen. Daher sollte man sich statt auf Tabellen und Messwerte hier lieber auf das Auge und die eigene Wahrnehmung verlassen. Bestehen Erkrankungen, wie beispielsweise allergische Reaktionen von Haut und Schleimhaut, so sind diese bei der Fütterung unbedingt zu berücksichtigen.
Einige Pferderassen sind Rasse bedingt für verschiedene Probleme disponiert. So leiden Tinker, Friesen und Kaltblüter oft an Mauke und Raspe, Vollblüter und Araber weisen vermehrt Probleme der Muskulatur auf, der Isländer neigt - wie allgemein bekannt - zum Sommerekzem und der Haflinger neigt aufgrund seiner Leichtfuttrigkeit zu Wohlstandserkrankungen, wie beispielsweise Hufrehe.
Grundsätzliche Unterschiede bei der Fütterung bestimmter Pferderassen bestehen generell nicht; jedoch empfiehlt die Tierheilpraktikerin, Rasse bedingten Dispositionen mit entsprechenden Ergänzungsfuttermitteln vorzubeugen. So entwickelte Claudia Nehls aufgrund zahlreicher Praxiserfahrungen die Ergänzungsfuttermittel Nehls Isi-Kräuter, Hafi-Kräuter, Friesen-Kräuter, Tinker-Kräuter, Vollblut-Kräuter & Kaltblut-Kräuter.
Eine Fütterung mit Kräutermischungen unserer Pferde & Ponys sollte jeweils auf Dispositionen und Individium abgestellt werden, denn auch bei naturbelassenen Futter- und Ergänzungsfuttermitteln sind verschiedene Kräuter und Ergänzungsfuttermittel auf dem Markt, die das Erkrankungsbild verschlimmern können. Bestimmte Inhaltsstoffe stehen nicht nur in Verdacht, verschiedene Erkrankungsbilder zu begünstigen, sondern treffe ich dies in der Praxis auch regelmäßig an. Erkrankungen und Dispositionen zu Erkrankungen müssen sowohl was die Menge als auch die Inhaltsstoffe betrifft bei der Fütterung berücksichtigt werden. So wird ein Pferd, was einmal an Hufrehe erkrankt ist, lebenslang anders gefüttert, als ein Pferd, was an chronischer Atemwegserkrankung leidet, in diesem Fall sowohl von den Inhaltsstoffen als auch von der Menge her. Das Gleiche gilt für Pferde, die lahmheitsbedingt längere Zeit keine Bewegung haben dürfen, hier ist der Bedarf stark zu reduzieren, um beispielsweise die Gefahr einer Hufrehe zu reduzieren.
Bestehen Erkrankungen, die mit großer Unruhe, Schmerzen oder Verwertungsproblematiken (beispielsweise Durchfall) einhergehen, so kann der Futterbedarf während der Krankheit zunehmen; weil die Verwertung des Futters nachlässt bzw. der Bedarf an Nährstoffen vorübergehend ansteigt.

Auch alte Pferde können sich wohl fühlen ... Astrit
Wie ausschlaggebend für die Gesundheit die Fütterung sein kann und welch negative Auswirkungen auf das Erkrankungsbild ungünstigen Einfluss nehmende Inhaltsstoffe haben können, zeigt das Beispiel aus der Praxis der Pferdeseniorin Astrit, geschildert von ihrer Besitzerin Frau Rinkens:
Vom Fohlen zum Pferde - Senior von Esther Rinkens
Auch Pferde - Senioren, wenn sie denn überhaupt zu solchen werden, haben eine Vorgeschichte:
Meine Halb - Trakehner Stute Astrit wurde im April 1974 geboren. Glücklicherweise war sie von Natur aus mit einer sehr guten Konstitution und Gesundheit ausgestattet. So verbrachten wir viele Jahre, wunderbare gemeinsame Stunden, während ihrer Fohlenzeit, im Dressurviereck, im Gelände und bei den herbstlichen Fuchsjagden.
