Tierheilkundezentrum

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
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Therapieansätze bei Arthrose, Gelenkerkrankungen, Spat & Schale des Pferdes
Unter Arthrose versteht man eine degenerative Gelenkerkrankung. Es handelt sich dabei um den krankhaften Verschleiß der Gelenke.
Die Arthrose gilt als nicht heilbar. Ziel einer Therapie ist eine Schmerzsenkung sowie ein Fortschreiten der Arthrose zu verlangsamen oder im besten Falle zu stoppen.
Die Aufgabe der Gelenke besteht darin, die einzelnen Teile des Skelettsystems miteinander zu verbinden und zueinander beweglich zu erhalten. Die Gelenke werden durch die Gelenkkapsel geschützt. Die Gelenkkapsel enthält derbe oder elastische Fasern und Bänder und produziert die Gelenkschmiere (Synovia). Die Gelenkschmiere verhindert das Aneinanderreiben der Gelenke.

Gelenkerkrankungen wie die Arthrose, zu denen auch Spat und Schale gehören, können sehr günstig im Wege der Fütterung durch die Nährstoffe Glucosamin und Hyaluronsäure beeinflusst werden.
Viele wissenschaftliche Studien belegen dies.
Warum Glucosamin und Hyaluronsäure?
Glucosamin:
Glucosamin ist ein wichtiger Baustein des Knorpels und der Innenhaut der Gelenke. Glucosamin sorgt für eine ausreichende Gelenkschmierbildung und somit auch für eine reibungslose Gelenkfunktion. Glucosamin wird vom Organismus selbst aus Glukose hergestellt und ist ein Aminozucker. Glucosmin ist Bestandteil der so genannten Synovia (Gelenkschmiere). Denn nur eine zähe und somit stabile Gelenkschmiere ist ein wirkungsvoller Puffer zwischen den Knorpelflächen, was eine wichtige Voraussetzung für eine reibungslose Gelenkfunktion darstellt. Darüber hinaus versorgt die Gelenkschmiere das Knorpelgewebe mit Nährstoffen und transportiert Abfallstoffe ab.
Verschiedene wissenschaftliche Studien bei Menschen belegen die Wirksamkeit von Glucosamin bei Gelenkerkrankungen. Eine wissenschaftliche Studie bei Menschen, die an Arthrose litten spricht insbesondere für die positive Wirkung von Glucosamin bei Arthrose. Eine Arthrose zeichnet sich durch eine fortschreitende Schädigung des Gelenkknorpels aus, die zur eingeschränkten Beweglichkeit führt. Ein weiteres Indiz für eine Arthrose ist das sogenannte ?Einlaufen? zu Beginn der Bewegung; erst nach mehreren Metern Laufens wird der Schritt wieder flüssig, beginnend ist er steif, eckig und starr. Reiben erst einmal die Knorpelflächen aufeinander, führt das zu heftigen Schmerzen des Pferdes.
Während einer dreijährigen, randomisierten und placebokontrollierten Studie beim Menschen bewirkte die Einnahme von Glucosamin in Form von Glucosaminsulfat keinen weiteren Knorpelverlust bei den Propanden. Bei Patienten, die ein Placebopräparat erhielten, nahm dagegen der Gelenkspalt weiter ab.
Die Verengung des Gelenkspaltes durch Knorpelverlust ist typisch für den Verlauf einer Arthroseerkrankung. Folgerung der Studie war, dass eine langfristige Einnahme von Glucosaminsulfat den Krankheitsverlauf bei Arthrose günstig beeinflussen kann. Diese und andere Studien beim Menschen lassen sich durchaus auch auf Pferde übertragen.
Unterschiedliche Gehalte an Glucosamin sind beispielsweise in der Neuseeländischen Grünlippmuschel enthalten. Der Gehalt an Glucosamin schwankt jedoch zwischen 1 % und 75,4 %.
Problematisch bei der Fütterung der Neuseeländischen Grünlippmuschel ist oft der Geruch und Geschmack nach Fisch: Kaum ein Pferd mag diesen doch recht penetranten Geruch und Geschmack. Aus diesem Grunde bieten wir ein Neuseeländisches Grünlippmuschelpulver mit neutralem Geschmack an. Akzeptanzprobleme sind bei diesem Produkt ausgeschlossen. Darüber hinaus sind 75,4 % Glucosamin enthalten, so ist die Fütterungsmenge pro Tag im Gegensatz zu anderen Produkten mit niedrigem Glucosamingehalt nur gering, die Wirkung jedoch exzellent.
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, welcher in den Gelenken aller Säugetiere und Menschen vorkommt. Hyaluronsäure wird vom Körper produziert und ist Bestandteil der Synovial-Flüssigkeit, welche die Knorpel der Gelenke schmiert und vor Reibung schützt. Der Feind des gesunden Gelenkes ist die Reibung. Reibung wird durch Schmierung verhindert. Die Gelenkkapsel enthält eine Innenauskleidung, die als Synovial Membrane bezeichnet wird. Diese sondert die Gelenkschmiere ab. Ein Schlüsselbestandteil in dieser Flüssigkeit ist die Hyaluronsäure. Mit zunehmendem Alter produziert auch der Organismus von Pferden weniger Hyaluronsäure, was zur Abnützung der Gelenke führt. Die Gelenke werden steif und die Beweglichkeit nimmt ab. Nicht nur das Älterwerden, vor allem Fehlstellungen und Erkrankungen lassen die Synovial Flüssigkeit schwinden, so, dass wie bei der Arthrose, Knochen auf Knochen reibt ohne den dringend benötigten Schmierstoff.