Eines Tages, Astrit war im 17 ten Lebensjahr, hustete sie plötzlich heftig und trocken, als wir wieder einmal gemeinsam durch die Felder streiften. Ich parierte sofort vom Galopp durch und streichelte nachdenklich ihren Hals.
Was hatte das nun zu bedeuten?
Erfahrung hatte ich damals bereits mit dem Thema Pferdehusten, hatte mich doch Astrit`s dämpfige Stallkameradin schon gemeinsam mit verschiedenen Tierärzten in dieser Hinsicht erprobt. Im Schritt traten wir nun, nach diesem Schock, den Heimweg an. Damals - ich wusste es leider nicht besser - glaubte ich, klopfe zum ersten Mal das Alter bei meiner geliebten Stute an. Ich beschloss, sie von nun an zu schonen und verabschiedete mich von unseren gemeinsamen Ausritten. Es war das letzte Mal, das ich meine Stute geritten habe!
Zu dieser Zeit es gab noch kein Internet, keinen Google der alle Defizite überwinden und Fragen beantworten konnte hatte ich so gerade für die dämpfige Stallgefährtin einen Pferdehustentee ausfindig gemacht.Ansonsten blieben damals üblicherweise nur die chemischen Cocktails. So bekam auch Astrit das nach vielen Kräutern duftende Gebräu. Lange Zeit hustete sie nun nicht mehr und ich glaubte, die generelle Schonung und der Tee habe dazu beigetragen. In ihrem 23 zwanzigsten Lebensjahr verlor Astrit dann plötzlich ihre Stallkameradin. Nicht nur für mich, sondern insbesondere um ein vielfaches mehr für Astrit ein Schock. Sie trauerte, baute körperlich ab und hustete nun im Stall und auf der Weide häufiger. Die Bemühungen ein geeignetes Beistellpferd zu organisieren schlugen sechs Wochen lang fehl, bis ich schließlich zusagte einen eigentlich viel zu jungen 9 jährigen Wallach aufzunehmen. Es zeigte sich, das Astrit sich über den Stallgenossen zunächst freute, aber sie erholte sich nicht so recht von dem herben Verlust.
Zudem konnte sie der übermäßigen Vitalität des 14 Jahre jüngeren Grandos nicht viel entgegen setzen.
Es zeigten sich gravierende Konditions und Konstitutionsverluste. Der damals nur noch mögliche Weidegang von maximal 1 bis 1,5 Stunden belastete sie erheblich, sie pumpte nach Luft, auch oftmals in absoluter Ruhe, hustete immer häufiger und manchmal in derartigen Attacken, das ich ihre Qualen weder mit ansehen noch anhören mochte.
Sie alterte damals zusehends. Zudem zeigte sie große Unruhe auf der Weide und neigte deutlich zum Sommerekzem.
In dieser Zeit erfuhr ich zum ersten Mal über einen Zeitungsausschnitt von Pferdekräutern als Ergänzungsfutter, die nun viele Problemchen zu heilen versprachen. Tatsächlich bekamen diese Astrit zunächst ganz ausgezeichnet.
Sie nahm wieder zu, ihr Fell glänzte und sie hustete seltener. Sommerekzem und Unruhe waren dann mit vielen kleinen Bemühungen irgendwie zu verkraften.
So ging bis zum Sommer 2004 alles ganz gut - glaubte ich zumindest. In der Absicht, meinem Pferd noch mehr Gutes zu tun ganz im Sinne des Zeitgeistes der Anti Aging Möglichkeiten, stieg ich auf Empfehlung des Kräuterversandes nun auf spezielle Senioren -Kräuter, die das Immunsystem alter Pferde unterstützen sollten, um. Wie ich kurze Zeit später wusste, eine eklatante Fehlentscheidung: Astrit reagierte gravierend allergisch! Ihr Fell stellte sich ab und der zu Rate gezogene Tierarzt sprach von desolater, hoffnungslos spastischer Atmung, die vielleicht, wenn überhaupt noch einmal, durch eine hohe Cortisongabe für kurze Zeit zu lindern sei.