Die Viskosität der Gelenksflüssigkeit nimmt ab, sie wird dünner und ist nicht mehr in der Lage, die Knorpeloberflächen genügend zu schmieren. Dies führt zu vermehrter Reibung und Abnützung der Knorpel des von Arthrose, Spat oder Schale betroffenen Pferdes.
Durch die Bildung der Hyaluronsäure wird die normale Viskosität der Gelenksflüssigkeit wieder hergestellt. Die Fütterung von Hyaluronsäure verbessert so die Beweglichkeit und Federung in den Gelenken von Arthrose Pferden.
Hyaluronsäure wird auch seit vielen Jahren mit Erfolg in die Gelenke injiziert. Die Injizierung von Hyaluronsäure birgt jedoch neben erheblicher Kosten auch einige Risiken. Beim Menschen wird die Hyaluronsäure im Krankenhaus unter klinischen Bedingungen injiziert, um Infektionen bestmöglich auszuschließen. Auch hält der Mensch bei Injektion von Hyaluronsäure still, da dieser weiß, dass Bewegung Komplikationen mit sich bringen kann. Auch Infektionen bei Injektionen in die Gelenke sind ein bekanntes Risiko. Weiterhin birgt eine Bewegung im falschen Moment der Injektion zusätzliche Gefahren. Hinzu kommen die hohen Kosten der einzelnen Injektionen.
Für Pferde bieten wir Hyalun Pro 90 zur Fütterung an, dessen Inhaltsstoff Hyaluronsäure ist. Auch dieses Produkt ist geschmackneutral und wird problemlos akzeptiert.
Über die oben genannten Wirkstoffe Glucosamin und Hyaluronsäure hinaus hat sich eine homöopathische Therapie von Gelenkerkrankungen aufgrund der Biofeld-Haaranalyse in meiner Praxis bestens bewährt.
Alles in Allem kann der Pferdebesitzer dem von Arthrose, Spat und Schale betroffenen Pferd eine hilfreiche Unterstützung im Wege der Fütterung und geeigneter Therapien bieten, um Gelenkerkrankungen zu vermeiden bzw. vorhandene Gelenkerkrankungen weniger schmerzhaft und nicht weiter voranschreiten zu lassen.
Die Fütterung von Glucosamin und Hyaluronsäure in Verbindung mit einer den Bewegungsapparat unterstützenden Kräutermischung, wie beispielsweise Lauf-Fit und einer optimal auf die vorhandene Gelenkerkrankung abgestimmte Hufzubereitung ist die Grundvoraussetzung einer entsprechenden homöopathischen Therapie, die ergänzend und parallel zur problemorientierten Fütterung nach Ausarbeitung der Biofeld-Haaranalyse weitere positive Dienste leisten kann.