Damals sprach er mit Rücksicht auf Astrit's Alter auch ein gnädiges Einschläfern an! Dies konnte und wollte ich aber nun wirklich nicht so schnell akzeptieren. Mein geliebtes Pferd so einfach abschreiben, aufzugeben, nach 30 gemeinsamen Jahren, lag nicht innerhalb meiner Gedankenwelt. Also recherchierte ich selbst, aber die Zeit drängte ungemein. Es ging meinem Pferd wirklich nicht gut. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich dann aber ein Ultraschall Vernebelungsgerät erworben, per Blitzzustellung erhalten und schließlich eingesetzt. Die Herstellerfirma machte mir Mut; die Tierärzte glaubten ein hochdämpfiges Pferd zu sehen.Nach dem ersten Inhalieren war das spastische Pfeifen glücklicherweise vorbei und im Zuge der weiteren Behandlung verbesserte sich ihr Allgemeinzustand. Mein Vertrauen in Kräuter war nun getrübt, dennoch, wie ich ja inzwischen wusste, welche Bedeutung diese nun generell haben, versuchte ich ganz vorsichtig wieder die ursprünglich gut vertragene Mischung beizufüttern.
Ein weiterer Fehlschlag in jeder Hinsicht:
Alte Pferde lieben die Fellpflege ... Astrit
Astrit reagierte erneut extrem allergisch, die Versandfirma erklärte, manche Pferde könnten eben von heute auf morgen keinerlei Kräuter mehr verwerten.
Also suchte ich nach Alternativen und landete letztlich beim Hersteller eines milchsauervergorenen Getreideproduktes, das ich selber bereits kannte und von dem ich wusste über verschiedene Fernsehsendungen, dass es auch erfolgreich im großen Pferdesport eingesetzt wurde. Nach einem netten telefonischen Beratungsgespräch mit dem Hersteller bekam Astrit diesen Trunk nun täglich zum Walzhafer. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten:
Sie bekam wieder Muskulatur, das Fell glänzte und ihr Allgemeinzustand, vor allem die Hufe, die schon angefangen hatten zu bröckeln verbesserten sich aus meiner damaligen Sicht kolossal.
Ich atmete wieder einmal durch...bis zum Frühjahr 2005:
Innerhalb weniger Stunden verlor Astrit erneut, aber diesmal ihren um so viele Jahre jüngeren Stallkameraden.
Sie trauerte erneut, suchte lange Zeit nach ihm und ihr körperlicher Zustand spiegelte ihre Not und seelischen Leiden wieder.
Meine Fürsorge, meine stundenlange Begleitung im Stall oder auf der Weide trotz unseres innigen Verhältnisses reichten nicht aus, den geschädigten Organismus zu stützen. Während meiner erneuten Suche nach einem geeigneten Beistellpferd, stieß ich dann auf einen Bericht von Frau Nehls über die Zusammenhänge von Fütterung, Haltung und Sommerekzem. Am Ende des Aufsatzes, gab es tatsächlich eine Telefonnummer und die Möglichkeit mit der Autorin in Kontakt zutreten. Im Rahmen unseres ersten Telefonates schilderte ich die aktuelle Situation und die wichtigsten Eckpunkte der Vorgeschichte. Frau Nehls hörte aufmerksam zu und empfahl die Kräutermischungen Husta-Mix und Allergosan Kräutermischung. Meine Sorge hinsichtlich der Verträglichkeit teilte sie nicht und überzeugte mich letztlich, vorsichtig mit der Beifütterung zu beginnen. Tatsächlich traten, trotz aller Befürchtungen meinerseits keine allergischen Reaktionen auf. Ganz kritisch beobachtete ich mein Pferd, aber es geschah nichts, jedenfalls nichts Negatives.
Liebesbeweis alter Pferde ... Astrit
Mit Frau Nehls sprach ich in diversen Telefonaten und E-Mail Kontakten die weitere Vorgehensweise ab.
Zur besseren Diagnostik schlug sie schließlich die Haaranalyse vor. Die Werte hinsichtlich der Vitamine, der Mineralien sowie die Konstitutionswerte ließen alle sehr zu wünschen übrig. So musste der gesamte Stoffwechsel aktiviert, die Organe entlastet und unterstützt werden. Die bereits genannten Kräutermischungen wurden mit Lauf Fit zur Unterstützung des Bewegungsapparates ergänzt und die Hufe sollten mit der Biologischen Hufkur aufgebaut werden. Frau Nehls empfahl weiterhin eine auf Astrits spezielle Situation abgestimmte homöopathische Therapie u. a. zur zusätzlichen Entgiftung/Stärkung der Organe. Während der gesamte Organismus nun entlastet wurde, machte Frau Nehls mir Mut, den damals auf 1 Stunde reduzierten Weidegang wieder langsam auszudehnen. Voller Sorge ließ ich mich auf dieses Wagnis ein, wieder aber geschah nichts Negatives.
Meine Befürchtungen, meine Seniorin klappe mir nun regelrecht zusammen, erwiesen sich als unbegründet. Astrit baute allmählich wieder Kondition auf und fühlte sich auch wieder auf der Weide wohl. Mit Hilfe der Allergosan Kräutermischung, die ich in Verbindung mit speziellen Ampullen auf Empfehlung von Frau Nehls verabreichte, ließ auch das Sommerekzem allmählich nach. Im Spätsommer des Jahres 2005 führte ich dann auch zum ersten Mal die bereits erwähnte, biologische Hufkur durch, nachdem auch der Hufschmied den einen und anderen kleinen Feuchtigkeitsmangel am Strahl entdeckt hatte.
Im Nachhinein ein voller Erfolg: Bereits beim nächsten Termin mit unserem Fachmann, stellte dieser mit Erstaunen völlig gesunde Hufe fest. Im Dezember des vergangenen Jahres, Astrit konnte bereits stundenlanges Weiden genießen, erkrankte sie dann leider an den Nebenhöhlen, wie die erneut eingesetzte Haaranalyse zeigte.
Die anderen bereits beschrieben Werte hatten sich jedoch innerhalb der halbjährigen Behandlung deutlich verbessert!
Älter geworden war jedoch ihr Herz und Kreislaufsystem.
Die Erkrankung der Nebenhöhlen erwies sich als ausgesprochen hartnäckig, es schloss sich eine mehrmonatige homöopathische Behandlung an. Während der Therapie löste sich viel eitriger Schleim über die Nüstern, aber irgendwie kurierte sich die Angelegenheit nicht vollständig aus und im Juni diesen Jahres gesellte sich auch noch ein akuter, durch Streptokokken verursachter, Infekt hinzu. Astrit fraß nicht mehr, wollte nicht aufstehen, geschweige denn, wenn sie stand, zur Weide spazieren. In Absprache mit Frau Nehls zog ich dann eine Tierärztin, auch wegen des hohen Fiebers hinzu. Die erste Ladung des notwendigen Antibiotikums vertrug Astrit noch ganz gut.
Wegen der Hartnäckigkeit der Erreger sollte ich nach 5-tägiger Gabe und mehrtägiger Pause nochmals ein stärker dosiertes Antibiotikum verabreichen. Nach fast drei Tagen setzte ich dieses jedoch auf eigene Verantwortung ab, da sich Astrit's Allgemeinzustand drastisch verschlechterte.
Frau Nehls bestärkte mich im Nachhinein in dieser Entscheidung. Sie schlug die nochmalige Untersuchung eines Abstriches vor und die Erstellung eines Antibiogramms in einem Labour, das spezielle Schluckvakzine zur Weiterbehandlung herstellt. Hierdurch konnten dann auch evtl. Resistenzen der Erreger überwunden werden. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch, das durch die tierärztliche Untersuchung eine ganz ordentlich funktionierende Lunge bescheinigt wurde. Inzwischen geht es meiner Seniorin wieder richtig gut! Sie freut sich über ihr eigenes Dasein und seitdem sie die von Frau Nehls zusammengestellten Herz und Kreislaufmittel erhält, zeigten sich trotz der extremen Sommerhitze (immerhin der heißeste Juli seit 100 Jahren) keine analogen Schwierigkeiten. Für uns beide, mit Rücksicht auf die vergangenen Jahre, in denen Weidegang vor 22.00 Uhr im Sommer undenkbar gewesen wäre, ein Wunder!
Meine Fürsorge und Bemühungen dankt Astrit mir täglich, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Facetten und es erfüllt mich mit großer innerer Freude, sie nochmals im Alter von nun 32 Jahren so natürlich vital und artgerecht erleben zu dürfen. Wie lange Astrit noch bei mir sein wird, ist sicher ungewiss, sicher ist jedoch, dass sie heute in körperlich besserer Verfassung ist und über eine wesentlich höhere Kondition verfügt, als dies vor 10 Jahren der Fall war. Ich möchte an dieser Stelle nicht versäumen Frau Nehls für ihre unermüdliche und fachlich kompetente Hilfe zu danken. Die vielen verständnisvollen und Mut machenden Telefonate und ihre geduldigen Hinweise auch über die Notwendigkeit der naturgemäßen Fütterung,
insbesondere auch hinsichtlich der Krippenfütterung, haben neben meinen eigenen Bemühungen, die Bedürfnisse meiner Seniorin adäquat aufzufangen zu diesem Erfolg geführt.
Der von Frau Nehls vertretene ganzheitliche Ansatz, was die artgerechte Haltung und die naturgemäße Fütterung (auch im Rahmen ihrer Basisfutterempfehlung) anbelangt, wird aufgrund meiner, wenn auch erst einjährigen, aber doch sehr intensiven Erfahrung uneingeschränkt unterstützt. Vielleicht gelingt es durch die beiliegenden Fotos nun auch die letzten Skeptiker zu überzeugen und macht dem ein oder anderen Seniorenhalter Mut, seinem alternden Kameraden eine Chance zu geben.
Im August 2006 Esther Rinkens Kontakt E-Mail: Esther.Rinkens(at)t-online.de
Alte Pferde
Artikel von mir für den Pferdeanzeiger 2009
Alte Pferde gesund und optimal füttern
Alte Pferde haben höhere Ansprüche an die Pferdefütterung als Pferde in jungen und mittleren Jahrgängen. Dies liegt daran, dass die Verwertung mit zunehmendem Alter abnimmt, der Stoffwechsel verlangsamt sich und Nährstoffe können nicht mehr optimal aufgespalten werden. Der alternde Organismus bringt verlangsamte Stoffwechselprozesse mit sich, so dass Verwertung, Aufschließung und Ausnutzung der Nährstoffe schwieriger werden als in jüngeren Jahren. Hinzu kommen oftmals Zahnprobleme, die bereits Probleme bei der Aufspaltung der Nährstoffe im Maul verursachen.
Aus oben genannten Gründen haben alte Pferde einen bedeutend höheren Bedarf an Nährstoffen. Besonderes Augenmerk ist auch darauf zu legen, dass zugeführte Nährstoffe optimal aufschließbar sind und somit auch von alten Pferden verwertet werden können. Ein weiterer Faktor ist eine natürliche Fütterung zu beherzigen, denn nur natürliche Nährstoffe können optimal aufgeschlossen und verwertet werden. So belasten synthetische Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente das alte Pferd unnütz, da die Verwertung künstlicher Stoffe dem Pferdedarm nicht entgegenkommt. Es kann zu Fehlversorgungen, Mangelerscheinungen und Überversorgungen einzelner Stoffe kommen. Diese belasten zusätzlich Nieren und Leber, da die Entgiftungsorgane mit der Ausscheidung und Entgiftung schnell überfordert werden.
Die Fütterung sollte insgesamt aber nicht nur naturbelassen, sondern, wie bei anderen Pferden auch, ausgeglichen sein. So schadet ein Zuviel an Protein ebenso und belastet auch die Entgiftungsorgane. Es kommt hier jedoch nicht auf die Menge des zugeführten Proteins, sondern auf das Verhältnis zu Energie an. Falsch wäre, am Futter zu sparen, da Angst vor Überschüssen besteht. Richtig wäre, das Verhältnis zu optimieren zwischen Energie und Protein, ebenso wie zwischen Calzium und Phosphor, wie aber auch weiterer essentieller Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente Fütterung bei alten Pferden:
Diese sollten in natürlicher und somit gut verwertbarer Form zugeführt werden. Hierzu eignen sich meiner Erfahrung nach ausschließlich Kräutermischungen. Kräutermischungen sind einerseits mineralstoffreich, spurenelementreich und vitaminreich; andererseits für Pferde, besonders auch für alte Pferde, optimal verwertbar. Pferde waren vor Domestikation Pflanzenfresser und sind es noch immer.
Pelletierte Mineralstofffuttermittel, welche synthetisch hergestellt werden, sind für den Pferdedarm nicht optimal aufschließbar und provozieren hierdurch Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen der einzelnen Stoffe.
Qualitätsmaßstäbe an die Fütterung alter Pferde:
Bei Kräutermischungen als Ergänzungsfuttermittel für Pferde ist auf die Qualität zu achten, was bedingt, dass der Pferdehalter Deutsche Arzneibuch-Qualität füttern sollte, wenn er auf der sicheren Seite bezüglich der Wirksamkeit einer Mischung, der enthaltenen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, andererseits der nicht enthaltenen Toxine und schädlicher Inhaltsstoffe, sein möchte.
Kräutermischungen in Deutscher Arzneibuch Qualität als Ergänzungsfuttermittel sind zwar teurer als Kräutermischungen ohne geprüften Qualitätsstandard, jedoch zahlt sich der Preis alle Male aus.
Die Bezeichnung aus kontrolliert biologischem Anbau besagt erst einmal nichts über geprüfte Qualität, sondern lediglich, dass die Kräuter aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Qualitätsmerkmal ist lediglich der kontrolliert biologische Anbau, welcher keine Aussage über enthaltene Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine trifft. Auch ein Prüfprotokoll existiert bei kontrolliert biologischem Anbau in der Regel nicht.

Welche Kräuter für alte Pferde?
Immens wichtig ist zudem, welche Kräuter als natürliche Mineralstoffquelle gefüttert werden. Hier werden die meisten Fehler begangen aus verschiedenem Grund. Einerseits sind nicht alle Kräuter für den pferdischen Organismus ungiftig, selbst einige nicht, die auf dem bereits unüberschaubaren Markt angeboten werden. Auch wenn bestimmte Kräuter für Menschen ungiftig sind, sind diese es noch lange nicht für Pferde.
Andererseits eignen sich nicht alle Kräuter zur dauernden Fütterung, weil ggf. bei Dauerfütterung Schäden und Nebenwirkungen auftreten können.
Kräuterkauf für Pferde ist daher Vertrauenssache und sollte unbedingt auch so verstanden werden. Nicht jeder Anbieter ist auf diesem Gebiet ein Fachmann, daher sollte ein Kauf gut bedacht und hinterfragt werden, auch, was die Ausbildung des Anbieters betrifft, die darüber Auskunft gibt, ob Fachkenntnisse vorhanden sind oder nicht.
Die Fütterung alter Pferde abgestimmt auf Erkrankungen alter Pferde:
Alte Pferde leiden, wie alte Menschen auch, unter verschiedenen Alterserkrankungen und Alterserscheinungen. Besonders betroffen ist bei Pferden der Bewegungsapparat, die Herz und Kreislauffunktion, die Atemwege und der Darm, sprich die Verwertung der zugeführten Nährstoffe.
Eine Mineralstoffversorgung mit Kräutern bietet den Vorteil, dass Erkrankungen berücksichtigt werden können. So kann eine Mischung beispielsweise eine positive Wirkung auf den Bewegungsapparat, die Atemwege, den Darm und, oder der Herz Kreislauffunktion ausüben und dient gleichzeitig als natürliche Mineralstoffquelle, da Kräuter Mineralien & Co. natürlich enthalten.
Somit kann der Pferdehalter seinem alten Pferd in doppelter Hinsicht Gutes angedeihen lassen mit nur einem Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern. Ein schönes Beispiel hierfür sind die Nehls Senioren-Kräuter, die speziell auf die Bedürfnisse und Probleme alter Pferde abgestimmt wurden.
Bestehen verschiedene Erkrankungen, können jedoch auch verschiedene problembezogene Kräutermischungen gleichzeitig eingesetzt werden, sofern die Fütterung mehrerer Kräutermischungen parallel vom Hersteller bedacht wurde, damit keine Unverträglichkeiten und sich aufhebende Wirkungen auftreten.
Hochwertige qualitative Öle in der Fütterung alter Pferde:

Um dem alten Pferd gesunde Energie zusätzlich zur Verfügung zu stellen, eignen sich besonders gut hochwertige Öle, die kaltgepresst und möglichst der Deutschen Arzneibuch-Qualität entsprechen sollten. So liefern hochwertige und qualitative Schwarzkümmelöle und Nachtkerzenöle beispielsweise hohe Anteile an den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure, auch bekannt als Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Körper diese lebenswichtigen Fettsäuren in entzündungshemmende Gewebshormone umwandelt. Diese entzündungshemmenden Gewebshormone verringern die Ausschüttung von Histaminen. Histamine sind Stoffe, welche im Körper allergische Reaktionen, beispielsweise der Haut, Sommerekzem, Allergien, oder der Atemwegsorgane, Bronchitis, Husten, Asthma, hervorrufen können. Bei einer allergischen Reaktion wird körpereigenes Histamin freigesetzt. Jedoch nicht ausschließlich bei allergischen Reaktionen, sondern auch zur Unterstützung des Fellwechsels, bei Haarausfall oder Immunproblemen ist der Einsatz von hochwertigem Nachtkerzen-, Schwarzkümmel- oder der Mischung beider Öle empfehlenswert.
Auch die durch hochwertige Öle zusätzliche Energie im Futter ist bei alten und schwerfuttrigen Pferden von großem Vorteil. Die maximale tägliche Fütterungsmenge beträgt 200 ml bei Großpferden; diese darf nicht überschritten werden, da ansonsten beispielsweise Leberverfettung droht.
Kraftfutterfütterung alter Pferde:
Das Kraftfutter für alte Pferde sollte gut verwertbar und natürlichen Ursprungs sein. Mehrere Kraftfutterarten sollten gleichzeitig in der Fütterung eingesetzt werden mit verschiedenen Protein und Energiegehalten, damit die Fütterung ausgewogen ist. Mit einem einzigen Kraftfutter bzw. einer Getreideart ist dies mit zunehmender Menge schwierig, weil zum Ausgleich beispielsweise extrem viel Heu gefüttert werden müsste, was alte Pferde häufig nicht in ausreichender Menge anhand ihrer Kauprobleme aufnehmen können.
Allgemeine Empfehlungen passender Kraftfuttermittel wären hier jedoch fehl am Platze, da bei einer Empfehlung zwingend das individuelle Pferd berücksichtigt werden muss. So orientiert sich eine optimale und gesundheitsfördernde Fütterung generell an ggf. vorhandenen Erkrankungen, Haltungsform, Arbeitseinsatz und individuellen Dispositionen.
Die Fütterung alter Pferde sollte auf drei bis vier Tagesrationen aufgeteilt werden, denn kleinere Rationen sind für alte Pferde besser verdaulich, als große Mengen in einer Ration.
Rauhfutter:
Bleibt auch bei alten Pferden das wichtigste Futter schlechthin und sichert ihre Grundversorgung.
Alten Pferden sollte rund um die Uhr frisches Heu und qualitatives Futterstroh zur Verfügung stehen, damit sie sich frei bedienen können.
Probleme gibt es oftmals, da nicht mehr genug Heu gefressen wird, weil gerade die Rauhfutteraufnahme für alte Pferde anhand von Zahnproblemen beschwerlich werden kann. In diesen Fällen muss dann nach Alternativen gesucht werden, welche ausreichend Rohfaser enthalten müssen und anhand ihrer Struktur gut gefressen und verdaut werden können.
Da das Thema der Fütterung von Pferden, insbesondere alten Pferden, individuell betrachtet werden sollte und insgesamt komplex ist, biete ich zum Thema Pferdefütterung eine telefonische Beratung an.